ᐅ Knarrende Holztreppe – Mangel oder normal? Rechte & Lösungen
Erstellt am: 21.12.25 15:10
Hallo liebe Forumsmitglieder,
Ich habe eine Frage, bei der ich euren Rat benötige. Wir sind letzten Jahr in unsere Doppelhaushälfte eingezogen. Das Haus wurde komplett unter Bauleitung saniert. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im Zuge der Sanierung wurde eine neue Holztreppe eingebaut. Es handelt sich um eine Treppe mit eingestemmten Stufen und Wangen (Fotos habe ich angehängt). Optisch ist sie wirklich sehr schön ausgeführt.
Leider gibt es ein Problem:
Jede einzelne Stufe knirscht bei jedem Schritt, selbst wenn man sehr langsam und vorsichtig geht (quasi Schleichen; ich hätte noch eine Audiodatei, kann diese aber leider nicht hochladen). Es ist kein gelegentliches Knacken, sondern ein deutlich hörbares Knirschen. Ich wiege ca. 80 kg, daran kann es also nicht liegen. Eine leise Nutzung der Treppe ist nicht möglich, was besonders unangenehm ist, wenn Kinder oder Besuch schlafen.
Wir haben den Bauleiter mehrfach darauf angesprochen. Seine Aussage ist sinngemäß: Holztreppen knirschen nun mal, jeder habe eine andere „Schmerzgrenze“ und, ob das ein Mangel sei, bezweifle er. Aus Kulanz wurden uns dennoch zwei Optionen angeboten: 900 € Nachlass oder Nachziehen der Verstrebungen, allerdings ohne Garantie, dass sich das Knirschen verbessert
Uns geht es dabei ausdrücklich nicht ums Geld, sondern um eine leise Treppe. Nun meine Fragen an euch:
Henning




Ich habe eine Frage, bei der ich euren Rat benötige. Wir sind letzten Jahr in unsere Doppelhaushälfte eingezogen. Das Haus wurde komplett unter Bauleitung saniert. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im Zuge der Sanierung wurde eine neue Holztreppe eingebaut. Es handelt sich um eine Treppe mit eingestemmten Stufen und Wangen (Fotos habe ich angehängt). Optisch ist sie wirklich sehr schön ausgeführt.
Leider gibt es ein Problem:
Jede einzelne Stufe knirscht bei jedem Schritt, selbst wenn man sehr langsam und vorsichtig geht (quasi Schleichen; ich hätte noch eine Audiodatei, kann diese aber leider nicht hochladen). Es ist kein gelegentliches Knacken, sondern ein deutlich hörbares Knirschen. Ich wiege ca. 80 kg, daran kann es also nicht liegen. Eine leise Nutzung der Treppe ist nicht möglich, was besonders unangenehm ist, wenn Kinder oder Besuch schlafen.
Wir haben den Bauleiter mehrfach darauf angesprochen. Seine Aussage ist sinngemäß: Holztreppen knirschen nun mal, jeder habe eine andere „Schmerzgrenze“ und, ob das ein Mangel sei, bezweifle er. Aus Kulanz wurden uns dennoch zwei Optionen angeboten: 900 € Nachlass oder Nachziehen der Verstrebungen, allerdings ohne Garantie, dass sich das Knirschen verbessert
Uns geht es dabei ausdrücklich nicht ums Geld, sondern um eine leise Treppe. Nun meine Fragen an euch:
- Sind wir zu penibel oder ist ein dauerhaftes Knirschen bei einer neuen, fachgerecht eingebauten Holztreppe nicht hinzunehmen?
- Handelt es sich eurer Meinung nach um einen Mangel?
- Falls ja: Wie weit können bzw. dürfen wir verlangen, dass nachgebessert wird?
- Was gilt als angemessener Aufwand?
- Gibt es aus eurer Erfahrung sinnvolle Maßnahmen, die das Knirschen nachhaltig reduzieren oder beseitigen können?
Henning
W
wiltshire21.12.25 15:34Du musst eine neue Treppe, bei der jede Stufe von Anfang an knirscht nicht als gegeben abnehmen. Das Knirschen kann unterschiedliche Gründe haben und sowohl an der Einpassung der Wangen, der Einpassung der Stufen bzw. Entkopplung derer liegen. Da das Knirschen nicht erst nach einer Weile auftaucht, gehe ich davon aus, dass der Fehler nicht in einer zu frischen Holzqualität liegt.
Kannst Du sagen, ob die Stufen oder die Wangen knirschen?
Kannst Du sagen, ob die Stufen oder die Wangen knirschen?
Hi Henning,
eine neue eingestemmte Treppe, die auf jeder Stufe permanent Geräuche macht, liegt mMn eher bei zu viel Spiel in den Verbindungen oder fehlender Entkopplung, nicht bei deiner angeblichen Schmerzgrenze, zumal 80kg nun wirklich kein Experiment sind. Dass der Bauleiter selbst Zweifel anmeldet, es aber trotzdem 900€ anbietet, ist schon eine interessante Logik, vielleich merkt er ja selbst, dass da konstruktiv was hakt. Nachziehen allein hilft oft nur kurz, weil Reibung Holz auf Holz bleibt, dauerhaft ruhig wird es meist erst mit konstruktiven Anpassungen, was natürlich keiner gern hört. Die eigentliche Frage ist doch, warum jede Stufe gleich reagiert und nicht nur einzelne, oder? Und noch spannender, wurde die Treppe vor dem Einbau ausreichend akklimatisiert oder ging es zeitlich mal wieder schnell schnell?
eine neue eingestemmte Treppe, die auf jeder Stufe permanent Geräuche macht, liegt mMn eher bei zu viel Spiel in den Verbindungen oder fehlender Entkopplung, nicht bei deiner angeblichen Schmerzgrenze, zumal 80kg nun wirklich kein Experiment sind. Dass der Bauleiter selbst Zweifel anmeldet, es aber trotzdem 900€ anbietet, ist schon eine interessante Logik, vielleich merkt er ja selbst, dass da konstruktiv was hakt. Nachziehen allein hilft oft nur kurz, weil Reibung Holz auf Holz bleibt, dauerhaft ruhig wird es meist erst mit konstruktiven Anpassungen, was natürlich keiner gern hört. Die eigentliche Frage ist doch, warum jede Stufe gleich reagiert und nicht nur einzelne, oder? Und noch spannender, wurde die Treppe vor dem Einbau ausreichend akklimatisiert oder ging es zeitlich mal wieder schnell schnell?
J
Jesse Custer22.12.25 07:16Wie hoch ist in Eurem Haus die aktuelle Luftfeuchtigkeit und hat es auch im Rest des Jahres geknirscht oder fängt es jetzt erst an?
C
chand198622.12.25 07:38Wir haben in unserem Splitlevel RH 5 "halbe"
solche Holztreppen. Keine einzige Stufe knirscht oder knarzt, seit 19 Jahren nicht.
solche Holztreppen. Keine einzige Stufe knirscht oder knarzt, seit 19 Jahren nicht.
Hallo zusammen,
Vielen Dank für eure schnellen Antworten! Ob die Stufen oder Wangen knirschen kann ich nicht eindeutig zuordnen. Ich meine, dass die Treppen etwas Spiel haben, da das Knirschen etwas weniger ist, wenn man an den Seiten der Stufen (nah der Wangen) läuft anstatt in der Mitte. Wenn man mit Schwung runterläuft, habe ich das Gefühl, dass die Stufen minimal biegen. Ist aber mit dem blossen Auge kaum erkennbar.
@Nauer: Welche Voraussetzungen müssen denn beim akklimatisieren gegeben sein? Geht es da um die Restfeuchte? Das müsste ich in Erfahrung bringen. Ich werde unseren Bauleiter auch nach einer Erklärung fragen. Die ist er uns bislang schuldig. Wie würde man denn die Stufen und Wangen konkret entkoppeln?
@Jesse Custer: Das Knirschen ist sei Tag 1 da gewesen. Zu Beginn wurde uns gesagt, dass wir warten sollen, bis sich die Feuchtigkeit eingestellt hat. Das habe ich aber schon damals als Schein-Argument zum Aufschieben wahrgenommen. Die Luftfeuchtigkeit im Haus sind zwischen idR 45-55%. Im Sommer haben wir bei höherer Luftfeuchtigkeit einen Entfeuchter laufen.
Eine allgemeine Frage noch - der Bauleiter scheint grundlegend anderer Meinung zu sein als wir. Das hat er mehrfach betont. Ich würde mich daher gerne absichern, falls es zu Streitigkeiten kommt. Habt ihr Empfehlung, wie man sich eine objektive, zusätzliche Meinung einholt, zB IHK?
Danke euch für die Unterstützung!
Viele Grüße
Henning
Vielen Dank für eure schnellen Antworten! Ob die Stufen oder Wangen knirschen kann ich nicht eindeutig zuordnen. Ich meine, dass die Treppen etwas Spiel haben, da das Knirschen etwas weniger ist, wenn man an den Seiten der Stufen (nah der Wangen) läuft anstatt in der Mitte. Wenn man mit Schwung runterläuft, habe ich das Gefühl, dass die Stufen minimal biegen. Ist aber mit dem blossen Auge kaum erkennbar.
@Nauer: Welche Voraussetzungen müssen denn beim akklimatisieren gegeben sein? Geht es da um die Restfeuchte? Das müsste ich in Erfahrung bringen. Ich werde unseren Bauleiter auch nach einer Erklärung fragen. Die ist er uns bislang schuldig. Wie würde man denn die Stufen und Wangen konkret entkoppeln?
@Jesse Custer: Das Knirschen ist sei Tag 1 da gewesen. Zu Beginn wurde uns gesagt, dass wir warten sollen, bis sich die Feuchtigkeit eingestellt hat. Das habe ich aber schon damals als Schein-Argument zum Aufschieben wahrgenommen. Die Luftfeuchtigkeit im Haus sind zwischen idR 45-55%. Im Sommer haben wir bei höherer Luftfeuchtigkeit einen Entfeuchter laufen.
Eine allgemeine Frage noch - der Bauleiter scheint grundlegend anderer Meinung zu sein als wir. Das hat er mehrfach betont. Ich würde mich daher gerne absichern, falls es zu Streitigkeiten kommt. Habt ihr Empfehlung, wie man sich eine objektive, zusätzliche Meinung einholt, zB IHK?
Danke euch für die Unterstützung!
Viele Grüße
Henning
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