ᐅ Flaches Satteldach - Aufbau Pfetten-Sparren Keilen oder Kerven?
Erstellt am: 30.09.25 21:06
A
Aceton30030.09.25 21:06Hallo Forum,
ich beabsichtige ein Schuppendach zu erneuern, sprich einmal alles neu. Das ganze Projekt befindet sich noch in der Planungsphase, würde die arbeiten aber gerne so weit es geht selbst erledigen (Helfer sind vorhanden). Wo es zu Fachlich / Risikobehaftet würde, würde ich auf Fachleute zurückgreifen.
Hauptsächlich möchte ich es aber so weit es geht gerne selbst machen, zum einen aus Interesse an der Arbeit, zum anderen natürlich auch um kosten zu sparen. Nach getaner Arbeit ist man ja auch irgendwo Stolz auf sein eigenes "Werk".
Es handelt sich um ein normales Pfettendach mit First-, Mittel- und Fußpfette.
Das Gebäude ist in mehrere Räume unterteilt. Die First- und Mittelpfetten sind jeweils an ihren Enden geteilt und liegen auf den Trennwänden jeweils zur Hälfte der Wandstärke auf und sind mit großen Flachverbindern verschraubt.
Die Fußpfetten an den vier Hauswänden würde ich mittels Betonschrauben auf dem außen umlaufenden Ringanker verschrauben.
Die Pfetten und Sparren würde ich jeweils Hochkant setzen um die größtmögliche Stabilität und Tragfähigkeit zu gewährleisten.
Materialstärken wären wie folgt:
- First- & Mittelpfetten: 14 x 28 cm
- Fußpfetten: 10 x 20 cm (werden auf Ringanker verschraubt)
- Sparren 8 x 12 cm (jeweils 26 Stück pro Dachseite in 50cm Abstand)
- Dachfläche insgesamt ca. 8 x 14m
- Dachneigung ca. 25° (Geschätzt, man kann aber Problemlos ohne Hilfsmittel übers Dach laufen)
Das Dach soll später mit normalen Tonziegeln eingedeckt werden z.B. "Frankfurter Pfanne" oder Flachziegel, je nachdem wie es die Dachneigung vorgibt und welcher Typ am besten geeignet ist.
Würde gerne auf Ziegel gehen da diese ja sehr lange Haltbar sind.
Weiter würde ich gerne wissen in welchem Abstand ich die Betonschrauben an der Fußpfette setzen sollte.
Leider bin ich nicht im Besitz einer Kervenfräse, darum die Frage ob man die Sparren aufgrund der geringen Dachschräge auch unterkeilen (zusätzlich Leimen?) und dann mit den Pfetten mittels Holzschrauben von oben durch Sparren, Keil und Pfette verschrauben kann?
Entweder mit der Kappsäge selbst gesägt oder sägen lassen, wären ja pro Sparren 3 Keile bei insgesamt 52 Sparren ergibt das 156 Keile.
Vorteil wäre hier meiner Meinung da es zum einen Arbeitsersparnis ist (keine Kerven nötig die absolut Passgenau sein müssen) und man zum anderen den Materialquerschnitt der Sparren durch die Einkerbung nicht schwächt.
Weiter würde ich die Sparren an den Pfetten mit Sparrenankern und Kammnägeln (Mindestens 4 x 40mm) sichern.
Aufgrund der Stabilität an jedem Sparren 6 Stück (je rechts und links an First-, Mittel-, und Fußpfette) oder?
Zum Schluss käme Obendrauf dann die Unterspannbahn, dann die Dachlatten mit Konterlattung und dann die Ziegel.
Hauptsächlich möchte ich aber erstmal die Frage der Grundkonstruktion (Pfetten-/Sparrengerüst) hier erfragen ob mein Gedankengang so in Ordnung wäre.
Was meinen die Fachleute hier dazu und was sollte ich noch beachten?
Schonmal vielen Dank vorab!
ich beabsichtige ein Schuppendach zu erneuern, sprich einmal alles neu. Das ganze Projekt befindet sich noch in der Planungsphase, würde die arbeiten aber gerne so weit es geht selbst erledigen (Helfer sind vorhanden). Wo es zu Fachlich / Risikobehaftet würde, würde ich auf Fachleute zurückgreifen.
Hauptsächlich möchte ich es aber so weit es geht gerne selbst machen, zum einen aus Interesse an der Arbeit, zum anderen natürlich auch um kosten zu sparen. Nach getaner Arbeit ist man ja auch irgendwo Stolz auf sein eigenes "Werk".
Es handelt sich um ein normales Pfettendach mit First-, Mittel- und Fußpfette.
Das Gebäude ist in mehrere Räume unterteilt. Die First- und Mittelpfetten sind jeweils an ihren Enden geteilt und liegen auf den Trennwänden jeweils zur Hälfte der Wandstärke auf und sind mit großen Flachverbindern verschraubt.
Die Fußpfetten an den vier Hauswänden würde ich mittels Betonschrauben auf dem außen umlaufenden Ringanker verschrauben.
Die Pfetten und Sparren würde ich jeweils Hochkant setzen um die größtmögliche Stabilität und Tragfähigkeit zu gewährleisten.
Materialstärken wären wie folgt:
- First- & Mittelpfetten: 14 x 28 cm
- Fußpfetten: 10 x 20 cm (werden auf Ringanker verschraubt)
- Sparren 8 x 12 cm (jeweils 26 Stück pro Dachseite in 50cm Abstand)
- Dachfläche insgesamt ca. 8 x 14m
- Dachneigung ca. 25° (Geschätzt, man kann aber Problemlos ohne Hilfsmittel übers Dach laufen)
Das Dach soll später mit normalen Tonziegeln eingedeckt werden z.B. "Frankfurter Pfanne" oder Flachziegel, je nachdem wie es die Dachneigung vorgibt und welcher Typ am besten geeignet ist.
Würde gerne auf Ziegel gehen da diese ja sehr lange Haltbar sind.
Weiter würde ich gerne wissen in welchem Abstand ich die Betonschrauben an der Fußpfette setzen sollte.
Leider bin ich nicht im Besitz einer Kervenfräse, darum die Frage ob man die Sparren aufgrund der geringen Dachschräge auch unterkeilen (zusätzlich Leimen?) und dann mit den Pfetten mittels Holzschrauben von oben durch Sparren, Keil und Pfette verschrauben kann?
Entweder mit der Kappsäge selbst gesägt oder sägen lassen, wären ja pro Sparren 3 Keile bei insgesamt 52 Sparren ergibt das 156 Keile.
Vorteil wäre hier meiner Meinung da es zum einen Arbeitsersparnis ist (keine Kerven nötig die absolut Passgenau sein müssen) und man zum anderen den Materialquerschnitt der Sparren durch die Einkerbung nicht schwächt.
Weiter würde ich die Sparren an den Pfetten mit Sparrenankern und Kammnägeln (Mindestens 4 x 40mm) sichern.
Aufgrund der Stabilität an jedem Sparren 6 Stück (je rechts und links an First-, Mittel-, und Fußpfette) oder?
Zum Schluss käme Obendrauf dann die Unterspannbahn, dann die Dachlatten mit Konterlattung und dann die Ziegel.
Hauptsächlich möchte ich aber erstmal die Frage der Grundkonstruktion (Pfetten-/Sparrengerüst) hier erfragen ob mein Gedankengang so in Ordnung wäre.
Was meinen die Fachleute hier dazu und was sollte ich noch beachten?
Schonmal vielen Dank vorab!
Hi,
der Ansatz mit den aufgedoppelten, hochkant gesetzten Pfetten und Sparren ist in deinem Fall nachvollziehbar, aber deine Materialwahl sollte definitiv nochmal mit statischen Nachweisen unterfüttert werden. Die Dimensionierung erscheint für ein 8 x 14 m Dach mit Tonziegeln schon recht großzügig, überschüssiges Gewicht schadet natürlich auch der Unterkonstruktion nicht – aber ob das Ganze in dieser Form wirtschaftlich und sinnig ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Sparren in 8 x 12 cm bei 50 cm Abstand werden nach Statik vermutlich arbeiten, allerdings solltest du eine exakte Schneelastannahme für deinen Standort berücksichtigen, alles andere ist schlichtweg Blindflug.
Zum Thema Keil statt Kerve: Bauphysikalisch ist das durchführbar, wenn du präzise und sauber arbeitest, Leimen jedoch hat zwischen Keil und Sparren im Außenbereich keine dauerhafte Wirkung, da die Klebefuge durch Temperatureinflüsse, Feuchtigkeit und Materialbewegung alten Leimen keinen Gefallen tut. Mechanisch verschrauben ist daher Pflicht. Die Kombination aus Keil, langer Holzschraube und zusätzlicher Sicherung durch Sparrenanker kann in der Praxis solide funktionieren, aber nur, wenn du wirklich passgenau arbeitest. Gibt es eine tragfähige Druckverteilung auf der gesamten Pfettenauflage oder stehst du hintenraus mit lauter punktuellen Schwachstellen und begünstigst Setzungen? Hast du in die Richtung schon fachliche Rücksprache gehalten oder gehst du da nach Bauchgefühl?
Die Verschraubung der Fußpfetten auf dem Ringanker mit Betonschrauben solltest du im Abstand von 60 bis 80 cm wählen, abhängig von deiner statischen Berechnung und der Beschaffenheit des Ringankers. Zu viele Schrauben bringen nicht zwangsläufig Stabilität, sondern können das Holz auch unnötig schwächen.
Gut Nacht
der Ansatz mit den aufgedoppelten, hochkant gesetzten Pfetten und Sparren ist in deinem Fall nachvollziehbar, aber deine Materialwahl sollte definitiv nochmal mit statischen Nachweisen unterfüttert werden. Die Dimensionierung erscheint für ein 8 x 14 m Dach mit Tonziegeln schon recht großzügig, überschüssiges Gewicht schadet natürlich auch der Unterkonstruktion nicht – aber ob das Ganze in dieser Form wirtschaftlich und sinnig ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Sparren in 8 x 12 cm bei 50 cm Abstand werden nach Statik vermutlich arbeiten, allerdings solltest du eine exakte Schneelastannahme für deinen Standort berücksichtigen, alles andere ist schlichtweg Blindflug.
Zum Thema Keil statt Kerve: Bauphysikalisch ist das durchführbar, wenn du präzise und sauber arbeitest, Leimen jedoch hat zwischen Keil und Sparren im Außenbereich keine dauerhafte Wirkung, da die Klebefuge durch Temperatureinflüsse, Feuchtigkeit und Materialbewegung alten Leimen keinen Gefallen tut. Mechanisch verschrauben ist daher Pflicht. Die Kombination aus Keil, langer Holzschraube und zusätzlicher Sicherung durch Sparrenanker kann in der Praxis solide funktionieren, aber nur, wenn du wirklich passgenau arbeitest. Gibt es eine tragfähige Druckverteilung auf der gesamten Pfettenauflage oder stehst du hintenraus mit lauter punktuellen Schwachstellen und begünstigst Setzungen? Hast du in die Richtung schon fachliche Rücksprache gehalten oder gehst du da nach Bauchgefühl?
Die Verschraubung der Fußpfetten auf dem Ringanker mit Betonschrauben solltest du im Abstand von 60 bis 80 cm wählen, abhängig von deiner statischen Berechnung und der Beschaffenheit des Ringankers. Zu viele Schrauben bringen nicht zwangsläufig Stabilität, sondern können das Holz auch unnötig schwächen.
Gut Nacht
H
hanghaus202306.10.25 09:56Wie sieht denn das bestehende Dach aus?
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