ᐅ Architekturbüro holt Offerte nur von langjährigen Partnergeschäften an
Erstellt am: 20.06.25 11:26
Hallo zusammen,
jetzt sind wir an der Ausschreibung und unser Architekturbüro holt Offerten nur von langjährigen Partnergeschäften ein (zwei bis drei Offerte pro Gewerk).
Sie meinten nur so können Sie den hohen Qualitätsstandard erreichen.
Was meint Ihr dazu?
Stimmt es, dass man die besten Offerten (Preis / Qualität) von lokalen Gewerken bekommt, die man schon lange kennt?
Habe nur Angst, dass das Architekturbüro nicht nur in unserem Sinne arbeitet, sondern auch auf Ihre Partnergeschäfte schaut.
jetzt sind wir an der Ausschreibung und unser Architekturbüro holt Offerten nur von langjährigen Partnergeschäften ein (zwei bis drei Offerte pro Gewerk).
Sie meinten nur so können Sie den hohen Qualitätsstandard erreichen.
Was meint Ihr dazu?
Stimmt es, dass man die besten Offerten (Preis / Qualität) von lokalen Gewerken bekommt, die man schon lange kennt?
Habe nur Angst, dass das Architekturbüro nicht nur in unserem Sinne arbeitet, sondern auch auf Ihre Partnergeschäfte schaut.
N
nordanney20.06.25 11:37Grundsätzlich ist das doch gut, dass der Architekt Unternehmen hat, mit denen er schon lange gut zusammen arbeitet. Bei drei Angeboten je Gewerk gibt es auch noch immer eine Konkurrenz. Davon abgesehen schauen eher die Gewerke auf den Architekten, denn diese wollen eine gute Zusammenarbeit auch noch länger fortführen.
Ja, es ist ein Geben und Nehmen. Vielleicht sind es auch nicht die günstigsten Angebote. Aber vielleicht die Angebote, die Dir später viel Stress und Geld ersparen, wenn eben nicht jedes Gewerk rumpfuscht, Du Zeit (und ggf. auch noch Geld) für die Ausbesserungen hast und nach Einzug vielleicht kein Handwerker mehr ansprechbar ist (für nach 1,5 Jahren auftretende Gewährleistungsfälle).
Kannst doch selber noch Vorschläge machen, bei wem angefragt werden soll, wenn du passende Unternehmen kennst und auch gut einschätzen kannst, dass die Arbeit dann auch Deinen Ansprüchen genügt. Kannst Du das?
Ja, es ist ein Geben und Nehmen. Vielleicht sind es auch nicht die günstigsten Angebote. Aber vielleicht die Angebote, die Dir später viel Stress und Geld ersparen, wenn eben nicht jedes Gewerk rumpfuscht, Du Zeit (und ggf. auch noch Geld) für die Ausbesserungen hast und nach Einzug vielleicht kein Handwerker mehr ansprechbar ist (für nach 1,5 Jahren auftretende Gewährleistungsfälle).
Kannst doch selber noch Vorschläge machen, bei wem angefragt werden soll, wenn du passende Unternehmen kennst und auch gut einschätzen kannst, dass die Arbeit dann auch Deinen Ansprüchen genügt. Kannst Du das?
dei8815 schrieb:
jetzt sind wir an der Ausschreibung und unser Architekturbüro holt Offerten nur von langjährigen Partnergeschäften ein (zwei bis drei Offerte pro Gewerk). Sie meinten nur so können Sie den hohen Qualitätsstandard erreichen. [...] Stimmt es, dass man die besten Offerten (Preis / Qualität) von lokalen Gewerken bekommt, die man schon lange kennt?"Jetzt" ? - dies ist Dein erster Beitrag, wir wissen nichts von Deinem Bauprojekt und seinen Besonderheiten. Bei außergewöhnlichen Details kann es angebracht sein, einen oder zwei Bieter mehr anzufragen. Ein gesundes Maß sind vier oder fünf, und natürlich verringert sich diese Zahl, wenn man den Teilnehmerkreis kennt und dieser auch lokal eingegrenzt ist. Ein guter Architekt kennt seine Pappenheimer und umgekehrt (sowie diese sich auch untereinander). Und der Fliesenleger Dirk und der Installateur Jürgen sind zusammen bei der Feuerwehr Kameraden, deren Werke passen auch auf der Baustelle prima zusammen. In einem solchen Konsortium wissen die auch, daß sie nur ein sinnvolles Maß an Mitbewerbern haben. Eine Überzahl an Angeboten bedeutet nur unnötige Arbeit an Kalkulationen für den Papierkorb.dei8815 schrieb:
Habe nur Angst, dass das Architekturbüro nicht nur in unserem Sinne arbeitet, sondern auch auf Ihre Partnergeschäfte schaut.Der Architekt arbeitet sogar sehr in Deinem Sinne: gute Angebote zu schreiben, kostet Zeit und damit Geld. Du könntest auch nach der Methode der ganz besonders Doofen arbeiten und die Angebote selbst einholen, "von zwanzig Firmen, damit zehn davon antworten". Ja, mindestens ab acht Anbietern wäre einer dabei, der anscheinend günstiger wäre als der günstigste aus der Mannschaftsauswahl des Architekten. Aber Du gerietest mit dieser genieahlen Mähtode an Schlitzohren und Flachpfeifen, die denen der Baumurks Trash TV Formate mit Pauken und Trompeten das Wasser reichen könnten. Verkneife Dir diesen Rückfall und ziehe Deinen klügeren Weg mit dem Architekten auszuschreiben durch - es lohnt sich !https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
N
NatureSys21.06.25 00:51Mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen war das bei uns auch so. Die einzige Ausnahme war die Holztreppe für die wir letztlich einen Tischler aus dem Ort genommen, der erst relativ kurz vorher seinen Betrieb eröffnet hat und bis dato mit unserem Architekten noch nicht zusammen gearbeitet hatte . Den haben wir vorgeschlagen, war für den Architekten auch völlig okay. Er hat das Risiko als niedrig eingeschätzt.
Und die Architekten wollen durchaus auch mal einen neuen Betrieb ausprobieren um für verschiedene Anforderungen immer jemanden zur Hand zu haben.
Und die Architekten wollen durchaus auch mal einen neuen Betrieb ausprobieren um für verschiedene Anforderungen immer jemanden zur Hand zu haben.
dei8815 schrieb:
Habe nur Angst, dass das Architekturbüro nicht nur in unserem Sinne arbeitet, sondern auch auf Ihre Partnergeschäfte schaut.Was ist an dem Win-Win ein Problem?Oder meinst Du, zu viel ausgeben zu müssen, weil man bei keinem Billiganbieter anfragt?
Ich denke, das hat schon ein gewisses Siegel, wenn ein Archibüro auf Firmen „Einfluss“ hat, die für sie gern arbeiten.
Ich weise bei solchen Fragen gern auf den Satire-3-Teiler von Dieter Wedel „Die Semmelings - einmal im Leben, wir bauen ein Traumhaus“ hin. Eine sehr gute Unterhaltung (natürlich nicht zu streamen, weil noch eine alte Produktion), und überall versteckt sich viel Wahrheit. Humor pur mit guten Schauspielern !
W
wiltshire21.06.25 10:41dei8815 schrieb:
Sie meinten nur so können Sie den hohen Qualitätsstandard erreichen.Das ist nachvollziehbar - sowohl hinsichtlich der Koordinierung der Gewerke, der Klarheit von Absprachen, als auch hinsichtlich der geleisteten Umsetzungsqualität. Der Architekt kann eine höhere Qualität, bessere Termintreue und geringere Reklamationsanzahl besser gewährleisten und das ist ja Teils eines Jobs, wenn er den Bau durch die gesamten HOAI Phasen führt.dei8815 schrieb:
Stimmt es, dass man die besten Offerten (Preis / Qualität) von lokalen Gewerken bekommt, die man schon lange kennt?Möglicherweise bekommt man nicht den günstigsten Preis auf dem Papier. Dieser ist aber nichts wert, wenn sich beispielsweise Bauverzögerungen einstellen, oder die Leistung dadurch gekennzeichnet ist, aus dem Billigangebot den Gewinn zu maximieren. Lokae Anbieter dagegen haben einen Ruf zu erhalten. Du musst wissen was Du willst. Es gibt hier viele Beispiele, bei denen der zu starke Fokus auf den Angebotspreis letztlich viel Ärger bereitete. Gier und Geiz sind beim Bau kein guter Ratgeber (und bevor irgendjemand hier einen Subtext liest: Ich werfe dem TE das NICHT vor.)dei8815 schrieb:
Habe nur Angst, dass das Architekturbüro nicht nur in unserem Sinne arbeitet, sondern auch auf Ihre Partnergeschäfte schaut.Unsicherheit ist beim Bauen ein schlechter Ratgeber. Mir ist es absolut recht, wenn ein Netzwerk von meinem Bau profitiert und ich im Gegenzug bekomme was ich bestelle und wünsche. Hier lohnen sich Interesse, Präsenz,Vertrauen und Großzügigkeit (oder zumindest die Abwesenheit von Geiz).Aus meiner Sicht: Wer einen Baupartner als potenziellen Gegner sieht, der soll es besser lassen und was Fertiges kaufen.
Ähnliche Themen