ᐅ Senkung der Vorlauftemperatur bei Fussbodenheizung komplexer als gedacht?
Erstellt am: 09.03.23 22:07
J
JohnnyEH
Moin in die Runde!
Wir befinden uns gerade in der Diskussion mit unserem Fertighausanbieter bzgl. der Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung.
Es handelt sich um ein Haus in Holzrahmentafelbauweise und KFW40 Standard.
Der Anbieter legt laut Baubeschreibung die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung auf 35° aus. Wir haben angesprochen, dass wir dies für einen Neubau nicht zeitgemäß halten und gerne eine Vorlauftemperatur von ca. 30° hätten. Nun wurde uns gesagt, dass bei einer Vorlauftemperatur von 30° eine größere Wärmepumpe sowie eine vollkommen andere Auslegung des Heizungssystems geplant werden müssten und die Mehrkosten so schnell 5-stellig werden würden. Solche Mehrkosten würden finanziell natürlich keinen Sinn machen.
Ich dachte bisher die Vorlauftemperatur wird in erster Linie über den Verlegeabstand bestimmt und wäre entsprechend geringer, wenn man den Verlegeabstand reduziert.
Wieso könnte eine niedrigere Vorlauftemperatur zu einer größeren Wärmepumpe führen? Was übersehe ich?
Ich muss dazu sagen, dass die Heizlastberechnung und die genaue Bestimmung der Wärmepumpe erst noch durch geführt wird. Es wird in jedem Fall eine Vaillant Arotherm Plus.
Zudem noch eine Frage zum Bodenbelag.
Wir wissen, dass Fliesen optimal sind für eine Fußbodenheizung aber Vinyl diesen fast ebenbürtig ist. Bei uns wird auch eine Fußbodenkühlung verbaut werden (aktiv über die Luft-Wasser-Wärmepumpe). Hat bei der Kühlung einer der Bodenbeläge - Fliesen oder Vinyl - Vorteile? Oder wäre für die Kühlung sogar Laminat am Besten?
Wir befinden uns gerade in der Diskussion mit unserem Fertighausanbieter bzgl. der Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung.
Es handelt sich um ein Haus in Holzrahmentafelbauweise und KFW40 Standard.
Der Anbieter legt laut Baubeschreibung die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung auf 35° aus. Wir haben angesprochen, dass wir dies für einen Neubau nicht zeitgemäß halten und gerne eine Vorlauftemperatur von ca. 30° hätten. Nun wurde uns gesagt, dass bei einer Vorlauftemperatur von 30° eine größere Wärmepumpe sowie eine vollkommen andere Auslegung des Heizungssystems geplant werden müssten und die Mehrkosten so schnell 5-stellig werden würden. Solche Mehrkosten würden finanziell natürlich keinen Sinn machen.
Ich dachte bisher die Vorlauftemperatur wird in erster Linie über den Verlegeabstand bestimmt und wäre entsprechend geringer, wenn man den Verlegeabstand reduziert.
Wieso könnte eine niedrigere Vorlauftemperatur zu einer größeren Wärmepumpe führen? Was übersehe ich?
Ich muss dazu sagen, dass die Heizlastberechnung und die genaue Bestimmung der Wärmepumpe erst noch durch geführt wird. Es wird in jedem Fall eine Vaillant Arotherm Plus.
Zudem noch eine Frage zum Bodenbelag.
Wir wissen, dass Fliesen optimal sind für eine Fußbodenheizung aber Vinyl diesen fast ebenbürtig ist. Bei uns wird auch eine Fußbodenkühlung verbaut werden (aktiv über die Luft-Wasser-Wärmepumpe). Hat bei der Kühlung einer der Bodenbeläge - Fliesen oder Vinyl - Vorteile? Oder wäre für die Kühlung sogar Laminat am Besten?
H
Hausbau55EE10.03.23 21:39RotorMotor schrieb:
Hast du das mal ausgerechnet, ausprobiert oder ist das einfach nur so ein Gefühl?Bist du von deiner Variante so überzeugt? Ich habe das nicht ausgerechnet, aber mein gesunder Verstand sagt mir das. Ich lese mir jetzt gerne deine Berechnung durch.K
KarstenausNRW10.03.23 21:50Allthewayup schrieb:
Er müsse auf Basis von 35°C rechnen da das die Norm so vorgibt.Auch das ist so eine Aussage, mit der es sich der GU einfach macht, damit Du als Kunde nicht weiter hinterfragst. Denn a) gibt es solch eine Norm nicht und b) kommen die 35 Grad aus einer DIN und beziehen sich auf eine maximale Oberflächentemperatur bei einer Fußbodenheizung (gilt für Randbereiche, 29 Grad für Hauptbereiche).
Ist einfach ärgerlich, wie man abgespeist wird...
H
HoisleBauer2210.03.23 22:37Hausbau55EE schrieb:
aber mein gesunder Verstand sagt mir dasDie Physik hat sicher eine Antwort. Ich vermute mal den Energieerhaltungssatz? Auch die Wärmeenergie der Rohre unter dem Styroporhalter der Badewanne geht ja irgendwohin. Ob jetzt in die Betondecke / den Estrich oder sonst wo hin - die Energie bleibt im Haus. Ob man die im Bad spüren kann, ist dann eher die Frage. Oder täusche ich mich? Und noch etwas könnte man bedenken: Mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung wird die Wärme ja auch nochmal verteilt im Haus...H
HoisleBauer2210.03.23 22:40Noch zum Thread-Thema: Die wichtigste Erkenntnis für mich bisher in der Diskussion ist, dass sich die Investition (bei GU: viele Tausend Euro) niemals lohnt. Für die paar Monate, wo man heizen muss...Und man hat ja idealerweise eine Photovoltaik, die in den kühlen Monaten die Energiekosten reduziert...
R
RotorMotor10.03.23 22:41HoisleBauer22 schrieb:
Die Physik hat sicher eine Antwort. Ich vermute mal den Energieerhaltungssatz? Auch die Wärmeenergie der Rohre unter dem Styroporhalter der Badewanne geht ja irgendwohin. Ob jetzt in die Betondecke / den Estrich oder sonst wo hin - die Energie bleibt im Haus.Bei Styropor unter und über den Rohren bleibt die Energie in erster Linie im Wasser und landet im Rücklauf.Das Hauptproblem dabei ist, wie gesagt, dass die 30m Rohr unter der Wanne den Durchfluss behindern.
Also keine/kaum wärme abgeben, aber dafür den Durchfluss im gesamten Kreis reduzieren und damit die Leistung dieses Kreises.
HoisleBauer22 schrieb:
Und noch etwas könnte man bedenken: Mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung wird die Wärme ja auch nochmal verteilt im Haus...Der Effekt ist äußerst kleinHoisleBauer22 schrieb:
Und man hat ja idealerweise eine Photovoltaik, die in den kühlen Monaten die Energiekosten reduziert...Joa, eine Photovoltaik sollte man haben, aber gerade wenn die Wärmepumpe richtig ran muss, kommt meistens nichts vom Dach.D
Daniel-Sp10.03.23 22:44HoisleBauer22 schrieb:
Und noch etwas könnte man bedenken: Mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung wird die Wärme ja auch nochmal verteilt im Haus...Genau, man zieht aus dem Raum mit der höchsten Wunschtemperatur, dem Bad, die warme Luft raus und Luft aus den gewünscht kühleren Räumen strömt nach.
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