ᐅ Nicht fachgerechte Befestigung der Dachziegel – Eure Einschätzung
Erstellt am: 11.02.20 07:16
Hallo zusammen! Bei folgender Problematik würde mich eure Einschätzung interessieren. Dazu noch als Info: Wir wohnen in einem Neubau, Einzug gute 5 Monate her.
Es geht um die Befestigung unserer Dachziegel (speziell die Ortgangziegel) und einen Sturmschaden, ausgelöst durch den Sturm Sabine. Es wurden durch diesen Sturm einige Ziegel beschädigt/abgehoben, allen voran am Ortgang. Diese Dachseite und Position entspricht der Hauptangriffs-Fläche bzw. -Kante.
Beim zu Boden gefallenen Ziegel ist zu erkennen, dass dieser nicht an seiner dafür vorgesehenen Vorbohrung/Vertiefung befestigt wurde. Die Vertiefung ist nicht durchstoßen, hier kann keine Schraube oder Nagel gewesen sein (siehe Bild im Anhang). Laut Hersteller und soweit ich gelesen habe den Fachregeln des DDH ist jeder Ortgangziegel zu befestigen.
Für uns folgt jetzt daraus, dass wir nicht mehr davon ausgehen können, ein korrekt eingedecktes bzw. befestigtes Dach auf unserem Haus zu haben. Das würde eine intensive Kontrolle und Nachbesserung des Herstellers bedeuten. Außerdem ist unserer Meinung nach der Hersteller jetzt in der Pflicht, die Reparaturkosten des Dachdeckers zu übernehmen, den wir direkt am nächsten Morgen (also gestern) beauftragt haben. Das Ganze soll natürlich so schnell wie möglich behoben sein, um Folgeschäden zu vermeiden. Außerdem wird unsere Versicherung diesen Schaden denke ich nicht regulieren, wenn ein Verdacht auf nicht korrekt befestigte Ziegel besteht.
Wie seht ihr das ganze? Sind unsere Ansichten begründet/nachzuvollziehen?
Dem Hausbauer haben wir das Problem auch direkt geschildert und warten dort zurzeit auf Rückmeldung.

Es geht um die Befestigung unserer Dachziegel (speziell die Ortgangziegel) und einen Sturmschaden, ausgelöst durch den Sturm Sabine. Es wurden durch diesen Sturm einige Ziegel beschädigt/abgehoben, allen voran am Ortgang. Diese Dachseite und Position entspricht der Hauptangriffs-Fläche bzw. -Kante.
Beim zu Boden gefallenen Ziegel ist zu erkennen, dass dieser nicht an seiner dafür vorgesehenen Vorbohrung/Vertiefung befestigt wurde. Die Vertiefung ist nicht durchstoßen, hier kann keine Schraube oder Nagel gewesen sein (siehe Bild im Anhang). Laut Hersteller und soweit ich gelesen habe den Fachregeln des DDH ist jeder Ortgangziegel zu befestigen.
Für uns folgt jetzt daraus, dass wir nicht mehr davon ausgehen können, ein korrekt eingedecktes bzw. befestigtes Dach auf unserem Haus zu haben. Das würde eine intensive Kontrolle und Nachbesserung des Herstellers bedeuten. Außerdem ist unserer Meinung nach der Hersteller jetzt in der Pflicht, die Reparaturkosten des Dachdeckers zu übernehmen, den wir direkt am nächsten Morgen (also gestern) beauftragt haben. Das Ganze soll natürlich so schnell wie möglich behoben sein, um Folgeschäden zu vermeiden. Außerdem wird unsere Versicherung diesen Schaden denke ich nicht regulieren, wenn ein Verdacht auf nicht korrekt befestigte Ziegel besteht.
Wie seht ihr das ganze? Sind unsere Ansichten begründet/nachzuvollziehen?
Dem Hausbauer haben wir das Problem auch direkt geschildert und warten dort zurzeit auf Rückmeldung.
Sturmklammern sollten laut Hersteller auch zum Einsatz gekommen sein. Allerdings wird nicht explizit gesagt wo. Laut dem Dachdecker, der den Schaden gestern kurz begutachtet hat, werden Klammern eher in der Fläche eingesetzt.
So wie ich die Vorgabe für Ortgangziegel verstehe ist hier jedoch eine Verschraubung oder Befestigung per Nagel vorgeschrieben. Auch der Hersteller der Ziegel schreibt vor: "Jeder Ortgangziegel wird mit einer Holzschraube, Durchmesser 4,5 mm, bei einer Einschraubtiefe von 24 mm im Nadelholz (Traglattung) befestigt. "
So wie ich die Vorgabe für Ortgangziegel verstehe ist hier jedoch eine Verschraubung oder Befestigung per Nagel vorgeschrieben. Auch der Hersteller der Ziegel schreibt vor: "Jeder Ortgangziegel wird mit einer Holzschraube, Durchmesser 4,5 mm, bei einer Einschraubtiefe von 24 mm im Nadelholz (Traglattung) befestigt. "
Sorry für den doppelten Post aber den Hinweis von @KingSong habe ich noch mal beherzigt und bei zwei Dachdeckern im Ort nachgefragt. Die Aussagen war ziemlich eindeutig: Eine Klammer reicht an dieser Stelle nicht, jeder Ortgangziegel muss verschraubt sein. Der zweite Dachdecker hat zudem auch auf unsere exponierte Lage (Haus steht auf einer Bergkuppe knapp 470 m ü.NN) hingewiesen.
In den statischen Berechnungen für unser Haus habe ich jetzt außerdem die Berechnung für die Sturmklammern gefunden. Hier wird beschrieben, dass im Bereich wo überhaupt geklammert wird nur jeder dritte Ziegel geklammert wird. Das wäre für den Ortgang dann meiner Meinung nach ohnehin viel zu wenig.
In den statischen Berechnungen für unser Haus habe ich jetzt außerdem die Berechnung für die Sturmklammern gefunden. Hier wird beschrieben, dass im Bereich wo überhaupt geklammert wird nur jeder dritte Ziegel geklammert wird. Das wäre für den Ortgang dann meiner Meinung nach ohnehin viel zu wenig.
Über was für einen Schaden reden wir überhaupt?
Inwiefern wird hier der "Hersteller" (=des Ziegels oder des Hauses?) rein?
Wenn ein Mangel an der Ausführung besteht, wie du vermutest, reklamiere das im Rahmen der Gewährleistung.
Verstehe ich recht, dass "der Dachdecker" jetzt eine weitere Partei ist, die schon beauftragt wurde? Warum? Musste ein Schaden abgewendet werden und der Dachdecker, der das Dach ursprünglich gedeckt hat, war nicht erreichbar?
Inwiefern wird hier der "Hersteller" (=des Ziegels oder des Hauses?) rein?
Wenn ein Mangel an der Ausführung besteht, wie du vermutest, reklamiere das im Rahmen der Gewährleistung.
Verstehe ich recht, dass "der Dachdecker" jetzt eine weitere Partei ist, die schon beauftragt wurde? Warum? Musste ein Schaden abgewendet werden und der Dachdecker, der das Dach ursprünglich gedeckt hat, war nicht erreichbar?
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