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ᐅ luftwärmepumpe in Kombination mit Solar, optionaler Gas-Anschlus


Erstellt am: 18.02.19 10:18

T
trksglm
18.02.19 10:18
Hallo zusammen,

wir möchten eine Stadtvilla mit zwei Vollgeschossen ohne Unterkellerung bauen. Uns wurde eine Luft-Wärme-Pumpe empfohlen. Diese wollen wir aber für einen Aufpreis von 7.500 Euro zusätzlich mit einer Solar-Anlage unterstützen lassen, wenn es denn zum Heizen kommen sollte.
Unsere Nachbarn lassen sich eine Gas-Therme bauen.

Nun dachten wir, dass ein Gas-Anschluss vorhanden sein sollte, für den Fall der Fälle.
Aber alle Anschlüsse legen zu lassen, kostet auch Geld.

Wir sind zwei Erwachsene mit zwei Kindern, die Grundfläche ist 9,5 m x 8 m. Mit einer klassischen Fußbodenheizung ohne Lüftungssystem für die Zimmer ist die Basis bei Neubauten geschaffen.

Was ist jetzt sinnvoll?

Meinungen: Im Winter ist eh wenig Sonne, und die Luftwärmepumpe arbeitet im Sommer kaum, so dass nicht mit hohen Stromkosten zu rechnen sind. Und im Winter wäre solarenergie nicht sehr hilfreich.

Gas ist günstig, aber in welcher Relation steht diese, wenn der Anschluss nur optional vorliegt und eventuell nicht genutzt wird.

Ich hoffe, es war verständlich. Ich freue mich auf Erfahrungen, Meinungen und den Wissenstausch. Danke.
H
halmi
18.02.19 10:29
Nimm die 7500€ und kaufe in eine Photovoltaikanlage, da hast du deutlich mehr davon als in Solar zu investieren. Solar ist meist Pflicht um die Energieeinsparverordnung mit einem Gasanschluss zu erfüllen, rechnet sich aber eigentlich nie. Bei einer Wärmepumpe gibt es keinen bedarf für Solar.

Das A und O bei der Wärmepumpe ist die entsprechende Planung und Dimensionierung der Anlage. Hier sollte dein Aufmerksamkeit liegen.

PS: das mit der Lüftungsanlage würde ich mir auch noch mal gut überlegen.
T
Tobibi
18.02.19 11:05
trksglm schrieb:
. Mit einer klassischen Fußbodenheizung ohne Lüftungssystem für die Zimmer ist die Basis bei Neubauten geschaffen.

Diesen Satz verstehe ich nicht, was bedeutet Basis geschaffen?
Ich halte die Kombinationen Wärmepumpe + Photovoltaik oder Gas + Solar für sinnvoll, aber nicht Wärmepumpe + Solar. Ich würde Gas bevorzugen, aber das ist wahrscheinlich eine Glaubensfrage. Ich würde auch die Lüftungsanlage nehmen.
Den Gasanschluss jetzt legen lassen aber dann nicht nutzen würde ich wahrscheinlich nicht.
S
seutore
18.02.19 11:23
Dann will ich nach längerem Mitlesen im Forum, doch auch etwas dazu beitragen.

Das Problem an der luftwärmepumpe ist, dass sie genau zu den Zeiten, zu denen sie arbeiten soll, den schwächsten COP Wert liefert. Im Winter wird neben Warmwasser vor allem Raumwärme benötigt. Im Winter ist aber die Außenluft kalt und der Temperaturhub, den die Wärmepumpe zu verrichten hat, höher, was sich negativ in der Arbeitszahl niederschlägt. Zu dieser Zeit wird die Solarthermie-Anlage auch nicht viel zu der benötigten Wärme beitragen. Du hast also zu dieser Zeit eine "ineffiziente" Wärmepumpe und eine wenig aktive Solarthermie-Anlage.

Im Sommer hast du die Solarthermie-Anlage, die je nach Auslegung einen großen Teil des Warmwasserbedarfs decken kann und eine Wärmepumpe, die in für die Verhältnisse im optimalen Bereich arbeitet. Für den Sommerfall also eher ein Überangebot.

Ob eine Photovoltaikanlage im Zusammspiel mit einer Wärmepumpe effizient genutzt werden kann, müsste man mal sehr detailliert anschauen. Es beinhaltet ähnliche Faktoren wie das Zusammenspiel Wärmepumpe und Solar. Für die Photovoltaikanlage müssten wohl weitere Faktoren zur Steigerung der Eigennutzungsquote getätigt werden.

Da bei der luftwärmepumpe die Geräuschemission eine große Rolle spielt und ihr die Möglichkeit habt würde ich dann doch eher auf Gas-Brennwert+Solarthermie gehen. Alternativ die Erdwärmepumpe, die aber dementsprechend auch kostenintensiv
T
trksglm
18.02.19 12:01
Vielen Dank für die informativen Zeilen.

Ich denke, da kommen wir in die richtige Richtung, wenn wir uns die Wärmepumpen-Einheit in Hybrid vorstellen würden in Kombination mit Gas. Somit würden wir in warmen als auch kalten Jahreszeiten jeweils das Optimum an Wärme und Kosten herausholen, wenn die Regelung intelligent arbeitet.

Ich weiss nicht, wie hoch die Kosten bei einer Wartung von solchen Gas-Systemen sind. Und ob diese sich in den Jahren auszahlen, wenn man sich den Anschluss sowie die Anschaffungskosten dieser Hybrid-Anlagen anschaut.
L
Lumpi_LE
18.02.19 13:59
Entweder oder, alles andere ist wirtschaftlich ziemlicher Unsinn.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet auch im Winter etwa so effektiv, dass die Kosten ca. bei denen von Gas liegen, sonst würde es die Technik hier gar nicht geben. Günstiger und effizienter als Gas wäre dann Erdwärme, aber auch wieder teurer.
Hat man ein älteres Haus mit einem hohen Verbrauch und einer Gasheizung kann man es in Betracht ziehen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die Übergangsmonate als Bivalent in Kombination mit einer Photovoltaik zu ergänzen - nicht aber bei einem Neubau.

Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine große Photovoltaikanlage und man hat weder Strom- noch Heizkosten. Ob sich das für das konkrete Bauvorhaben rechnet, oder Gas oder Erdwärme günstiger ist muss man sehr genau betrachten, wenn es nicht gar in den Sternen steht.
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