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ᐅ Erfahrungen Sole-Wärmepumpe

Erstellt am: 23.10.15 21:40
S
Saruss
Hallo,
hier möchte ich u.a. nach Bauexperte`s "Fragenkatalog" einmal einige Erfahrungen und Werte meiner Sole-Wärmepumpe und Tiefenbohrung darlegen:

a) Welchen Bodenbeschaffenheit hat Dein Grundstück?
bis 3m Schluff, feinsandig, Tonig ( tonige Erde)
bis 4m Hangschutt, Gesteinsbruchstücke
dann Fels (überwiegend Kalkstein)

b) wie tief war die Bohrung?
Es wurde 2x72m tief gebohrt

c) wie teuer die Bohrung?
10.400€ inkl. Doppel-U-Sonden DN25
Verpressmaterial mit 2,0 W/mK Leitfähigkeit
genehmigungsverfahren
Druckdichte Hauseinführung in Keller und Zuleitung im Erdreich Verlegen (immerhin 25m)
Füll/entleerungseinrichtung, Befüllung, Druckprobe etc. (also all inklusive)

d) wie teuer die Anlage?
Anlage: Tecalor TTc 05 mit Wärmeleistung bei B0/W35 von 5.8 kW bei Leistungszahl 4,8
Kostenpunkt 9800€

e) gab es Schwierigkeiten bei der Erstellung der Anlage, wenn ja welche?
Weil das Wasser bei der Bohrung zum Ausspülen des gebohrten Materials versickerte, musste ein "kleiner Kompressor" geholt werden, der dieses mit Luft heraus gepustet hat. Dieser durfte aber beim Nachbarn auf dem Grundstück stehen, der noch nicht mit dem Bauen angefangen war (die Maschine hatte 20-Tonner Größe, und wohl auch Gewicht, war aber Geländegängig). Das hat 2 Tage Verzögerung gekostet, da dieser erst zu uns fahren musste. Mehrkosten wurden nicht berechnet.

f) wie ist die Handhabung im Alltag?
"Wie ein Kühlschrank". Wenn einmal die Parameter an der Heizung richtig eingestellt sind, ist das einzige, was man tun kann (sollte!) mal die Informationen / Daten wie Betriebszeit, Quellentemperatur ablesen. Ansonsten läuft es wie alle Heizungen "von selbst". Bei geschlossener Tür ist das Gerät schon quasi nicht mehr hörbar. Sehr unscheinbar, da außer dem Kasten im Hauswirtschaftsraum nichts zu sehen ist (Sole-Leitungen sind alle unterirdisch).

e) welche Kosten für welche Wohnfläche?
Momentan wird eine Wohnfläche von 180qm geheizt, weitere 65qm befinden sich als Kellerräume mit in der gedämmten Gebäudehülle (diese sind an den kältesten Tagen dann so um die 15-16Grad warm). Dabei wurden für Heizen und Warmwasser (2 Erwachsene, 1 Baby, 1 Kleinkind) von September 2014 bis September 2015 2000kWh Strom verbraucht. Es handelt sich hierbei um ein KfW-70 Haus nach Energieeinsparverordnung 2009 (das aber ohne die eingebaute zentrale Lüftungsanlage mit Enthalpie-Wärmetauscher schon den entsprechenden Anlagentechnikwert hatte, für diese hatten wir uns nach den Erstanträgen entschieden).

f) to be continued ....

Anmerkung für den Vergleich der Leistungszahl (Cop):
Die Anlage hat bisher eine AZ von ca. 5.5 seit der Optimierung der Heizkurve und Einstellungen Ende letzten Jahres. Betriebsstunden sind ca. 1200; die Tiefenbohrung wurde auf eigenen Wunsch ca. 20% tiefer gebohrt als von den Firmen vorgeschlagen.
S
Specki
02.01.20 07:19
lumipas schrieb:

sowie einer Photovoltaikanlage mit 6,3 KWp und einem Speicher mit 6,4 kWh.
Das zwar zwar nicht deine Frage, aber trotzdem: Mach die Anlage größer! Mach dein Dach voll!
Ich verstehe es nicht, wieso da nur so ne mini Photovoltaik aufs Dach soll.
Ich würde jetzt noch sagen, lass den Speicher weg, aber den brauchst du wohl für das "+" und die 5000€ weitere Förderung.
Egal, wie fast überall, auch hier der Ratschlag: Mehr Photovoltaik-Fläche!
W
Woogl
04.02.20 16:51
Ich glaube auch, dass eine Sole Wärmepumpe weniger stör- und wartungsintensiv sowie einfach langlebiger ist.

Der Verdichter ist bei Luftwärmepumpe und Solewärmepumpe ja der selbe....nur die Außeneinheit die Wind und Wetter ausgesetzt ist fehlt. Weniger rotierende und bewegliche Teile...keine Abtauvorgänge die durch Eispanzer gestört werden können usw usw.

Ob sich die Sole Wärmepumpe monetär lohnt....das wissen wir erst in 10 bis 20 Jahren....wenn die ersten Lebenszyklen der Wärmepumpen hinüber sind!

Dieser Monoblock kostet nur 3500€ in der Anschaffung. Und sollte das Ding wirklich mal hinüber sein kann man einen Ersatz verschmerzen Nur leider ist diese Wärmepumpe wirklich keine Augenweide!
M
Markus1304
20.02.20 19:56
Hallo,

wir haben in unserem Neubau eine Sole Wärme Pumpe mit Tiefenbohrung verbaut. Wie hoch sollte Die Warmwassertemperatur eingestellt sein? Bei uns sind es aktuell 45 Grad, was für uns auch ausreichend ist. Allerdings liest man, dass diese Temperatur nicht ausreicht, damit Legionellen absterben. Reicht es 1 mal pro Woche ein Desinfektionsprogramm laufen zu lassen oder sollten wir Deo Temperatur deutlich höher einstellen?

Vielen Dank vorab
Mycraft20.02.20 20:53
So wie du es hast ist es ausreichend. 1x Wöchentlich über 60 Grad.
B
Bookstar
21.02.20 19:33
spar dir lieber das mit den 60 Grad, es ist unnötig. Warmwasser Temp fährste auf 48 Grad hoch. Dann hast du auch mehr Komfort, denn 45 ist schon relativ kühl. Das würde bei einer Hysterese von 5 Kelvin im Zweifel kein richtig warmes Wasser zum Duschen mehr bedeuten.
T
Tego12
21.02.20 19:39
Yo gebe bookstar recht...

Der beste Schutz gegen Legionellen ist ein richtig dimensionierter Tank, bei dem im Normalbetrieb alle 1 bis Max 2 Tage die gesamte Wassermenge einmal verbraucht und somit erneuert wird.

Selbst wenn man auf 60 Grad hochheizt... Dann hast du an einer Stelle 60 Grad, in anderen Schichten des Tanks noch lange nicht (und 55 reicht schon wieder nicht aus, die zu töten), in den Wasserleitungen sowieso nicht, sprich vor allem bei einer Zirkulation problematisch.

Generell muss man aber sagen, daß die Angst vor Legionellen überschätzt wird...

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