ᐅ Welche Automation eignet sich am Besten?
Erstellt am: 01.04.26 16:17
H
HausiKlausi02.04.26 10:49Ich bin ja nach wie vor der Überzeugung, dass man sich sowas per Funk aufbauen und verschiedene Systeme per Openhab und einem kleinen Rasperry Pi o.ä. verbinden sollte, wenn man es schon maximal flexibel möchte.Sehe ich auch so. Ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht mit einem Raspberry und Homeassistant (wenn auch nicht im Neubau). Man muss so ehrlich sein, dass es mehr Eigenleistung bedarf in dem Sinne, sich damit zu beschäftigen, auch im laufenden Betrieb. Aber gerade Homeassistant ist in den letzte Jahren längst aus der Nerd-Nische raus und bietet selbsterklärende UI. Überschüssigen Strom aus der PV verteilen, Heizung aus dem Urlaub schalten, Beleuchtung automatisieren... Ich liebe es.
Es braucht natürlich gerade im Neubau dennoch eine durchdachte Planung für den Start (v.a. Stromanschlüsse, Entscheidungen für einen Standard...). Ich bin dennoch überzeugt, dass der Kosten-Planungszeit-Faktor für kilometerlange Kabelautobahnen durchs Haus viel größer ist. Abgesehen von der Flexibilität bei Nachrüstung oder Umstieg auf andere Geräte.
Klar, um die Vorteile kabelgebundener Lösungen zu erreichen muss man etwas mehr tun (Sicherheit, Ausfallsicherheit, Zukunftssicherheit). Aber ich denke dennoch, dass eine gute Planung hier ein System auf Augenhöhe schaffen kann. Das Verzichten auf die Materialschlacht wiegt mehr aus meiner Sicht...
bmwlukas schrieb:
Bräuchte ich dann trotzdem noch die Meinung von einem Systemintegrator ?Du brauchst nicht die MEINUNG von einem Systemintegrator. Du brauchst die Planung und Programmierung (ok, korrekterweise: Parametrisierung) von einem.
Es ist eine gänzlich andere Art die Installation aufzubauen. Es ist nicht nur ein bisschen Ersetzen von ein, zwei Schalterchen, und hier oder dort mal eine Steckdose oder so schaltbar. Und vlt. noch ein Rolladenmotor dazu.
Wenn man es richtig umsetzt, sieht die Installation danach gänzlich anders aus (und ist ein bisschen teurer!), bietet aber auch ganz andere Möglichkeiten. Lichtschalter? Kann man haben, aber all die ganzen Standard Beleuchtungsszenen gehen automatisch via Präsenzmelder, warum sollte man noch was drücken? Man will in der Küche (als Beispiel) immer Helligkeit X haben? Das System sorgt dafür, indem es die mehreren Lichtbänder entsprechend der Helligkeit die von aussen kommt dimmt. Und ggf. je nach Sonnenstand die Rollos passend fährt. Oder Du gehst ins Bad, in die Dusche - und deine zentrale Lüftungsanlage schaltet eine Stufe hoch, um die Feuchtigkeit des Duschens schneller abzutransportieren. Oder oder oder. Man kann echt viel einrichten - aber es ist mehr als nur einen Raspi irgendwohin zu packen und Kleinkram zu machen, es braucht Ahnung. Und dafür gibts Experten.
Ob es KNX oder Loxone wird solltest Du offen lassen. Leg dich später fest. Loxone ist in der Einstellung etwas einfacher, da kannst Du später viel leichter kleinere Sachen selber drin unterbringen. Oder es mit der Zeit mehr und mehr übernehmen, je nachdem wieviel Du Dich mit beschäftigen willst.
HausiKlausi schrieb:
Es braucht natürlich gerade im Neubau dennoch eine durchdachte Planung für den Start (v.a. Stromanschlüsse, Entscheidungen für einen Standard...). Ich bin dennoch überzeugt, dass der Kosten-Planungszeit-Faktor für kilometerlange Kabelautobahnen durchs Haus viel größer ist. Abgesehen von der Flexibilität bei Nachrüstung oder Umstieg auf andere Geräte.
Klar, um die Vorteile kabelgebundener Lösungen zu erreichen muss man etwas mehr tun (Sicherheit, Ausfallsicherheit, Zukunftssicherheit). Aber ich denke dennoch, dass eine gute Planung hier ein System auf Augenhöhe schaffen kann. Das Verzichten auf die Materialschlacht wiegt mehr aus meiner Sicht...Ich nutze HA seit Jahren. Es ist ein gutes System. Ich hab im Hintergrund Homematic und verschiedene ZigBee und ZWave Teile und Shellys im Einsatz. Kann man alles leicht miteinander verbandeln.
Ich baue neu. Ich baue komplett mit KNX. Komplett ohne HA. Das kommt vielleicht irgendwann später mal zur VISU daher. Aber sonst nix.
Ganz ehrlich, HA ist gut. Aber auch ständig in der Entwicklung. Ich will nicht alle naslang das Update fahren müssen. Und schon wieder tut was nicht, weil die die Integration X geändert haben und man nun Y machen muss. Weil da irgendwer nun plötzlich Z will. Und schon klemmt wieder was. Boah ne. Das hab ich, das geht mir so dermassen auf den Zeiger. Ich will ein System das stabil läuft und seine Arbeit tut. An dem ich nicht alle Tage wieder schrauben muss, nur damit es im normalen Betrieb bleibt. (Irgendwelche Änderungen weil man Spieltrieb hat sind natürlich was anderes).
Ich will außerdem ein System das jemand anderes als ich später mal, wenn es mich nicht mehr gibt, problemlos übernehmen und warten kann. Bei einem System wie KNX oder Loxone ist das gegeben. Bei HA ist das schwieriger. Je nachdem wieviele Komponenten ich da zusammen mixe beliebig erschwert.
(Aber wie immer: Jedem das seine...)
M
MachsSelbst03.04.26 19:06Wieso muss man denn Updates machen, wenn man nix mehr am System ändert? Dann nehm ich das Teil aus dem Internet und gut?
Ich hab Win7 und sogar einige Win XP VMs, die waren seit 10, 12 Jahren nicht mehr im Internet, weil man die SW nicht auf Win10 aufwärts installiert kriegt. Die kriegen keine Updates mehr, aber da sie vollgekapselt laufen, brauchen die das auch nicht.
KNX ist gut, keine Frage. Aber es benötigt im Vorfeld eine sehr präzise Planung, vor allem wenn man auf Funk verzichten will. Wenn man nach nem Jahr doch diese oder jene Steckdose schalten will oder doch noch einen Präsenzmelder hier und da haben möchte... dann geht das nicht mehr, wenn da nicht mindestens ein Leerrohr unter Putz liegt.
Und genau das macht es eben teuer, weil der Laie einen Profi beauftragen und für genau solche Fälle km-weise Leerrohre und Reservekabel in den Wänden verstecken muss, falls da doch mal was kommen sollte.
Und am Ende... egal ob Philips Hue, Gardena, Rainbird. Irgendein Gefummel wie HA oder Openhab brauch ich dann doch wieder, wenn ich das auch integrieren will.
Ich hab Win7 und sogar einige Win XP VMs, die waren seit 10, 12 Jahren nicht mehr im Internet, weil man die SW nicht auf Win10 aufwärts installiert kriegt. Die kriegen keine Updates mehr, aber da sie vollgekapselt laufen, brauchen die das auch nicht.
KNX ist gut, keine Frage. Aber es benötigt im Vorfeld eine sehr präzise Planung, vor allem wenn man auf Funk verzichten will. Wenn man nach nem Jahr doch diese oder jene Steckdose schalten will oder doch noch einen Präsenzmelder hier und da haben möchte... dann geht das nicht mehr, wenn da nicht mindestens ein Leerrohr unter Putz liegt.
Und genau das macht es eben teuer, weil der Laie einen Profi beauftragen und für genau solche Fälle km-weise Leerrohre und Reservekabel in den Wänden verstecken muss, falls da doch mal was kommen sollte.
Und am Ende... egal ob Philips Hue, Gardena, Rainbird. Irgendein Gefummel wie HA oder Openhab brauch ich dann doch wieder, wenn ich das auch integrieren will.