ᐅ Altbau: Abhilfe für Sockelleisten bei ungraden Dielen und Wand
Erstellt am: 16.01.26 23:53
M
mehrtuerer16.01.26 23:53Hallo zusammen,
ich würde hier mal die geballte Erfahrung anzapfen. Und zwar haben wir heute mit dem Zuschneiden der Sockelleisten begonnen, um diese am Ende am Ende meiner Altbausanierung zu montieren. Und siehe da, Wände und Boden sind so krumm (natürlich liebenswert in meinem Altbau), dass die Sockelleisten bis zu 1cm von Boden oder Wänden abstehen.
Zum Überbrücken an der Wand plane ich, die Leisten beim Montieren mit Montagekleber leicht anzudrücken, sodass die Lücke zur Wand von 1cm auf 0,5cm geschlossen wird. Der Rest dann mit Acryl. Auf 0cm andrücken würde ich ohnehin nicht wollen, weil ich ja dann die krumme Wand 1 zu 1 auf die Sockelleisten übertrage. Das wäre mMn nicht schön. Wie ist das Vorgehen einzuschätzen? Es sind übrigens maximal 1cm auf 1 Meter Krümmung.
Zum Überbrücken zum Boden hin bin ich noch ratlos. Dort sind es ebenfalls maximal 1 cm (bei der steilsten krümmung 1cm/ Meter). Wie schließe ich die Lücke? Was ist ein hochwertiges Vorgehen? Das Thema Viertelstab ist natürlich bekannt. Finde ich soweit nicht die schönste aller Möglichkeiten. Auch, weil man die Krümmung dann ja voll nachbildet.
Ich bin gespannt und freue mich auf eure Erfahrung.
Hier die Bilder:




Beste Grüße aus Berlin
Julius
ich würde hier mal die geballte Erfahrung anzapfen. Und zwar haben wir heute mit dem Zuschneiden der Sockelleisten begonnen, um diese am Ende am Ende meiner Altbausanierung zu montieren. Und siehe da, Wände und Boden sind so krumm (natürlich liebenswert in meinem Altbau), dass die Sockelleisten bis zu 1cm von Boden oder Wänden abstehen.
Zum Überbrücken an der Wand plane ich, die Leisten beim Montieren mit Montagekleber leicht anzudrücken, sodass die Lücke zur Wand von 1cm auf 0,5cm geschlossen wird. Der Rest dann mit Acryl. Auf 0cm andrücken würde ich ohnehin nicht wollen, weil ich ja dann die krumme Wand 1 zu 1 auf die Sockelleisten übertrage. Das wäre mMn nicht schön. Wie ist das Vorgehen einzuschätzen? Es sind übrigens maximal 1cm auf 1 Meter Krümmung.
Zum Überbrücken zum Boden hin bin ich noch ratlos. Dort sind es ebenfalls maximal 1 cm (bei der steilsten krümmung 1cm/ Meter). Wie schließe ich die Lücke? Was ist ein hochwertiges Vorgehen? Das Thema Viertelstab ist natürlich bekannt. Finde ich soweit nicht die schönste aller Möglichkeiten. Auch, weil man die Krümmung dann ja voll nachbildet.
Ich bin gespannt und freue mich auf eure Erfahrung.
Hier die Bilder:
Beste Grüße aus Berlin
Julius
Hallo Fragesteller.
Die rückseitige Fuge unterhalb der Sockelleisten ergibt sich logischerweise aus der Ebenheit des Oberbodens.
Und der Oberboden folgt immer dem Untergrund.
Das bedeutet, dass man vor der Verlegung des Oberbodens (hier Massivdielen) prüfen muss, ob dieser die Grenzwerte der Ebenheit (DIN 18202 Tab. 2 Zeile 3) erfüllt, oder aber zuvor entsprechende Egalisierungsarbeiten vorgenommen werden müssen.
Zu diesem (späten) Zeitpunkt, wenn die Dielen bereits verlegt wurden, noch auf eine optisch ansprechende Lösung im Übergang Sockelleisten/Dielenebene zu hoffen, ist nicht mehr möglich.
Beachte zumindest zu diesem Zeitpunkt, egal, wie Du nun vorgehen wirst, dass die Sockelleisten rückseitig fest an die Wand fixiert wurden und dass die Verbindung zwischen unterer Sockelleistenkante und Dielenoberfläche nicht ebenfalls fest fixiert wird!!
Das würde daneben gehen.
-------------------
Eine optisch ansprechende Lösung gibt es damit nicht.
Die großen Fugenbreiten würde ich mit einer entsprechend schmalen Rundschnur im wandnahen Bereich unterlegen. Damit es keine "Pumpeffekte" beim Begehen der Fläche gibt, welche feine Schmutzpartikel aus der Konstruktion an die Raumluft transportieren.
Gutes Gelingen: KlaRa
Die rückseitige Fuge unterhalb der Sockelleisten ergibt sich logischerweise aus der Ebenheit des Oberbodens.
Und der Oberboden folgt immer dem Untergrund.
Das bedeutet, dass man vor der Verlegung des Oberbodens (hier Massivdielen) prüfen muss, ob dieser die Grenzwerte der Ebenheit (DIN 18202 Tab. 2 Zeile 3) erfüllt, oder aber zuvor entsprechende Egalisierungsarbeiten vorgenommen werden müssen.
Zu diesem (späten) Zeitpunkt, wenn die Dielen bereits verlegt wurden, noch auf eine optisch ansprechende Lösung im Übergang Sockelleisten/Dielenebene zu hoffen, ist nicht mehr möglich.
Beachte zumindest zu diesem Zeitpunkt, egal, wie Du nun vorgehen wirst, dass die Sockelleisten rückseitig fest an die Wand fixiert wurden und dass die Verbindung zwischen unterer Sockelleistenkante und Dielenoberfläche nicht ebenfalls fest fixiert wird!!
Das würde daneben gehen.
-------------------
Eine optisch ansprechende Lösung gibt es damit nicht.
Die großen Fugenbreiten würde ich mit einer entsprechend schmalen Rundschnur im wandnahen Bereich unterlegen. Damit es keine "Pumpeffekte" beim Begehen der Fläche gibt, welche feine Schmutzpartikel aus der Konstruktion an die Raumluft transportieren.
Gutes Gelingen: KlaRa
Bei uns waren die Lücken nicht ganz so groß. Am Anfang war ich da sehr pingelig und es störte mich sehr. Heute, nach 8 Jahren, kann ich versichern, die Lücke zum Dielenboden „guckt sich weg“. Die Lücke zur Wand stört mich schon etwas mehr. Ich hatte sie mit daher mit Acryl verfugt. Sah erstmal super aus… ist aber auch nicht die beste Idee. Die Acryl-Fugen ziehen den Staub magisch an und halten ihn sehr fest! Also sehr sauber arbeiten/abkleben, dass möglichst kein Acryl auf der oberen Kante verbleibt. LG