Hallo liebes Forum,
wir befinden uns aktuell in der Planungsphase für ein Einfamilienhaus. Wir haben nun einige Generalunternehmer um ein Angebot gebeten und auch mit einem sehr sympathischen Architekten gesprochen. Wir stellen auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt unser BVH en detail vor!
Uns gefällt grundsätzlich die Transparenz und Vorgehensweise des Architekten viel besser, als die Anfangsberatung des GU. Uns ist bewusst, dass wir im Laufe der Zeit beim GU auch mit einem Architekten/Planer sprechen, der mit uns ins Detail geht. Wir haben uns ausführlich im Forum als auch aus diversen Ratgebern informiert bzgl. Vor- und Nachteile.
Worum es uns aktuell erstmal geht, ist die Vergleichbarkeit der Kostenangebote der GU vs. Architekt. Der GU weist ja die Kosten als Festpreis aus (Bau- und Leistungsbeschreibung bildet die Basis) plus unsere Extrawünsche (extra Steckdosen, KFW Standard usw.). Eine grobe Summe für das Haus inkl. Extrawünsche waren hier z.B. 410.000 Euro. Enthalten sind hier natürlich auch Architektenleistungen/Planerische/Ingenieurleistungen laut Bauleistungsbeschreibung.
Nivellement des Grundstücks.
Besprechungen Ihres Bauvorhabens, gemeinsam mit Ihnen, im Zuge von Plan- und Baudurchsprache. Erstellung der Bauantragsunterlagen im Maßstab 1: 100 in der erforderlichen Anzahl für die Behörden
Einen zusatzlichen Plansatz erhalten Sie für Ihre persönlichen Unterlagen.
Ausarbeiten der Werkpläne (Mastab 1 : 50) sowie eventuell erforderlicher Detailzeichnungen.
Erstellung der Statik (Typenstatik für den jeweiligen Haustyp) einschließlich (eventuell erforderlicher) bauphysikalischer Nachweise für Wärme- und Brandschutz.
Berechnung des Energiebedarfs und Erstellen des Energiebedarfsausweises. Eine Kopie erhalten Sie für ihre Unterlagen.
Erstellung von öffentlichen Förderanträgen,falls erforderlich.
Bauleitung und Bauüberwachung bis zur Übergabe des Hauses.
Betreuung während der Gewährleistungsphase.
Als wir zum ersten mal beim Architekten waren, hat dieser ein Buch mit Aufschrift BKI rausgeholt - um auf Basis dieser Angaben eine grobe Abschätzung zur Machbarkeit des BVH zu geben. Er rechnete mit grob 3.000 Euro pro qm und 150qm Wohnfläche, und kam so auf eine Summe von 450.000€.
Die große Frage allerdings ist jetzt: Kommt hier nun sein Honorar noch on Top oder beinhaltet diese Summe (also die durchschnittlichen Baukosten pro qm) bereits die Leistungen (ähnlich der obig. genannten). Vielleicht ist das auch eine recht blöde Frage, aber das ist uns wirklich nicht klar. Gibt es eine Liste an Kosten, die in diesen Durchschnitts-Sätzen beinhaltet sind?
Wir haben nächste Woche einen Termin bei Ihm für eine genauere Kosteneinschätzung.
Vielen Dank für euer Feedback Und eine schöne Woche Wünsche ich euch
wir befinden uns aktuell in der Planungsphase für ein Einfamilienhaus. Wir haben nun einige Generalunternehmer um ein Angebot gebeten und auch mit einem sehr sympathischen Architekten gesprochen. Wir stellen auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt unser BVH en detail vor!
Uns gefällt grundsätzlich die Transparenz und Vorgehensweise des Architekten viel besser, als die Anfangsberatung des GU. Uns ist bewusst, dass wir im Laufe der Zeit beim GU auch mit einem Architekten/Planer sprechen, der mit uns ins Detail geht. Wir haben uns ausführlich im Forum als auch aus diversen Ratgebern informiert bzgl. Vor- und Nachteile.
Worum es uns aktuell erstmal geht, ist die Vergleichbarkeit der Kostenangebote der GU vs. Architekt. Der GU weist ja die Kosten als Festpreis aus (Bau- und Leistungsbeschreibung bildet die Basis) plus unsere Extrawünsche (extra Steckdosen, KFW Standard usw.). Eine grobe Summe für das Haus inkl. Extrawünsche waren hier z.B. 410.000 Euro. Enthalten sind hier natürlich auch Architektenleistungen/Planerische/Ingenieurleistungen laut Bauleistungsbeschreibung.
Nivellement des Grundstücks.
Besprechungen Ihres Bauvorhabens, gemeinsam mit Ihnen, im Zuge von Plan- und Baudurchsprache. Erstellung der Bauantragsunterlagen im Maßstab 1: 100 in der erforderlichen Anzahl für die Behörden
Einen zusatzlichen Plansatz erhalten Sie für Ihre persönlichen Unterlagen.
Ausarbeiten der Werkpläne (Mastab 1 : 50) sowie eventuell erforderlicher Detailzeichnungen.
Erstellung der Statik (Typenstatik für den jeweiligen Haustyp) einschließlich (eventuell erforderlicher) bauphysikalischer Nachweise für Wärme- und Brandschutz.
Berechnung des Energiebedarfs und Erstellen des Energiebedarfsausweises. Eine Kopie erhalten Sie für ihre Unterlagen.
Erstellung von öffentlichen Förderanträgen,falls erforderlich.
Bauleitung und Bauüberwachung bis zur Übergabe des Hauses.
Betreuung während der Gewährleistungsphase.
Als wir zum ersten mal beim Architekten waren, hat dieser ein Buch mit Aufschrift BKI rausgeholt - um auf Basis dieser Angaben eine grobe Abschätzung zur Machbarkeit des BVH zu geben. Er rechnete mit grob 3.000 Euro pro qm und 150qm Wohnfläche, und kam so auf eine Summe von 450.000€.
Die große Frage allerdings ist jetzt: Kommt hier nun sein Honorar noch on Top oder beinhaltet diese Summe (also die durchschnittlichen Baukosten pro qm) bereits die Leistungen (ähnlich der obig. genannten). Vielleicht ist das auch eine recht blöde Frage, aber das ist uns wirklich nicht klar. Gibt es eine Liste an Kosten, die in diesen Durchschnitts-Sätzen beinhaltet sind?
Wir haben nächste Woche einen Termin bei Ihm für eine genauere Kosteneinschätzung.
Vielen Dank für euer Feedback Und eine schöne Woche Wünsche ich euch
Man kann übrigens auch den Architektenentwurf kaufen und damit zum GU gehen, der dann Ausführungsplanung, Bauantrag etc. macht. Das wäre dann die Kombination aus beiden.
Für mich persönlich wäre Architekt nie in Frage gekommen. Dafür ist unser Budget zu niedrig, als dass ich mich das getraut hätte. Bin da zu automotive-lastig sozialisiert worden mit Entwicklungsaufträgen, Lasten- und Pflichtenheft.
So habe ich den "Forenentwurf" von hier dem GU gegeben und dessen Zeichenknecht hat das in sein CAD-Programm eingesetzt. Paar Wände und Fenster hin- und her und fertig war es. Dann ging es für mich nur darum, den Bauleistungsbeschreibung genaustens zu lesen und meine Must-Haves ins Angebot hineinzuverhandeln, wie zum Beispiel Fußbodenheizungsauslegung oder größere Fliesen, oder auch Raffstore.
Danach heißt es dann: Vernünftig und Budgetorientiert zu bleiben. Wobei beachtet werden sollte, dass vernünftige GUs ihre Mehrpreise für Sonderwünsche nach Unterschrift auch nicht würfeln. IdR. werden da Änderungen gegenüber Bauleistungsbeschreibung auch beim Handwerker angefragt und dir +Aufschlag GU angeboten. Das gleiche wird dir aber beim Architekten auch passieren!
Für mich persönlich wäre Architekt nie in Frage gekommen. Dafür ist unser Budget zu niedrig, als dass ich mich das getraut hätte. Bin da zu automotive-lastig sozialisiert worden mit Entwicklungsaufträgen, Lasten- und Pflichtenheft.
So habe ich den "Forenentwurf" von hier dem GU gegeben und dessen Zeichenknecht hat das in sein CAD-Programm eingesetzt. Paar Wände und Fenster hin- und her und fertig war es. Dann ging es für mich nur darum, den Bauleistungsbeschreibung genaustens zu lesen und meine Must-Haves ins Angebot hineinzuverhandeln, wie zum Beispiel Fußbodenheizungsauslegung oder größere Fliesen, oder auch Raffstore.
Danach heißt es dann: Vernünftig und Budgetorientiert zu bleiben. Wobei beachtet werden sollte, dass vernünftige GUs ihre Mehrpreise für Sonderwünsche nach Unterschrift auch nicht würfeln. IdR. werden da Änderungen gegenüber Bauleistungsbeschreibung auch beim Handwerker angefragt und dir +Aufschlag GU angeboten. Das gleiche wird dir aber beim Architekten auch passieren!
Bei meinem ist das zum Teil so, wobei es aufs gleiche raus kommt wenn der Handwerker jeweils nur die Kataloglistenpreise als Aufpreis angibt und nicht mit sich handeln lässt, weil er vorher vom GÜ so hart für den Standard runtergehandelt wurde, dass ihm keine Marge mehr bleibt und er versucht alles in den Aufpreisen wieder reinzuholen.
Ich glaube, das sind Äpfel und Birnen, die man da vergleicht. Man kann die meisten Vorteile des Architektens nicht in Zahlen benennen.
Da es, wie schon gesagt, überall die Guten und schlechten gibt, gehen wir mal von einem guten Architekten aus: Enthusiasmus, Statusgewinn, Kundenbetreuung, Freiräume, Flexibilität und kreativere Optionen.
Das bindet auch Nachteile: längere Bauzeit, Abhängigkeit, auch mit Freiräumen und Flexibilität können viele Bauherren nicht umgehen. Und durch diese Faktoren ist ein Architektenhaus dann oft 20% teurer als die Schätzung.
Aber auch im Kaufhaus kann man gut beraten werden und gute Qualität kaufen.
Man muss eben nur etwas mehr „mitarbeiten“. Viele Endverbraucher sparen sich heutzutage Dienstleistungen ein: da geben sich aber Architekten- und GU-Bau meiner Meinung nicht viel. Nur dass man bei dem einen muss (GU), beim anderen kann (A)... aber beim letzteren will man es, beim Ersteren eigentlich nicht.
Unerklärliche Mehrpreise ist relativ: wenn man sich damit beschäftigt, dass bei einer bodentiefe Dusche nicht die nur die Duschwanne wegfällt, sondern der Fliesen- und Estrichleger und der Sanitär einen höheren Aufwand haben... eine zusätzliche Mauer gefliest wird, darunter wieder eine Absperrung, dann erklärt sich ein Aufpreis von 1000€. Die meisten GUS haben ausgeklügelte Baukastensysteme...
Und an den Häusern ist echt kaum was besonders. Quadratisch, praktisch, gut. Über die Straße oder Wohngebiet verteilt kann man den Architekten jetzt nicht unbedingt erkennen, denn auch mit Architekt bauen die meisten nur das, was sie sich leisten können und Mainstream ist.
Aber zwischendrin kann man tatsächlich schöne und weniger schöne Exoten finden. Wenn ich so ein Haus betreten darf, dann freue ich mich an der individuellen Innenaufteilung, die nicht unbedingt praktischer als Standard ist, aber mehr fürs Raumgefühl ist
Wenn man keine Pirouetten auf dem Grundstück drehen muss und sich mehr oder weniger in der Bauleistungsbeschreibung findet, kann man guten Gewissens für sich und Budget mit GU günstiger bauen.
Wenn man aber, warum auch immer, mit den angebotenen Optionen nicht klar kommt, an jeder Wand und Ecke ein Extra plant, sich darüber aufregen wird, dass irgendwo in den Nebenräumen ein Leitungs- oder Fallrohr zu sehen ist und nicht kaschiert wird, der Träger zw Küche und WZ nicht in der Decke versteckt wird, sondern zu sehen ist, von eingebauten Extras träumt, die beim GU nicht vorgesehen sind, dann bitte mit Architekt. Aber das wird auch bezahlt werden müssen.
Wir zb konnten mit unserem GU und dem Typenhaus einen tollen Luftraum realisieren. Wenn wir mit Architekt gebaut hätten, hätte dieser vielleicht noch irgendwo eine Einbuchtung, Einzug, wie auch immer. Vielleicht würde die Treppe dann doch woanders sein, aber das Haus deshalb aber auch 30cm breiter auf Empfehlung des Architekt - aber das dann mit Sicherheit mit einem Aufpreis im 5-stelligen Bereich und mit einer viel längeren Planungszeit. Mit GU ist es jetzt so, wie es sich das angeboten hat. Und wir sind glücklich.
Erfahrungsgemäß sind Architektenhäuser teurer, weil man Leistung bezahlen muss.
Da es, wie schon gesagt, überall die Guten und schlechten gibt, gehen wir mal von einem guten Architekten aus: Enthusiasmus, Statusgewinn, Kundenbetreuung, Freiräume, Flexibilität und kreativere Optionen.
Das bindet auch Nachteile: längere Bauzeit, Abhängigkeit, auch mit Freiräumen und Flexibilität können viele Bauherren nicht umgehen. Und durch diese Faktoren ist ein Architektenhaus dann oft 20% teurer als die Schätzung.
askforafriend schrieb:Ja, Du bist nur ein Kunde von vielen, wenn es ein größerer GU ist. Das Haus von der Stange will man an den Bauherren bringen, das Maß-Haus ist es nicht und deshalb ist der Zeitfaktor für den Kunden auch enger gestrickt. (Vergleiche Schneider//Boutique//Kaufhaus)
Was uns gar nicht gefällt, sind teils unerklärliche Mehrpreise in den Angeboten des GÜ/GU und vor allem die Ratlosigkeit / Ideenlosigkeit bei Fragen zur Platzierung/Planung des Hauses auf dem Grundstück. Da kommt man sich schon eher vor wie im Autohandel, der dir ein Auto verkauft - dem ist es auch egal wo man fährt.
Aber auch im Kaufhaus kann man gut beraten werden und gute Qualität kaufen.
Man muss eben nur etwas mehr „mitarbeiten“. Viele Endverbraucher sparen sich heutzutage Dienstleistungen ein: da geben sich aber Architekten- und GU-Bau meiner Meinung nicht viel. Nur dass man bei dem einen muss (GU), beim anderen kann (A)... aber beim letzteren will man es, beim Ersteren eigentlich nicht.
Unerklärliche Mehrpreise ist relativ: wenn man sich damit beschäftigt, dass bei einer bodentiefe Dusche nicht die nur die Duschwanne wegfällt, sondern der Fliesen- und Estrichleger und der Sanitär einen höheren Aufwand haben... eine zusätzliche Mauer gefliest wird, darunter wieder eine Absperrung, dann erklärt sich ein Aufpreis von 1000€. Die meisten GUS haben ausgeklügelte Baukastensysteme...
OWLer schrieb:Ich kenne viele Häuser aus den 80er/90er Jahren, die mit Architekt gebaut wurden. Damals gab es den Fullservice GU noch nicht (was ja tatsächlich auch sehr viele Vorteile bietet)
Dann ging es für mich nur darum, den Bauleistungsbeschreibung genaustens zu lesen
Und an den Häusern ist echt kaum was besonders. Quadratisch, praktisch, gut. Über die Straße oder Wohngebiet verteilt kann man den Architekten jetzt nicht unbedingt erkennen, denn auch mit Architekt bauen die meisten nur das, was sie sich leisten können und Mainstream ist.
Aber zwischendrin kann man tatsächlich schöne und weniger schöne Exoten finden. Wenn ich so ein Haus betreten darf, dann freue ich mich an der individuellen Innenaufteilung, die nicht unbedingt praktischer als Standard ist, aber mehr fürs Raumgefühl ist
OWLer schrieb:Bei uns genauso.
Für mich persönlich wäre Architekt nie in Frage gekommen. Dafür ist unser Budget zu niedrig, als dass ich mich das getraut hätte.
Wenn man keine Pirouetten auf dem Grundstück drehen muss und sich mehr oder weniger in der Bauleistungsbeschreibung findet, kann man guten Gewissens für sich und Budget mit GU günstiger bauen.
Wenn man aber, warum auch immer, mit den angebotenen Optionen nicht klar kommt, an jeder Wand und Ecke ein Extra plant, sich darüber aufregen wird, dass irgendwo in den Nebenräumen ein Leitungs- oder Fallrohr zu sehen ist und nicht kaschiert wird, der Träger zw Küche und WZ nicht in der Decke versteckt wird, sondern zu sehen ist, von eingebauten Extras träumt, die beim GU nicht vorgesehen sind, dann bitte mit Architekt. Aber das wird auch bezahlt werden müssen.
Wir zb konnten mit unserem GU und dem Typenhaus einen tollen Luftraum realisieren. Wenn wir mit Architekt gebaut hätten, hätte dieser vielleicht noch irgendwo eine Einbuchtung, Einzug, wie auch immer. Vielleicht würde die Treppe dann doch woanders sein, aber das Haus deshalb aber auch 30cm breiter auf Empfehlung des Architekt - aber das dann mit Sicherheit mit einem Aufpreis im 5-stelligen Bereich und mit einer viel längeren Planungszeit. Mit GU ist es jetzt so, wie es sich das angeboten hat. Und wir sind glücklich.
Erfahrungsgemäß sind Architektenhäuser teurer, weil man Leistung bezahlen muss.
H
HilfeHilfe05.03.21 09:40wir haben uns damals für einen GU entscheiden der nicht nur Häuser von der Stange hat sondern auch bereit war wünsche zu erfüllen. Im Nachhinein waren wir froh. Es gab einen Festpreis, viele Sachen wurden kostenneutral gemacht ( Wände verschoben) und wenn es mal Aufpreise waren wurden Sie 1:1 weitergegeben oder direkt mit dem Handwerker der Gewerke verrechnet.
Es ist schwierig den richtigen GU zu erwischen der fair mit den Mehrpreisen und Flexibilität umgeht. Rein vom Gefühl sind es die Mittelständler mit wenigen Häusern pro Jahr
Es ist schwierig den richtigen GU zu erwischen der fair mit den Mehrpreisen und Flexibilität umgeht. Rein vom Gefühl sind es die Mittelständler mit wenigen Häusern pro Jahr
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