Moin zusammen,
Wir haben die Willkommensschreiben unseres Versorgers hier in der Region (Pfalzwerke) bekommen. Dort hat man uns in die Grundversorgung aufgenommen.
Wir haben 2 Zähler, und die Pfalzwerke will zusammen saftige 390€ Abschläge haben.
Die wollen wir natürlich nicht zahlen, daher haben wir mit unseren tatsächlichen, kalkulierten Stromverbräuchen zu einem anderen Stromanbieter wechseln wollen.
Dabei ist uns aufgefallen, dass beide Zählernummern auf den Begrüßungsschreiben falsch sind.
Ein Telefonat mit der Pfalzwerke Netz ergab: Tatsächlich sind bei denen im System aktuell die beiden Zählernummern aus den Anschreiben hinterlegt. Die beiden Zählernummern die bei uns tatsächlich an den Zählern stehen sind ihnen nicht bekannt.
Auf meine Frage, was ich nun tun solle wusste der MA an der Hotline auch keine Antwort. Er riet mir davon ab, einen Stromvertrag abzuschließen mit den falschen Nummern (die im System stehen), da diese potentiell jemand anders gehören könnten (??).
Ein Vertragsabschluss mit den tatsächlichen Zählernummern dürfte vermutlich auch nicht funktionieren, da diese beim Netzbetreiber im System nicht bekannt sind.
Habt ihr eine Idee wie ich jetzt vorgehen sollte?
Ich möchte nicht bei denen in der Grundversorgung gefangen sein. Zumal deren Ruf in der Region zu ihren Google-Bewertungen passt: Die sind wohl derzeit sehr überfordert und unterbesetzt. Mit einer zeitnahen Klärung seitens des Netzbetreibers ist da nicht zu rechnen.
Was würdet ihr machen?
Und würdet ihr diese absurd hohen Abschläge bezahlen? Ich sehe das ehrlichgesagt nicht ein. Das sind nicht meine Zählernummern, die Berechnung entbehrt jeder Grundlage und ist außerdem nicht nachvollziehbar. SEPA haben die von mir noch nicht.
Ich überlege einfach nicht zu zahlen wenn der erste Abschlag fällig wird bzw. der Zahlung zu widersprechen, da das nicht meine Zählernummer ist.
Ist der Vertrag überhaupt gültig? Erstens stimmt ja die Nummer nicht, zweitens heißt es in der Widerrufsbelehrung, dass die Frist "14 Tage ab Tag des Vertragsschlusses" sei. Dieser ist mit 14.8. datiert, der Brief der mich über diese Kondition belehrt hat mich aber erst am 28.8. erreicht, wurde außerdem an die Baustellenadresse geschickt und dort mangels Briefkasten nur "hingelegt". Ebenfalls wurden die Zähler erst später bei uns eingebaut als dieser Vertragsschluss laut Schreiben gewesen sein soll.
Ich will allerdings auch nicht, dass die uns den Strom abdrehen. Erster Abschlag wird fällig Ende September. Ich überlege das einfach einem Anwalt zu übergeben wenn's in die Richtung geht und sich seitens des Betreibers nichts klärt bis dahin?
Ferner überlege ich, einfach trotzdem meinen gewünschten Stromvertrag mit den RICHTIGEN Zählernummern, wie im Zählerkasten zu sehen, abzuschließen, und zu warten was passiert?
Wir haben die Willkommensschreiben unseres Versorgers hier in der Region (Pfalzwerke) bekommen. Dort hat man uns in die Grundversorgung aufgenommen.
Wir haben 2 Zähler, und die Pfalzwerke will zusammen saftige 390€ Abschläge haben.
Die wollen wir natürlich nicht zahlen, daher haben wir mit unseren tatsächlichen, kalkulierten Stromverbräuchen zu einem anderen Stromanbieter wechseln wollen.
Dabei ist uns aufgefallen, dass beide Zählernummern auf den Begrüßungsschreiben falsch sind.
Ein Telefonat mit der Pfalzwerke Netz ergab: Tatsächlich sind bei denen im System aktuell die beiden Zählernummern aus den Anschreiben hinterlegt. Die beiden Zählernummern die bei uns tatsächlich an den Zählern stehen sind ihnen nicht bekannt.
Auf meine Frage, was ich nun tun solle wusste der MA an der Hotline auch keine Antwort. Er riet mir davon ab, einen Stromvertrag abzuschließen mit den falschen Nummern (die im System stehen), da diese potentiell jemand anders gehören könnten (??).
Ein Vertragsabschluss mit den tatsächlichen Zählernummern dürfte vermutlich auch nicht funktionieren, da diese beim Netzbetreiber im System nicht bekannt sind.
Habt ihr eine Idee wie ich jetzt vorgehen sollte?
Ich möchte nicht bei denen in der Grundversorgung gefangen sein. Zumal deren Ruf in der Region zu ihren Google-Bewertungen passt: Die sind wohl derzeit sehr überfordert und unterbesetzt. Mit einer zeitnahen Klärung seitens des Netzbetreibers ist da nicht zu rechnen.
Was würdet ihr machen?
Und würdet ihr diese absurd hohen Abschläge bezahlen? Ich sehe das ehrlichgesagt nicht ein. Das sind nicht meine Zählernummern, die Berechnung entbehrt jeder Grundlage und ist außerdem nicht nachvollziehbar. SEPA haben die von mir noch nicht.
Ich überlege einfach nicht zu zahlen wenn der erste Abschlag fällig wird bzw. der Zahlung zu widersprechen, da das nicht meine Zählernummer ist.
Ist der Vertrag überhaupt gültig? Erstens stimmt ja die Nummer nicht, zweitens heißt es in der Widerrufsbelehrung, dass die Frist "14 Tage ab Tag des Vertragsschlusses" sei. Dieser ist mit 14.8. datiert, der Brief der mich über diese Kondition belehrt hat mich aber erst am 28.8. erreicht, wurde außerdem an die Baustellenadresse geschickt und dort mangels Briefkasten nur "hingelegt". Ebenfalls wurden die Zähler erst später bei uns eingebaut als dieser Vertragsschluss laut Schreiben gewesen sein soll.
Ich will allerdings auch nicht, dass die uns den Strom abdrehen. Erster Abschlag wird fällig Ende September. Ich überlege das einfach einem Anwalt zu übergeben wenn's in die Richtung geht und sich seitens des Betreibers nichts klärt bis dahin?
Ferner überlege ich, einfach trotzdem meinen gewünschten Stromvertrag mit den RICHTIGEN Zählernummern, wie im Zählerkasten zu sehen, abzuschließen, und zu warten was passiert?
R
RotorMotor04.09.23 17:37Kann natürlich auch sein, frag doch Mal den Messestellenbetreiber oder den Installateur. Das ist sicherlich zielführender als das Internet raten zu lassen.
RotorMotor schrieb:
Kann natürlich auch sein, frag doch Mal den Messestellenbetreiber oder den Installateur. Das ist sicherlich zielführender als das Internet raten zu lassen.Das Internet hat mir aber schon gut geholfen, da ich jetzt weiß, dass sowas überhaupt existiert.Falls der Messstellenbetreiber wieder die Pfalzwerke Netz ist, dann kann ich die leider nicht direkt fragen. Die haben so ein Hotline-Konstrukt wo die Leute die ans Telefon gehen von absolut nichts eine Ahnung haben, nur Daten abtippen und dann sagen "ich leite das weiter, jemand meldet sich bei Ihnen".
Den Installateur habe ich aber direkt darauf angesprochen, warte da aber auch noch auf Antwort. Die sind immer sehr busy.
Ich würde auch erst die Zählernummer klären, dann versuchen zu wechseln, aber auf jeden Fall schon mal einen realistischen Abschlag berechnen und dem Versorger dann mitteilen, dass du Summe X als angemessen betrachtest. Bei meinem Versorger kann ich das online in meinem Konto anpassen.
Du kannst auch mal deinen Netzbetreiber dazu kontaktieren. Google "Netzbetreiber suche" und dann bei mir der erste Treffer ovag.
Bei mir versorgen die lokalen Stadtwerke nicht sondern etwas ausgegliedertes. Ein paar km weiter ist es dann Westnetz. Die sollten sich auskennen und besser helfen können als die Stadtwerke (eigentlich).
Bei mir versorgen die lokalen Stadtwerke nicht sondern etwas ausgegliedertes. Ein paar km weiter ist es dann Westnetz. Die sollten sich auskennen und besser helfen können als die Stadtwerke (eigentlich).
W
WilderSueden04.09.23 21:59kati1337 schrieb:
Wir haben 2 Zähler, und die Pfalzwerke will zusammen saftige 390€ Abschläge haben.Kann man das nicht runtersetzen? Die EnBW hatte bei mir auch ziemlich hohe Abschläge angesetzt, die konnte ich im Webportal aber auf etwa die Hälfte reduzieren.Ansonsten würde ich das Thema parallel an die Schlichtungsstelle der Netzagentur eskalieren
H
HeimatBauer04.09.23 22:05Zunächst wäre es hilfreich zu wissen, was bei Dir montiert ist.
Klassisch: Ein Zähler für Wärmepumpe, einer für Haushalt. Beide kommen aus dem Netz und haben eine Zählervorsicherung. Nach dem Zähler gehts zu den jeweiligen Verbrauchern. Vorteil: Man kann alles direkt ablesen, d.h. "Bezug 1 kWh" auf dem Wärmepumpe-Zähler bedeutet auch 1kWh Bezug Wärmepumpe-Strom. Dementsprechend einfach ist das ganze Ablese-Konstrukt.
Kaskade: Der Strom geht erstmal durch den Gesamtzähler und dann sowohl in die Wärmepumpe als auch in den Haushaltszähler. Gesamtzähler ist aus dem Netz gespeist und hat ne Zählervorsicherung, Haushaltszähler ist aus dem Gesamtzähler gespeist und hat keine Zählervorsicherung. Vorteil: Wenn man Photovoltaik hat, kann man damit sowohl den Haushalt versorgen (weils direkt dran hängt) oder die Wärmepumpe (läuft dann durch den Haushaltszähler als Einspeisung aber nicht durchs Netz). Läuft daher manchmal auch als "Power-to-heat" was streng genommen natürlich Quatsch ist aber es ermöglicht eben, ohne den teuren Umweg durch das Netz die Photovoltaik-Leistung selbst für Wärme zu nutzen. Dadurch ist jedoch nur der Haushaltsstrom direkt ablesbar (Haushaltszähler Bezug) und der Wärmepumpe-Strom muss aus (Gesamtzähler minus Haushaltszähler) berechnet werden. Das macht der Netzbetreiber und meldet dem Stromanbieter den Verbrauch.
Wer kann das sagen? Der Elektriker muss es so angeklemmt haben und der Netzbetreiber muss dabei sein und es verplomben. Also "Klassisch oder Kaskade" ist etwas, was man nicht einfach mal so über Nacht per Webportal umstellt sondern da wird umgeklemmt und neu verplombt.
Was tun? Ich würde einfach nur eine Email oder einen Brief (!) schreiben und darauf hinweisen, dass die Zählernummern im Brief nicht den montierten Zählern entsprechen und Du mit Fristsetzung um Korrektur bittest. Nur dann, wenn sie das gar nicht oder nicht schlüssig erläutern oder korrigieren, würde ich eskalieren.
Klassisch: Ein Zähler für Wärmepumpe, einer für Haushalt. Beide kommen aus dem Netz und haben eine Zählervorsicherung. Nach dem Zähler gehts zu den jeweiligen Verbrauchern. Vorteil: Man kann alles direkt ablesen, d.h. "Bezug 1 kWh" auf dem Wärmepumpe-Zähler bedeutet auch 1kWh Bezug Wärmepumpe-Strom. Dementsprechend einfach ist das ganze Ablese-Konstrukt.
Kaskade: Der Strom geht erstmal durch den Gesamtzähler und dann sowohl in die Wärmepumpe als auch in den Haushaltszähler. Gesamtzähler ist aus dem Netz gespeist und hat ne Zählervorsicherung, Haushaltszähler ist aus dem Gesamtzähler gespeist und hat keine Zählervorsicherung. Vorteil: Wenn man Photovoltaik hat, kann man damit sowohl den Haushalt versorgen (weils direkt dran hängt) oder die Wärmepumpe (läuft dann durch den Haushaltszähler als Einspeisung aber nicht durchs Netz). Läuft daher manchmal auch als "Power-to-heat" was streng genommen natürlich Quatsch ist aber es ermöglicht eben, ohne den teuren Umweg durch das Netz die Photovoltaik-Leistung selbst für Wärme zu nutzen. Dadurch ist jedoch nur der Haushaltsstrom direkt ablesbar (Haushaltszähler Bezug) und der Wärmepumpe-Strom muss aus (Gesamtzähler minus Haushaltszähler) berechnet werden. Das macht der Netzbetreiber und meldet dem Stromanbieter den Verbrauch.
Wer kann das sagen? Der Elektriker muss es so angeklemmt haben und der Netzbetreiber muss dabei sein und es verplomben. Also "Klassisch oder Kaskade" ist etwas, was man nicht einfach mal so über Nacht per Webportal umstellt sondern da wird umgeklemmt und neu verplombt.
Was tun? Ich würde einfach nur eine Email oder einen Brief (!) schreiben und darauf hinweisen, dass die Zählernummern im Brief nicht den montierten Zählern entsprechen und Du mit Fristsetzung um Korrektur bittest. Nur dann, wenn sie das gar nicht oder nicht schlüssig erläutern oder korrigieren, würde ich eskalieren.
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