ᐅ Horizontal Sperre Drymat + Lüftungsanlage (Taupunktlüftung)
Erstellt am: 05.05.26 13:08
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max-b 1357M
max-b 135705.05.26 13:08Hallo zusammen,
wir haben aktuell ein Problem mit Feuchtigkeit und Schimmel in einer unserer Wohnungen und hoffen auf eure Erfahrungen.
Ende 2023 meldete unser Mieter aus dem EG Schimmelbildung in den Ecken sowie an den Sockelleisten. Zunächst lag der Verdacht nahe, dass dies durch falsches Lüften verursacht wurde. Relativ schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Feuchtigkeit tatsächlich aus dem Keller aufsteigt und nicht vom Mieter verursacht wurde.
Daraufhin haben wir am 01.08.2025 in unserem Mehrfamilienhaus (Baujahr 1910, Sockel aus Kalksandstein) eine Horizontalsperre im Keller durch die Firma Drymat einbauen lassen. Das Gebäude ist von außen gedämmt und liegt an einer Hauptstraße. Eine Außenabdichtung hatten wir ursprünglich in Betracht gezogen, diese war jedoch mit deutlich höheren Kosten und Aufwand verbunden.
Zusätzlich wurde am 01.09.2025 eine Lüftungsanlage mit Taupunktsteuerung installiert, um die Trocknung zu unterstützen.
Trotz dieser Maßnahmen besteht das Problem weiterhin. Der Mieter ist inzwischen ausgezogen, jedoch sind die betroffenen Bereiche nach wie vor sehr feucht. Während der Mietzeit haben wir bereits versucht gegenzusteuern (Hinweis, keine Wäsche in der Wohnung zu trocknen, Einsatz von drei Luftentfeuchtern im Dauerbetrieb), allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.
In einer Woche haben wir einen Termin mit einem Sachverständigen für Feuchtigkeitsschäden, um eine fachliche Einschätzung zu bekommen. Außerdem wird am 01.08.2026 die Firma Drymat erneut vorbeikommen, um Bohrproben zu entnehmen und diese auf Restfeuchte zu prüfen.
Nun zu unseren Fragen:
Im Anhang befinden sich Bilder der Horizontalsperre sowie der Lüftungsanlage im Keller.
Zusätzlich habe ich Fotos vom Schimmel im Erdgeschoss und von den Salzausblühungen beigefügt.
Viele Grüße










wir haben aktuell ein Problem mit Feuchtigkeit und Schimmel in einer unserer Wohnungen und hoffen auf eure Erfahrungen.
Ende 2023 meldete unser Mieter aus dem EG Schimmelbildung in den Ecken sowie an den Sockelleisten. Zunächst lag der Verdacht nahe, dass dies durch falsches Lüften verursacht wurde. Relativ schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Feuchtigkeit tatsächlich aus dem Keller aufsteigt und nicht vom Mieter verursacht wurde.
Daraufhin haben wir am 01.08.2025 in unserem Mehrfamilienhaus (Baujahr 1910, Sockel aus Kalksandstein) eine Horizontalsperre im Keller durch die Firma Drymat einbauen lassen. Das Gebäude ist von außen gedämmt und liegt an einer Hauptstraße. Eine Außenabdichtung hatten wir ursprünglich in Betracht gezogen, diese war jedoch mit deutlich höheren Kosten und Aufwand verbunden.
Zusätzlich wurde am 01.09.2025 eine Lüftungsanlage mit Taupunktsteuerung installiert, um die Trocknung zu unterstützen.
Trotz dieser Maßnahmen besteht das Problem weiterhin. Der Mieter ist inzwischen ausgezogen, jedoch sind die betroffenen Bereiche nach wie vor sehr feucht. Während der Mietzeit haben wir bereits versucht gegenzusteuern (Hinweis, keine Wäsche in der Wohnung zu trocknen, Einsatz von drei Luftentfeuchtern im Dauerbetrieb), allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.
In einer Woche haben wir einen Termin mit einem Sachverständigen für Feuchtigkeitsschäden, um eine fachliche Einschätzung zu bekommen. Außerdem wird am 01.08.2026 die Firma Drymat erneut vorbeikommen, um Bohrproben zu entnehmen und diese auf Restfeuchte zu prüfen.
Nun zu unseren Fragen:
- Habt ihr Erfahrungen mit solchen Fällen oder speziell mit Horizontalsperren (z. B. von Drymat)? Gibt es Maßnahmen, mit denen man die Trocknung zusätzlich beschleunigen oder unterstützen kann?
- Haben wir richtig gehandelt?
- Wir sind für jeden Hinweis dankbar!
Im Anhang befinden sich Bilder der Horizontalsperre sowie der Lüftungsanlage im Keller.
Zusätzlich habe ich Fotos vom Schimmel im Erdgeschoss und von den Salzausblühungen beigefügt.
Viele Grüße
N
Nichtganz05.05.26 22:34Bei 1910er Mauerwerk und dem beschriebenen Feuchteniveau ist die Zeitkomponente oft entscheidender als jede einzelne Maßnahme. Wenn Feuchte über Jahrzehnte kapillar nachgezogen ist, dann verschiebt sich das Gleichgewicht nur sehr langsam, selbst wenn der Nachschub technisch reduziert wird. Genau da entsteht oft der Denkfehler, dass eine Maßnahme auch kurzfristig sichtbare Trocknung erzeugen müsste, tut sie aber nicht zwingend.
Die Kombination aus Restfeuchte, Salzbelastung und Diffusion sorgt eher für einen langwierigen Ausgleich als für schnelle Effekte. Hast du die Messwerte über die Höhe im Querschnitt betrachtet oder nur punktuell aufgenommen, das macht in der Bewertung oft einen großen Unterschied?
Ein Punkt der oft unterschätzt wird ist die tatsächliche Wirkung der Luftwechselstrategie im Verhältnis zur Speicherfähigkeit des Mauerwerks, da kann sich schnell ein Ungleichgewicht ergeben, das dann „gefühlt nichts bringt“, obwohl physikalisch schon ein Prozess läuft.
Die Kombination aus Restfeuchte, Salzbelastung und Diffusion sorgt eher für einen langwierigen Ausgleich als für schnelle Effekte. Hast du die Messwerte über die Höhe im Querschnitt betrachtet oder nur punktuell aufgenommen, das macht in der Bewertung oft einen großen Unterschied?
Ein Punkt der oft unterschätzt wird ist die tatsächliche Wirkung der Luftwechselstrategie im Verhältnis zur Speicherfähigkeit des Mauerwerks, da kann sich schnell ein Ungleichgewicht ergeben, das dann „gefühlt nichts bringt“, obwohl physikalisch schon ein Prozess läuft.
M
max-b 135706.05.26 13:55Hättest du denn ein Tipp zur Trocknung der Wände für uns, wir würden gerne die Trocknung unterstützen und verstärken. Die Messwerte haben wir aufsteigend genommen und kontrolliert und man merkt umso höher man kommt und umso weniger wird die Feuchtigkeit.
Haben sie Erfahrungen mit so einer elektrischen Anlage?
Haben sie Erfahrungen mit so einer elektrischen Anlage?
N
Nichtganz06.05.26 14:45Dass es nach oben trockener wird, spricht eher für normale Restbaufeuchte als für einen aktiven Feuchteeintrag aus dem Erdreich, was in deinem Aufbau ja schnell das Schreckgespenst ist.
Zu diesen elektrischen Anlagen, also ich vermute du meinst klassische Bautrockner oder ggf. auch Elektroosmose Systeme, da muss man ehrlich sagen: ein Kondensationsentfeuchter zieht dir realistisch vielleicht 10 bis 20l pro Tag aus der Luft, klingt viel, ist bei dicken Wandquerschnitten aber oft eher ein unterstützender Effekt als eine echte „Beschleunigung der Wand“. Wenn die Wand nicht nachliefern kann, passiert auch nichts Magisches, das ist eher Physik als Marketing.
Die kritischere Frage ist eigentlich weniger das Gerät sondern die Randbedingungen, also Luftwechsel, Temperatur und ob du dir durch zu starke Abdichtung innen Feuchte einsperrst, da wird gern mal unterschätzt wie träge so ein Mauerwerk reagiert, da reichen schon ein paar Wochen falsches Lüften und du misst dir einen falschen Trend zusammen, auch wenn man meint alles im Griff zu haben.
Zu diesen elektrischen Anlagen, also ich vermute du meinst klassische Bautrockner oder ggf. auch Elektroosmose Systeme, da muss man ehrlich sagen: ein Kondensationsentfeuchter zieht dir realistisch vielleicht 10 bis 20l pro Tag aus der Luft, klingt viel, ist bei dicken Wandquerschnitten aber oft eher ein unterstützender Effekt als eine echte „Beschleunigung der Wand“. Wenn die Wand nicht nachliefern kann, passiert auch nichts Magisches, das ist eher Physik als Marketing.
Die kritischere Frage ist eigentlich weniger das Gerät sondern die Randbedingungen, also Luftwechsel, Temperatur und ob du dir durch zu starke Abdichtung innen Feuchte einsperrst, da wird gern mal unterschätzt wie träge so ein Mauerwerk reagiert, da reichen schon ein paar Wochen falsches Lüften und du misst dir einen falschen Trend zusammen, auch wenn man meint alles im Griff zu haben.
M
max-b 135706.05.26 15:40Was könntest du uns denn empfehlen zu machen?
Und hast du Erfahrung mit einem Elektroosmose System?
Und hast du Erfahrung mit einem Elektroosmose System?
N
Nichtganz06.05.26 16:32Zu Elektroosmose muss ich ehrlich sagen - ein Thema, das in der Praxis oft weniger eindeutig funktioniert als es auf dem Papier ist. Gerade bei Bestandsmauerwerk mit gemischten Schichten wie bei dir ist die Wirkung schwer planbar, weil die Feuchtebewegung im Mauerwerk eben nicht sauber „umleitet“, sondern stark von Materialwechseln, Salzgehalt und Temperaturgradienten beeinflusst wird. In der Realität sieht man deshalb häufig eher schwankende Effekte als eine klare, dauerhafte Entfeuchtung.
Wenn du jetzt wirklich unterstützen willst, konstante Temperaturen um 18 bis 20°C und ein sauber eingestellter Kondensationsentfeuchter bringen oft mehr als jede Spezialtechnik. Wichtig ist dabei nicht maximale Leistung, sondern Stabilität, also eine Luftfeuchte im Bereich 50 bis 60%, damit das System kontinuierlich arbeiten kann und nicht nur kurzfristig Oberflächen trocknet.
Bei deinem Aufbau mit XPS und Holzfaser ist der entscheidende Punkt weniger „welches Material ist besser“, sondern eher, ob du irgendwo eine Zone erzeugst, in der Feuchte langsamer rausdiffundiert als sie nachkommt. Genau da entstehen später oft diese diffusen Problemstellen, die man erst nach einer Heizperiode wirklich sieht.
Elektroosmose würde ich daher eher kritisch sehen, nicht weil es grundsätzlich unmöglich ist, sondern weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis in solchen Mischaufbauten oft nicht gut aufgeht.
Wenn du jetzt wirklich unterstützen willst, konstante Temperaturen um 18 bis 20°C und ein sauber eingestellter Kondensationsentfeuchter bringen oft mehr als jede Spezialtechnik. Wichtig ist dabei nicht maximale Leistung, sondern Stabilität, also eine Luftfeuchte im Bereich 50 bis 60%, damit das System kontinuierlich arbeiten kann und nicht nur kurzfristig Oberflächen trocknet.
Bei deinem Aufbau mit XPS und Holzfaser ist der entscheidende Punkt weniger „welches Material ist besser“, sondern eher, ob du irgendwo eine Zone erzeugst, in der Feuchte langsamer rausdiffundiert als sie nachkommt. Genau da entstehen später oft diese diffusen Problemstellen, die man erst nach einer Heizperiode wirklich sieht.
Elektroosmose würde ich daher eher kritisch sehen, nicht weil es grundsätzlich unmöglich ist, sondern weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis in solchen Mischaufbauten oft nicht gut aufgeht.
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