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ᐅ Grundriss Einfamilienhaus OWL ca. 150qm mit Ostgarten

Erstellt am: 09.01.20 21:17
O
OWLer
Hallo zusammen,
nachdem ich nun in vielen Threads hier mitgelesen habe, wie die mit gutem Gewissen eingestellten Grundrisse fachmännisch auseinander genommen werden, wage ich mich nun aus dem Windschatten heraus. Wir wollen dieses Jahr bauen und haben das Grundstück schon gekauft. Nun sind wir mit zwei Anbietern in der Diskussion. Anbieter 1 hat uns mit den Entwürfen nie begeistert und plant uns sehr große Häuser ohne viel Wohnraum zu bieten.. Anbieter 2 stelle ich nun hier zur Diskussion, da uns der Entwurf auch - bis auf die unten benannten Punkte - immer noch gut gefällt.

Wir hoffen, dass die Foren-Schwarmintelligenz uns auf noch so einige Fallstricke aufmerksam macht und vielleicht sogar unser Flurdilemma lösen kann.

Sorry, dass ich die Maße so eingekritzelt habe.

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks:
610qm (648 mit mitgekaufter Lärmschutzwand)
Hang: ca. 70cm auf 19m, von Norden nach Süden abfallend
Grundflächenzahl: 0,4
Geschossflächenzahl: 0,8
Baufenster, Baulinie und -grenze: 3m zur Straße, 3m zu Nachbarn im Norden/Süden, Baufenster 10 m in West-Ost-Richtung
Randbebauung
Anzahl Stellplatz
Geschossigkeit:
2
Dachform: Satteldach <=45°
Stilrichtung
Ausrichtung:
First in Nord-Süd-Richtung
Maximale Höhen/Begrenzungen FHmax 10,5, Traufhöhe maximal 6,0
weitere Vorgaben: Im Osten wird eine Lärmschutzwand über die Hälfte des Grudstücks hochgezogen, dahinter ist Wald. Durch die Lärmschutzwand sind wir vom Garten her praktisch nicht Einsehbar.

Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp:
eher klassisch
Keller, Geschosse: Keller, 1,5 Geschosse
Anzahl der Personen, Alter: Bislang 2 (33,27 – 2 Kinder geplant)
Raumbedarf im EG, Dusch-WC, Allraum (Küche, Essen, Wohnen), Arbeitszimmer; OG: 2 Kinderzimmer, Bad, Schlafzimmer (Ankleide
Büro: Homeoffice (Lehramt)
Schlafgäste pro Jahr: ca. 15
offene oder geschlossene Architektur: eher offen
konservativ oder moderne Bauweise: konservativ und verklinkert
offene Küche, Kochinsel: JA
Anzahl Essplätze: 6
Kamin: Lieber ja, Budgetfrage
Musik/Stereowand: Nein
Balkon, Dachterrasse: Nein
Garage, Carport: Carport/Budgetfrage
Nutzgarten, Treibhaus: Nein
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung:
-Planer eines Bauunternehmens
Was gefällt besonders? Warum?
OG gefällt uns sehr gut. Zimmergrößen passen. Schlafzimmer im Süden können wir momentan nicht einschätzen. Kinderzimmer haben aus meiner Sicht die richtige Größe und sind schön geschnitten.
Gast war keine Anforderung – offenbar war Platz im OG. Sind wir aber nicht böse drum.
Wohn-Ess-Bereich gefällt mir so richtig gut. Küche zur Terrasse. Meine Frau mag die Möglichkeiten der Vorratskammer mit Zugang zum Garten, Keller und zum Carport.

Was gefällt nicht? Warum?
Was uns nicht gefällt, sind die schmalen Flure. 1,2m und 1m stelle ich mir sehr beengend vor. Zwischen Carport und an der Treppe entlang würde mich das nicht so sehr stören, jedoch der Eingang sollte definitiv breiter sein.
Schlafzimmer im Süden überzeugt mich nicht sonderlich.

Preisschätzung lt Architekt/Planer: >440k€
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl Ausstattung: ca. 440k€
favorisierte Heiztechnik: Gasheizung Pflicht durch Kaufvertrag Grundstück.

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten:

Ich kann auf Vorrat verzichten und könnte dahin das WC bauen. Das sieht meine Frau ganz anders.
-könnt Ihr nicht verzichten:
Arbeitszimmer im EG ist Anforderung aufgrund Lehramt. Wunsch ist, die Sachen nach der Rückkehr aus der Schule einfach in dem Arbeitszimmer abzulegen, Tür zu schließen und dann erst mal Feierabend zu haben. Da soll keine Treppe hoch/runter notwendig sein.
Keller ist Ebenso ein Muss. Wir haben viele Freunde und Bekannte, die in den letzten Jahren gebaut haben und fast immer ohne Keller. Es gehört eine eiserne Disziplin dazu, die Hauswirtschaftsräume „ordentlich“ zu halten. Die Disziplin müssen wir jetzt in unserer Mietwohnung aufbringen, davon wollen wir weg. Wir wollen nun nicht zu Messis mutieren, möchten uns allerdings mehr ausbreiten können. Auch möchte ich mein ganzes Werkzeug im Keller unterbringen können, um meine Fahrräder angenehm zu reparieren.

Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? ZB
Standardentwurf vom Planer?
Entsprechende/Welche Wünsche wurden vom Architekten umgesetzt?

Große Fensterflächen im EG zum Garten, da nicht direkt einsehbar.
Erker zur Straßenseite ist Pflicht für die Optik. Der nun geplante Flachdacherker wird auf jeden Fall noch in Satteldach geändert. Putz an Erker wird entfallen zugunsten Verblendung. Erker zum Garten finden wir ganz hübsch. Ist kein Muss, hatten wir aber so mal als Planungsgrundlage mitgegeben und hat sich m.E. auch positiv in den Kinderzimmern ausgewirkt.

Ein Gemisch aus vielen Beispielen aus div. Magazinen...
Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht?

Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?
Wie wird von euch der Nutzwert der Vorratskammer bewertet, wird der aus eurer Erfahrung so nützlich, wie wir uns das jetzt vorstellen? Welche Möglichkeiten, außer das Haus zu verbreitern, seht ihr, die Flure zu verbreitern. Passt das mit der angedeuteten Garderobe?

Prinzipiell würde ich das gerne so bauen, wenn nur die engen Flure nicht wären. Haus 25-50cm breiter ist nicht technisch, aber vermutlich finanziell ein Problem.

Grundriss eines Hauses mit Terrasse, Wohnen, Essen, Kochen, Diele, WC, Arbeitsraum, Abstellraum.


Grundriss eines Dachgeschosses: Schlafzimmer, Ankleide, Bad, Gästezimmer, zwei Kinderzimmer, Galerie.


Moderne zweigeschossige Ostfront: Backstein unten, dunkle vertikale Fassade, große Fenster.


Südansicht: rotes Ziegelhaus mit Giebeldach, große Fenster; zwei Personen links.


Moderne Backsteinfassade mit braunem Dach, weißer Mittelwand, Garage und zwei Personen rechts
hausnrplus2513.09.21 19:39
@OWLer
Na wenn es auf der Fensterbank noch stehen blieb geht es ja noch 🙄 Ist die Lichtschacht-Entwässerung noch nicht angeschlossen? Das es sich da so sammeln konnte?!
Neu Einbau wozu?! Ist ja Kunststoff ....
OWLer14.09.21 06:20
Doch da ist eine Entwässerung. Die ist allerdings mit den Schlammmassen, die vom Gefälle runtergespült wurden, verstopft. Eigentlich haben wir da perfekt versickerungsfähigen Sandboden. Was ich da rausgeschaufelt habe...

Allerdings sind auch ein paar Liter von der Fensterbank runtergelaufen und sind hinter dem Randdämmstreifen vom Estrich verschwunden.
hausnrplus2516.09.21 20:51
Na dann sieh mal zu, dass der Estrich am Ende trocken ist .... viel Erfolg!
OWLer18.09.21 12:02
Ich möchte endlich einziehen! Die Bauzeitgarantie ist seit Donnerstag abgelaufen und jetzt müssten wir eigentlich 300€ pro angefangene Woche bekommen.

Habe den Sachverhalt beim GU so nun auch mitgeteilt. Reflexartige Antwort ist der Verweis auf Corona und die Schlechtwetterlage wegen Schnee im Februar.

Schlechtwetterlage in Anlehnung VOB (haben Werkvertrag Baugesetzbuch) lag diesen Winter nicht vor. Wenn ich mir die durchschnittlichen Temperaturen Frost- und Eistage der Jahre 1980 bis 2010 der nächstgelegenen Wetterstation gem. DWD angeschaut und mit den Aufzeichnungen dieses Winters verglichen. Wir sind exakt im Durchschnitt.
=> Argument widerlegt

Coronabezug würde ich auch nicht gelten lassen. Wir haben nach erstem Lockdown und den ganzen initialen Betriebsschließungen aufgrund Quarantäne erst Mitte Juni 2020 unterschrieben. Coronarisiken waren dem GU bekannt. Materialengpässe gab es auf unserer Baustelle nicht, zumindest nicht an uns kommuniziert. Bevor es richtig losging, war bei uns schon alles eingebaut.
=> Argument aus meiner Laiensicht zumindest nicht gerichtsfest.

Verzögerungen weitestgehend aus unserer sicht bedingt durch:
  • Klinkerer arbeitete alleine, fast 3 Monate. Guckte sich jeden Stein zur Belustigung des Baugebietes intensiv von allen 6 Seiten an, vor dem Verbau.
  • Sägearbeiten der Decken durch Falscheinbau und fehlende Kontrolle durch Bauleiter des GUs. Festgestellt Ende Juni. Seitdem Korrekturarbeiten, Estrich und Urlaubszeit des Treppenbauers.
  • Verzögerung Estrichleger (eng getaktet) durch o.g. Korrekturarbeiten
  • Treppenbauer nicht eng genug geführt durch GU. Der trödelt schon ewig vor sich her und hält alles andere auf. Allerdings auch resultieren aus der Umplanung durch Sägearbeiten.
Zudem habe ich ihn auf die erheblichen Energiekosten für die wochenlang laufenden Bautrockner hingewiesen, um die Verzögerungen beim Estrich aufzuholen. Da möchte ich auch eine anteilige Kostenbeteiligung. Inkl. Estrichaufheizprogramm haben wir 6000kWh verbraucht.

Er meldet sich jetzt nächste Woche, wenn sein verantwortlicher Bauleiter nächste Woche aus dem Urlaub zurückkommt. Bislang haben wir immer ein für beide Seiten auskömmlichen Deal gefunden. Mich ärgert es einfach, wenn billige Ausreden vorgeschoben werden und jemand nicht zu seinen Fehlern steht. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit dem GU hoffe ich einfach mal, dass ich mich mal wieder umsonst aufgeregt habe und die Recherche bezüglich Schlechtwetter voreilig war.

Gut, aber reich wird man nicht vom Geld ausgeben, von daher verständlich.
T
Tom1978
18.09.21 12:21
OWLer schrieb:

Ich möchte endlich einziehen! Die Bauzeitgarantie ist seit Donnerstag abgelaufen und jetzt müssten wir eigentlich 300€ pro angefangene Woche bekommen.

Habe den Sachverhalt beim GU so nun auch mitgeteilt. Reflexartige Antwort ist der Verweis auf Corona und die Schlechtwetterlage wegen Schnee im Februar.

Schlechtwetterlage in Anlehnung VOB (haben Werkvertrag Baugesetzbuch) lag diesen Winter nicht vor. Wenn ich mir die durchschnittlichen Temperaturen Frost- und Eistage der Jahre 1980 bis 2010 der nächstgelegenen Wetterstation gem. DWD angeschaut und mit den Aufzeichnungen dieses Winters verglichen. Wir sind exakt im Durchschnitt.
=> Argument widerlegt

Coronabezug würde ich auch nicht gelten lassen. Wir haben nach erstem Lockdown und den ganzen initialen Betriebsschließungen aufgrund Quarantäne erst Mitte Juni 2020 unterschrieben. Coronarisiken waren dem GU bekannt. Materialengpässe gab es auf unserer Baustelle nicht, zumindest nicht an uns kommuniziert. Bevor es richtig losging, war bei uns schon alles eingebaut.
=> Argument aus meiner Laiensicht zumindest nicht gerichtsfest.

Verzögerungen weitestgehend aus unserer sicht bedingt durch:
  • Klinkerer arbeitete alleine, fast 3 Monate. Guckte sich jeden Stein zur Belustigung des Baugebietes intensiv von allen 6 Seiten an, vor dem Verbau.
  • Sägearbeiten der Decken durch Falscheinbau und fehlende Kontrolle durch Bauleiter des GUs. Festgestellt Ende Juni. Seitdem Korrekturarbeiten, Estrich und Urlaubszeit des Treppenbauers.
  • Verzögerung Estrichleger (eng getaktet) durch o.g. Korrekturarbeiten
  • Treppenbauer nicht eng genug geführt durch GU. Der trödelt schon ewig vor sich her und hält alles andere auf. Allerdings auch resultieren aus der Umplanung durch Sägearbeiten.
Zudem habe ich ihn auf die erheblichen Energiekosten für die wochenlang laufenden Bautrockner hingewiesen, um die Verzögerungen beim Estrich aufzuholen. Da möchte ich auch eine anteilige Kostenbeteiligung. Inkl. Estrichaufheizprogramm haben wir 6000kWh verbraucht.

Er meldet sich jetzt nächste Woche, wenn sein verantwortlicher Bauleiter nächste Woche aus dem Urlaub zurückkommt. Bislang haben wir immer ein für beide Seiten auskömmlichen Deal gefunden. Mich ärgert es einfach, wenn billige Ausreden vorgeschoben werden und jemand nicht zu seinen Fehlern steht. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit dem GU hoffe ich einfach mal, dass ich mich mal wieder umsonst aufgeregt habe und die Recherche bezüglich Schlechtwetter voreilig war.

Gut, aber reich wird man nicht vom Geld ausgeben, von daher verständlich.

Ich hoffe das alles von beiden Seiten dokumentiert wurde. Und der externe Baubegleiter es genauso sieht. Dann hast Du wahrscheinlich gute Karten (Laienmeinung).
OWLer24.09.21 16:34
Tom1978 schrieb:

Ich hoffe das alles von beiden Seiten dokumentiert wurde.

Dokumentiert? Wir haben eine Email bekommen mit ca: "Wetterbericht nächste Wochen wird nicht besser. WIr machen 3 Wochen nichts und rechnen das aus der Bauzeitgarantie raus". Dann kam 2 Tage später der Wetterumschwung von -10 auf +20°C, wo man dem Schnee beim Schmelzen zusehen konnte und es ging los. Also "gerichtsfest" ist das von allen Seiten nicht.

Aber seis drum. Morgen soll die Treppe kommen und dann werden es 2 arbeitsreiche Wochen.

Eben wurde auch der Blower Door Test gemacht. Bzw. in unserem Fall Blower Window Test. 😉


Großer runder blauer Ventilator hinter schwarzer Abdeckung in einer Backstein-Fensteröffnung.


Ergebnis ist 0,61. Energieberater war zufrieden. An ein paar Stellen gab es noch Undichtigkeiten, die nun noch korrigiert werden. Aber der GU hat da super Arbeit hingelegt.
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