Unsere Terrasse Baujahr 1985 muss diesen Sommer saniert werden. Die Fliesen sind mittlerweile in einem miserablem Zustand, d.h. gesprengt, aufgefroren und teilweise ohne Haftung. Deswegen muss was neues her.
Der Aufbau ist momentan folgendermaßen von oben nach unten
1. Fliesen
2. Estrich
4. Dünne Folie
3. Betonplatte
d.h. keine Drainagebahn. Die Folie ist sehr dünn und dient wohl nur zur Entkopplung von Estrich und Betonplatte.
Die Betonplatte ist nach meinen Erkenntnissen zweigeteilt. Zum einen wurde vermutlich beim Hausbau im Zug des Baus der Kellerdecke die Betonplatte für Terrasse aus einem Stück mit gebaut. Dort steht auch die Säule auf und muss somit bestehen. Zum anderen wurde dann die Terrasse in zwei Richtungen durch eine oder zwei weitere separate Betonplatten erweitert. Man sieht die Trennfuge (rot) auf den Fotos.
Im Zuge der Sanierung würden wir gerne die Terrasse auch in der einen Richtung um 1m erweitern. Siehe blaue Line auf den Fotos.
Wir überlegen nun Fliesen und Estrich zu entfernen und folgenden Aufbau zu machen:
1. Terrassenplatten (4-5 cm dick) in loser Verlegung auf Splitt.
2. Drainagebahn (z.B. Schlüter Troba)
3. Bitumenschweißbahn (1- oder 2-lagig) + Hausanschluss mit Flüssigkunststoff.
4. alte Betonplatte
Auf 1m Erweiterungsstreifen wollen wir einen frostsicheren Aufbau mit Schotter, Splitt etc machen und dann die Terrassenplatten auch lose verlegen. Aber keine neue Betonplatte.
Was haltet ihr grundsätzlich von der Idee?
Nun unsere Bedenken bzw Fragen:
- die Betonplatten die nicht mit dem Haus verbunden sind, liegen ggf nicht mehr vollflächig auf dem Untergrund auf. Evtl ist Erdreich abgesackt. Siehe Foto neben den Treppe. D.h. sie drohen irgendwann abzusacken oder wegzukippen. sollten wir diese Betonplatte nicht einfach jetzt komplett entfernen und auch hier einen "normalen" frostsicheren Aufbau machen mit Schotter etc...?
- Was ist wenn nach Entfernen des Estrichs man feststellt, dass bei der Betonplatte keine Gefälle ist? Muss dann ein neuer Gefälleestrich drauf? Abgesehen vom zeitlichen (wie lange ist die Trocknungsdauer), ist eventuell die Aufbau wieder zu gering. Könnte man, falls man nur die mit dem Haus verbundene Betonplatte stehen lässt, hier auf ein Gefälle gar verzichten, da dieser Bereich ja überdacht ist (Südseite)?
- Anschluss an der Hauswand bzw an den Türen? Ich befürchte dass es hier ähnlich aussieht, was ich bei der Balkonsanierung im OG letztes Jahr nach Entfernen des Estrichs feststellen musste Siehe letztes Foto (links noch Estrich, rechts Estrich entfernt). Die Türschwelle hängt dann irgendwie in der Luft. Wie untefüttert man das am besten? Mit eine Bodeneinstandsprofil (z.B. Purenit)? Geht das ohne Probleme nächträglich von außen?
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten. Ich bin wirklich für jeden Rat dankbar.





Der Aufbau ist momentan folgendermaßen von oben nach unten
1. Fliesen
2. Estrich
4. Dünne Folie
3. Betonplatte
d.h. keine Drainagebahn. Die Folie ist sehr dünn und dient wohl nur zur Entkopplung von Estrich und Betonplatte.
Die Betonplatte ist nach meinen Erkenntnissen zweigeteilt. Zum einen wurde vermutlich beim Hausbau im Zug des Baus der Kellerdecke die Betonplatte für Terrasse aus einem Stück mit gebaut. Dort steht auch die Säule auf und muss somit bestehen. Zum anderen wurde dann die Terrasse in zwei Richtungen durch eine oder zwei weitere separate Betonplatten erweitert. Man sieht die Trennfuge (rot) auf den Fotos.
Im Zuge der Sanierung würden wir gerne die Terrasse auch in der einen Richtung um 1m erweitern. Siehe blaue Line auf den Fotos.
Wir überlegen nun Fliesen und Estrich zu entfernen und folgenden Aufbau zu machen:
1. Terrassenplatten (4-5 cm dick) in loser Verlegung auf Splitt.
2. Drainagebahn (z.B. Schlüter Troba)
3. Bitumenschweißbahn (1- oder 2-lagig) + Hausanschluss mit Flüssigkunststoff.
4. alte Betonplatte
Auf 1m Erweiterungsstreifen wollen wir einen frostsicheren Aufbau mit Schotter, Splitt etc machen und dann die Terrassenplatten auch lose verlegen. Aber keine neue Betonplatte.
Was haltet ihr grundsätzlich von der Idee?
Nun unsere Bedenken bzw Fragen:
- die Betonplatten die nicht mit dem Haus verbunden sind, liegen ggf nicht mehr vollflächig auf dem Untergrund auf. Evtl ist Erdreich abgesackt. Siehe Foto neben den Treppe. D.h. sie drohen irgendwann abzusacken oder wegzukippen. sollten wir diese Betonplatte nicht einfach jetzt komplett entfernen und auch hier einen "normalen" frostsicheren Aufbau machen mit Schotter etc...?
- Was ist wenn nach Entfernen des Estrichs man feststellt, dass bei der Betonplatte keine Gefälle ist? Muss dann ein neuer Gefälleestrich drauf? Abgesehen vom zeitlichen (wie lange ist die Trocknungsdauer), ist eventuell die Aufbau wieder zu gering. Könnte man, falls man nur die mit dem Haus verbundene Betonplatte stehen lässt, hier auf ein Gefälle gar verzichten, da dieser Bereich ja überdacht ist (Südseite)?
- Anschluss an der Hauswand bzw an den Türen? Ich befürchte dass es hier ähnlich aussieht, was ich bei der Balkonsanierung im OG letztes Jahr nach Entfernen des Estrichs feststellen musste Siehe letztes Foto (links noch Estrich, rechts Estrich entfernt). Die Türschwelle hängt dann irgendwie in der Luft. Wie untefüttert man das am besten? Mit eine Bodeneinstandsprofil (z.B. Purenit)? Geht das ohne Probleme nächträglich von außen?
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten. Ich bin wirklich für jeden Rat dankbar.
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Hi,
die Grundidee mit Abdichtung, Drainagebahn und loser Verlegung ist schon sinnvoller als wieder klassisch Estrich plus Fliese aufzubauen. Gerade bei Baujahr1985 sieht man oft genau die Schäden, die du beschreibst. Wichtig ist nur, dass der Unterbau wirklich dauerhaft stabil ist, sonst bringt der beste Belag wenig.
Die freitragenden bzw. später angesetzten Betonplatten würde ich ehrlich gesagt kritisch sehen. Wenn dort bereits Hohlstellen oder Setzungen erkennbar sind, wäre Rückbau und frostsicherer Neuaufbau vermutlich die sauberere Lösung. Gerade bei einer geplanten Erweiterung um 1m macht ein einheitlicher Aufbau meist mehr Sinn als alte problematische Teilflächen irgendwie mitzuschleppen. Hast du mal geprüft, ob sich die Platte beim Begehen minimal bewegt oder hohl klingt?
Ohne Gefälle würde ich keine neue Abdichtung aufbauen, auch nicht überdacht. Etwas Wasser kommt immer hin, und stehendes Wasser ist auf Dauer nie gut. Falls die Betonplatte kein Gefälle hat, wäre Gefälleestrich oder Gefälledämmung eigentlich der richtige Weg. Die Aufbauhöhe wird dabei schnell zum entscheidenden Punkt.
Beim Türanschluss wäre ich besonders vorsichtig. Wenn nach Entfernen des Estrichs die Schwelle „frei“ steht, muss sauber unterfüttert und gleichzeitig thermisch getrennt werden. Purenit oder vergleichbare druckfeste Dämmprofile funktionieren dafür normalerweise gut, auch nachträglich von außen. Kritisch wird eher die Abdichtungsebene und die Höhe zur Tür.
die Grundidee mit Abdichtung, Drainagebahn und loser Verlegung ist schon sinnvoller als wieder klassisch Estrich plus Fliese aufzubauen. Gerade bei Baujahr1985 sieht man oft genau die Schäden, die du beschreibst. Wichtig ist nur, dass der Unterbau wirklich dauerhaft stabil ist, sonst bringt der beste Belag wenig.
Die freitragenden bzw. später angesetzten Betonplatten würde ich ehrlich gesagt kritisch sehen. Wenn dort bereits Hohlstellen oder Setzungen erkennbar sind, wäre Rückbau und frostsicherer Neuaufbau vermutlich die sauberere Lösung. Gerade bei einer geplanten Erweiterung um 1m macht ein einheitlicher Aufbau meist mehr Sinn als alte problematische Teilflächen irgendwie mitzuschleppen. Hast du mal geprüft, ob sich die Platte beim Begehen minimal bewegt oder hohl klingt?
Ohne Gefälle würde ich keine neue Abdichtung aufbauen, auch nicht überdacht. Etwas Wasser kommt immer hin, und stehendes Wasser ist auf Dauer nie gut. Falls die Betonplatte kein Gefälle hat, wäre Gefälleestrich oder Gefälledämmung eigentlich der richtige Weg. Die Aufbauhöhe wird dabei schnell zum entscheidenden Punkt.
Beim Türanschluss wäre ich besonders vorsichtig. Wenn nach Entfernen des Estrichs die Schwelle „frei“ steht, muss sauber unterfüttert und gleichzeitig thermisch getrennt werden. Purenit oder vergleichbare druckfeste Dämmprofile funktionieren dafür normalerweise gut, auch nachträglich von außen. Kritisch wird eher die Abdichtungsebene und die Höhe zur Tür.