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ᐅ Tiefbauarbeiten - Kosten höher

Erstellt am: 26.10.21 14:22
C
Comigo99
Guten Tag liebe Gemeinde,

aktuell haben wir folgendes Problem:

wir bauen aktuell in BaWü und sind auch schon in der Rohbauphase - allerdings steht die Rechnung für die Tiefbauarbeiten noch aus.

Ein Bekannter aus meinem Heimatort (kann man schon als Kumpel bezeichnen) hat mir die kompletten Tiefbauarbeiten für mein Haus mit Keller gemacht (ist Junior-Chef einer großen Tiefbaufirma, die eigentlich nur Großbaustellen macht). Wir hatten hier zu Beginn auch einen tollen Preis bekommen (Freundschaftspreis), wodurch wir auch bei gleicher Leistung ca. 3-4k günstiger waren als bei anderen Tiefbauunternehmen.

Zu Beginn hat er alle notwendigen Infos bzw. Angebote an uns übermittelt und war wirklich engagiert. Anschließend hat er die Baustelle praktisch an seinen Bauleiter übergeben, den ich ebenfalls noch aus meinem Hobby "Fußball" kannte (spielte 1 Jahr tatsächlich in der selben Mannschaft). War für uns dann auch soweit okay und er hat das wirklich auch super gemacht - man kann sagen: wir waren echt zufrieden.

Alles lief toll! Die Probleme die vor einigen Wochen entstanden sind (Hang abgekracht) wurden ebenfalls toll gemeistert und mit hoher Professionalität auch ordentlich aufgefüllt und der Hang entsprechend gut abgefangen.

Nach ca. 2 Wochen war alles erledigt und die Arbeitsräume sollten wieder verfüllt werden:

An einem Freitag Abend sollte die Vertretung des Bauleiters (Bauleiter war leider im Urlaub) vorbei kommen zur Besprechung mit dem GU vor Ort. Während des Termins ruft er an und sagt er kann nicht kommen... So hatten wir dann am Telefon gemeinsam mit GU und Rohbauer alles weitere besprochen.
Es hieß die ganze Zeit nur: "Für ihn ist alles klar was passieren soll".

Soweit so gut...

Dann am Dienstag (nachdem am Montag einfach niemand gekommen ist obwohl vereinbart... aber naja... So läufts auf dem Bau halt - das sind wir schon gewohnt xD) kommen wir auf die Baustelle:

Die Hofeinfahrt + Terrasse (Süd-West-Terrasse ums Eck) eingeschottert (wie besprochen) und die zusätzliche Westseite (hier ist der Hang abgekracht, dadurch extrem breiter Arbeitsraum) ebenfalls KOMPLETT eingeschottert. Sprich: Deutlich mehr Schotter + deutlich mehr Aushubmaterial was mehr abgefahren werden musste + Aushubmaterial was jetzt immer noch auf unserem Grundstück liegt und stattdessen hätte im Loch sein sollen.

Um nicht zu weit auszuholen: Mehrkosten von ca. 2.000€ - 2.500€ netto + Aushubmaterial was noch irgendwie abgefahren werden muss (Deponie und Abfahrtskosten von sicherlich nochmal 1.000€ - selbst wenn man es "günstig" irgendwo hin bekommt).

Sprich wenn ich alles zusammen rechne haben wir sicherlich Mehraufwendungen von um die 3.000€ OHNE, dass wir das so wollten!

Der Bauleiter hat sich auch hierfür entschuldigt und hat den Fehler größtenteils eingesehen, hat nichtsdestotrotz versucht Ausreden zu finden wie z.B.: "Wir sind nicht an das Aushubmaterial gekommen (enge Baustelle) und mussten somit mit Schotter verfüllen" --> Für mich Dreck... Kran, Bagger... alles da! Das wären auch alles Dinge gewesen, die man hätte besprechen können an dem besagten Freitag. Es war aber leider keine Sau vom Tiefbauer da und somit hat man einfach den Schotter reingekippt und fertig.

Problem Nr.2: Zu Beginn wurde uns mitgeteilt, dass ein Kombirevisionsschacht enthalten sei er uns aber empfehlen würde, dass man 2 Schächte setzt (aufgrund verschiedener Vorteile...). Wir haben uns somit für 2 Schächte entschieden - haben aber extra noch gefragt, ob das dann preislich neutral ist. Er meinte dann ganz klar: "Ne, das kostet nichts mehr". Somit hatten wir uns dann auch für 2 Schächte entschieden, obwohl wir das zu Beginn aus optischen Gründen nicht wollten.

Nun in der Rechnung: 2x Revisionsschacht à 1.500€ --> Im Ursprungsangebot logischerweise nur 1 Schacht à 1.500€ - somit einfach doppelt abgerechnet... - klar: 2 Schächte = doppelter Preis?? Für uns damals aber defnitiv anders besprochen!


Effektiv kann man sagen, dass wir Mehrkosten von um die 4.500€ haben, die total unnötig sind und so nicht besprochen war.

Fakt ist: Es ist alles logischerweise verbaut - die "Probe-Rechnung" wie mein Kumpel es tituliert, liegt uns vor. Nächste Woche treffen wir uns um die Rechnung zu besprechen, allerdings befürchte ich, dass er nicht einfach sagt: "Alles unser Fehler, wir ziehen 5.000€ ab und fertig".

Wie würdet ihr in diesem Fall vorgehen? Auf was würdet ihr euch einlassen, bzw. welchen Kompromiss sollte man hier finden?

Laut Angebot und damaligem Leistungsverzeichnis und auch gemäß damaligen Absprachen per E-Mail etc. wurde nirgends nur annähernd erwähnt, dass fast alle Bereiche mit Schotter verfüllt werden sollen! Es hieß auch man bespricht dies nochmal vor Ort... Wie gesagt, das ist nicht passiert --> fehlende Kommunikation

Das selbe mit dem Schacht.... im Angebot und im LV war immer die Rede von 1 Schacht - er hat 2 verbaut aber das doppelte natürlich auch abgerechnet.
schubert7928.10.21 19:52
Du brauchst doch später für Außenanlagen Bagger etc. Regel es so mit ihm und etwas runter im Preis und gut ist.
H
hampshire
29.10.21 00:30
Comigo99 schrieb:

Wie würdet ihr in diesem Fall vorgehen? Auf was würdet ihr euch einlassen, bzw. welchen Kompromiss sollte man hier finden?
Einer kann sich eine finanzielle Teilung vorstellen.
Comigo99 schrieb:

Und jetzt soll ich sagen: Ja, machen wir halt 50/50 und gut ist?
Deine Lösung steht doch schon.
Comigo99 schrieb:

Das soll natürlich nicht das Ziel sein. Naja, wir schauen mal wie das Gespräch verläuft. Wenn da keine ordentliche Lösungsorientierung angestrebt wird dann wird die Rechnung so einfach erstmal nicht bezahlt - fertig.
Ich habe den Eindruck, dass Du eher eine Zustimmung für Deine Haltung suchst als einen Austausch, was andere in diesem Fall machen würden.
Comigo99 schrieb:

Dies ist aufgrund mangelender Kommunikation falsch gelaufen - allerdings definitiv seitens der Tiefbaufirma
Comigo99 schrieb:

An einem Freitag Abend sollte die Vertretung des Bauleiters (Bauleiter war leider im Urlaub) vorbei kommen zur Besprechung mit dem GU vor Ort. Während des Termins ruft er an und sagt er kann nicht kommen... So hatten wir dann am Telefon gemeinsam mit GU und Rohbauer alles weitere besprochen.
Es hieß die ganze Zeit nur: "Für ihn ist alles klar was passieren soll".

Aus der Beschreibung ist zu erkennen, dass keine saubere Auftragsklärung erfolgte. Das liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Als Auftraggeber sich mit einem "ist klar was passieren soll" zufrieden zu geben und nicht klärend zu hinterfragen ist ein kommunikatives Risiko, welches allein durch den Auftraggeber zu verantworten ist. "Der andere ist Schuld", "Ich habe recht" Kindergartenkram.
OWLer29.10.21 06:22
Comigo99 schrieb:

auf den ich unmöglich eingehen werde, da es für mich so nicht tragbar ist. Ich habe weiterhin enorme Mehrkosten und einen Untergrund der mir im Nachgang zu schaffen macht.

Habe mal so ein wenig mitgelesen, aber ging es nicht nur um 3000€? Das sind doch nur 1,5 für beide Parteien. Wenn das schon ein Problem ist, dann viel Spaß! Da kommen noch sehr viel größere unerwarteten Mehrkosten. Sei froh über den Freundschaftspreis und dass die Mehrkosten im Rahmen geblieben sind.
Comigo99 schrieb:

Fakt ist: Fehler seitens Tiefbauer - wieso sollte ich davon nur 1 Cent bezahlen?

Einen richtigen Fehler kann ich immer noch nicht erkennen. Maximal einen Mangel an Abstimmung. Bedenke, die Firma macht Tiefbau für Großprojekte und das Motto ist "Kranplätze müssen verdichtet sein". Im größerem Maßstab ist es völlig gang und gäbe, die Zufahrten und Arbeitsbereiche zu schottern. Allen Beteiligten ist es dort nicht gedient, wenn sich Handwerker oder weitere Baufahrzeuge festfahren.

Ich kann nur für den weiteren Verlauf raten, einen Gang zurückzuschalten und den Verlauf möglichst emotionsarm zu überdenken. Es werden noch viel mehr Themen kommen, die (kosten)kritischer sind!
mehrkosten