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ᐅ Eigenheim-Finanzierung jemals möglich? Wohl eher nicht!

Erstellt am: 16.12.22 17:16
B
Benutzer205
Hallo liebes Forum,

offen gestanden weiß ich gar nicht, was ich mir von meinem Beitrag hier erwarte.
Wahrscheinlich geht es einfach nur darum mal meinen seit Jahren angestauten Frust zum Thema Eigenheim rauszulassen.

Ich bin 35 Jahre alt und komme aus dem Köln-Bonner Umland.
Zusammen mit meinem Partner suchen wir schon sehr lange ein eigenes Haus, aber es ist einfach alles unbezahlbar.
Mein Partner und ich arbeiten beide Vollzeit in doch recht passablen Positionen (er ist verbeamtet und ich angestellt) und haben zusammen ein gutes monatliches Gehalt.

Wir wohnen nicht mal direkt in einer großen Stadt, sondern außerhalb und würden auch gerne eher ländlich wohnen bleiben. Ich bilde mir ein, dass wir keine besonders großen Ansprüche haben. Aber es ist völlig egal – es ändert an den Preisen rein gar nichts, auch wenn man sogar noch außerhalb der Speckgürtel schaut.

Wie sollen denn normale Menschen jemals in der Lage sein solche Preise zu bezahlen? Aus meiner Sicht ist dies unmöglich, außer man ist reich oder man erbt ein Eigenheim.

Vor 15 Jahren waren die Immobilienpreise noch einigermaßen in Ordnung. Damals bekam ich von der Bank allerdings keinen Kredit, weil ich nur einen befristeten Arbeitsvertrag hatte. Heute hat sich das Problem umgekehrt, weil man aufgrund des Alters solche Summen niemals wird zurück zahlen können.

Ich gönne jedem sein Eigenheim, dennoch macht es mich einfach wütend zu sehen, dass andere, die nicht wesentlich mehr verdienen, dies geschafft haben, obwohl sie quasi in der gleichen Gehaltsklasse sind, aber eben nochmal 15 Jahre älter sind und deshalb noch Glück hatten schnell kaufen zu können.

Und dann ist es so, dass der gesamte Wohnungsmarkt (dabei geht es ja nicht nur um Eigenheime, sondern generell um Wohnen) durch die ganze Masseneinwanderung noch angeheizt wird, denn Einheimische konkurrieren auf dem Wohnungsmarkt faktisch eben mit Ausländern, auch wenn es die Politik natürlich ganz anders versucht darzustellen.

Ich sehe ehrlich gesagt schwarz für die Zukunft. Und wenn man dann noch liest, dass unsere Bauministerin Klara Geywitz vor einigen Tagen sagte, dass für die junge Generation (zu der ich mich und meinen Partner per Definition eh schon gar nicht mehr zählen würde, da wir beide Ü30 sind) der Traum vom Eigenheim ausgeträumt ist, könnte ich einfach nur kotzen.

Wie gesagt, ich weiß, dass man auf meinen Beitrag wahrscheinlich eh nichts sinnvolles antworten kann, aber es war mir wichtig das mal rauszulassen.

Danke für’s Lesen!
B
Bausparfuchs
18.03.23 22:09
Wenn wir mal wieder einen richtigen Winter bekommen, was ja nicht ausgeschlossen werden kann. Mit Temperaturen und zwar wochenlang von maximal-10 und nachts -20 Grad haben, genau dann werden die Wärmepumpen an ihre Grenzen stoßen. Wenn dann wochenlang elektrisch zugeheizt werden muss. Sollten dann die Netze reguliert werden, dann wird es kalt in der Bude.

Gibt es einen Bestandschutz für heute neue Häuser oder rüsten dann in 15 Jahren alle auf Wasserstoff um?

Will man die Mieten deckeln und dem Vermieter die Kosten auferlegen. Das wäre Sozialismus pur. Will man die ganzen Altbauten in den deutschen Städten abreißen und neu bauen. Wie will man dort etwas sanieren? Viele Häuser wurden in der Vergangenheit gedämmt. Schönste Fassaden aus Naturstein wurden einem Dämmwahn geopfert und unwiederbringlich zerstört. Warum. Weil es sich steuerlich gelohnt hat und weil man die Kosten auf die Miete umlegen konnte. Allein diese Maßnahmen haben zu einer erheblichen Erhöhung der Mietpreise geführt.

Klar, der Mieter spart auch 3,50 Euro Heizkosten im Monat. Muss aber 30 Prozent mehr Miete bezahlen. Jeden Monat.

Andererseits geht eine Ölheizung nie kaputt. Reparieren bleibt ja wohl erlaubt. Was kann defekt gehen?
Der Ölbrenner. Den tausche ich aus. Der alte Heizkessel rostet durch. Ja. Den kann ich erneuern mit einem alten Brenner den ich 2 Wochen später ebenfalls erneuere.

Ich mach es ganz einfach. Ich habe eine Vießmann Vitodens Ölheizung. Ich werde mir jetzt eine gebrauchte, baugleiche Heizung für 1000 Euro kaufen und lagern. Diese Heizung ist millionenfach verbaut worden. Kein Mensch wird merken wenn ich die tausche. Für die nächsten 30 Jahre habe ich dann Ruhe.

Und wenn alle panikartig weg vom Heizöl gehen dann wird es auch günstiger.
T
Tassimat
19.03.23 06:52
Mehrfamilienhäuser können im Vergleich besser abschneiden, weil das Verhältnis aus Wohnfläche zu Außenfläche besser ist. Da hat ein Mieter nur eine Außenwand statt vier.

Trotzdem zeigt dein schrieb deutlich, dass auch Vermieter in die Pflicht genommen werden müssen. Ich finde es nicht richtig, das die ganzen Heizkosten auf den Mieter alleine fallen. 350kWh/m2? Egal der Miete zahlt es.

Irgend eine progressiv ansteigende Kostenbeteiligung wäre angemessen. Denn ich behaupte ein Fassadendämmung am Mehrfamilienhaus ist im Verhältnis zur Wohnfläche und zum Einfamilienhaus nicht übertrieben teuer. Das sollte finanziell gehen. Auch bei dem Beispiel mit 120kWh/m2. Umrüstung auf Fußbodenheizung dagegen halte ich für Unsinn.
SumsumBiene19.03.23 07:41
Nochmal..es geht in
motorradsilke schrieb:

Wenn seine recht effektive Heizung kaputt geht soll er sie durch eine Wärmepumpe ersetzen.

Nö, er repariert und das werden viele andere auch machen. Und das ist in diesem Fall ja auch sinnvoll, weil der Verbrauch sich im "normalem" Verbrauch befindet.
Im Übrigen würden mich Mal Zahlen interessieren wieviele Rentner das Treffen würde und wieviele das tatsächlich nicht zahlen können. Gerade hier im Forum wird ja auch oft von zu erwartetem Erbe geschrieben.
M
motorradsilke
19.03.23 08:39
SumsumBiene schrieb:


Nö, er repariert und das werden viele andere auch machen. Und das ist in diesem Fall ja auch sinnvoll, weil der Verbrauch sich im "normalem" Verbrauch befindet.

Wenn die Heizung reparabel ist. Irgendwann ist sie das nicht mehr bzw. irgendwann ist eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich, und man würde die Heizung unter normalen Umständen ersetzen. Sollte das neue Gesetz kommen wird auch die unwirtschaftlichste Reparatur noch gemacht.
OWLer19.03.23 08:58
motorradsilke schrieb:

Sollte das neue Gesetz kommen wird auch die unwirtschaftlichste Reparatur noch gemacht.
Damit wäre das Problem gelöst, oder nicht? Super, dann können wir jetzt wieder optimistisch nach vorne schauen.
SumsumBiene19.03.23 09:00
In dem Fall ist doch eine Unwirtschaftlichkeit fast unmöglich, wenn die andere Möglichkeit Komplettsanierung des Hauses bedeuten würde.
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