Hallo zusammen,
ich stehe vor einem Mieterwechsel und habe bei mir zuhause diverse Ikea PLATSA-Schränke, die ich teilweise mit dem Vormieter gemeinsam genutzt habe. Nun bin ich mir unsicher, wie ich mit diesen Möbeln am besten umgehen soll, insbesondere weil PLATSA recht modular und flexibel zusammengebaut wird. Meine Hauptfrage ist also: Wie handhabt ihr den PLATSA-Schrank bei einem Mieterwechsel?
- Soll ich als Vermieter darauf achten, dass alle Module komplett erhalten bleiben und in genau der gleichen Konfiguration übernommen werden?
- Oder ist es üblich, einzelne Elemente abzubauen und bei Bedarf auszutauschen?
- Muss ich darauf achten, dass bei einer Übernahme der neuen Mieter wirklich alles stabil und sicher montiert ist, oder reicht eine grobe Kontrolle?
Ich finde das gar nicht so einfach, weil diese Möbel ja nicht starr sind und oft auf individuelle Wünsche zugeschnitten werden. Gibt es da allgemein anerkannte Vorgehensweisen oder Tipps, wie man den Übergang fair und nachvollziehbar gestaltet?
Bin gespannt auf eure Einschätzungen und besten Erfahrungen. Danke!
ich stehe vor einem Mieterwechsel und habe bei mir zuhause diverse Ikea PLATSA-Schränke, die ich teilweise mit dem Vormieter gemeinsam genutzt habe. Nun bin ich mir unsicher, wie ich mit diesen Möbeln am besten umgehen soll, insbesondere weil PLATSA recht modular und flexibel zusammengebaut wird. Meine Hauptfrage ist also: Wie handhabt ihr den PLATSA-Schrank bei einem Mieterwechsel?
- Soll ich als Vermieter darauf achten, dass alle Module komplett erhalten bleiben und in genau der gleichen Konfiguration übernommen werden?
- Oder ist es üblich, einzelne Elemente abzubauen und bei Bedarf auszutauschen?
- Muss ich darauf achten, dass bei einer Übernahme der neuen Mieter wirklich alles stabil und sicher montiert ist, oder reicht eine grobe Kontrolle?
Ich finde das gar nicht so einfach, weil diese Möbel ja nicht starr sind und oft auf individuelle Wünsche zugeschnitten werden. Gibt es da allgemein anerkannte Vorgehensweisen oder Tipps, wie man den Übergang fair und nachvollziehbar gestaltet?
Bin gespannt auf eure Einschätzungen und besten Erfahrungen. Danke!
F
Friedrich06.04.23 09:23Hallo Chrisgau,
ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen, das ist tatsächlich nicht ganz trivial. Gerade bei Ikea PLATSA merke ich oft, dass die Flexibilität Fluch und Segen zugleich ist.
Ich hatte selbst mal einen Mieterwechsel, bei dem der Vorgänger einige Module einfach anders zusammengebaut hat – und das hat am Ende ziemlich Stress gemacht, weil der Nachmieter bestimmte Teile nicht nutzen konnte, oder Dinge instabil wirkten.
Zur Frage der Stabilität würde ich wirklich empfehlen, bei der Übergabe gemeinsam mit dem Nachmieter die Module wirklich genau durchzusehen, aufzubauen und eventuell auch einzelne Schrauben zu überprüfen. Das schafft Vertrauen und beugt späteren Streitigkeiten vor.
Meiner Erfahrung nach solltest du zumindest sicherstellen, dass das Grundgerüst vollständig und funktionsfähig ist, aber kleine Anpassungen sind meist kein Problem, solange sie überlegt sind.
Es hilft auch, Fotos der Aufstellung zu machen, damit alle wissen, was ursprünglich dazugehört hat.
Ich hoffe, das hilft dir ein Stück weiter.
ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen, das ist tatsächlich nicht ganz trivial. Gerade bei Ikea PLATSA merke ich oft, dass die Flexibilität Fluch und Segen zugleich ist.
Ich hatte selbst mal einen Mieterwechsel, bei dem der Vorgänger einige Module einfach anders zusammengebaut hat – und das hat am Ende ziemlich Stress gemacht, weil der Nachmieter bestimmte Teile nicht nutzen konnte, oder Dinge instabil wirkten.
Zur Frage der Stabilität würde ich wirklich empfehlen, bei der Übergabe gemeinsam mit dem Nachmieter die Module wirklich genau durchzusehen, aufzubauen und eventuell auch einzelne Schrauben zu überprüfen. Das schafft Vertrauen und beugt späteren Streitigkeiten vor.
Chrisgau schrieb:
Soll ich als Vermieter darauf achten, dass alle Module komplett erhalten bleiben und in genau der gleichen Konfiguration übernommen werden?
Meiner Erfahrung nach solltest du zumindest sicherstellen, dass das Grundgerüst vollständig und funktionsfähig ist, aber kleine Anpassungen sind meist kein Problem, solange sie überlegt sind.
Es hilft auch, Fotos der Aufstellung zu machen, damit alle wissen, was ursprünglich dazugehört hat.
Ich hoffe, das hilft dir ein Stück weiter.
Hallo Chrisgau,
ich möchte hier etwas tiefer ins Detail gehen, denn PLATSA ist von der Konstruktion her tatsächlich eine Herausforderung, wenn es um Mieterwechsel geht.
Erstens zum technischen Standpunkt: PLATSA-Elemente werden oft mit den beiliegenden Dübeln, Schrauben und Griffen zusammengefügt. Diese Verbindungen sind nicht immer für ein häufiges Auf- und Abbauen optimiert. Vor allem wenn die Schrankteile überlappen oder miteinander verbunden sind, können die Verbindungen mit der Zeit an Stabilität verlieren.
Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
- Vor dem Mieterwechsel unbedingt alle Elemente auf Beschädigungen prüfen, insbesondere die Verbindungspunkte.
- Wenn möglich, alle Schrauben nachziehen, um die Stabilität zu sichern; viele machen den Fehler und übersehen das.
- Sollte ein Modul beschädigt oder instabil sein, besser austauschen oder zumindest informieren, damit der Nachmieter nicht plötzlich eine Brandgefährdung oder Unfallrisiken hat.
- Fotos des aktuellen Zustands sind aus Dokumentationsgründen unabdingbar.
Ich sage: eine grobe Kontrolle reicht da nicht, denn bei der Stabilität von Möbeln, die oft auch Kinder oder schwere Gegenstände tragen, sollte man lieber auf Nummer sicher gehen.
Dazu kommt: Wenn du selbst nicht handwerklich so sicher bist, wäre es ratsam, den Mieterwechsel mit etwas Pufferzeit anzusetzen, um nötige Reparaturen vornehmen zu können.
Zu deiner anderen Frage:
- Die komplette Konfiguration muss nicht identisch übernommen werden, allerdings ist auf Kompatibilität zu achten, weil viele Teile exakt aufeinander abgestimmt sind.
Falls du noch Infos hast zur genauen Größe oder Aufteilung, kann ich dir gern noch spezifischere Tipps geben.
ich möchte hier etwas tiefer ins Detail gehen, denn PLATSA ist von der Konstruktion her tatsächlich eine Herausforderung, wenn es um Mieterwechsel geht.
Erstens zum technischen Standpunkt: PLATSA-Elemente werden oft mit den beiliegenden Dübeln, Schrauben und Griffen zusammengefügt. Diese Verbindungen sind nicht immer für ein häufiges Auf- und Abbauen optimiert. Vor allem wenn die Schrankteile überlappen oder miteinander verbunden sind, können die Verbindungen mit der Zeit an Stabilität verlieren.
Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
- Vor dem Mieterwechsel unbedingt alle Elemente auf Beschädigungen prüfen, insbesondere die Verbindungspunkte.
- Wenn möglich, alle Schrauben nachziehen, um die Stabilität zu sichern; viele machen den Fehler und übersehen das.
- Sollte ein Modul beschädigt oder instabil sein, besser austauschen oder zumindest informieren, damit der Nachmieter nicht plötzlich eine Brandgefährdung oder Unfallrisiken hat.
- Fotos des aktuellen Zustands sind aus Dokumentationsgründen unabdingbar.
Chrisgau schrieb:
Muss ich darauf achten, dass bei einer Übernahme der neuen Mieter wirklich alles stabil und sicher montiert ist, oder reicht eine grobe Kontrolle?
Ich sage: eine grobe Kontrolle reicht da nicht, denn bei der Stabilität von Möbeln, die oft auch Kinder oder schwere Gegenstände tragen, sollte man lieber auf Nummer sicher gehen.
Dazu kommt: Wenn du selbst nicht handwerklich so sicher bist, wäre es ratsam, den Mieterwechsel mit etwas Pufferzeit anzusetzen, um nötige Reparaturen vornehmen zu können.
Zu deiner anderen Frage:
- Die komplette Konfiguration muss nicht identisch übernommen werden, allerdings ist auf Kompatibilität zu achten, weil viele Teile exakt aufeinander abgestimmt sind.
Falls du noch Infos hast zur genauen Größe oder Aufteilung, kann ich dir gern noch spezifischere Tipps geben.
Wie viel Aufhebens man um Ikea PLATSA beim Mieterwechsel macht, hängt, finde ich, zu einem guten Teil auch vom Preis-/Leistungsverhältnis ab. Klar, es ist ein praktisches System, aber letztlich bleibt es günstiges Fertigmöbel, das man theoretisch auch austauschen könnte.
Da stimme ich zu – nur frage ich mich, ob man sich da nicht zu sehr verrennt. Die Vorstellung, Pakete von Möbeln haarklein zu dokumentieren, alle Schrauben zu kontrollieren und immer penibel zu prüfen, ob alles stabil steht, wirkt auf mich manchmal etwas übertrieben.
Zumal bei einem Mieterwechsel meist ohnehin mehrere Dinge gleichzeitig passieren – wenn die Möbel dem Nachmieter nicht passen oder er sie anders nutzen will, wird sich sowieso einiges ändern.
Ich finde es im Zweifel effizienter, die PLATSA-Elemente in einem Grundzustand zu übergeben (ohne kaputte Teile, komplett aufgebaut und montiert), damit der Nachmieter frei renovieren oder umbauen kann, wie er möchte.
Natürlich macht das nur Sinn, wenn du als Vermieter nicht selbst dabei mitverdienen willst an den Möbeln oder stellvertretend Ersatzteile bereitstellen musst.
Das ist meine provokante These: Bei günstigen modularen Systemen sollte man nicht zu sehr in die Details gehen, sondern eher pragmatisch bleiben.
Friedrich schrieb:
Meiner Erfahrung nach solltest du zumindest sicherstellen, dass das Grundgerüst vollständig und funktionsfähig ist, aber kleine Anpassungen sind meist kein Problem, solange sie überlegt sind.
Da stimme ich zu – nur frage ich mich, ob man sich da nicht zu sehr verrennt. Die Vorstellung, Pakete von Möbeln haarklein zu dokumentieren, alle Schrauben zu kontrollieren und immer penibel zu prüfen, ob alles stabil steht, wirkt auf mich manchmal etwas übertrieben.
Zumal bei einem Mieterwechsel meist ohnehin mehrere Dinge gleichzeitig passieren – wenn die Möbel dem Nachmieter nicht passen oder er sie anders nutzen will, wird sich sowieso einiges ändern.
Ich finde es im Zweifel effizienter, die PLATSA-Elemente in einem Grundzustand zu übergeben (ohne kaputte Teile, komplett aufgebaut und montiert), damit der Nachmieter frei renovieren oder umbauen kann, wie er möchte.
Natürlich macht das nur Sinn, wenn du als Vermieter nicht selbst dabei mitverdienen willst an den Möbeln oder stellvertretend Ersatzteile bereitstellen musst.
Das ist meine provokante These: Bei günstigen modularen Systemen sollte man nicht zu sehr in die Details gehen, sondern eher pragmatisch bleiben.
Guten Morgen zusammen!
Ich finde die ganze PLATSA-Diskussion beim Mieterwechsel super spannend. Für mich ist das alles irgendwie auch ein kleines Abenteuer, denn die Modularität macht das Ganze ja wenigstens ein bisschen flexibel – anders als so ein großer, schwerer Schrank, der quasi festgeschraubt im Raum steht.
Das klingt bei dir schon fast wie ein locker-flockiger Plan! Ich würde aber noch jemanden empfehlen, der ein bisschen handwerklich begabt ist, kurz drüber zu schauen. Schließlich soll ja keiner mit nem halben Schrank hängenbleiben, wenn die Schrauben sich durch das öftere Auf- und Abbauen mal gelockert haben.
Ansonsten empfehle ich:
- einmal den Schrank gründlich entstauben (ganz wichtig!)
- zusammen mit dem Nachmieter auf- und noch mal abmontieren, so bekommt man auch gleich mehr Vertrauen ins System
- Ersatzteile für Schrauben und Leiterschienen zuhause haben, für den Notfall
Ach ja, und: Ein bisschen Humor beim Mieterwechsel hat bei mir oft geholfen, wenn was nicht so perfekt geklappt hat.
Viel Erfolg beim Möbel-Chaos!
Ich finde die ganze PLATSA-Diskussion beim Mieterwechsel super spannend. Für mich ist das alles irgendwie auch ein kleines Abenteuer, denn die Modularität macht das Ganze ja wenigstens ein bisschen flexibel – anders als so ein großer, schwerer Schrank, der quasi festgeschraubt im Raum steht.
theota schrieb:
Ich finde es im Zweifel effizienter, die PLATSA-Elemente in einem Grundzustand zu übergeben (ohne kaputte Teile, komplett aufgebaut und montiert), damit der Nachmieter frei renovieren oder umbauen kann, wie er möchte.
Das klingt bei dir schon fast wie ein locker-flockiger Plan! Ich würde aber noch jemanden empfehlen, der ein bisschen handwerklich begabt ist, kurz drüber zu schauen. Schließlich soll ja keiner mit nem halben Schrank hängenbleiben, wenn die Schrauben sich durch das öftere Auf- und Abbauen mal gelockert haben.
Ansonsten empfehle ich:
- einmal den Schrank gründlich entstauben (ganz wichtig!)
- zusammen mit dem Nachmieter auf- und noch mal abmontieren, so bekommt man auch gleich mehr Vertrauen ins System
- Ersatzteile für Schrauben und Leiterschienen zuhause haben, für den Notfall
Ach ja, und: Ein bisschen Humor beim Mieterwechsel hat bei mir oft geholfen, wenn was nicht so perfekt geklappt hat.
Viel Erfolg beim Möbel-Chaos!