ᐅ Bauprojekt - Konstrukt mit mehreren Parteien - Erfahrungen?
Erstellt am: 10.07.24 21:39
D
deranfaenger
Hallo in die Runde,
ich bin meinen Recherchen durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe auch schon versucht, mich hier und da schlau zu machen, bin aber nun zu dem Entschluss gekommen, dass es vermutlich sinnvoll wäre, direkt ein eigenes Thema zu erstellen (entschuldigt, falls ich hier voreilig gehandelt haben sollte). Vorweg - ich bin absoluter Anfänger in diese Bereich, habe bisher keine eigenen Immobilien gekauft noch gebaut.
Wir suchen seit einiger Weile im Großraum Köln nach einem Haus und wie Ihr euch sicherlich vorstellen könnt, ist das alles andere als einfach. Lange Rede, kurzer Sinn - wir sind nun auf eine Immobilie bzw. viel mehr ein Projekt aufmerksam geworden, das wir auch schon seit ein paar Wochen auf Herz und Nieren (unter Anderem auch mit anwaltlicher Hilfe), nichtsdestotrotz würde ich aber gerne auch mal den Rat hier im Forum beanspruchen, insbesondere da es sich nach meinem Verständnis um ein etwas komplexeres Geschäft handelt (und der Projektentwickler hier auch schon im Forum vor ein paar Jahren erwähnt wurde - die Nutzer konnte ich aber leider nicht direkt kontaktieren).
1. Wir sollen ein Grundstück anteilig / hälftig erwerben. Auf dem Grundstück steht aktuell noch ein Haus, das abgerissen werden soll. Das Grundstück soll im Anschluss daran vermessen geteilt werden.
2. Der Projektentwickler leistet die Vorarbeit, d.h. besorgt die Kostenvoranschläge für die zu erledigenden Arbeiten, die Bauvoranfrage etc. und übergibt dann an
3. Das Bauunternehmen, das das Haus bauen soll (ein Doppelreihenhaus). (Ein Franchise-Nehmer eines Massivhaubauers)
Aktuell gibt es noch keinen zweiten Käufer für die andere Hälfte, das andere Reihenhaus und ich sehe da eine ganze Reihe von Stolpersteinen - vom Abriss zur Teilung zum eigentlichen Bau und bin mir immer noch nicht sicher, ob wir das Risiko eingehen sollen (auch mit Blick auf die Kosten, die möglicherweise den Rahmen sprengen könnten).
Hat irgendjemand Erfahrungen mit Projekten wie diesen? Gibt es irgendetwas, was man in jedem Fall beachten sollte bzw. kann ich noch irgendwelche Informationen nachreichen, damit man das Projekt besser einschätzen kann?
Vielen lieben Dank im Voraus!
ich bin meinen Recherchen durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe auch schon versucht, mich hier und da schlau zu machen, bin aber nun zu dem Entschluss gekommen, dass es vermutlich sinnvoll wäre, direkt ein eigenes Thema zu erstellen (entschuldigt, falls ich hier voreilig gehandelt haben sollte). Vorweg - ich bin absoluter Anfänger in diese Bereich, habe bisher keine eigenen Immobilien gekauft noch gebaut.
Wir suchen seit einiger Weile im Großraum Köln nach einem Haus und wie Ihr euch sicherlich vorstellen könnt, ist das alles andere als einfach. Lange Rede, kurzer Sinn - wir sind nun auf eine Immobilie bzw. viel mehr ein Projekt aufmerksam geworden, das wir auch schon seit ein paar Wochen auf Herz und Nieren (unter Anderem auch mit anwaltlicher Hilfe), nichtsdestotrotz würde ich aber gerne auch mal den Rat hier im Forum beanspruchen, insbesondere da es sich nach meinem Verständnis um ein etwas komplexeres Geschäft handelt (und der Projektentwickler hier auch schon im Forum vor ein paar Jahren erwähnt wurde - die Nutzer konnte ich aber leider nicht direkt kontaktieren).
1. Wir sollen ein Grundstück anteilig / hälftig erwerben. Auf dem Grundstück steht aktuell noch ein Haus, das abgerissen werden soll. Das Grundstück soll im Anschluss daran vermessen geteilt werden.
2. Der Projektentwickler leistet die Vorarbeit, d.h. besorgt die Kostenvoranschläge für die zu erledigenden Arbeiten, die Bauvoranfrage etc. und übergibt dann an
3. Das Bauunternehmen, das das Haus bauen soll (ein Doppelreihenhaus). (Ein Franchise-Nehmer eines Massivhaubauers)
Aktuell gibt es noch keinen zweiten Käufer für die andere Hälfte, das andere Reihenhaus und ich sehe da eine ganze Reihe von Stolpersteinen - vom Abriss zur Teilung zum eigentlichen Bau und bin mir immer noch nicht sicher, ob wir das Risiko eingehen sollen (auch mit Blick auf die Kosten, die möglicherweise den Rahmen sprengen könnten).
Hat irgendjemand Erfahrungen mit Projekten wie diesen? Gibt es irgendetwas, was man in jedem Fall beachten sollte bzw. kann ich noch irgendwelche Informationen nachreichen, damit man das Projekt besser einschätzen kann?
Vielen lieben Dank im Voraus!
ypg schrieb:
Irgendwie ist der über, oder?War auch mein erster Gedanke. Die alles entscheidende Frage ist doch: wem gehört das Grundstück?
D
deranfaenger11.07.24 08:35Das Grundstück gehört einer älteren Dame und die wiederum veräußert es über einen Makler.
Ich gehe davon aus, dass das Grundstück dem Projektentwickler irgendwie zugetragen wurde und er sich darum kümmert, alles irgendwie zusammenzuführen. So wie ich es verstanden habe, war es auch seine Idee, das Grundstück zu teilen, dort ein Doppelhaus zu errichten und es auf diesem Wege auf den Markt zu bringen. Ich verstehe den Projektentwickler auch als eine Art Makler bzw. würde ich so die Kosten, die dort anfallen, rechtfertigen.
Die Bauvoranfrage wurde meines Wissens nach bereits gestellt.
Am Ende des Tages sollen beide Hälfte zueinander passen und idealerweise auch zusammengebaut werden, nur dafür gibt es halt keine Garantie - wenn der zweite Käufer irgendwann im Besitz des (dann vermutlich bereits geteilten) Grundstücks ist, kann er ja mehr oder weniger machen, was er will.
Es gibt keine direkte Verpflichtung, mit dem Bauunternehmer zu arbeiten bzw. ist in den Verträgen nichts verankert, es wird aber schon nahegelegt bzw. wird als gegeben angenommen.
Vielen Dank für die ganzen Antworten schonmal!
Ich gehe davon aus, dass das Grundstück dem Projektentwickler irgendwie zugetragen wurde und er sich darum kümmert, alles irgendwie zusammenzuführen. So wie ich es verstanden habe, war es auch seine Idee, das Grundstück zu teilen, dort ein Doppelhaus zu errichten und es auf diesem Wege auf den Markt zu bringen. Ich verstehe den Projektentwickler auch als eine Art Makler bzw. würde ich so die Kosten, die dort anfallen, rechtfertigen.
Die Bauvoranfrage wurde meines Wissens nach bereits gestellt.
Am Ende des Tages sollen beide Hälfte zueinander passen und idealerweise auch zusammengebaut werden, nur dafür gibt es halt keine Garantie - wenn der zweite Käufer irgendwann im Besitz des (dann vermutlich bereits geteilten) Grundstücks ist, kann er ja mehr oder weniger machen, was er will.
Es gibt keine direkte Verpflichtung, mit dem Bauunternehmer zu arbeiten bzw. ist in den Verträgen nichts verankert, es wird aber schon nahegelegt bzw. wird als gegeben angenommen.
Vielen Dank für die ganzen Antworten schonmal!
N
nordanney11.07.24 08:48deranfaenger schrieb:
Es gibt keine direkte Verpflichtung, mit dem Bauunternehmer zu arbeiten bzw. ist in den Verträgen nichts verankert,Man könnte auch einfach alles kaufen, den Projektentwickler gar nicht berücksichtigen und sich einen Baupartner suchen und dann direkt zusammen bauen.D
deranfaenger11.07.24 08:50D
Dafür hat der Projektentwickler einen gemeinsamen Notartermin vorgesehen - erst wird der Projektentwicklungsvertrag unterschrieben, dann das Grundstück gekauft. Blöd sind die ja nicht, kann ich aber auch nachvollziehen. Und man hätte am Ende natürlich auch möglicherweise noch mehr Ärger mit dem zweiten Grundstück.
nordanney schrieb:
Man könnte auch einfach alles kaufen, den Projektentwickler gar nicht berücksichtigen und sich einen Baupartner suchen und dann direkt zusammen bauen.
Dafür hat der Projektentwickler einen gemeinsamen Notartermin vorgesehen - erst wird der Projektentwicklungsvertrag unterschrieben, dann das Grundstück gekauft. Blöd sind die ja nicht, kann ich aber auch nachvollziehen. Und man hätte am Ende natürlich auch möglicherweise noch mehr Ärger mit dem zweiten Grundstück.
deranfaenger schrieb:
Ich verstehe den Projektentwickler auch als eine Art MaklerIch auch: sie wollen alle Ihren Teil verdienen, das ist hier Ihr Job. Nur muss man eben nicht jeden Dienstleister haben oder beauftragen oder haben wollen. Vor allem nicht die, die eigentlich nichts bringen bzw nicht ihren Job machen.deranfaenger schrieb:
veräußert es über einen Makler.Das war die Entscheidung der alten Dame, die hat den Nutzen und fühlt sich mit einem Makler besser.deranfaenger schrieb:
Ich gehe davon aus, dass das Grundstück dem Projektentwickler irgendwie zugetragen wurde und er sich darum kümmert, alles irgendwie zusammenzuführen.Der sieht das Exposé und denkt sich, dass eh das Grundstück auf dem Markt zu teuer für den Endverbraucher ist, schaltet sich zwischen . .deranfaenger schrieb:
So wie ich es verstanden habe, war es auch seine Idee,. . und bietet die Dienstleistung an, das Grundstück geregelt zu teilen.Und Ihr? Wie seid Ihr auf das Projekt gestoßen?
Jetzt kommt es natürlich darauf an, wer mit wem den Vertrag macht.
Bauherr solltet Ihr bzw. Du später sein. Der PL organisiert nur etwas.
Wieviel bekommt er dafür?
Und dann wäre die Frage: wann ist sein Erfolg geschuldet? Er soll doch zwei Bauherren finden, oder?
deranfaenger schrieb:
kann er ja mehr oder weniger machen, was er will.Eigentlich ja oder nein: er kann nach dem Bebauungsplan bauen so wie ihr.Da ist aber noch das Bauunternehmen: das wird sich auf ein DH einstellen, kein halbes. Die werden wohl erst anfangen, wenn beide Hälften vergeben sind.
Such Dir einen Baupartner (sie suchen doch alle händeringend ein Grundstück, früher hat man das im Käseblatt inseriert) und kauft das Grundstück. Mal ehrlich: einen Notarvertragstermin bekommt ihr auch selbst hin. Die Findung eines BUs auch, das läuft bei jedem ähnlich ab.
Es ist übrigens Euer Recht, den Notar selbst auszuwählen.
N
nordanney11.07.24 09:33ypg schrieb:
Es ist übrigens Euer Recht, den Notar selbst auszuwählen.Vor allem, wenn Ihr auch noch den Notar bezahlt.Ähnliche Themen