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ᐅ Kaufpreiseinschätzung Einfamilienhaus Baujahr 1979

Erstellt am: 04.04.24 00:13
S
Spueli85
Hallo zusammen,

wir (38, 37, 3 und 0.1 Jahre) sind durch Bekannte an einen Erben von einem schönen Einfamilienhaus gestoßen. Eigentlich wollten wir in der Elternzeit kein Haus besichtigen, aber wie das Schicksal so fällt. Heute waren wir zum ersten Mal im Haus. Bisher gefällt es uns sehr gut. Der Erbe hat bisher keine Summe genannt.

Eckdaten zum Objekt (BaWü, Umland von Karlsruhe):
- Grundstücksfläche 634qm (Boris 600 pro qm). Direkt daneben ist ein Spielplatz.
- Einfamilienhaus (Grundfläche 10 x 13m) (Massiv, Ziegelhaus) vom Vater in Eigenleistung 1979/1980
- Ölheizung (2011 erneuert), Öltank 4 * 2000L
- Dach ist gedämmt
- Asbest wurde vom Verkäufer verneint / Eigene Einschätzung nicht vorhanden.
- Stromzähler/Verteiler muss ich noch überprüfen
- 2fachverglasung, 3 Fenster durch 3fachverglasung ausgetauscht.
- Ziegelbauweise
- Komplett unterkellert (ein Wohnraum, wurde zuletzt von Pflegerin bewohnt)
- Dachboden derzeit nur ein großer Raum (ausgebaut), Wasserleitung ist für das obere Stockwerk vorbereitet.
- Ziegeldach
- Energieverbrauch laut Erben unter 1800 Liter Heizöl pro Jahr. Ich tippe darauf, dass das obere Stockwerk nicht beheizt wurde.
- Garage mit Flachdach, welches wohl etwas undicht wurde und durch eine schräges Metalldach behoben wurde.

Es ist alles sehr gepflegt und gut in Schuss, aber alles ist alt.
Grundriss für EG und Keller sind in Ordnung. Dachgeschoss würden wir wahrscheinlich in zwei Kinderzimmer und ein "Kinderbad" aufteilen.
Bisher gibt es keine Dachschrägfenster, wenn es ging, würden wir wohl noch 3 hinzufügen (in jedem zukünftigen Zimmer eines).
Hausausrichtung Süd-Osten ist nicht perfekt für Photovoltaik. Je nachdem würde ich die Heizung noch nutzen bis sie das Zeitliche segnet.
WCs (1 im Keller, 2 im EG) und Bad (EG) + mögliches neues Bad sollten gemacht werden. Sind noch Original aber sehen dafür noch sehr gepflegt und ordentlich aus.
Küche wurde vor ca. 10 Jahren erneuert - müsste vielleicht nicht direkt erneuert werden.

Lage etc. pp passt uns sehr gut. Wir wohnen derzeit ca. 3 Straßen weiter zur Miete. Als nächsten Schritt würden wir mit einem Energieberater und einem Zimmermann das Haus besichtigen. Stromzähler/Verteiler werde ich dann detaillierter anschauen bzw. Bilder machen.

Zur Finanzierung vor Elternzeit hatten wir ein monatliches Haushaltseinkommen von 7500 Euro. Angestrebte monatliche Belastung entspricht der aktuellen Sparrate + aktuelle Kaltmiete > 2500 Euro pro Monat. Eigenkapital für das Haus beträgt 300k Euro. Dies bedeutet ein Gesamtbudget von ca. 800k.
Jetzt die Frage - Was ist ein realistischer Kaufpreis bzw. wie hoch sind die zu erwartenden Sanierung/Renovierungskosten?

Jetzt ist nur die Frage, auf was muss man bei diesen Baujahr aufpassen ?

Wir freuen uns über jeden Input und Gedanken!
M
Maschi33
06.04.24 22:00
leschaf schrieb:

Noch als Input:
Wir haben ein ähnliches Haushaltseinkommen (allerdings mit 1.5 Gehältern) und mir wäre je nach Aufteilung des Gehalts 2.5k Rate bei einem nicht kernsanierten Haus mit hohen Nebenkosten zu viel. Da liegt ihr dann mit Nebenkosten jenseits der 3k nur für Wohnen.
Weil 4.500€ nach Wohnkosten für eine Familie nicht zum Leben ausreichen?

Bei aller Liebe, aber in diesen Einkommensklassen kommt es doch lediglich darauf an, wie man seine eigenen Prioritäten setzt.
K
Kugelblitz
06.04.24 23:33
Preiseinschätzung ist schwierig.
vor allem wissen wir nicht was unland von Karlsruhe heißt.
Eins schneller Blick auf Immobilienscout sagt mir das südlich von Karlsruhe (beispielsweise Marxzell) die Häuser deutlich günstiger sind als nordlich von Karlsruhe (beispielsweise Stutensee)
Schau mal auf boris und schau dir an wie hoch der Bodenrichtwert des Grundstück ist.
Dann hast du einen besseren Anhaltspunkt.

Wir machen gerade eine Kernsanierung (alles bis auf die Grundmauern wird erneuert) und sind bei mindestens 2500 Euro pro qm
N
nordanney
07.04.24 10:03
Kugelblitz schrieb:

Schau mal auf boris und schau dir an wie hoch der Bodenrichtwert des Grundstück ist.
Dann hast du einen besseren Anhaltspunkt.
Spueli85 schrieb:

- Grundstücksfläche 634qm (Boris 600 pro qm). Direkt daneben ist ein Spielplatz.
Das ist doch schon alles bekannt...
Tigerlily07.04.24 10:06
Maschi33 schrieb:

Weil 4.500€ nach Wohnkosten für eine Familie nicht zum Leben ausreichen?

Bei aller Liebe, aber in diesen Einkommensklassen kommt es doch lediglich darauf an, wie man seine eigenen Prioritäten setzt.
Das Haushaltseinkommen 7500€ war vor Elternzeit; fraglich, ob es die nächsten Jahre auch so hoch sein wird.
Und die Rate 2500€ ist ohne Sanierung/ Renovierung/ Dachausbau.
Es sollen 2 Kinderzimmer ausgebaut werden = nochmal Nachwuchs?
Den Kaufpreis kann man sicher abzahlen in 20 Jahren, aber bei einem Haus im besten Schwabenalter muss unbedingt Budget für Sanierung/ Reparaturen eingeplant werden!
L
leschaf
08.04.24 08:57
Maschi33 schrieb:

Weil 4.500€ nach Wohnkosten für eine Familie nicht zum Leben ausreichen?

Bei aller Liebe, aber in diesen Einkommensklassen kommt es doch lediglich darauf an, wie man seine eigenen Prioritäten setzt.

Natürlich reicht das zum Leben aus, und natürlich ist es eine Frage der Prioritäten. Wir haben für uns halt entschieden, dass es uns zu viel für Wohnen wäre.

Unter anderem war es uns zu gefährlich, mit dem Netto dauerhaft zu kalkulieren. Ich verdiene sehr gut und der Job ist ziemlich sicher, aber ich möchte auch nicht daran gebunden sein (im Sinne von: nur fürs Haus dazu gezwungen sein, in genau dem Job zu bleiben, und keinen Gehaltsrückschritt hinnehmen zu können, etc.). Dazu kommen dann wie beim TE auch noch Elternzeit (meine Frau hat jetzt gerade wieder mit 10 Stunden angefangen, ab August dann 20), Betreuungskosten (für uns aktuell 800€ Kitagebühren im Monat), usw.
G
Grundaus
09.04.24 11:40
vergesse den Energieberater, denn das Ergebnis kann ich die jetzt schon sagen. Wärmepumpe und Fußbodenheizung und Dach voll mit Photovoltaik.
Wenn das Dachgeschoss eh ausgebaut werden soll, mit Dachfenster/Gauben würde ich auch neu decken und isolieren. die damalige Isolierung ist ziemlich nutzlos auch gegenüber Sommerhitze. Bedeutet verpflichtend Photovoltaik in BW. Klar kann man die 2-fach-Fenster noch lassen und auch die derzeitige Elektrik. Willst du aber die nächsten 10 Jahre auf einer Baustelle wohnen. Wenn ihr alles von Handwerkern machen lässt, bist du bei 3000€/m² und bei fast einem Jahr bis zum Einzug
sanierungphotovoltaik