Hallo,
wir möchten in unser Grundstück ein kleines Einfamilienhaus bauen. Die Lage des Grundstücks ist prinzipiell gut, nur morgens und abends gibt es vermehrt Lärmbelastung durch Berufsverkehr.
Ich habe mit einer App auf dem Smartphone den Schalldruck gemessen. Über die Genauigkeit der Werte kann ich nichts sagen, es deckt sich aber (subjektiv) in etwa mit dem, was ich von bestätigten Messungen auf vergleichbaren Grundstücken kenne.
Wenn kein Fahrzeug vorbei fährt: 55 db.
Bei einem Auto: bis 68 db.
Bei einem LKW bis 78 db.
Zum derzeitigen Stand ist mir das Lärmlevel im Freien zu hoch. Um das Grundstück vielleicht doch bebauen zu können, ziehe ich eine Lärmschutzwand und eine straßenabgewandte Bauform (massiv, Lärmschutzfenster, Dämmung mit Mineralwolle) in Betracht (siehe Anhang, Lärmschutzwand rot gestrichelt).
Ich habe keine Zweifel, im Inneren des Hauses durch Maßnahmen die gewünschte Ruhe zu erreichen. Nur, wie sieht es im Freien aus?
Mit einem Spezialisten für Schallschutzmauern bin ich bereits in Kontakt, als nächstes wollte ich mit einem Architekten die Gesamtplanung besprechen. Dafür wollte ich ihm ein paar Wünsche und Ideen liefern können. Deswegen meine Fragen:
Gruß
Werner
wir möchten in unser Grundstück ein kleines Einfamilienhaus bauen. Die Lage des Grundstücks ist prinzipiell gut, nur morgens und abends gibt es vermehrt Lärmbelastung durch Berufsverkehr.
Ich habe mit einer App auf dem Smartphone den Schalldruck gemessen. Über die Genauigkeit der Werte kann ich nichts sagen, es deckt sich aber (subjektiv) in etwa mit dem, was ich von bestätigten Messungen auf vergleichbaren Grundstücken kenne.
Wenn kein Fahrzeug vorbei fährt: 55 db.
Bei einem Auto: bis 68 db.
Bei einem LKW bis 78 db.
Zum derzeitigen Stand ist mir das Lärmlevel im Freien zu hoch. Um das Grundstück vielleicht doch bebauen zu können, ziehe ich eine Lärmschutzwand und eine straßenabgewandte Bauform (massiv, Lärmschutzfenster, Dämmung mit Mineralwolle) in Betracht (siehe Anhang, Lärmschutzwand rot gestrichelt).
Ich habe keine Zweifel, im Inneren des Hauses durch Maßnahmen die gewünschte Ruhe zu erreichen. Nur, wie sieht es im Freien aus?
Mit einem Spezialisten für Schallschutzmauern bin ich bereits in Kontakt, als nächstes wollte ich mit einem Architekten die Gesamtplanung besprechen. Dafür wollte ich ihm ein paar Wünsche und Ideen liefern können. Deswegen meine Fragen:
- Was schätzt Ihr, welche Reduzierung wäre durch eine geeignete Bauform auf der Terrasse zu erreichen (z. B. - 15 db)?
- Habt Ihr Vorschläge zur Bauform, um auf der Terrasse die Lärmbelastung gering zu halten?
- Gibt es Erfahrungen zur Schallreduktion bei der Kombination aus Lärmschutzwand und straßenabgewandte Terrasse (z. B. Lärmschutzwand - 15 db, Hausform nochmal - 8 db)?
- Habt Ihr noch Vorschläge, welche Maßnahmen ich noch ergreifen könnte um die Lärmbelastung gering zu halten?
Gruß
Werner
H
hampshire09.06.21 13:07werner71 schrieb:
Die Straße ist so eingeordnet, dass Tempo 30 nicht möglich ist.Ich kenne die Gegebenheiten nicht und es kann sehr gut sein, dass in der Abwägung, der Zuständigkeit und der Verantwortung eine Änderung unwahrscheinlich und gegen zu viele Interessen spricht. Dann bleibt es beim Status quo. Etwas für "unmöglich" zu erklären ist ein beliebtes Spiel um Ablehnung durchzusetzen. Eine solche Aussage muss niemand akzeptieren - schon gar nicht, wenn es um Verwaltungsentscheidungen geht.Jedenfalls spricht offenbar Vieles dafür, dass Du den Lärm auf deinem Grundstück aushalten wirst. Ich wünsche Dir, dass Du gut damiit zurecht kommen wirst.
Hannes S schrieb:
Naja, wenn der Profi ein Spezialist (und Verkäufer?) für Schallschutzmauern ist, weiß man eigentlich schon wie das Ergebnis aussehen wird ;-)Ich würde schon erwarten, dass mir der Fachmann (mit den 3 Buchstaben) eine Zahl nennt, um die sich die Belastung reduziert. Das ließe sich dann einfach überprüfen.hampshire schrieb:
Ich kenne die Gegebenheiten nicht und es kann sehr gut sein, dass in der Abwägung, der Zuständigkeit und der Verantwortung eine Änderung unwahrscheinlich und gegen zu viele Interessen spricht. Dann bleibt es beim Status quo. Etwas für "unmöglich" zu erklären ist ein beliebtes Spiel um Ablehnung durchzusetzen. Eine solche Aussage muss niemand akzeptieren - schon gar nicht, wenn es um Verwaltungsentscheidungen geht.
Jedenfalls spricht offenbar Vieles dafür, dass Du den Lärm auf deinem Grundstück aushalten wirst. Ich wünsche Dir, dass Du gut damiit zurecht kommen wirst.Stimmt schon. Ob sich der Aufwand lohnt und dann noch als Querulant abgestempelt zu sein, muss auch überlegt werden. In unserem Städtchen kennt man sich eben.Danke, für Deine Ideen!
Höre hin, wann du den Lärm hast. Bei uns ist es Mo-Fr von 6 bis 18 Uhr, Samstag von 6-13 Uhr, ansonsten relativ ruhig. Also da wenn ich zu Hause bin und meine Ruhe möchte.
Wenn dann noch E-Autos Standard sind, wird es ganz ruhig. Ok darauf würde ich nicht spekulieren.
30Zone ist so eine Sache. Kreis lehnt immer wieder ab. Geht schon seit Jahren so. Gemeinde möchte 30, beantragt und es wird vom Kreis abgelehnt.
Wenn dann noch E-Autos Standard sind, wird es ganz ruhig. Ok darauf würde ich nicht spekulieren.
30Zone ist so eine Sache. Kreis lehnt immer wieder ab. Geht schon seit Jahren so. Gemeinde möchte 30, beantragt und es wird vom Kreis abgelehnt.
haydee schrieb:
Höre hin, wann du den Lärm hast. Bei uns ist es Mo-Fr von 6 bis 18 Uhr, Samstag von 6-13 Uhr, ansonsten relativ ruhig. Also da wenn ich zu Hause bin und meine Ruhe möchte.
Wenn dann noch E-Autos Standard sind, wird es ganz ruhig. Ok darauf würde ich nicht spekulieren.
30Zone ist so eine Sache. Kreis lehnt immer wieder ab. Geht schon seit Jahren so. Gemeinde möchte 30, beantragt und es wird vom Kreis abgelehnt.Guter Hinweis, danke!
Bei uns (wir wohnen ja bereits seit 20 Jahren direkt daneben) ist das Problem der Berufsverkehr morgens und abends, und der eine oder andere LKW, der hier zu tun hat.
Den Einfall mit den E-Autos hatte ich auch schon. Wobei das Hauptproblem nicht die Motor-, sondern die Abrollgeräusche sind.
Tempo 30 wäre natürlich super. Wenn ich mich recht erinnere, heißt der Straßentyp Landesstraße. Und das schließt offenbar Tempo 30 aus.
Hannes S schrieb:
Genau. Der Lärm ist nur am Morgen und Nachmittag für ~2h. Die Lärmschutzwand würde, wenn sie den überhaupt irgendwas bringt, das Grundstück in der Mitte teilen.
Ich stimme da MarCh zu. Das Haus mehr in Nord- Süd Richtung bringen und zur Straße hin ordentliche Schallschutzfenster einbauen. Das dürfte bedeutend mehr bringen als eine Mauer im Garten und preiswerter dürfte es auch sein.
Die Reflexion von Nr. 91 bleibt z.B. mit und ohne der Mauer. Also setzt man da auch noch eine 2,5m hohe Mauer hin und genießt die Aussicht 🙂Das Innere des Hauses bekommen wir nahezu lärmfrei, da bin ich zuversichtlich. Meine einzige Sorger ist die Terrasse.
Auf die Ausrichtung werden wir genau achten, danke für Deine Meinung!