ᐅ Bereitstellungszins vs. Zinsaufschlag - Finanzierungsangebot
Erstellt am: 21.04.21 01:17
Xaver12321.04.21 01:17
Hallo Zusammen,
ich möchte gerne eure Meinungen zu unseren Finanzierungsangeboten erfahren.
Gesamtkosten: 687 k€ mit Kaufnebenkosten
Eigenkapital: 165 k€
Finanzierungsbedarf: 522 k€
Angebot 1:
Bei Angebot 1 können wir das KfW Darlehen und das HVB 2 Darlehen nach 10 Jahren zusammenfassen und eine Anschlussfinanzierung machen. Hier wäre also das Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung höher.
Bei Angebot 2 könnten wir das Darlehen innerhalb der Sollzinsbindung mit Sondertilgung vollständig zurückzuzahlen. Dann bräuchten wir nur eine Anschlussfinanzierung für das KfW-Darlehen, in Höhe von ca. 68 k€.
Uns ist klar, dass wir in allen Fällen bei der Anschlussfinanzierung an die HVB gebunden sind. Um das zu umgehen, müssten wir vom Kündigungsrecht nach Baugesetzbuch nach 10 Jahren Gebrauch machen.
Welches Angebot würdet ihr wählen?
Aufgrund der angegebenen Bauzeit im Kaufvertragsentwurf wäre die späteste zugesicherte Fertigstellung Ende März 2023. Das heißt nach Ende der bereitstellungsfreien Zeit von 12 Monaten im Mai 2022 können noch 11 Monate bleiben in denen Teile noch nicht abgerufen sind.
Die Bereitstellungszinsen bei der HVB sind 0,25 % pro Monat und 0,15 % bei der KfW. Der Zinsaufschlag bei der HVB zur Verlängerung der bereitstellungsfreien Zeit um 10 Monate beträgt 0,2 % für das Darlehen HVB 2. Wir haben das Mal abgeschätzt und durchgerechnet und sind dazu gekommen, dass der Zinsaufschlag teurer ist als die anfallenden Bereitstellungszinsen.
Wie seht ihr das?
Vielen Dank
ich möchte gerne eure Meinungen zu unseren Finanzierungsangeboten erfahren.
Gesamtkosten: 687 k€ mit Kaufnebenkosten
Eigenkapital: 165 k€
Finanzierungsbedarf: 522 k€
Angebot 1:
- KFW 153: 120 k€, 1,1 %, 10 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 403 €, 18 k€ Tilgungszuschuss
- HVB 1: 252 k€, 1,18 %, 30 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 773 €, 5 % Sondertilgung jährlich
- HVB 2: 150 k€, 0,86 %, 10 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 432 €, 5 % Sondertilgung jährlich
- KfW 153: 120 k€, 1,1 %, 10 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 403 €, 18 k€ Tilgungszuschuss
- HVB 1: 252 k€, 1,18 %, 30 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 773 €, 5 % Sondertilgung jährlich
- HVB 2: 150 k€, 0,97 %, 20 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 446 €, 5 % Sondertilgung jährlich
Bei Angebot 1 können wir das KfW Darlehen und das HVB 2 Darlehen nach 10 Jahren zusammenfassen und eine Anschlussfinanzierung machen. Hier wäre also das Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung höher.
Bei Angebot 2 könnten wir das Darlehen innerhalb der Sollzinsbindung mit Sondertilgung vollständig zurückzuzahlen. Dann bräuchten wir nur eine Anschlussfinanzierung für das KfW-Darlehen, in Höhe von ca. 68 k€.
Uns ist klar, dass wir in allen Fällen bei der Anschlussfinanzierung an die HVB gebunden sind. Um das zu umgehen, müssten wir vom Kündigungsrecht nach Baugesetzbuch nach 10 Jahren Gebrauch machen.
Welches Angebot würdet ihr wählen?
Aufgrund der angegebenen Bauzeit im Kaufvertragsentwurf wäre die späteste zugesicherte Fertigstellung Ende März 2023. Das heißt nach Ende der bereitstellungsfreien Zeit von 12 Monaten im Mai 2022 können noch 11 Monate bleiben in denen Teile noch nicht abgerufen sind.
Die Bereitstellungszinsen bei der HVB sind 0,25 % pro Monat und 0,15 % bei der KfW. Der Zinsaufschlag bei der HVB zur Verlängerung der bereitstellungsfreien Zeit um 10 Monate beträgt 0,2 % für das Darlehen HVB 2. Wir haben das Mal abgeschätzt und durchgerechnet und sind dazu gekommen, dass der Zinsaufschlag teurer ist als die anfallenden Bereitstellungszinsen.
Wie seht ihr das?
Vielen Dank
Osnabruecker21.04.21 06:56
Auf die Schnelle:
Die 0,1 % Aufschlag für 10 Jahre mehr Sicherheit würde ich mitnehmen.
Rechne dir das mal aus, wieviel 0,1 % auf 20 Jahre sind und dann wäge es für dich ab, ob es dir das Risiko wert ist in 10 Jahren möglicherweise Höhere Zinsen zu kriegen.
Die 0,1 % Aufschlag für 10 Jahre mehr Sicherheit würde ich mitnehmen.
Rechne dir das mal aus, wieviel 0,1 % auf 20 Jahre sind und dann wäge es für dich ab, ob es dir das Risiko wert ist in 10 Jahren möglicherweise Höhere Zinsen zu kriegen.
HilfeHilfe21.04.21 07:23
Ich würde Angebot 2 nehmen und ruhig schlafen. Es sind 13 Euro !! Mehr im Monat. 1.560 € auf 10 Jahre.
Du kannst die Darlehen immer noch zusammenfassen. Es existiert nach 10 Jahre ein Sonderkündigungsrecht ohne Vorfälligkeitsentschädigung
Du kannst die Darlehen immer noch zusammenfassen. Es existiert nach 10 Jahre ein Sonderkündigungsrecht ohne Vorfälligkeitsentschädigung
exto179121.04.21 07:29
Wie viel könnt/wollt ihr denn tilgen monatlich? Ist natürlich schwierig zu sagen ohne die finanziellen Hintergründe zu kennen.
Ich persönlich bin aktuell kein Fan mehr von ultra langen Zinsbindungen à la 20-30 Jahren, auch aufgrund des Sonderkündigungsrechts nach 10 Jahren.
Wenn ihr den 150.000€ Kredit relativ weit nach unten drücken könnt innerhalb von 10 Jahren, bleibt am Ende vielleicht gar nicht mehr so viel übrig? Ihr könntet ja die Tilgung des 30 Jahres-ZB Kredites auf bspw. 1% drücken und dann beim 150k Kredit so viel wie möglich abbezahlen?
Klar, es sind wie auch von schon angesprochen nur 1.560€ auf 10 Jahre - Nichtsdestrotz würde ich mir das überlegen.
Braucht ihr unbedingt 30 Jahre? Habt ihr euch schon einmal überlegt den "großen" Kredit auf 20 Jahre und den kleinen auf 10-15 Jahre zu finanzieren?
Ich persönlich bin aktuell kein Fan mehr von ultra langen Zinsbindungen à la 20-30 Jahren, auch aufgrund des Sonderkündigungsrechts nach 10 Jahren.
Wenn ihr den 150.000€ Kredit relativ weit nach unten drücken könnt innerhalb von 10 Jahren, bleibt am Ende vielleicht gar nicht mehr so viel übrig? Ihr könntet ja die Tilgung des 30 Jahres-ZB Kredites auf bspw. 1% drücken und dann beim 150k Kredit so viel wie möglich abbezahlen?
Klar, es sind wie auch von schon angesprochen nur 1.560€ auf 10 Jahre - Nichtsdestrotz würde ich mir das überlegen.
Braucht ihr unbedingt 30 Jahre? Habt ihr euch schon einmal überlegt den "großen" Kredit auf 20 Jahre und den kleinen auf 10-15 Jahre zu finanzieren?
Hausbauer202121.04.21 08:13
Xaver123 schrieb:
Hallo Zusammen,
ich möchte gerne eure Meinungen zu unseren Finanzierungsangeboten erfahren.
Gesamtkosten: 687 k€ mit Kaufnebenkosten
Eigenkapital: 165 k€
Finanzierungsbedarf: 522 k€
Angebot 1:
- KfW 153: 120 k€, 1,1 %, 10 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 403 €, 18 k€ Tilgungszuschuss
- HVB 1: 252 k€, 1,18 %, 30 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 773 €, 5 % Sondertilgung jährlich
- HVB 2: 150 k€, 0,86 %, 10 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 432 €, 5 % Sondertilgung jährlich
Angebot 2:
- KfW 153: 120 k€, 1,1 %, 10 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 403 €, 18 k€ Tilgungszuschuss
- HVB 1: 252 k€, 1,18 %, 30 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 773 €, 5 % Sondertilgung jährlich
- HVB 2: 150 k€, 0,97 %, 20 Jahre Zinsbindung, monatl. Rate 446 €, 5 % Sondertilgung jährlich
Bei Angebot 1 können wir das KfW Darlehen und das HVB 2 Darlehen nach 10 Jahren zusammenfassen und eine Anschlussfinanzierung machen. Hier wäre also das Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung höher.
Bei Angebot 2 könnten wir das Darlehen innerhalb der Sollzinsbindung mit Sondertilgung vollständig zurückzuzahlen. Dann bräuchten wir nur eine Anschlussfinanzierung für das KfW-Darlehen, in Höhe von ca. 68 k€.
Uns ist klar, dass wir in allen Fällen bei der Anschlussfinanzierung an die HVB gebunden sind. Um das zu umgehen, müssten wir vom Kündigungsrecht nach Baugesetzbuch nach 10 Jahren Gebrauch machen.
Welches Angebot würdet ihr wählen?
Aufgrund der angegebenen Bauzeit im Kaufvertragsentwurf wäre die späteste zugesicherte Fertigstellung Ende März 2023. Das heißt nach Ende der bereitstellungsfreien Zeit von 12 Monaten im Mai 2022 können noch 11 Monate bleiben in denen Teile noch nicht abgerufen sind.
Die Bereitstellungszinsen bei der HVB sind 0,25 % pro Monat und 0,15 % bei der KfW. Der Zinsaufschlag bei der HVB zur Verlängerung der bereitstellungsfreien Zeit um 10 Monate beträgt 0,2 % für das Darlehen HVB 2. Wir haben das Mal abgeschätzt und durchgerechnet und sind dazu gekommen, dass der Zinsaufschlag teurer ist als die anfallenden Bereitstellungszinsen.
Wie seht ihr das?
Vielen DankIch finde eure Zinssätze sind extrem gut für die Höhe des Kredites. Darf ich fragen ob Ihr irgendwelche zusätzlichen Sicherheiten hinterlegt habt? Wir möchten auch bald finanzieren und ich habe schon mal vorab angefragt. Gesamtvolumen 510k, Eigenkapital 120-150K, ergäbe einen Zinssatz 1,3/1,4 bei 15 Jahren. Ich glaube ich muss mich doch noch mal mit anderen Beratern zusammen setzen 🙂Neubauling21.04.21 09:15
Hausbauer2021 schrieb:
Ich finde eure Zinssätze sind extrem gut für die Höhe des Kredites.Das liegt an der HVB. Die hatten bei uns (Generelle Voranfrage um zu sehen was geht) auch mit Abstand den besten Zins bei sehr ähnlichen Verhältnissen (Bausumme und Eigenkapital). Die haben dafür aber auch hohe Anforderungen. Sie rechnen mit recht hohen Haushaltsaufgaben und das der Zins nach der Bindung auf (glaube ich) 3% steigt und ob man sich das leisten kann. Zudem muss man nach so und soviel Jahren theoretisch fertig sein (Tilgung also entsprechend hoch wählen)Gibt es einen Grund, warum ihr auf drei Darlehen aufgeteilt habt?
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