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ᐅ Teures Grundstück + Einfamilienhaus 155 qm + Keller KFW40+, finanzierbar?

Erstellt am: 22.11.20 21:35
B
BauBauNRW
Hallo,
die groben Eckdaten seht ihr ja oben, im Vorfeld schon mal Danke für Eure Hilfe.

Wir haben ein Grundstück 815 qm für 250.000 € angeboten bekommen. Pro qm sind dass 300 €, Bodenrichtwert liegt aktuell bei 260 €. Geplant ist o.g. Haus. Es handelt sich um ein voll erschlossenes Grundstück. Die grobe Kalkulation bei einem GU hier im Umfeld erbrachte ca. 317k für Grundstück (mit allem drum und dran) sowie 418k für das Haus (2400 €/qm Wohnfläche). Hierzu muss man sagen, dass auch schon die Posten Küche, Garten und Carport besetzt wurden. Allerdings hat der GU clevererweise auch schon den Tilgungserlass und den BAFA-Zuschuss verrechnet, so dass zu den 735k auch nochmal gut 40k kommen, die bereitgestellt werden müssen. Es handelt sich um die erste grobe Kalkulation. Beim ersten Hausentwurf wurde schon gesagt, dass die Kosten vermutlich nicht so hoch sein werden. Darüber hinaus planen wir kleinere Sachen in Eigenleistung zu absolvieren. Baubeginn wäre sicherlich frühestens Mitte nächsten Jahres.
Uns ist schon klar, dass es sich um eine sehr hohe Summe, bei recht geringem Eigenkapital, handelt. Zu berücksichtigen ist sicherlich unsere Situation mit derzeit einem Gehalt und in Zukunft die angesprochenen tariflich geregelten Gehaltssteigerungen.

Wir würden nun gerne wissen, wie eure Einschätzung ist?

Allgemeines zu Euch:
  • Wie alt seid Ihr? Beide 35
  • Gibt es Kinder? 1 + 1 (ab 04/21)
  • Sind Kinder geplant? s.o.
  • Was macht Ihr beruflich? beides Ärzte
  • derzeit einmal angestellt und einmal in Elternzeit bis 04/22 (geplant)
  • Wie viele Stunden arbeitet Ihr? einmal 40h/Woche
Einnahmen- und Ausgabensummen:
  • Einnahmen gesamt 5000 € (ab Mitte 2022: 6200€, mit jährlichen tariflichen Steigerungen)
  • Ausgaben gesamt 3100 € (inkl jetziger Miete), bei Einzug ca. 2600€ (inkl Wohngebäude-/Elementarversicherung, RLV, kalkulierter Nebenkosten 2,5 €/qm Wohnfläche, außerdem werden wir das Sportstudio kündigen/wechseln und dann günstiger sein)
  • Saldo 1.900 €, im Verlauf dann 3100 €.

Allgemeines zur Immobilie:
  • Wie groß ist das Grundstück? 815 qm
  • Wie hoch ist der Bodenrichtwert? 260 €
  • Neubau, Altbau (Baujahr), Haustyp? KFW40+
  • Garagen? Carport
  • Wie groß ist das Haus? (Wohnfläche / Nutzfläche) 155/Keller 70
  • Welchen Marktwert haben Grundstück und Haus nach Fertigstellung? das weiß ich nicht, wie bekomme ich das heraus?
Bau- oder Kaufkosten:
  • Gesamtkosten (s.o.)
Kostenzusammenstellung:
  • Gesamtkosten 775.000€
  • abziehbares Eigenkapital 140.000 € (wir möchten natürlich nicht alles nutzen)
  • Finanzierungssumme 675.000 €
H
hampshire
23.11.20 15:34
Für die Finanzierung braucht man einen Bankpartner mit Mut. Die Eigenkapitalquote ist unter 15%. Dadurch entsteht für die Bank das Risiko, dass dem Kredit nicht ausreichend Gegenwert gegenübersteht. Daher sehe ich es wie @nordaney:
nordanney schrieb:

Mein Vorschlag: Grundstück kaufen und brutal hoch tilgen. Ab Mitte 2022 mit neuem Gehalt bauen und finanzieren.

Zu "Nebenkosten":
Hausi20 schrieb:

Aber muss es direkt immer eine neue Einrichtung sein?
Ysop*** schrieb:

Badmöbel? Terrasse? Räume, die es aktuell nicht gibt? Lampen? Da kommt schon was zusammen
Der Wunsch vieler alles direkt "perfekt" zu machen steht der Realisierung der Träume oft im Weg. Wer auch hier keine Prioritäten erkennt braucht einfach viel mehr Geld als nötig.
Natürlich würden auch möbel passen, die mit umziehen. Natürlich funktioniert zu Beginn eine ganz einfache Gartenliege. Natürlich braucht man nicht am ersten Tag die komplette Gartenanlage. Natürlich kann man den Bereich auf dem ein Auto parkt erst einmal schottern... Zack sind schnell 100T€ auf der Zeitachse gestreckt. Dafür kann man die Dinge, die man nicht so gut verschieben kann gleich richtig machen.
B
BauBauNRW
23.11.20 21:09
@moHouse wie verhält es sich denn dann mit der "Festpreisgarantie"? Kann man sich darauf berufen. Mir ist schon klar, dass es nicht gut kommt, wenn der BU merkt dass die Kosten durch die Decke gehen und versucht an den ein oder anderen Ecken zu sparen. Da schneidet man sich als Bauherr ja quasi ins eigene Fleisch. Aber worauf kann man sich denn dann überhaupt verlassen?
B
BauBauNRW
23.11.20 21:26
Mich würde mal interessieren, über wieviel Eigenkapital ich für die o.g. Planung verfügen sollte? @nordanney @Ysop*** @OWLer usw.
N
nordanney
23.11.20 21:34
BauBauNRW schrieb:

Mich würde mal interessieren, über wieviel Eigenkapital ich für die o.g. Planung verfügen sollte?
T€ 300 oder einfach zwei Jahre warten, bis das höhere Gehalt da ist.
B
BauBauNRW
23.11.20 21:36
Na dann, probiere ich es vorab schon mal mit Lotto... ;-)
Danke für alle Beiträge hier. Ich bin um einige Erkenntnisse und Anregungen reicher.
Y
ypg
23.11.20 21:39
Hausi20 schrieb:

Das passt für mich oft nicht wenn da steht 30k für neue Möbel geplant aber 100% finanziert....
Ich verstehe Deine Meinung und gehe mit Dir.
Aber sieh es so für die Betroffenen: so haben sie noch Puffer. Da Möbel ganz am Ende stehen und nicht finanziert werden, kann das Eigenkapital dann bei der komplizierteren Bodenplatte oder die teureren Erdarbeiten und die vergessenen Regenwasseransvhlusdkosten herangezogen werden 😉
möbeleigenkapital