Moin, wir haben ende letzten Jahres einen Vertrag zum Bau eines Einfamilienhaus abgeschlossen. Man hat uns leider die Nebenkosten, auch nach mehrfachem Nachhaken, zu schön geredet. Aktuell sind wir bei den Baunebenkosten über 100% teurer als in der Ausgangsplanung und das Haus selbst verteuert sich auch zunehmend und da geht leider nicht um Extrawünsche unsererseits. Nun die Frage, wenn das Vertrauen zu der Firma schon so erheblich Schaden genommen hat ( von der Finanzierung des Ganzen mal abgesehen ), gibt es eine Möglichkeit aus dem Vertrag rauszukommen? Der Vertrag an sich passt, nur die Beratung von einer erfahrenen Person war halt grottig und es wurde gelogen bis sich die Balken biegen, im Bezug auf Mehrkosten Haus und v.a. die Baunebenkosten.
Danke im Voraus und viele Grüße
Danke im Voraus und viele Grüße
Jetzt hört mal mit dem Victim blaming auf! Mündliche Verträge sind genauso gültig und bindend wie schriftliche — nur ist ihre Existenz leider in den seltensten Fällen nachweisbar. Insofern hat TE jetzt natürlich die Akarte, aber trotzdem ist der GU ein Allerwertesten und der TE hat jedes Recht der Welt, sich auszukotzen und sich betrogen zu fühlen (weil er es ist!).
Der Rat, lösungsorientiert zu denken, ist natürlich trotzdem ein guter. Die Situation ist jetzt nun mal wie sie ist und ändert sich auch durch schimpfen nicht.
Der Rat, lösungsorientiert zu denken, ist natürlich trotzdem ein guter. Die Situation ist jetzt nun mal wie sie ist und ändert sich auch durch schimpfen nicht.
H
hinkelstein21.07.19 13:48Kekse schrieb:
Jetzt hört mal mit dem Victim blaming auf! Mündliche Verträge sind genauso gültig und bindend wie schriftliche — nur ist ihre Existenz leider in den seltensten Fällen nachweisbar. Insofern hat TE jetzt natürlich die Akarte, aber trotzdem ist der GU ein Allerwertesten und der TE hat jedes Recht der Welt, sich auszukotzen und sich betrogen zu fühlen (weil er es ist!).
Der Rat, lösungsorientiert zu denken, ist natürlich trotzdem ein guter. Die Situation ist jetzt nun mal wie sie ist und ändert sich auch durch schimpfen nicht.Amen, ich danke dir Ich gehe das jetzt nach und nach an, mal sehen wo wir in den nächsten 2 Wochen landen. Werde mal ein Update geben, wenn sich was tut
Es geht doch aber hier nicht um mündliche Verträge?!
So wie ich es verstehe, sabbelt der GU etwas von „kostet nicht die Welt“, was sich dann aber als Batzen Geld entpuppt, was der TE @hinkelstein eben nicht kalkuliert hat.
Und ja: es ist sehr ärgerlich, dass heute Moral ein Fremdwort ist.
Aber das „Heute“ hat schon vor einer langen Zeit angefangen. Man muss als Käufer nicht alles glauben, was gesagt wird: das gilt für den Joghurt mit Kulturen (gesünder denn je) wie auch dem Pkw (bestes Auto 2019) und eben dem Hausbau (Kosten nicht der Rede wert). Dass bei letzterem sich der Hausbauer aufs Haus bezieht, der Bauherr denkt, es bezieht sich auch aufs Grundstück, wissen wir mittlerweile.
So wie ich es verstehe, sabbelt der GU etwas von „kostet nicht die Welt“, was sich dann aber als Batzen Geld entpuppt, was der TE @hinkelstein eben nicht kalkuliert hat.
Und ja: es ist sehr ärgerlich, dass heute Moral ein Fremdwort ist.
Aber das „Heute“ hat schon vor einer langen Zeit angefangen. Man muss als Käufer nicht alles glauben, was gesagt wird: das gilt für den Joghurt mit Kulturen (gesünder denn je) wie auch dem Pkw (bestes Auto 2019) und eben dem Hausbau (Kosten nicht der Rede wert). Dass bei letzterem sich der Hausbauer aufs Haus bezieht, der Bauherr denkt, es bezieht sich auch aufs Grundstück, wissen wir mittlerweile.
H
HilfeHilfe21.07.19 17:07hinkelstein schrieb:
Naja, ob schriftlich oder nicht klärt für mich ,subjektiv, nicht die Schuldfrage. Der Richter würde das anders sehen, das weiss ich. Es geht aber auch einfach um ein vernünftiges Verhalten und eine vernünftige Beratung.Vor Gericht ist es wie auf hoher see....wenn du einen erwischst der alles schriftlich will gehst unterEben.. Es geht nicht um Verträge. Dass jeder täglich mündliche Verträge abschließt, hat NULL mit der jetzigen Situation zu tun.
Der TE kann ja vorm Zivilgericht klagen. Steht jedem offen.
Man darf sich auch aufregen, dass der GU Kosten schön geredet hat. Und man darf weinen, sich ritzen, Rechnungen nicht zahlen, etc etc. Aber es bringt nicht weiter.
Also warum über verschüttete Milch reden?
Der TE kann ja vorm Zivilgericht klagen. Steht jedem offen.
Man darf sich auch aufregen, dass der GU Kosten schön geredet hat. Und man darf weinen, sich ritzen, Rechnungen nicht zahlen, etc etc. Aber es bringt nicht weiter.
Also warum über verschüttete Milch reden?
Es geht aber schon um „ich trage dafür Sorge, dass Tiefbauer XY das zu Preis Z erledigt.“ Das ist zumindest sowas ähnliches wie ein Angebot.
Niemand behauptet, man könne da jetzt irgendwas einklagen, aber warum man noch mit der „das weiß man doch“-Keule draufhauen muss, wenn jemand gefühlt oder tatsächlich am Boden liegt, ist mir nicht klar.
Niemand behauptet, man könne da jetzt irgendwas einklagen, aber warum man noch mit der „das weiß man doch“-Keule draufhauen muss, wenn jemand gefühlt oder tatsächlich am Boden liegt, ist mir nicht klar.