ᐅ Einheimischenmodell - ist das noch rechtens?
Erstellt am: 12.06.18 11:55
Grantlhaua17.05.19 07:25
hampshire schrieb:
: Wer von den „Einheimischen“ hat denn einmal die „neuen“ zu den dorfüblichen Gesellschaftsanlässen eingeladen? Es ist so leicht zu sagen, dass die Zugezogenen sich nicht integrieren. Sie über einen Kamm zu scheren, sie argwöhnisch zu beobachten, ihre „Fehler“ zu registrieren. Ich bin in so einem Dorf geboren, kenne 2 Seiten aus langer Erfahrung.Problem sind doch die großen Neubaugebiete. Wenn dort nur lauter zugezogene bauen ist das wie von schon richtig erkannt, wie eine Insel. Die Vereine werden da nicht bei jedem Klingeln und ihn zu jedem gesellschaftlichen Anlass im Dorf einladen. Unsere neuen Nachbarn sind auch zugezogene aber die sind halt in einem alten Wohngebiet, wo wir jetzt eine Lücke geschlossen haben. Dort ist die Integration dann auch eine andere wie wenn auf der grünen Wiese 30 Häuser entstehen und davon 28 an Auswärtige gehen.
Grantlhaua17.05.19 07:27
haydee schrieb:
Die Stadt die immer mehr Firmen etc will und bekommt muss für Wohnraum sorgen. Bezahlbar für alle.Problem ist doch, dass am liebsten jeder am Marienplatz für 500€ warm wohnen will....
Tina mit K17.05.19 08:37
Wo wir hier ja gerade von ins Dorf integrieren sprechen, hätte ich da auch Mal eine Frage:
Wir bauen in einem Ortsteil der eher wie ein eigenes kleines Dorf ist. Gegenüber sind keine Häuser, links neben uns sind zwei neue Einfamilienhaus und dann beginnt der " alte Teil"vom Dorf. Rechts ist eine Lücke und danach noch mal 4 Häuser bis Ortsausgang.
Wie "weit" und wann würdet ihr euch vorstellen? Also bis zu welchem Haus? Wir würden die Nachbarn auf jeden Fall zum Richtfest einladen, aber überlegen ob wir nicht schon vorher Mal Klinken putzen sollten. Mit dem direkten Nachbarn links von uns hatten wir schon mehrfach Kontakt und da ist auch alles tutti.
Wir bauen in einem Ortsteil der eher wie ein eigenes kleines Dorf ist. Gegenüber sind keine Häuser, links neben uns sind zwei neue Einfamilienhaus und dann beginnt der " alte Teil"vom Dorf. Rechts ist eine Lücke und danach noch mal 4 Häuser bis Ortsausgang.
Wie "weit" und wann würdet ihr euch vorstellen? Also bis zu welchem Haus? Wir würden die Nachbarn auf jeden Fall zum Richtfest einladen, aber überlegen ob wir nicht schon vorher Mal Klinken putzen sollten. Mit dem direkten Nachbarn links von uns hatten wir schon mehrfach Kontakt und da ist auch alles tutti.
Altai17.05.19 08:39
Ich habe ja auch ein Häuschen in einem eingemeindeten Dorf gekauft, die Stadt ist ran gewachsen, aber es grenzt sich schon noch ab. Es gibt etliche neugebaute Häuser, kein Neubaugebiet, sondern erschlossene Baulücken.
Ganz viele Leute grüßen super freundlich, erkundigen sich, freuen sich, dass endlich weiter gebaut wird. Gegenüber ist der Kindergarten, also trifft man viele Familien.
Eine meiner Nachbarinnen (und ihre Tochter eins weiter) sind "einheimisch". Ich kenne beide mehr als 20 Jahre, vom Hobby, bedingt, durchaus nicht nur flüchtig. Während ich mit der Mutter bestens zurecht komme, hat sich die Tochter wohl geäußert, dass sie es nicht so doll findet, dass ich da einziehe. Anscheinend hätte sie sich jemand mit Jungs gewünscht, ihr Sohn hat wohl keinen Kumpel, es gäbe ja nur Mädchen im Dorf... getroffen habe ich sie noch nicht hier vor Ort.
Ein anderer Papa (wohnt etwas die Straße vor, keine 100m) sprach mich an, ob denn auch Kinder mit einziehen, ich sagte, ja, zwei Mädchen. Ach wäre das schön, es gäbe ja nur Jungs, er hätte selbst drei, es kam eine Schwangere vorbei, ja sie hätte auch zwei Jungs, was es denn diesmal würde? Sie winkte nur ab, wieder ein Junge...
Das widerspricht sich nun doch irgendwie. Mein Eindruck? Es gibt hier ebenfalls eine Kluft zwischen "Einheimischen" und Zugezogenen. Und das liegt sicher nicht an der Arroganz der "Neuen". Die sind, meinem Eindruck nach, nämlich alles andere als abgehoben. Auch nicht am Inseldasein, das gibt's ja auch nicht. Ob die zum Maibaumsetzen gehen, weiß ich nicht - ich war dieses Jahr noch nicht da, aber nächstes Jahr werde ich es schon einrichten. Bin schon gespannt.
Ein anderes Beispiel: hatte früher gelegentlich dienstlich im Sauerland zu tun. Dort trafen wir in der betreffenden Firma einen "Ossi". Der war nach der Wende wegen der Arbeit dorthin umgesiedelt, damals auch schon 15 Jahre da. Er sagte, er hätte keine Chance, er bleibt auswärtig sein Leben lang. Die "Trennlinie" dort ist, hast du eine Weihnachtsbaumplantage? Wenn ja, super, ansonsten: bleibst du außen vor. Er wollte gerne weg, weil er sich nicht wohlgefühlt hat. Der Geschäftsführer der Firma, der technische Leiter und weitere höhere Mitarbeiter waren den ganzen Dezember nicht zu sprechen, weil sie ihre Weihnachtsbäume schlagen und verkaufen mussten. Auch das gibt's...
Ganz viele Leute grüßen super freundlich, erkundigen sich, freuen sich, dass endlich weiter gebaut wird. Gegenüber ist der Kindergarten, also trifft man viele Familien.
Eine meiner Nachbarinnen (und ihre Tochter eins weiter) sind "einheimisch". Ich kenne beide mehr als 20 Jahre, vom Hobby, bedingt, durchaus nicht nur flüchtig. Während ich mit der Mutter bestens zurecht komme, hat sich die Tochter wohl geäußert, dass sie es nicht so doll findet, dass ich da einziehe. Anscheinend hätte sie sich jemand mit Jungs gewünscht, ihr Sohn hat wohl keinen Kumpel, es gäbe ja nur Mädchen im Dorf... getroffen habe ich sie noch nicht hier vor Ort.
Ein anderer Papa (wohnt etwas die Straße vor, keine 100m) sprach mich an, ob denn auch Kinder mit einziehen, ich sagte, ja, zwei Mädchen. Ach wäre das schön, es gäbe ja nur Jungs, er hätte selbst drei, es kam eine Schwangere vorbei, ja sie hätte auch zwei Jungs, was es denn diesmal würde? Sie winkte nur ab, wieder ein Junge...
Das widerspricht sich nun doch irgendwie. Mein Eindruck? Es gibt hier ebenfalls eine Kluft zwischen "Einheimischen" und Zugezogenen. Und das liegt sicher nicht an der Arroganz der "Neuen". Die sind, meinem Eindruck nach, nämlich alles andere als abgehoben. Auch nicht am Inseldasein, das gibt's ja auch nicht. Ob die zum Maibaumsetzen gehen, weiß ich nicht - ich war dieses Jahr noch nicht da, aber nächstes Jahr werde ich es schon einrichten. Bin schon gespannt.
Ein anderes Beispiel: hatte früher gelegentlich dienstlich im Sauerland zu tun. Dort trafen wir in der betreffenden Firma einen "Ossi". Der war nach der Wende wegen der Arbeit dorthin umgesiedelt, damals auch schon 15 Jahre da. Er sagte, er hätte keine Chance, er bleibt auswärtig sein Leben lang. Die "Trennlinie" dort ist, hast du eine Weihnachtsbaumplantage? Wenn ja, super, ansonsten: bleibst du außen vor. Er wollte gerne weg, weil er sich nicht wohlgefühlt hat. Der Geschäftsführer der Firma, der technische Leiter und weitere höhere Mitarbeiter waren den ganzen Dezember nicht zu sprechen, weil sie ihre Weihnachtsbäume schlagen und verkaufen mussten. Auch das gibt's...
HilfeHilfe17.05.19 08:42
Die neuen Häuser sind die „ neuen „ in der Straße . Wenn sie nicht gerade die Enkel sind und alle kennen . Also ich würde die komplette Straße einladen . Erfahrungsgemäß kommt eh nur 50% und die die kommen sind nett und die könnt ihr ^ klar ^ machen . Bei solchen feiern auch immer gut zu hören wer mit wem gut kann . Und zunächst neutral bleiben
haydee17.05.19 08:59
Lade alle ein. Viele sind es nicht und es kann keiner sagen du willst keinen Kontakt. Kommen eh Max 50 %
Ich denke das wichtigste sind Zaungespräche und wenn im Kindergarten/Schule Helferlisten oder Festeinladungen kommen sich da nicht auszuschließen
Es gibt überall solche und solche. Wer weiß was der guten über die Leber gelaufen ist.