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ᐅ Einheimischenmodell - ist das noch rechtens?


Erstellt am: 12.06.18 11:55

Maria1616.05.19 08:45
Dann wird halt nicht mehr subventioniert. Bravo, 1200€ je qm für alle in einem "Kaff", von dem man zu Stauzeiten 1 h in die Stadt braucht und nicht mal nen S-Bahn-Anschluss hat. Wär die das lieber? Und jetzt fang bitte nicht wieder damit an, dass man dann halt so viel Baugrund ausweisen müsste, dass die Preise wieder sinken. Den Punkt, dass man die Infrastruktur drum rum (Kita, Kiga, Schulen, Ärzte usw.) dann als Gemeinde fast schon herzaubern muss, ignorierst du ja bisher konsequent.

Übrigens stand es dir von Anfang an zur freien Wahl, eine andere Ausbildung zu machen.
face2616.05.19 08:58
Camille1984 schrieb:

Mich ärgert einfach nur das Einheimischenmodell, da ich denke, dass es fairere Möglichkeiten geben könnte. Schließlich wird von uns jungen Menschen heutzutage ja grenzenlose Mobilität erwartet. Das sollte nun nicht bestraft werden. Warum haben eigentlich Einheimische ein Recht auf ein subventioniertes Grundstück?

Ich will gar nicht behaupten, dass es perfekt ist, zumal jede Gemeinde das ja auch anders handhabt, bei uns gab es tatsächlich ein Punktesystem, da wurden Punkt für Ortsansässigkeit vergeben aber auch für Kinderanzahl, Arbeitsplatz, Vereinszugehörigkeit, Wohnort der Eltern usw.

Ein Recht haben einheimische überhaupt nicht...sonst könnte jeder Einheimische sagen ich will so eins...aber es wird bei der Vergabe bevorzugt berücksichtigt. Warum das so ist? Haben wir ja hier schon öfters angerissen aber noch mal so ein paar Punkte:

Eine Gemeinde ist zum einen ja das Organ das die Interessen der Gemeindemitglieder vertritt (oder sollte ). Grundsätzlich sollte es im Interesse der Gemeinde sein nachhaltig und zukunftsorientiert zu agieren. Das bedeutet darauf zu achten, dass die Gemeinde langfristig bestehen bleibt und Ihren Gemeindemitgliedern ein guten Wohn- und Arbeitsumfeld bietet.
Deswegen muss eine Gemeinde sowohl darauf achten die Interessen der angesiedelte Wirtschaft zu berücksichtigen als auch die der (privaten) Gemeindemitglieder. Wenn eine Gemeinde also langfristig bestehen bleiben will muss auf ein Gleichgewicht achten.
Zu vermeiden gilt zum Beispiel eine Überalterung der Gemeinde (aussterbende Orte kennt man, den Altersstrukturweihnachtsbaum der inzwischen eher eine Döner ist auch). Deswegen tun schlaue Gemeinden was dafür. Z.B. Ausbau Kita's usw als auch eben stärkere Berücksichtigung von Familien bei der Bauplatzvergabe.
Genau so sollte auf Homogenität geachtete werden, deswegen werden auch schlaue Gemeinde schauen, dass es zukunftorientierte Konzepte wie Mehrgenerationenhäuser etc. gibt.
Sehr schlau wäre es doch dann auch wenn man die Kinder und Enkel der älteren Einwohner nicht zum wegziehen zwingt, was dann bei Pflegebedürftigkeit etc wieder zu organisatorischen Problemen führt, sondern man vielleicht versucht, den Kindern und Enkelkindern ein wohnen bleiben im Ort zu ermöglichen.
Ich will Dein potenzielle Engagement in Vereinen im neuen Heimatort gar nicht in Frage stellen, in der Mehrheit ist es aber leider so, dass die Beteiligung an Vereinen bei Ortsansässigen i.d.R. höher ist als bei zugezogenen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Da könnte ich jetzt noch weiter mit Gründen machen.

Nochmal ich behaupte nicht, dass eine ausschließliche Berücksichtigung von Einheimischen richtig ist. Aber eine bevorzugte Berücksichtigung ist meines Erachtens aus Sicht der Gemeinde durchaus nachvollziehbar.
Dass es dabei nicht immer fair zugeht will ich gar nicht abstreiten, aber da wird es nie eine perfekte Lösung geben.

Und noch mal...Du hast die Möglichkeit, hast selber gesagt...bist nur nicht bereit 300€/qm auszugeben...yo, dann kauf Dir ne ETW, ein Doppelhaushälfte oder sonst was. Möglichkeiten gibt es. Aber sag nicht Du hättest keine Möglichkeiten.
Camille198416.05.19 08:58
Fazit: Dumm und selbst schuld, dass du dich um die Bildung unserer Kinder (in meinem Fall der besonders benachteiligten) kümmerst.
Bald gibt es keinerlei soziale Berufe mehr, weil keiner so dumm sein darf.
Ihr habt doch jetzt schon keine Ärzte mehr auf dem Land und keine Lehrer und Erzieher in den Städten.
Und wenn keiner diese Jobs mehr machen will, weil er sich trotz langer und guter Ausbildung nichts leisten kann, dann gibts keine Kita-Plätze und in der Schule fallen noch mehr Stunden aus.
Dann könnt ihr alle auch nicht mehr in euren tollen Jobs arbeiten oder ihr könnt euch halt auch nichts leisten, weil euch die Kindermädchen abzocken...

Wenn der Mittelstand sich das Leben nur noch eingeschränkt leisten kann, weil ein paar % immer noch mehr wollen, dann wird es sehr interessant in unserem Land. Oder die Baupreise sinken wieder.
face2616.05.19 09:02
Camille1984 schrieb:

Fazit: Dumm und selbst schuld, dass du dich um die Bildung unserer Kinder (in meinem Fall der besonders benachteiligten) kümmerst.
Bald gibt es keinerlei soziale Berufe mehr, weil keiner so dumm sein darf.
Ihr habt doch jetzt schon keine Ärzte mehr auf dem Land und keine Lehrer und Erzieher in den Städten.
Und wenn keiner diese Jobs mehr machen will, weil er sich trotz langer und guter Ausbildung nichts leisten kann, dann gibts keine Kita-Plätze und in der Schule fallen noch mehr Stunden aus.
Dann könnt ihr alle auch nicht mehr in euren tollen Jobs arbeiten oder ihr könnt euch halt auch nichts leisten, weil euch die Kindermädchen abzocken...

Wenn der Mittelstand sich das Leben nur noch eingeschränkt leisten kann, weil ein paar % immer noch mehr wollen, dann wird es sehr interessant in unserem Land. Oder die Baupreise sinken wieder.

Jetzt mach Dich nicht Lächerlich. Du klingst inzwischen wie ein beleidigtes Kind, dass nicht haben darf was es haben will.

Wir reden nicht von München oder Stuttgart City. Da würde ich Dir recht geben. Es reicht halt nicht für das was Du Dir vorstellst.
Camille198416.05.19 09:05
Ich beende das aber jetzt für mich auch an dieser Stelle.
Die Einheimischen fühlen sich im Recht und von den Zugezogenen bedroht und die Zugezogenen fühlen sich benachteiligt.

Vielleicht gelingt es mir ja durch vorangehendes Engagement das meine Familie es vielleicht doch wert ist (Kind, sozialer und gebrauchter Beruf in der Gegend, Vereinsengagement, etc.) es wert bin, irgendwann doch mal was zu kriegen, was MEINEN Vorstellungen von Preis und Baumlglichkeiten entspricht.
Camille198416.05.19 09:06
face26 schrieb:

Jetzt mach Dich nicht Lächerlich. Du klingst inzwischen wie ein beleidigtes Kind, dass nicht haben darf was es haben will.

Wir reden nicht von München oder Stuttgart City. Da würde ich Dir recht geben. Es reicht halt nicht für das was Du Dir vorstellst.

In gewissen Gemeinden würde es aber reichen! Darum geht es!