ᐅ Welcher Baustoff - Nüchterne Abgrenzung oder Glaubensfrage?
Erstellt am: 16.09.18 21:40
Hallo zusammen,
seit einer Weile beschäftige ich mich bereits mit dem Bau meines Einfamilienhauses. Da wir hinsichtlich des Baustoffs keine Präferenzen haben, haben wir uns sowohl Massiv- als auch Holzständerbauweise anbieten lassen.
Nun sind wir in der Situation, die Baustoffe sachlich gegeneinander Abzugrenzen und somit unseren Favoriten zu wählen. Leider gestaltet sich das nicht so einfach wie gedacht, denn jeder Baustoff hat so seine Vor- und Nachteile und natürlich schwört jeder Bauunternehmer genau auf seinen favorisierten Baustoff.
Deshalb wollten wir die Meinung von den Experten hier im Forum einholen. Uns würde interessieren, welchen Favoriten ihr hättet und aus welchem Grund.
Die angebotenen Baustoffe für die Außenwände sind:
#1 - Massivhaus
= Ytongg Porenbetonstein, 36,5cm Dicke. Ohne zusätzliche Dämmung.
#2 - Massivhaus
= Hochlochziegel (wahrscheinlich aus Ton) mit zusätzlichem WDVS
#3 - Holzständerbauweise
= Wandaufbau: Holzfaserdämmplatte 100mm, Isolierung der Gefache mit Zellulose (WLG040), Holständerkonstruktion 180mm, Holzwerkstoffplatte 15mm, Installationsebene, Fermacellplatte 12,5mm
Was vielleicht noch interessant für die Bewertung ist:
- Das Haus wird in einer ländlichen Region ohne besondere Verkehrsbelastung gebaut.
- Es verfügt über eine große Glasfläche auf der Südseite.
Über Input von eurer Seite würden wir uns wirklich sehr freuen.
Besten Dank sagt,
matze007
seit einer Weile beschäftige ich mich bereits mit dem Bau meines Einfamilienhauses. Da wir hinsichtlich des Baustoffs keine Präferenzen haben, haben wir uns sowohl Massiv- als auch Holzständerbauweise anbieten lassen.
Nun sind wir in der Situation, die Baustoffe sachlich gegeneinander Abzugrenzen und somit unseren Favoriten zu wählen. Leider gestaltet sich das nicht so einfach wie gedacht, denn jeder Baustoff hat so seine Vor- und Nachteile und natürlich schwört jeder Bauunternehmer genau auf seinen favorisierten Baustoff.
Deshalb wollten wir die Meinung von den Experten hier im Forum einholen. Uns würde interessieren, welchen Favoriten ihr hättet und aus welchem Grund.
Die angebotenen Baustoffe für die Außenwände sind:
#1 - Massivhaus
= Ytongg Porenbetonstein, 36,5cm Dicke. Ohne zusätzliche Dämmung.
#2 - Massivhaus
= Hochlochziegel (wahrscheinlich aus Ton) mit zusätzlichem WDVS
#3 - Holzständerbauweise
= Wandaufbau: Holzfaserdämmplatte 100mm, Isolierung der Gefache mit Zellulose (WLG040), Holständerkonstruktion 180mm, Holzwerkstoffplatte 15mm, Installationsebene, Fermacellplatte 12,5mm
Was vielleicht noch interessant für die Bewertung ist:
- Das Haus wird in einer ländlichen Region ohne besondere Verkehrsbelastung gebaut.
- Es verfügt über eine große Glasfläche auf der Südseite.
Über Input von eurer Seite würden wir uns wirklich sehr freuen.
Besten Dank sagt,
matze007
Bookstar schrieb:
Weder noch. Würde Ziegel nehmen ohne WDVS.Wollte ich auch gerade schreiben. Ist halt bei uns in der Gegend der Standard.
Das Lesen von Threads zu diesem Thema - hier und anderswo - führt unweigerlich zu der Erkenntnis, daß "oder Glaubensfrage ?" die "richtige Antwort" ist, und das bei weitem nicht nur für Außenwände. Jeder Stein hat seine Prediger, und manche von denen erklären Alternativen rundweg für murksigen Mist (oder umgekehrt).
Das Lesen von Threads zu diesem Thema - speziell hier - führt ziemlich rasch zu meinem Mantra, das ich gerne nochmals erwähne: nämlich den Stein - die sämtlich weder Heils- noch Verderbensbringer sind - gar nicht "absolut" (also nach den technischen Eigenschaften des Steines) auszuwählen. Sondern das Pferd vom Bauunternehmer her aufzuzäumen.
Nach meiner Überzeugung ist der "relativ" beste Stein derjenige, den der Bauunternehmer am besten kennt. Mit jedem Material geraten die Anschlüsse an andere Bauteile unterschiedlich. Daher mein Rat: wenn der Bauunternehmer Stein X am besten kennt, dann laß´ ihn den verwenden. Auch wenn Stein Y in irgendeinem Parameter im Vergleich der technischen Datenblätter die Nase vorn hat.
Dieser Rat gilt sinngemäß auch für Holzständerwände: den Anbieter - was bei kleinen Zimmereien durchaus ginge - nicht zu einer Wand"rezeptur" zu drängen, die von seiner bestbeherrschten Variante abweicht.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Das Lesen von Threads zu diesem Thema - speziell hier - führt ziemlich rasch zu meinem Mantra, das ich gerne nochmals erwähne: nämlich den Stein - die sämtlich weder Heils- noch Verderbensbringer sind - gar nicht "absolut" (also nach den technischen Eigenschaften des Steines) auszuwählen. Sondern das Pferd vom Bauunternehmer her aufzuzäumen.
Nach meiner Überzeugung ist der "relativ" beste Stein derjenige, den der Bauunternehmer am besten kennt. Mit jedem Material geraten die Anschlüsse an andere Bauteile unterschiedlich. Daher mein Rat: wenn der Bauunternehmer Stein X am besten kennt, dann laß´ ihn den verwenden. Auch wenn Stein Y in irgendeinem Parameter im Vergleich der technischen Datenblätter die Nase vorn hat.
Dieser Rat gilt sinngemäß auch für Holzständerwände: den Anbieter - was bei kleinen Zimmereien durchaus ginge - nicht zu einer Wand"rezeptur" zu drängen, die von seiner bestbeherrschten Variante abweicht.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Ich gebe 11ant recht: wenn ihr wißt, mit wem ihr bauen wollt, dann die Bauweise nehmen, die dieser Anbieter präferiert.
Ansonsten würde ich mich mal in verschiedene, neugebaute Hauser stellen: wo fühlt ihr euch am wohlsten? Was gefällt euch am besten? Dann entscheidet ihr euch für eine Bauweise und solltet dann einen Anbieter suchen, der genau das macht.
Für uns war immer klar, wir wollen ein Holzhaus; uns gefällt das Raumklima besser als in gemauerten Häusern. Demnach haben wir nur nach Holzhausanbietern geguckt.
Rein rational betrachtet gibt es für jede Bauweise Vorteile und Nachteile. Letztendlich müßt ihr entscheiden, was für euch ausschlaggebend ist:
- mit einem bestimmen GU/Anbieter bauen (dann siehe Argumentation 11ant)
- ihr entscheidet euch, was für eine Art Haus ihr wollt (dann passenden Anbieter suchen)
- ist euch alles egal - > für alles ein Angebot machen lassen und das auswählen, was euch am besten erscheint
Ansonsten würde ich mich mal in verschiedene, neugebaute Hauser stellen: wo fühlt ihr euch am wohlsten? Was gefällt euch am besten? Dann entscheidet ihr euch für eine Bauweise und solltet dann einen Anbieter suchen, der genau das macht.
Für uns war immer klar, wir wollen ein Holzhaus; uns gefällt das Raumklima besser als in gemauerten Häusern. Demnach haben wir nur nach Holzhausanbietern geguckt.
Rein rational betrachtet gibt es für jede Bauweise Vorteile und Nachteile. Letztendlich müßt ihr entscheiden, was für euch ausschlaggebend ist:
- mit einem bestimmen GU/Anbieter bauen (dann siehe Argumentation 11ant)
- ihr entscheidet euch, was für eine Art Haus ihr wollt (dann passenden Anbieter suchen)
- ist euch alles egal - > für alles ein Angebot machen lassen und das auswählen, was euch am besten erscheint
Ähnliche Themen