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ᐅ Dämmung Dachgeschoss und Mauerwerk für Bungalow


Erstellt am: 08.02.11 16:46

S
Shikara
08.02.11 16:46
Hallo zusammen,

ich hoffe, es gibt hier jemanden, der mir weiterhelfen kann...

Wir sind kurz vor Vertragsabschluss für unser Neubauvorhaben. Wir bauen einen Winkelbungalow mit 120 qm im Erdgeschoss. Da lt. bebauungsplan eine Dachschräge von 40° vorgegeben ist, haben wir uns entschlossen, im Dachgeschoss ein Zimmer von 20 qm auszubauen. Der Rest der Dachgeschoßfläche ist Abstellraum. Diese Fläche wird auch gedämmt.

Nun waren wir inzw. zur Beratung beim Bauherren-Schutzbund, der uns auf einige Dinge hingewiesen hat. Leider verursachen diese wieder nicht unerhebliche Mehrkosten, so dass ich gerne wüßte, was Ihr davon haltet. Sind sie unbedingt notwendig oder ist es auch ausreichend, eine Nummer "weniger" zu bauen. Konkret habe ich folgende Fragen:

1. Die Sohlplatte und die Streifenfundamente sind aus Stahlbeton, Dämmung mit extrudierter Polystyol-Hartschaumplatte WLG 035. Nun hat uns der Bauherren-Schutzbund empfohlen, dass die Dämmung unter der Sohle eine lastabtragende, zugelassene Perimeterdämmung, z.B. CS 5000, sein sollte. Außerdem sei eine seitliche Perimeterdämmung (Randdämmung) wichtig. Angeboten wird uns jetzt eine Randdämmung im Sohlenbereich (Entfall der Dämmung unter der Sohle, jedoch 18 cm
Fußbodenaufbäu) und eine Mauerwerksdämmung mit feuchtunempfindlichen PUR-Hartschaumdämmung d=14 cm, WLG 024. Mehrkosten: 4.900 €

2. Der Bauherren-Schutzbund empfiehlt uns, die Flächen (Wände und Tür) des oberen Flurs (Abtrennung zur Abstellfläche im Dachgeschoss) besonders stark zu dämmen und bei der Flurtür zum Abstellraum auf einen Fallstop zu achten, damit die Wärme aus dem Erdgeschoss nicht in den Abstellraum gelangt. Uns wurde jetzt angeboten, die Luftdichtigkeit mit einer Klimamembran sd = 0,2 - 5,0 m, Fabrikat Isover Vario KM herzustellen. Mehrkosten: 1.100 €

3. Man sagte uns, dass die Hauseingangstür heutzutage immer noch nicht besonders gut gedämmt sei, im Gegensatz zum Mauerwerk. Im Angebot haben wir eine Tür 2,01 m, die 3.200 € kostet. Alternativ wurde uns jetzt eine Aluminiumhaustür "Cotherm", d=10 cm, angeboten. Mehrkosten: 3.000 €

4. Zuletzt noch eine Frage zum Dachstuhl und dem verwendeten Holz. Unser Dachstuhl wird standardmäßig im Angebot aus Holz der Güteklasse S10 hergestellt. Der Bauherren-Schutzbund hat uns nun empfohlen, Konstruktionsvollholz zu verwenden. Mehrkosten: 1.620 €

So, das wär's erstmal. Ich wäre total dankbar, wenn es hier eine fundierte Meinung gäbe, was das Beste für uns wäre, wobei ich dazu sagen muss, dass mir schon klar ist, dass die o.g. Ausführungsänderungen eine Verbesserung zum Standard darstellen. Ich möchte nur wissen, ob es unbedingt notwendig und sinnvoll ist. Ich möchte nicht am falschen Ende sparen!

1000 Dank für Eure Hilfe!!
Die leider sehr unwissende Shikara
€uro
08.02.11 20:15
Hallo,
Shikara schrieb:
....Nun waren wir inzw. zur Beratung beim Bauherren-Schutzbund, der uns auf einige Dinge hingewiesen hat. Leider verursachen diese wieder nicht unerhebliche Mehrkosten, so dass ich gerne wüßte, was Ihr davon haltet. Sind sie unbedingt notwendig oder ist es auch ausreichend, eine Nummer "weniger" zu bauen.
Oft führen viele Wege nach Rom 😉 Was werthaltiger ist, muß auch mehr kosten, andernfalls wäre es sinnlos. Es ist i.A. bei vorgegebenem Budget sinnvoller, die bebaute Fläche etwas kleiner zu wählen und mit den frei werdenden Mitteln dann Qualität zu realisieren.
Shikara schrieb:
.
1. Die Sohlplatte und die Streifenfundamente sind aus Stahlbeton, Dämmung mit extrudierter Polystyol-Hartschaumplatte WLG 035. Nun hat uns der Bauherren-Schutzbund empfohlen, dass die Dämmung unter der Sohle eine lastabtragende, zugelassene Perimeterdämmung, z.B. CS 5000, sein sollte.
Damit spart man bei gleicher lichter Raumhöhe x m³ Außenwand. Allerdings muß sicher gewährleistet sein, dass Wasser die Dämmwirkung nicht aufhebt.
Shikara schrieb:
Außerdem sei eine seitliche Perimeterdämmung (Randdämmung) wichtig. Angeboten wird uns jetzt eine Randdämmung im Sohlenbereich (Entfall der Dämmung unter der Sohle, jedoch 18 cm
Fußbodenaufbäu) und eine Mauerwerksdämmung mit feuchtunempfindlichen PUR-Hartschaumdämmung d=14 cm, WLG 024. Mehrkosten: 4.900 €
nicht jede Dämmung die verkauft wird, ist unbedingt notwendig.;) Hierzu müßte man die Energiebilanzen berechnen.
Shikara schrieb:
....
3. Man sagte uns, dass die Hauseingangstür heutzutage immer noch nicht besonders gut gedämmt sei, im Gegensatz zum Mauerwerk. Im Angebot haben wir eine Tür 2,01 m, die 3.200 € kostet. Alternativ wurde uns jetzt eine Aluminiumhaustür "Cotherm", d=10 cm, angeboten. Mehrkosten: 3.000 €
Die Kosten werden häufig durch die Optik bestimmt. Was im Trend liegt, muss energetisch jedoch nicht besser sein. Hier ist auf einen geringen U-Wert der gesamten Tür zu achten.
Shikara schrieb:
....4. Zuletzt noch eine Frage zum Dachstuhl und dem verwendeten Holz. Unser Dachstuhl wird standardmäßig im Angebot aus Holz der Güteklasse S10 hergestellt. Der Bauherren-Schutzbund hat uns nun empfohlen, Konstruktionsvollholz zu verwenden. Mehrkosten: 1.620 €
Der Dachstuhl hat im Wesentlichen eine statische Funktion. KVH ist dafür nicht unbedingt notwendig.
Da hier vermutlich mit einem GU/GÜ gebaut wird, empfehle ich die Haustechnikplanung (Heizung, WW-Bereitung, Lüftung..) durch einen verkaufsunabhängigen Planer vornehmen zu lassen. Andernfalls besteht die Gefahr, ein wenig effizientes System zu erhalten. nicht selten findet man schon in den Energieeinsparverordnung Nachweisen eklatante Fehler.
Insgesamt ist man gut beraten, den Bau von einem Externen begleiten zu lassen.

v.g.
B
Bauexperte
09.02.11 12:19
Hallo,
Shikara schrieb:
...Nun waren wir inzw. zur Beratung beim Bauherren-Schutzbund, der uns auf einige Dinge hingewiesen hat. Leider verursachen diese wieder nicht unerhebliche Mehrkosten...
...als Ergänzung zu €uro´s Antwort - der Bauherren-Schutzbund ist sicherlich eine gute Anlaufstelle, vertragliche Bedingungen zu überprüfen; kurz die Rahmenbedingungen.

Was die Gewerke der Ausführung betrifft, sind die Aussagen der Damen und Herren - ähnlich wie bei der Verbraucherberatung - differenziert zu bewerten. Sie haben eine Schulung jeweils auf die "Aussagen" sogenannter Experten für Bund und Land erfahren und verunsichern damit - ich setzte mal voraus ungewollt - die meisten potentiellen Bauherren. Nun ist es aber so, dass manchmal "Weniger" ein "Mehr" ergibt, von daher würde ich an Deiner Stelle einen selbstständig tätigen Bauleiter (Adressen finden sich zuhauf im Netz oder über die hier häufig erwähnten Stellen) oder einen Gutachter nach den Angaben in Deiner BB befragen. Er wird die Angaben aus der BB mit den Aussagen des Bauherrenschutzes zu Deiner Zufriedenheit beantworten können und Dir das Gefühl der Angst (ist vollkommen normal, wenn man zum ersten Mal baut) nehmen, eine "unverrückbare" Entscheidung zu treffen.


Freundliche Grüße
S
Shikara
10.02.11 12:31
@€uro und Bauexperte
Vielen Dank für Deine Antworten. Ich seh schon, alles nicht so einfach. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. Wir haben uns schon mit so vielen Fachleuten und solchen, die glauben, dass sie Fachleute sind, unterhalten, dass mir langsam der Kopf schwirrt. Nur müssen wir jetzt leider zu Potte kommen, da wir den Baubeginn auf 01.04. datiert haben. Der Bausachverständige vom Bauherren-Schutzbund wird auch unseren Bau als Externer begleiten. Alles andere ist mir auch zu unsicher, da weder ich noch mein Mann die Zeit und Qualifikation haben, alles genau zu überprüfen. Der Bausachverständige ist auch Architekt und macht einen sehr kompetenten Eindruck. Wollen wir mal hoffen, dass wir einen guten Griff mit ihm getan haben.
Ich danke Euch nochmal für Eure Antworten!
Wird schon werden *g*
Viele Grüße
Shikara
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