ᐅ Traumgrundstück, aber TAFF-Haus - erster Fehler schon passiert
Erstellt am: 16.05.17 08:52
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PowerBauer
Guten Morgen liebe Kollegen,
ich bin in der schönen Situation, unser persönliches Traumgrundstück für das erste eigene Häuschen gefunden zu haben. Ich habe allerdings erst vor vier Wochen beschlossen, endlich zu bauen und vor zwei Wochen angefangen zu suchen - und muss jetzt rasch zuschlagen, sonst ist das Grundstück weg! Jetzt bin ich etwas überfordert, weil das plötzlich so schnell geht, habe schon einen Fehler gemacht und wäre daher um professionelle Hilfe und Erfahrungen extrem dankbar.
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1. Frage zum Bauträger:
Wir möchten gerne mit TAFF-Haus bauen bzw. müssen es, weil der vermittelnde Makler bis vor zwei Wochen noch in der Geschäftsführung steckte und seit Februar eigenständiger Makler ist (bei der Besichtigung hieß es, dass er nur für die Eigentümerin arbeitet... zu diesem Zeitpunkt stimmt das ja auch, hat aber schon ein wenig ein Gschmäckle). Nun gibt es weder zu TAFF-Haus noch zu den anderen Firmen der übergeordneten "Uwe Köhn Unternehmensgruppe" wie z.B. ALLEGRO-Haus irgendwelche Informationen oder Erfahrungsberichte (nur zwei negative Berichte zu ALLEGRO hier im Forum). Was aber auch nicht sehr verwundert, denn zu dem ganzen Firmenkonstrukt findet sich im Handelsregister folgendes:
Glücklicherweise (?) versucht TAFF sich aber nicht selbst daran, sondern beschäftigt einen ganzen Haufen lokaler Subunternehmer für die einzelnen Gewerke. Man könnte fast sagen, dass die nur organisieren. Da bin ich mir aber nicht sicher, die Wände sind patentiert (Fertighaus/Holzständerbauweise).
Das beunruhigt mich noch nicht so sehr, auch wenn mir eine Firma mit jahrelanger Erfahrung lieber gewesen wäre. Aber ich muss wahrscheinlich einfach darauf aufpassen, dass jedes geringste Detail schriftlich und von Anfang an festgelegt ist - wie es bei Verträgen über solche Summen sein sollte.
-> Was sagt ihr dazu? Kann man TAFF-Haus vertrauen?
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2. Zu meinem Fehler: Ich gutgläubiger Trottel habe natürlich dem Verkäufer mein Budget genannt. Ganz überraschenderweise passt unser Wunschhaus nun genau ins Budget, welch wundervoller Zufall!
Um das wieder einigermaßen auszubügeln und um eine Verhandlungsbasis zu schaffen, überlege ich mir, dass ich mir wie oben erwähnt erst mal jede einzelne Position exakt aufschlüsseln lasse und im Internet vergleiche. Dazu am besten noch Referenzobjekte mit Adressen/Kontaktdaten geben lassen und mit denen mal die Preise vergleichen. Kann ja noch nicht allzu lange her sein, seit die gebaut haben...
-> Worauf sollte ich nun unbedingt achten?
Gibt es hier im Forum eine Checkliste oder etwas Ähnliches? Ich werde mir auf jeden Fall noch hier links im Hausbau-Ratgeber den Punkt "Bauherrenhilfe vor Vertragsabschluss" durchlesen, aber vielleicht gibt es ja noch mehr oder etwas, das auf meine Situation passt.
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3. Alternative für Hartgesottene:
Das Grundstück ist ein Traum und wir möchten es eigentlich wirklich unbedingt haben. Ich habe den Eigentümer ausfindig machen können und überlege mir allen Ernstes, ihm ein Angebot zu machen. Im Fall der Fälle bezahle ich eben die "unterschlagene" Maklerprovision, besitze aber dann das Grundstück und bin nicht mehr an TAFF gebunden. Wir hätten nämlich auch gerne die eine oder andere Sache am Haus verändert, was uns TAFF mit seinen fixen Grundrissen nicht bieten kann.
-> Würdet ihr das in der Situation auch in Betracht ziehen? Gibt es Risiken?
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Normalerweise bin ich jemand, der sich in vielen Dingen sehr weit selbst beliest, aber in diesem Fall fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin um jede Antwort dankbar, denn der nächste Termin mit TAFF ist noch diese Woche, da soll das Haus geplant werden. Bombardiert mich gerne auch mit hilfreichen Links (soweit erlaubt) oder gleichartigen Themen zu, da ich einfach grad nicht die Zeit habe zu suchen und zu sortieren - mea culpa!
ich bin in der schönen Situation, unser persönliches Traumgrundstück für das erste eigene Häuschen gefunden zu haben. Ich habe allerdings erst vor vier Wochen beschlossen, endlich zu bauen und vor zwei Wochen angefangen zu suchen - und muss jetzt rasch zuschlagen, sonst ist das Grundstück weg! Jetzt bin ich etwas überfordert, weil das plötzlich so schnell geht, habe schon einen Fehler gemacht und wäre daher um professionelle Hilfe und Erfahrungen extrem dankbar.
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1. Frage zum Bauträger:
Wir möchten gerne mit TAFF-Haus bauen bzw. müssen es, weil der vermittelnde Makler bis vor zwei Wochen noch in der Geschäftsführung steckte und seit Februar eigenständiger Makler ist (bei der Besichtigung hieß es, dass er nur für die Eigentümerin arbeitet... zu diesem Zeitpunkt stimmt das ja auch, hat aber schon ein wenig ein Gschmäckle). Nun gibt es weder zu TAFF-Haus noch zu den anderen Firmen der übergeordneten "Uwe Köhn Unternehmensgruppe" wie z.B. ALLEGRO-Haus irgendwelche Informationen oder Erfahrungsberichte (nur zwei negative Berichte zu ALLEGRO hier im Forum). Was aber auch nicht sehr verwundert, denn zu dem ganzen Firmenkonstrukt findet sich im Handelsregister folgendes:
- Die VSC Vertriebs Service Consult GmbH gibt es seit Januar 2006.
- Die Meißner Bau Management GmbH wurde genau wie die Allegro-Haus GmbH im Dezember 2012 gegründet.
- Die TAFF-Haus GmbH gibt es erst seit zwei Jahren, Mai 2015.
Glücklicherweise (?) versucht TAFF sich aber nicht selbst daran, sondern beschäftigt einen ganzen Haufen lokaler Subunternehmer für die einzelnen Gewerke. Man könnte fast sagen, dass die nur organisieren. Da bin ich mir aber nicht sicher, die Wände sind patentiert (Fertighaus/Holzständerbauweise).
Das beunruhigt mich noch nicht so sehr, auch wenn mir eine Firma mit jahrelanger Erfahrung lieber gewesen wäre. Aber ich muss wahrscheinlich einfach darauf aufpassen, dass jedes geringste Detail schriftlich und von Anfang an festgelegt ist - wie es bei Verträgen über solche Summen sein sollte.
-> Was sagt ihr dazu? Kann man TAFF-Haus vertrauen?
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2. Zu meinem Fehler: Ich gutgläubiger Trottel habe natürlich dem Verkäufer mein Budget genannt. Ganz überraschenderweise passt unser Wunschhaus nun genau ins Budget, welch wundervoller Zufall!
Um das wieder einigermaßen auszubügeln und um eine Verhandlungsbasis zu schaffen, überlege ich mir, dass ich mir wie oben erwähnt erst mal jede einzelne Position exakt aufschlüsseln lasse und im Internet vergleiche. Dazu am besten noch Referenzobjekte mit Adressen/Kontaktdaten geben lassen und mit denen mal die Preise vergleichen. Kann ja noch nicht allzu lange her sein, seit die gebaut haben...
-> Worauf sollte ich nun unbedingt achten?
Gibt es hier im Forum eine Checkliste oder etwas Ähnliches? Ich werde mir auf jeden Fall noch hier links im Hausbau-Ratgeber den Punkt "Bauherrenhilfe vor Vertragsabschluss" durchlesen, aber vielleicht gibt es ja noch mehr oder etwas, das auf meine Situation passt.
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3. Alternative für Hartgesottene:
Das Grundstück ist ein Traum und wir möchten es eigentlich wirklich unbedingt haben. Ich habe den Eigentümer ausfindig machen können und überlege mir allen Ernstes, ihm ein Angebot zu machen. Im Fall der Fälle bezahle ich eben die "unterschlagene" Maklerprovision, besitze aber dann das Grundstück und bin nicht mehr an TAFF gebunden. Wir hätten nämlich auch gerne die eine oder andere Sache am Haus verändert, was uns TAFF mit seinen fixen Grundrissen nicht bieten kann.
-> Würdet ihr das in der Situation auch in Betracht ziehen? Gibt es Risiken?
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Normalerweise bin ich jemand, der sich in vielen Dingen sehr weit selbst beliest, aber in diesem Fall fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin um jede Antwort dankbar, denn der nächste Termin mit TAFF ist noch diese Woche, da soll das Haus geplant werden. Bombardiert mich gerne auch mit hilfreichen Links (soweit erlaubt) oder gleichartigen Themen zu, da ich einfach grad nicht die Zeit habe zu suchen und zu sortieren - mea culpa!
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Bieber081517.05.17 23:08Otus11 schrieb:
Mit der "Abtretungserklärung" begibt man sich faktisch aller Gewährleistungs- /Erfüllungsrechte.... ohne, dass dieser Nachteil angemessen ausgeglichen wird (ergo unwirksam).
Die Bank wird faktisch zum Selbstbedienungsladen für Auftragnehmer.Die Bank zahlt nur, wenn der Gegenwert auch da ist. Der Bauherr hängt dann in der Zinsfalle, weil er nicht in die Tilgung kommt, wenn die Hütte nicht mangelfrei fertig wird, die Bank nicht auszahlt, der Bauunternehmer den Mangel nicht anerkennt und auf Zahlung beharrt.Ist blöd, hatten wir auch (war offenbar niemandem aufgefallen), der Schaden hielt sich aber gering (<< 1000 Euro) in unserem Fall. Und weil wir vom Bauträger kauften, hängt ja zusätzlich noch der Eigentumsübergang am Horizont fest, wenn man um die letzten Euro streitet.
P
PowerBauer18.05.17 09:35Bieber0815 schrieb:
Die Bank zahlt nur, wenn der Gegenwert auch da ist.Sicher? Müsste das dann nicht über einen Notar gehen, à la Zug-um-Zug-Geschäft?Ich habe gerade bei einem Bekannten im Vertrag geschmökert. Dort sind nicht nur 5 lapidare Raten vereinbart, die faktisch einer Vorauszahlung gleichkommen, sondern knapp 20 detaillierte Punkte genannt. Und die letzte Rate ist nicht "Nach Erfüllung der Leistungen", sondern "nach Bauabnahme und Besitzübergabe"! In Verbindung mit der Abtretung kann doch TAFF dann ungeachtet aller Mängel beschließen, dass die Leistungserfüllung erbracht wurde und sich noch die letzten 5% holen.
Und ohne Bauzeitangabe im Vertrag kann sich das auch noch ewig hinziehen. Habe ich schon erwähnt, dass die Fixpreisgarantie nur 12 Monate andauert?
Ich fürchte, wenn TAFF bei diesen AGBs auf stur schaltet, werden wir von dem Projekt Abstand nehmen - auch wenn mir das Herz bei dem Grundstück wirklich bluten würde. Man hat als Bauherr einfach null Sicherheit und Garantie.
Würde es mir evtl. helfen, eine Bauherren-Rechtsschutzversicherung abzuschließen? Konkret liebäugle ich mit der ARAG. Da ist zwar eine Wartezeit mit drin von 6 Monaten, aber so lange kann ich eigentlich aushalten.
C
Caspar202018.05.17 10:08PowerBauer schrieb:
Würde es mir evtl. helfen, eine Bauherren-Rechtsschutzversicherung abzuschließen? Konkret liebäugle ich mit der ARAG. Da ist zwar eine Wartezeit mit drin von 6 Monaten, aber so lange kann ich eigentlich aushalten.Du kannst noch 6 Monate warten das Grundstück, bzw. den Vertrag mit der Firma abschließen???
Und aus den AGBs:
Bauherren-Rechtsschutz je Vertragsdauer –– 10.000 €Spar dir das Geld. Faktisch ist RS beim Bau nicht vernünftig versicherbar.
Nimm dir lieber nen ordentlichen Baubegleiter in Anspruch; egal mit wem ihr bauen werdet. Ist deutlich besser angelegt.
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PowerBauer18.05.17 10:14Nein, 6 Monate kann ich nicht warten. Aber laut ARAG kann ich in 6 Monaten anfangen zu streiten, auch wenn der Werkvertrag z.B. nächsten Monat geschlossen wird. Wie wasserdicht das nun genau ist weiß ich nicht. Wird sich bestimmt eine Klausel finden die das dann ausschließt und der Mitarbeiter hat sich bedauerlicherweise geirrt
Die 10'000€ habe ich auch gefunden, aber besser als nichts.
Ich bin beim Verband Privater Bauherren und würde auch einen Baubegleiter von dort auf jeden Fall in Anspruch nehmen.
Die 10'000€ habe ich auch gefunden, aber besser als nichts.
Ich bin beim Verband Privater Bauherren und würde auch einen Baubegleiter von dort auf jeden Fall in Anspruch nehmen.
B
Bieber081518.05.17 14:13PowerBauer schrieb:
Sicher? Müsste das dann nicht über einen Notar gehen, à la Zug-um-Zug-Geschäft?Ich kann nur über unseren Fall sprechen. Zug-um-Zug geht auch ohne Notar. Der Bau ist fertig, Du bezahlst die vereinbarte Rate und bekommst "Zug-um-Zug" (also am übernächsten Bankarbeitstag) die Schlüssel.PowerBauer schrieb:
Und die letzte Rate ist nicht "Nach Erfüllung der Leistungen", sondern "nach Bauabnahme und Besitzübergabe"! In Verbindung mit der Abtretung kann doch TAFF dann ungeachtet aller Mängel beschließen, dass die Leistungserfüllung erbracht wurde und sich noch die letzten 5% holen.Jein. Bei jedem Zahlungsplan hast Du immer ein Zurückbehaltungsrecht in Bezug auf Mängel. Und auch in Verbindung mit der Abtretung wird die Bank nur zahlen, wenn Du die Zahlung anweist. Tust Du das nicht, wird nicht gezahlt. Allerdings, aufgrund der Abtretung, zahlt Dir die Bank das Restdarlehen auch nicht auf Dein Konto aus. Sie zahlt nur an den Bauträger oder BÜ. Dann drehst Du Dich im Kreis, entweder alles bezahlen, damit Du in die Tilgung kommst, oder aber vor Gericht erwirken, dass Du nicht alles bezahlen musst (dauert Minimum ein Jahr). Oder sich gütlich mit dem Bauträger/GÜ einigen (Du sitzt am deutlich kürzeren Hebel, die Einigung ist also nicht in der Mitte zu erwarten).Ich würde das Thema TAFF, sagte ich ja schon, zu den Akten legen. Die Abtretung als solche ist zwar blöd, aber man kann damit leben, wenn der Rest stimmt. Hier stimmt IMHO gar nichts.
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