Hallo Leute,
Mein Holzhaus steht soweit und ich möchte das Verlegen der Kabel selbst angehen.
Ich lasse mir vom Elektriker des Bauträgers zeigen wo ich die Leitungen verlegen soll, welche Balken ich durchbohren darf etc. aber Sicherungskasten, Dosen etc. lass ich machen.
Es fängt jetzt schon bei der Beschaffung des Materials an bzw. mit der Wahl der Kabel.
- Fachmann 1 (Architekt und gelernter Elektriker): Eine 5x1,5er (mit 13A Sicherung) Zuleitung in jeden Raum und von da aus mit 3x1,5er Kabel an Licht und Steckdose. Grund: Weniger Material, kleinerer Sicherungskasten, weniger Arbeit
- Fachmann 2 (Elektromeister): 3x2,5er Kabel in jeden Raum für Steckdosen und 3x1,5 in jeden Raum für Licht. Steckdosen über 16A Sicherung laufen lassen. Sein Grund: Wenn Sicherung der Steckdose rausfliegt, hat man noch Licht im Raum und die Belastbarkeit der Steckdosen steigt.
- Fachmann 3 (Elektromeister): Für sich selbst hätte er die Variante von Fachmann 2 genommen. Könnte aber auch mit Variante von Fachmann 1 leben, aber dann mit 5x2,5er Zuleitung und dann 3x2,5 zu Steckdose und 3x2,5 zu Licht.
Mein Ziel ist es natürlich auch Kosten und Arbeit zu reduzieren.
Da ich jeden Raum extra angehe wird es schwer sein einer 1,5er Leitung mit 13A Sicherung zu überlasten. Da müsste ich ja schon Fernseher, 2000W Staubsauger, Föhn, Licht und Radio gleichzeitig laufen lassen in einem Raum damit was passiert oder? Eher unwahrscheinlich oder? Mein Vater hat im alten Haus auch noch mehrere Räume zusammen gefasst und da ist vielleicht alle paar Jahre mal ne Sicherung rausgefallen. Dann ist man mit Taschenlampe in den Keller und hat sie eben wieder umgelegt... fertig !
Dass natürlich Großgeräte nen extra Stromkreis haben oder der Herd dann ein dickeres Kabel hat, ist logisch.
Ich als Laie sehe keine Notwendigkeit für jeden Raum mehrere Sicherung/Kreise zu haben.
Aber gibt es hier Fachmänner die anderer Meinung sind?
Gruß
Tito
Mein Holzhaus steht soweit und ich möchte das Verlegen der Kabel selbst angehen.
Ich lasse mir vom Elektriker des Bauträgers zeigen wo ich die Leitungen verlegen soll, welche Balken ich durchbohren darf etc. aber Sicherungskasten, Dosen etc. lass ich machen.
Es fängt jetzt schon bei der Beschaffung des Materials an bzw. mit der Wahl der Kabel.
- Fachmann 1 (Architekt und gelernter Elektriker): Eine 5x1,5er (mit 13A Sicherung) Zuleitung in jeden Raum und von da aus mit 3x1,5er Kabel an Licht und Steckdose. Grund: Weniger Material, kleinerer Sicherungskasten, weniger Arbeit
- Fachmann 2 (Elektromeister): 3x2,5er Kabel in jeden Raum für Steckdosen und 3x1,5 in jeden Raum für Licht. Steckdosen über 16A Sicherung laufen lassen. Sein Grund: Wenn Sicherung der Steckdose rausfliegt, hat man noch Licht im Raum und die Belastbarkeit der Steckdosen steigt.
- Fachmann 3 (Elektromeister): Für sich selbst hätte er die Variante von Fachmann 2 genommen. Könnte aber auch mit Variante von Fachmann 1 leben, aber dann mit 5x2,5er Zuleitung und dann 3x2,5 zu Steckdose und 3x2,5 zu Licht.
Mein Ziel ist es natürlich auch Kosten und Arbeit zu reduzieren.
Da ich jeden Raum extra angehe wird es schwer sein einer 1,5er Leitung mit 13A Sicherung zu überlasten. Da müsste ich ja schon Fernseher, 2000W Staubsauger, Föhn, Licht und Radio gleichzeitig laufen lassen in einem Raum damit was passiert oder? Eher unwahrscheinlich oder? Mein Vater hat im alten Haus auch noch mehrere Räume zusammen gefasst und da ist vielleicht alle paar Jahre mal ne Sicherung rausgefallen. Dann ist man mit Taschenlampe in den Keller und hat sie eben wieder umgelegt... fertig !
Dass natürlich Großgeräte nen extra Stromkreis haben oder der Herd dann ein dickeres Kabel hat, ist logisch.
Ich als Laie sehe keine Notwendigkeit für jeden Raum mehrere Sicherung/Kreise zu haben.
Aber gibt es hier Fachmänner die anderer Meinung sind?
Gruß
Tito
S
Steffen8009.05.17 13:08Peanuts74 schrieb:
Toaster, Wasserkocher, Föhn usw...
Wie man an paar Euro 50 für Kabel sparen kann, wenn man fast eine Mio fürs Haus ausgibt kann ich nicht nachvollziehen. Dafür dann aber wieder jeden technischen Schickschnack mit KNX etc...Der Grund ist natürlich nicht Ersparnis (das Du darauf nicht selber kommst..), sondern die Probleme die durch die 2,5mm beim klemmen entstehen. In einer Dose mit durchlaufenden KNX, 1Wire Kabel, Sensor und Steckdose ist es trotz tiefer bzw. Doppeldose sehr eng! Das allein ist der Grund für 1,5mm
(Wasserkocher braucht man nicht, Föhn und Toaster sind nur kurz an und ziehen auch nicht so viel)
titoz schrieb:
Naja, ich lege nur die Leitungen. Das Anschließen der Dosen und des Sicherungskastens lasse ich machen.Strippenziehen ist eine Helfer- oder Lehrlingsarbeit. Allerdings machen Helfer oder Lehrlinge das in der Regel nicht allein, sondern da ist dann ein Geselle dabei, dem sich die Verlegevorschriften bereits eingebläut haben. Bei einer zeitgemäßen Verlegung in Leerrohren sollte eine direkte Nachbarschaft von Kabel und Dämmung (oder wovon auch sonst es Abstände halten sollte) aber gar nicht entstehen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
T
toxicmolotof09.05.17 14:00titoz schrieb:
Ich frage mich wie oft sowas vorkommt, dass man in einem Raum alles gleichzeitig an hat und man dann auf über 2500 W kommt.Im Grunde relativ selten, aber man kann auch relativ schnell dran kommen.
Im Kinderzimmer läuft der Gaming-PC auf Mittellast (500W), das Radio läuft und eine Tischlampe, Netzwerkswitch, ein paar Verbraucher auf Standby, Handyladekabel, PS3 etc. pp. .... ignorieren wir mal. Die Mutter kommt mit dem Staubsauger rein (800 W) und der Sohn stößt auf dem 120 Euro 0815 Laserdrucker einen Druck an. 10 Sekunden Aufwärmphase (1.000W)
In Summe bist du für einen Moment mal locker bei 2.300W ohne Grundlast und sonstige Verbraucher.
Also so ein Szenario finde ich bei einem 16-Jährigen im Jugendzimmer nicht unbedingt unrealistisch. Und ja, auch dafür gibt es natürlich Lösungen.
S
Steffen8009.05.17 14:14toxicmolotow schrieb:
für einen MomentBitte Grundlagen Elektrotechnik belesen "für einen Moment" ist genau das richtige Stichwort!!! Es ist nämlich ein Unterschied ob "für einen Moment" oder 3h Dauerlast.
Beim Richtfest musst ich etwas improvisieren (war kalt) und habe eine 16A Sicherung im Baustromverteiler "blockiert". Da hingen dann mal 2x 3500 Watt Heizer dran. Lief ca. 4h. Sicher war das Kabel ordentlich heiß...ABER..selbst bei einigen Minuten wäre da nichts passiert..bzw. nicht sehr warm geworden.
Steffen80 schrieb:
Der Grund ist natürlich nicht Ersparnis (das Du darauf nicht selber kommst..), sondern die Probleme die durch die 2,5mm beim klemmen entstehen. In einer Dose mit durchlaufenden KNX, 1Wire Kabel, Sensor und Steckdose ist es trotz tiefer bzw. Doppeldose sehr eng! Das allein ist der Grund für 1,5mm
(Wasserkocher braucht man nicht, Föhn und Toaster sind nur kurz an und ziehen auch nicht so viel)Oja, ich habe überall 2,5 gelegt und fluche jedes Mal aufs neue, wenn ich in der tiefen Dose jetzt was verkabeln will. [emoji3]S
Steffen8009.05.17 14:26ONeill schrieb:
Oja, ich habe überall 2,5 gelegt und fluche jedes Mal aufs neue, wenn ich in der tiefen Dose jetzt was verkabeln will. [emoji3]Klingt ironisch...wie gesagt es geht nicht um 2x ankommende 5x2.5 sondern 2x 5.25 + KNX + 1Wire + dies und das (reed z.b. bei Fenster)..
Ähnliche Themen