Wunsch nach gemeinsamer Immobilie - akutell getrennt

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Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
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kati1337

kati1337

....das verstehe ich absolut, wobei mir dieses ständig abwertende "Aufrechnen" nicht gefällt, mit der man einen SAnderen in eine schmutziuge Ecke stellt, während man selbst in der weißen, strahlenden Fläche steht. Das ist mir einfach zu platt.
Genauso sollten doch aber die Warnleuchten auch angehen, wenn Paare gar nicht oder nicht gerne darüber reden wollen, weil es ihre romantischen Vorstellungen verletzt. Ich würde meinen Kindern uind Schwiegerkindern absolut empfehlen, darüber zu reden, eben um nicht irgendwann festzustellen, dass man von etwas Anderem ausgegengen ist. Was ist daran verwerflich, darüber zu reden und warum bezeichnet man das so hässlich mit "aufrechnen", "geschäftstüchtig"? Man nimmt ja auch die bessere Dteuerklasse als Verheirateter. Ist das auch geschäftstüchtig, wenn man aus der Liebe Kapitalschlägt?
Ich verstehe den Vergleich mit der Steuerklasse einfach nicht. Wenn wir im Eheverhältnis die Steuerklassen anpassen und sowieso gemeinsame Konten führen, dann profitieren wir doch beide von der Regelung (wenn man's richtig macht).
Nen Unterschied unterm Strich macht das alles sowieso nur wenn Zahlungen wie Elterngeld ins Spiel kommen. Ansonsten kann man auch sein Leben lang mit einer total bescheuerten Konstellation an Steuerklassen durchs Leben wandern. Die finale Steuerlast bestimmt sich doch eh nach dem Jahr im Steuerbescheid. In unserem Fall gemeinsam veranlagt.

Was mich in Beziehungen stutzig macht, und das hat mMn nichts mit "auf ein Podest stellen" zu tun, ist wenn Paare gegeneinander aufrechnen. Wer hat wie oft das Abendessen bezahlt, wer hat wie lange wo mietfrei gewohnt. Das sind alles Gedankengänge die mir noch bekannt sind und auch legitim erscheinen aus einer Zeit, als ich jünger war und die Partnerschaften frisch, und jeder sein eigenes Budget im Monat für schönen Luxus hat. Da hat man sich die Fixkosten aufgeteilt, und das machte auch Sinn.
Aber wenn eine gemeinsame Immobilie und vor allem Familienpläne ins Spiel kommen, dann finde ich das System "getrennte Kasse" immer absurder. Das wäre mir im Alltag schon viel zu kompliziert. Mit gemeinsamem Kind gibt es diese final getrennten Wege mMn auch nicht. Selbst Scheidungskinder entwickeln sich deutlich besser wenn die Eltern ein vernünftiges Verhältnis beibehalten. Wenn ich eine Person so wenig kenne, dass ich es als plausibel ansehe, dass wir uns irgendwann trennen und sie dann ihr wahres, gruseliges Ich an den Tag legt und man sich völlig verfeindet, dann sollte ich tunlichst die rosarote Brille abnehmen und mit der Person keine Immobilie finanzieren, geschweigedenn eine Familie gründen.
Finanzen lassen sich wieder auseinander rechnen, DNA nicht.
 
P

pagoni2020

Ich verstehe den Vergleich mit der Steuerklasse einfach nicht. Wenn wir im Eheverhältnis die Steuerklassen anpassen und sowieso gemeinsame Konten führen, dann profitieren wir doch beide von der Regelung (wenn man's richtig macht).
Nen Unterschied unterm Strich macht das alles sowieso nur wenn Zahlungen wie Elterngeld ins Spiel kommen. Ansonsten kann man auch sein Leben lang mit einer total bescheuerten Konstellation an Steuerklassen durchs Leben wandern. Die finale Steuerlast bestimmt sich doch eh nach dem Jahr im Steuerbescheid. In unserem Fall gemeinsam veranlagt.

Was mich in Beziehungen stutzig macht, und das hat mMn nichts mit "auf ein Podest stellen" zu tun, ist wenn Paare gegeneinander aufrechnen. Wer hat wie oft das Abendessen bezahlt, wer hat wie lange wo mietfrei gewohnt. Das sind alles Gedankengänge die mir noch bekannt sind und auch legitim erscheinen aus einer Zeit, als ich jünger war und die Partnerschaften frisch, und jeder sein eigenes Budget im Monat für schönen Luxus hat. Da hat man sich die Fixkosten aufgeteilt, und das machte auch Sinn.
Aber wenn eine gemeinsame Immobilie und vor allem Familienpläne ins Spiel kommen, dann finde ich das System "getrennte Kasse" immer absurder. Das wäre mir im Alltag schon viel zu kompliziert. Mit gemeinsamem Kind gibt es diese final getrennten Wege mMn auch nicht. Selbst Scheidungskinder entwickeln sich deutlich besser wenn die Eltern ein vernünftiges Verhältnis beibehalten. Wenn ich eine Person so wenig kenne, dass ich es als plausibel ansehe, dass wir uns irgendwann trennen und sie dann ihr wahres, gruseliges Ich an den Tag legt und man sich völlig verfeindet, dann sollte ich tunlichst die rosarote Brille abnehmen und mit der Person keine Immobilie finanzieren, geschweigedenn eine Familie gründen.
Finanzen lassen sich wieder auseinander rechnen, DNA nicht.
Steuerklasse war ein plattes Beispiel dafür, dass man die Ehe ja nicht nur romantisch lebt, sondern dabei -berechtigterweise- auch finanzielle Vorteile -für Beide- sucht und nutzt.
Und genau darum geht es doch. Darüber als Paar sprechen und die für beide Seiten bestmögliche Lösung finden und bereits vorher auch abzusichern, dass später keiner von Beiden als Verlierer da steht. Ich wüsste nich, wo da der Widerspruch ist und wie ich lese hast Du Dir ja auch Gedanken über Deine/Eure Finanzen gemacht, was doch etwas völlig Normales und Notwendiges ist. Sie mit 200TE hatte sich exakte Gedanken gemacht (völlig zurecht) und er macht sich auch welche (ebenfalls ein erwachsenes Verhalten); und darüber reden sie jetzt und streiten vlt. auch ein wenig. So what....warum sollte er oder sie sich deswegen als schlechter Liebender fühlen, welch ein Quark, sorry.
Un wo bitte steht dieses üble Klischee bzw. woraus schließt Du, dass diese Beiden sich gegenseitig jedes Abendessen vorrechnen? Die haben vlt. eine weitaus harmonischere und ehrlichere Beziehung als manch Anderer hier- .
"Früher als man jung war hat man das so gemacht"....aiweia, wie oberlehrerhaft, sorry!
Bist Du bereits in dem weisen Alter, dass Du derart lange zurückblicken kannst auf ein allzeit positive verlaufenes Leben, um derart zu urteilen über andere Lebenskonzepte als das Deine?
Ich finde es wirklich Klasse, wenn Du es so machst und ihr damit gut lebt; absolut Ok, mehr aber auch eben nicht. Ein Anderer mag aber eben etwas Anderes und warum sollte dessen Weg "weniger moralisch, ungeeignet für die Ehe" und sonstwas sein, was ich hier ansatzweise gelesen habe? Du kannst ja auch getrennte Kassen "absurd finden es gibt aber eben auch solche Menschen, die Deine Lösung erzwungen oder spießig finden. Wer hat nun Recht??? Niemand !!! Ich lebe das im Alter und daran ist überhaupt Nichts kompliziert, sondern eher weitaus freier, als Alles Andere zuvor, weil unser Grundverständnis dafür vorhanden ist.
 
A

Altai

Aber wenn eine gemeinsame Immobilie und vor allem Familienpläne ins Spiel kommen, dann finde ich das System "getrennte Kasse" immer absurder.
Das kommt aber auch darauf an, ob die Partner eine Historie haben, die nur einen betrifft. Z.B. ein unterhaltsberechtigtes Kind aus einer vorigen Beziehung. Oder eine Immobilie, die nur einem gehört. Oder ein teures Hobby, was nur einer betreibt.
Dann kann ein anderes System durchaus Sinn machen. Oder jeder möchte einfach sein "Taschengeld", mit dem er wirtschaften kann, ohne sich zu rechtfertigen.

Wie sagte eine Freundin: "Mein Mann kann sich gerne ein Motorrad kaufen, aber nicht von meinem Geld." Sie kaufte von ihrem Geld dann ein Pferd. Die beiden gehören definitiv zu den "besseren" mir bekannten Paaren
 
P

pagoni2020

Selbst Scheidungskinder entwickeln sich deutlich besser wenn die Eltern ein vernünftiges Verhältnis beibehalten. Wenn ich eine Person so wenig kenne, dass ich es als plausibel ansehe, dass wir uns irgendwann trennen und sie dann ihr wahres, gruseliges Ich an den Tag legt und man sich völlig verfeindet, dann sollte ich tunlichst die rosarote Brille abnehmen und mit der Person keine Immobilie finanzieren, geschweigedenn eine Familie gründen.
Finanzen lassen sich wieder auseinander rechnen, DNA nicht.
Wow, welch ein Selbstbewusstsein !
So wie Du das darstellst, verstecken ja nahezu alle Scheidungsbeteiligten (also Millionen von menschen) ihr wahres und gruseliges Ich, denn so viele schreckliche Schjeidungen gibt es ja.
Du weißt aber jetzt schon ganz fest, dass sowohl Du als auch Dein Partner dieses natürlich nicht haben werden, weil ihr den besseren Ansatz dazu habt ; Schande auf all diese diese gruseligen Scheidungsmenschen mit ihren versteckt gehaltenen Tiefen.
Du darfst Dir sicher sein, dass wohl 95% aller Ehen sich das Gleiche erhoffen, sich wünschen und dann meist tief traurig sind über das Eingetretene.
Wenn sich das dann (inzwischen wohl schon bei 50% aller Ehen) ereignet hat wohl kaum Jemand vorher sein monsterhaftes Wesen erfolgreich versteckt, wie von Dir annhähernd beschrieben, sondern Menschen ändern sich, Situationen und Lebensläufe ebenfalls und es gibt auch traurige Ereignisse, die dazu führen; nur mal so am Rande bemekt.
Dass nach Deiner für Betroffene evtl. leicht anmaßend wirkende Schilderung quasi jeder Scheidungsbeteiligte eine rosarote Brille aufsitzen hatte und somit das Böse und Gruselige des Anderen (natürlich immer der Andere!) nicht sehen bzw. in der DNA nicht erkennen konnte lässt meinen wirklich ehrlich gemeinten Wunsch für Dich aufkommen, dass Du niemals auch nur ansatzweise in eine solche Lage kommen mögest.
Du schreibst das so, als würde sich nach einer Trennung immer ein Monster entstehen und erkennst offenbar nicht, dass es genau das nicht ist und man meist seine eigenen 50%-Anteile nicht sehen kann oder will, nämich das eigene "Monster"- ; oder dass auch Verletztheiten oder einfach pure Angst zu verschiedensten Verhaltensweisen führen können, ohne dass der Andere deswegen ein solches, verändertes Monster geworden ist.
Trotz einiger Aufs und Abs im Leben glaube ich genauso lebensfroh und offen zu sein bzw. eher sogar mehr als früher. Ich mag aber nicht gerne die Lebensphilosophien Anderer derart negativ bewerten, wie hier nämlich geschehen, denn oftmals haben sich gerade diese als langfristig haltbarer bewährt, die achso tollen Vorzeigepartnerschaften.
Das Leben ist lang.....!
 
kati1337

kati1337

Das kommt aber auch darauf an, ob die Partner eine Historie haben, die nur einen betrifft. Z.B. ein unterhaltsberechtigtes Kind aus einer vorigen Beziehung. Oder eine Immobilie, die nur einem gehört. Oder ein teures Hobby, was nur einer betreibt.
Dann kann ein anderes System durchaus Sinn machen. Oder jeder möchte einfach sein "Taschengeld", mit dem er wirtschaften kann, ohne sich zu rechtfertigen.

Wie sagte eine Freundin: "Mein Mann kann sich gerne ein Motorrad kaufen, aber nicht von meinem Geld." Sie kaufte von ihrem Geld dann ein Pferd. Die beiden gehören definitiv zu den "besseren" mir bekannten Paaren
Ich sehe das selbst mit Historie anders. Wenn mein Partner eine Vergangenheit hat die sich bis in die Gegenwart zieht, dann würde ich das trotzdem als Paar bewältigen wollen (Kosten unterhalfspflichtiges Kind). Alles andere fällt für mich in die Kategorie "deine Vergangenheit, dein Problem", und das widerspricht meiner Einstellung zu Partnerschaft.
Aber zum Glück darf das ja jedes Paar lösen wie es will, wir leben in einem freien Land.
Wenn hier aber jemand in einem öffentlichen Forum nach Meinungen zu dem Thema fragt scheue ich mich nicht, meine hinauszuposaunen. So sehr sie auch manchen zu misfallen scheint.
 
Tolentino

Tolentino

Oft ist es ja sogar das bessere sich zu trennen. nicht nur für sich sondern für beide. Aber man merkt gerade wirklich nicht mehr, dass wir im Hausbauforum sind...
 
Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
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