Sondertilgung, sparen oder Konsum?

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Zuletzt aktualisiert 04.03.2024
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G

guckuck2

Aber am Ende bleibt dann doch die hohe Restschuld, bei der man nicht weiß, mit welchem Zinssatz man sie weiter finanziert.


Wir könnten unsere Tilgung von 5% reduzieren, aber wir würden sogar mehr tilgen wenn wir vertraglich könnten. Dafür nutzen wir jährlich die Möglichkeit 9250 Euro Sondertilgung einzubringen, damit wir schneller fertig werden.

mich würde tatsächlich interessieren, wieso du das anders machen würdest.
Ich hab Zinsbindung 20J und rechnerisch müsste man nach um die 30 Jahre durch sein, wenn ich mich richtig erinnere. Das langt. Ich muss da keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen, ich kann mit meinen Schulden ausgezeichnet leben, da sie mich nicht erdrücken. Wir haben monatlich einen Überschuss über 1000€, trotz Haus.

Letztes Jahr standen wir vor der Frage eine signifikante Sondertilgung zu machen. Es hätte uns über die Restlaufzeit 10.000€ Zinsen gespart.
Die Entscheidung ging dagegen, Grund siehe oben. Stattdessen ist es ins Depot gegangen und erwirtschaftete einen Ertrag von ~3500€ nach Steuern. Und da bleibt es nun noch ~17 Jahre liegen. Konservativ gerechnet (wohlwissen, die Zukunft kennt niemand), kommen da 20.000€ raus, vielleicht mehr, vielleicht weniger (unwahrscheinlich). Aber: Das mache ich nur, weil ich trotzdem tilge, jeden Monat einen signifikanten Anteil des Einkommens.
Ich habe aber kein Interesse auf Krampf die Hütte zügig abzuzahlen und damit alle Eier in einen Korb zu legen. Ich hab (hoffentlich) noch ein paar Jahrzehnte vor mir und der Invest in Aktien ist imho ein wesentlicher Beitrag zur Vermögensbildung, denn neben dem Dach über dem Kopf brauchts auch was zu essen.

Aber nehmen wir mal das Beispiel @Nordlys
Haus (unverhofft) abgezahlt und will nun Puffer aufbauen für Unerwartetes.
Zum einen würde ich mir überlegen, ob wirklich 50k in Aktien gehen sollen, imho bei fortgeschrittenem Lebensalter nicht mehr die klügste Idee und als Notgroschen auch nicht sehr geeignet, da der Anlagehorizont zu kurz ist. Vielleicht splitten 10k Tagesgeld, 15k in eine Festgeldleiter und 25k in Aktien-ETFs.

Das Haus kann jederzeit für Peanuts beliehen werden. Dafür würde ich nicht derart viel Geld herum liegen lassen, 10k sollten reichen. Festgelder kann man zur Not auch beleihen, ansonsten wird jedes Jahr aus der Leiter wieder eine Charge frei.

Mal anderes Beispiel: 10 Jahre Zinsbindung bekommt man aktuell zu ~0,55% bei <60% Beleihung geliehen. Nimm 100.000€ und stecke sie in Festgeld 10J bei der VW Bank (AAA Rating, volle Einlagensicherung). Die geben aktuell 1,3% Zinsen.
"Kostet" bei 2% Tilgung 212€ im Monat, insgesamt nach 10 Jahren 5000€ Zinskosten. Dem gegenüber stehen fast 14.000€ Zinsertrag aus dem Festgeld, nach Steuern ca. 11.000€. Gewinn 6000€. Aufwand? Nen Kreditvertrag unterschreiben. Grundschuld besteht ja schon, kann überschrieben werden, sollte mit kleinem Geld abgewickelt sein. So bezahlt sich die nächste Gastherme dann von selbst.
 
A

Altai

Monatlich mehr übrig zu haben, klingt zwar auf den ersten Blick toll, aber wenn neben der jetzigen Sondertilgungshöhe, dem zusätzlichen Kapital aus der freiwerdenden Rate ggf. noch die ein oder andere Lohnerhöhung hinzukommt, dann geht einem doch irgendwann die Möglichkeit zur Sondertilgung bzw. zur Ratenerhöhung aus oder?
Falls das so kommt, zünde ich eine Kerze an...
Es ist sicher immer die Frage, wie viel übrig bleibt und in wie viele Löcher man es stopfen kann. Je weniger übrig bleibt, desto eher geht es in die von mir erwähnte Richtung. Ich muss z.B. daran denken, dass in absehbarer Zeit ein Kind studieren wird, und falls das nicht "Zuhause" (im Hotel Mama) passiert, darf man dann ordentlich in die Tasche greifen. Den Fall muss ich ja auch einplanen.
 
Zuletzt aktualisiert 04.03.2024
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