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ᐅ KNX Erfahrungen - Installation in Einfamilienhaus?


Erstellt am: 21.10.19 21:08

untergasse4322.10.19 11:33
guckuck2 schrieb:
Stichwort Reklamation. Wir haben ja mindestens einen professionellen KNXler hier. Macht ihr eigentlich Werkverträge oder Dienstverträge? Bei Unzufriedenheit mit Automatismen ist die Korrektur ja aufwendig und damit kostenintensiv (Kundengespräch, Projekt in der ETS anpassen, ggf Anfahrt wenn remote nicht möglich usw)
Ja, vierstufig je nach Bedarf und Komplexität des Projekts.
Unklarheiten bezüglich Programmierung und Automatismen schließt man idealerweise durch intensive Vorplanung weitgehend aus. Daher gibt es, wie schon erwähnt, teilweise richtig viel Papierkrieg im Vorfeld eines gut geplanten Projekts. Hier muss der Kunde aber auch empfänglich für Erfahrungswerte sein.

Nachträgliche Änderungen auf Kundenwunsch gehen natürlich nach Zeit.

Erfahrungsgemäß bringt es relativ wenig Ersparnis, wenn man den Elektriker unter die Arme greifen will. Der muss das alles nämlich nachprüfen um Fehler seinerseits auszuschließen. Kaufmännisch ist das ein Riesenspaß, wenn Kunde mitgeholfen hat und man dann auf Fehlersuche gehen muss. Am Ende wird sowas meistens teurer.
Mycraft22.10.19 12:46
untergasse43 schrieb:

Erfahrungsgemäß bringt es relativ wenig Ersparnis, wenn man den Elektriker unter die Arme greifen will. Der muss das alles nämlich nachprüfen um Fehler seinerseits auszuschließen. Kaufmännisch ist das ein Riesenspaß, wenn Kunde mitgeholfen hat und man dann auf Fehlersuche gehen muss. Am Ende wird sowas meistens teurer.

Aus dem Grunde eben solche Sachen wie CAT, Kameras, Sprechanlagen ggf. auch SAT oder andere SELV Systeme im Haus selbst verlegen/Installieren (Oder mit fachkundiger Hilfe aus dem Freundeskreis oder Verwandtschaft wenn man z.B. der Verlegerichtlinien nicht mächtig ist). Das wird bedeutend günstiger und funktioniert in der Regel genausogut. Der Elektriker muss an dieser Stellendann auch nichts nachmessen oder Gewährleistung anbieten.
WingVII schrieb:



Mit zunehmenden IoT-Lösungen entwickelt sich auch die Cloud-Landschaft weiter. Mittelfristig mag KNX hier die Brücke zwischen den einzelnen Systemen sein, aber langfristig wird das m.E. in einer Cloud oft ohne Umwege über KNX zusammenlaufen.
Die Cloud-Landschaft...Für den Großteil der Interessierten überhaupt "DER GRUND" sich gegen eine Hausautomatisation zu entscheiden. Also ist das eher nicht die Lösung sondern Teil des Problems. KNX als Umweg anzusehen zeugt davon dass hier wissenstechnisch große Defizite existieren.
WingVII schrieb:

Da bin ich mir sicher. Vor allem ist KNX mit den Komponenten im Rahmen eines Einfamilienhaus eher eine zentrale Lösung. Die Aktoren, Eingänge befinden sich hauptsächlich im Verteilerraum. Das geht klar gegen den Trend von IoT.
Hier hat man nicht erkannt, dass KNX eigentlich das Konzept des IoT überhaupt erst möglich gemacht hat und man die Wahl hat wie man das Ganze aufzieht. Zentral, dezentral oder einen wilden Mix aus beidem. Mit einer Prise anderer Protokolle und IoT noch obendrauf. Alles ist möglich.

Die Aktoren im Verteilerraum sind einfach nur eine Frage des Geschmacks und der Bequemlichkeit des Errichters der Anlage. Man kann natürlich auch alles an Ort und Stelle positionieren und Verkabeln. Das ist überhaupt einer der Kerngedanken von KNX.

Auch hier anscheinend zu viel glänzende Prospekte. Zu wenig fundiertes.
danixf22.10.19 12:58
hampshire schrieb:

Klasse Hilfe hier im Forum!
Kann man eine KNX Elektrik ähnlich wie in der IT in "Schichten à la OSI Modell" zerlegen und kaufmännisch beziffern? Dann könnte der TE alles vollständig Installieren lassen um zukunftsfähig zu sein (Verkabelung) um später die einzelnen gewünschten Leistungen dranzubauen. So aufgeteilt sollte die Anfangsinvestition doch deutlich sinken oder? In den Beiträgen habe ich das zumindest so verstanden. Ein Verkabelungsplan in einen Grundriss eingezeichnet sollte hier Klarheit schaffen.

Das funktioniert tatsächlich. Im Grunde muss erst mal zu jedem Verbraucher ( Steckdosen, Rollladen, Lampe ) eine Standardleitung. Stichwort: Sternverkabelung. Das muss vorher passieren und die Kosten müssen getragen werden.
Zu den Schaltern, Bewegungsmeldern, Fensterkontakten, Präsenzmeldern, o.Ä. muss die Busleitung gelegt werden und zusätzlich die Standardleitung, damit es erst mal über die konventionelle Art betrieben werden kann.
Die Busleitung kostet etwa 350€/KM + Leerrohr bitte.

Dann hat man das grobe Gerüst fertig und kann nach und nach aufrüsten.
WingVII22.10.19 13:56
Mycraft schrieb:

KNX als Umweg anzusehen zeugt davon dass hier wissenstechnisch große Defizite existieren.
KNX ist langsam und unsicher. Und das was du da mit KNX beschreibst, ist überhaupt
kein richtiges IoT. Dazu braucht es IP-basierte Standards für jedes Endgerät.
Tassimat22.10.19 14:42
: Um einen besseres Verständnis für das Angebot auch ohne Bilder/PDF zu bekommen könntest du uns mal ein paar Posten aufschlüsseln und mit Teilsummen versehen: Netzwerkverkabelung, Netzwerkkomponenten (Switches, Accesspoints etc.), Kameras, KNX Taster, KNX Aktoren, Videosprechanlage, Stemmarbeiten, Arbeitszeiten oder was auch immer sinnvoll gruppierbar ist.

Mir persönlich hat immer eine Übertragung (Abschreiben) des Angebots in eine Excelliste geholfen.
Mycraft22.10.19 15:47
Ohne das Angebot kann man hier nicht weiterhelfen. Bzw. könnte man schon anhand der Tipps, welche gegeben worden sind sich ggf. ein neues Angebot geben lassen.

Interessant wäre auch zu wissen was so an Geräten gewünscht ist(Design, Funktionsumfang) und was der Elektriker überhaupt in seinem Angebot anbietet.
knxelektrikeraktorenbusleitung