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ᐅ Rücktritt / Kündigung eines Werkvertrags


Erstellt am: 28.10.12 13:09

C
Christian1982
28.10.12 13:09
Hallo liebes Forumsmitglieder,

wie bereits in einigen anderen Threads beschrieben, interessiere ich mich für den Neubau eines Hauses mit der Firma V.....ock aus Kaarst.

Nachdem viele von Euch bereits bei Fragen bzgl. der Bauweise helfen konnte, hoffe ich nun auch auf einige Antworten bzgl. des Werkvertrages.

Die Firma möchte, nachdem nun in 3 Terminen viele Details geklärt wurden, einen Werkvertrag mit mir und meiner Freundin schließen.
Dies, obwohl weder konkret mit der Suche nach einem Grundstücke begonnen wurde, noch das eine konkrete Finanzierung steht.
Laut dem Ansprechpartner besteht KEIN Risiko, da man jederzeit aus dem Vertrag aussteigen könnte! Diese Fall tritt ein, wenn kein Grundstück gefunden wird bzw. wenn keine Finanzierung zustande kommt.
Es bedürfe dann nur einer schriftlichen Kündigung.

Meine Frage :

Bestehen Erfahrungen bzgl. der Kündigung des Werkvertrages bei dieser Firma ?
Hat jemand bereits schon einmal diesen Vertrag gekündigt ?
Gibt es Probleme oder versteckte Kosten ?

Ich hoffe, das einige von Euch Ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten !

Vielen Dank im Voraus !


Viele Grüße
Christian !
B
Bauexperte
28.10.12 17:14
Hallo Christian,
Christian1982 schrieb:

Die Firma möchte, nachdem nun in 3 Terminen viele Details geklärt wurden, einen Werkvertrag mit mir und meiner Freundin schließen. Dies, obwohl weder konkret mit der Suche nach einem Grundstücke begonnen wurde, noch das eine konkrete Finanzierung steht.
Auch oder obwohl ich diesen Wettbewerber schätze, frage ich mich, weshalb Du das tun willst. Eine Versicherung in der Hinterhand - bis die Finanzierung 100%ig abgesegnet ist - ist eines; aber gleich 2 Ausschlüsse? Nur einer vmtl. Aktion wegen, deren Kosten Du so oder so trägst?
Christian1982 schrieb:

Meine Frage :
Bestehen Erfahrungen bzgl. der Kündigung des Werkvertrages bei dieser Firma ?
Der Kollege Wettbewerber hat erst vor Kurzem seinen Hauskatalog als auch die BB geändert; ich weiß nicht, ob nicht in diesem Aufwasch auch Änderungen am Vertragswerk vorgenommen wurden. Will heißen, Du mußt schon den genauen Wortlaut hier posten oder einen RA Deines Vertrauens bemühen

Freundliche Grüße
K
kamnik
28.10.12 20:50
Christian1982 schrieb:


Meine Frage :

Bestehen Erfahrungen bzgl. der Kündigung des Werkvertrages bei dieser Firma ?
Hat jemand bereits schon einmal diesen Vertrag gekündigt ?
Gibt es Probleme oder versteckte Kosten ?
!


Normalerweise parkt man das Geld auf einer Bank, bzw. lässt sich eine Akkreditierung aushändigen.
Bei speziellen Vertragsfragen würde ich einen
Fach-Advokaten (f. Baurecht) konsultieren.

Wer das Geld nicht zum Bauen hat oder nur mit kalkulatorischem Geld schön rechnen tut,
soll gleich wieder einpacken?

Ich würde mir die ganzen Positionen listen lassen und mit einem bekannten Maurer/ Zimmermann, unabhängig + mit einer Kiste Bier mal in Ruhe besprechen.

Geld gibt es immer für Leistung. wenn die Firma nicht mitspielt, ist die eh schon suspekt.

Lösung: evtl. ein anderes BU suchen?
klingt mir eher nach einem WischiWaschi Contract?
T
TylerDurden
29.10.12 10:39
Was mich eher stören würde wäre die Reihenfolge der Planung. Ohne Grundstück stelle ich es mir sehr schwer vor ein Haus zu planen, muss ja auch passen (Ausrichtung, Eingangsseite, Breite des Baufensters, Bebauungsplan (Dachformen, Höhen, Anzahl Geschosse) etc.). Hat der Anbieter etwas zu diesem Problem gesagt?
O
o.s.
29.10.12 11:29
Hallo Christian,

macht es nicht, bitte!

Viele, wenn nicht sogar die Mehrzahl der Vertriebsmitarbeiter von größeren Hausbaufirmen drängen früher oder später auf den Abschluss eines Vertrages mit ein oder mehreren Ausstiegsklauseln. Das ist dann in ihrem bzw. im Interesse der Hausbaufirma, nicht in Eurem Interesse! Um einen Abschluss zu erreichen, braucht es natürlich schlüssige Argumente. Ob das nun die neue Preisliste ist oder eine brandaktuelle, supergünstige Aktion ist eigentlich egal. Die Hausbaufirma möchte Euch unwiderruflich an sich binden, das ist das Ziel, das dahinter steht.

Warum man das nicht tun sollte?


  • Ihr schwächt ohne Notwendigkeit Eure Verhandlungsposition gegenüber V...Haus.
  • Fast nie hat man bei einem frühen Vertragsschluss schon alle kostenrelevanten Informationen beisammen, um entscheiden zu können, ob das Hausbauunternehmen das geeignete und preiswerteste ist.
  • Durch das Grundstück kommen häufig zusätzliche Aufwände zustande, z.B. durch teurere Erdarbeiten, Fundamente, Kellerabdichtungen, Streifenfundamente etc. Vielleicht kann das geplante und vertraglich fixierte Typenhaus ja so gar nicht gebaut werden, weil der Bebauungsplan etwas anderes (z.B. nur Satteldach mit Dachneigung >35Grad ...) vorsieht.
  • Und vor allem: Im Verlaufe der Grundstückssuche werdet ihr Eure Ansprüche und Wünsche noch ändern: Vielleicht wird das Grundstück teurer als gedacht? (Die Bodenpreise steigen und steigen in vielen Regionen) Vielleicht kann dann weniger für das Haus ausgegeben werden? Vielleicht wollt ihr doch einbruchhemmende Türen und Fenster? Oder eine Lüftungsanlage? Oder Außenjalousien? Oder einen Erker? Oder keine Wärmepumpe sondern Gas?

Wir suchen schon seit längerem ein passendes Grundstück und haben schon mit 5 Hausbaufirmen intensive Gespräche mit mehreren Angeboten geführt. Die beiden größeren Unternehmen wollten uns früher oder später zu einem Vertrag drängen.

mittlerweile kämen beide Unternehmen aufgrund unserer Ansprüche an Wandaufbau, Qualität etc. nicht mehr infrage. Hätten wir unterschrieben, kämen wir bis heute nicht aus dem Vertrag raus. Das wäre extrem ärgerlich und auch teuer.

Gruß
Olaf
M
Micha&Dany
30.10.12 08:35
Hallo Christian

Ein weiterer Punkt ist die Grunderwerbsteuer.
Die Finanzämter versuchen immer mehr, das Geld der Bauherren zu bekommen. Ich habe jetzt mehrfach gehört / gelesen, dass die Grunderwerbsteuer auf Grundstück *und Haus* schon dann fällig wird, wenn man vor Kauf des Grundstücks einen Vertrag mit einer Baufirma abgeschlossen hat!
Mein Bauunternehmer hat mir ausdrücklich dazu geraten, erst das Grundstück zu kaufen und frühestens 2 Wochen später bei ihm zu unterschreiben.

Also bitte - mach Dir Dein Leben nicht unnötig schwer und such Dir erst ein Grundstück! Denn erst dann kannst Du auf Augenhöhe mit den Unternehmen verhandeln!
Und investiere bitte das Geld in einen *unabhängigen* Sachverständigen, der die die Verträge *vor* Unterschrift prüft!

Jeder, der sich ein Auto für 20 TEuro kauft, lässt es erst überprüfen und kauft dann - nur bei einem Haus für mehr als das Zehnfache dieser Summe wird zu oft erst gekauft und dann geprüft (wenn überhaupt)...

Grüße
Micha
grundstückvertragfinanzierungansprüchegrunderwerbsteuer