Hyponex: Aktuelle Zinslage aus der Sicht der Forenitglieder

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Zuletzt aktualisiert 23.06.2024
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Stefan001

die Zinsbindungen die in den nächsten Jahren auslaufen, sind aus 2012-2015, und die liegen eh bei 2,5-3% Zinsen, von daher wird sich nicht viel bei den ändern (die haben auch zu anderen Preisen noch die Immobilien gekauft...)
Das ist tatsächlich eine interessante Betrachtung.
Ich würde zu gerne mal einen Graphen sehen mit gleitendem Durchschnitt der die Zinsdifferenz zwischen Abschluss und Auslauf der Bindung für 10 20 und 30 Jahre zeigt.

Sprich Zinssatz zum Abschluss 2010-Zinssatz Bindungsende 2020
das für die verschiedenen Zinsbindungen...wäre mal interessant zu sehen ob es da Jahre/Kombinationen mit besonders hohem Unterschied gibt.
 
Hyponex

Hyponex

in 2010 haben viele eher 10 Jahre Zinsbindung gemacht, d.h. die sind schon in der Anschlussfinanzierung (in 2020, da war es noch sehr günstig)

in den letzten Jahren haben auch viele Forward gemacht, d.h. 1-5 Jahre voraus die Zinsen abgesichert. D.h. man kann davon ausgehen, dass in den nächsten 1-4 Jahren nicht wirklich viele Finanzierungen auslaufen, die noch nicht abgesichert sind.

Hinzu kommt noch folgendes:
die Zinsbindungen mit 10-15 Jahren haben vielleicht auch einige Bausparverträge als Absicherung, das finden wir wohl auch in keiner Statistik.

ob fürs ganzes Deutschlad so eine Statistik ist? keine Ahnung... ich kenne nur einige Banken, die sowas veröffentlichen oder die großen wie Interhyp/Dr. Klein.


bei mir war es in den letzten Jahren echt gemischt.
Ein Teil direkt mit 15-20 Jahren Zinsbindung (wo man mit "etwas" Sondertilgung auch in den 15-20 Jahren durch ist)
Ein Teil nur mit 10 Jahren Zinsbindung (aber da war oft bewusst so gewählt, weil man in der Zinsbindungsperiode weitere Gelder (Erbe!) etc. erwartet)
Ein Teil mit 10-15 Jahren Bank, dahinter aber Bausparkasse hinterlegt, d.h. effektiv dann 25-30 Jahre Zinssicherheit.

außerdem, wo es bei der Finanzierung knapp war (Einkommen/Ausgaben) verdienen die Leute mittlerweile schon den einen oder anderen Tausender im Monat mehr, d.h. das nutzen die für Sondertilgung, bzw. auch für Absicherung (Bausparvertrag).

deshalb denke ich mir nicht, dass 15-30 von 100 Finanzierungen es sich in Zukunft nicht leisten können. Denke dass hier es eher bei 3-5% das Risiko liegen dürfte.
 
H

HansDampf88

Kann mir auch nicht vorstellen, dass allzu viele Finanzierungen platzen.

Interessant wird es bei denen, die in den letzten drei Jahren ein sehr hohes Volumen aufgrund der hohen Bau/Kaufpreise mit 0,x % auf 10 Jahre abgeschlossen haben und mit 2 % tilgen. Aber ganz ehrlich: Ich würde schätzen, die historisch niedrigen Zinsen haben sich doch 95 % auf mindestens mal 20 Jahre gesichert.

Die Frage, die ich mir persönlich stelle: Muss ich nervös sein, wenn ich in den nächsten sechs Monaten finanzieren möchte?
Zur Debatte steht die Übernahme eines älteren Häuschens innerhalb der Familie - es ist leider kürzlich jemand verstorben. Es möchte sonst niemand haben, alle Enkel haben bereits Eigentum oder wohnen weiter weg und es soll nach Möglichkeit nicht "an Fremde" verkauft werden. Meine Partnerin und ich würden es daher sehr gerne übernehmen - allerdings dauert es natürlich, bis die Dinge geklärt sind (Erben müssen sich auf einen Preis verständigen, es soll erstmal in aller Ruhe getrauert werden, usw.) Oder kann ich damit rechnen, dass die Zinsen sich zunächst mal einpendeln? Vermutlich kann das niemand verlässlich beantworten ...
 
Zuletzt bearbeitet:
WilderSueden

WilderSueden

Ich würde schätzen, die historisch niedrigen Zinsen haben sich doch 95 % auf mindestens mal 20 Jahre gesichert.
Ich glaube absolut nicht. 20 Jahre waren auch nicht so der No-Brainer wie jetzt alle tun und sind es auch immer noch nicht, selbst mit einem bisschen Rückblick. Durch die KfW hat man eh schon einen Teil auf 10 Jahre fixiert. Klar konnte man die zwischendrin auch als Zuschuss beantragen, dann hat man aber deutlich höhere Zinsen gezahlt. Bei mir ist dieser Teil mehr als ein Drittel. Und was den Rest anbelangt...der hat bei mir einen Break-Even zu den Angeboten mit längerer Laufzeit bei etwa 3%, ohne Sondertilgungen. Sobald ich was sondertilge oder bei der Anschlussfinanzierung ablöse, verschiebt sich das noch mehr nach oben. Obwohl die Zinsen jetzt viel schneller und stärker gestiegen sind als erwartet, ist die kürzere Laufzeit immer noch sinnig. Voraussetzung dafür ist halt, dass man ordentlich tilgt und nicht nur die minimalen 2%. Wer in 10 Jahren mit 600k aufwärts anschlussfinanzieren muss, der hat natürlich ein Problem. Aber das eigentliche Problem ist dann nicht die Zinsbindung, denn auch in 20 Jahren hat der immer noch eine viel zu hohe Restschuld
 
H

HansDampf88

Ich habe eigentlich von sämtlichen Bankberatern - sowohl geschäftlich, privat, als auch im Umfeld immer gehört: Sichern Sie sich die Zinsen, möglichst über die komplette Laufzeit - weiter sinken können die nicht mehr. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass viele das auch, zumindest über einen erweiterten Zeitraum, länger als nur 10 Jahre, getan haben.
 
WilderSueden

WilderSueden

Wie gesagt, das ganze ist auf den ersten Blick ein No-Brainer. Auf den zweiten halt nicht mehr, denn höherer Zins verringert deine Tilgung bei gleicher Rate. Und man darf dann eben nicht vergessen, dass 20 Jahre zwar "nur 4-5 Zehntel" mehr gekostet haben als 10 Jahre, das aber faktisch 50% Aufschlag war. Und umgekehrt dir gesparte 5 Zehntel aus einer 3% Tilgung eine 3,5% Tilgung machen, also 16% mehr Tilgung. Und dann ist es einfach eine Rechenübung bei welchem Zins in der Anschlussfinanzierung welche Laufzeit besser ist. Und da liege ich mit 3%+ dann in einem Bereich der auch bei steigenden Zinsen gar nicht mehr so unrealistisch ist. Klar, kann auch sein dass ich mehr zahle, aber bei ~200k Anschlussfinanzierung ist das Risiko echt überschaubar.
 
Zuletzt aktualisiert 23.06.2024
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