ᐅ Hausratversicherung - "Kleingedrucktes"
Erstellt am: 31.10.2021 12:08
bauenmk2020 31.10.2021 12:08
Hallo,
ich stand jetzt schon zweimal vor Abschluss einer Hausaratversicherung aber nach dem Lesen des "Kleingedruckten" habe ich abgebrochen. Wollte mal wissen wie viele von euch das "Kleingedruckte" lesen und in wie weit "Abweichungen" geduldet werden?
Als Beispiel verwende ich Ergebnisse eines Vergleichsportals. Nach Auswahl einiger groben Parameter erhalte ich eine Liste und wähle dann bis zu drei Versicherungen und vergleiche dort die Details. Das Kleingedruckte wird dann separat in einer PDF ausgewiesen aber augenscheinlich nur "der Vollständigkeit halber" erwähnt.
Ich kann relativ gut ermitteln, welche Versicherung "besser" ist aber stelle dann im Kleingedruckten fest, dass hier Angaben im Widerstreit mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort sind - Beispiele:
* Versicherungssumme >90.000EUR. Man soll keine Unterdeckung angeben, da sonst die Unterdecklung-% auch von der Schadenhöhe abgezogen werden. Aber hat man einen gewissen Betrag (z.b: 90.000EUR ) fordert das "Kleingedruckte": Alarmanlage vorhanden und bei Verlassen des Hauses muss scharf gestellt sein + Anbindung an Sicherheitsdienst etc. Oder Fensterglas muss einbruchhemmend sein, oder Schließzylinder muss eben eingebaut sein etc.
* Elementarschäden werden nur bezahlt wenn entsprechende bauliche Maßnahmen vorhanden sind: Rückhalteklappen (Wartungen nachweisbar!); Nicht-Überbaute-Leitungen etc.
* Versicherung nur mit Massivbau (was vorher im Vergleichsportal nie die Rede war). Haste Holzhaus, zahlste. Wenn Schaden, dann pech?
etc.
Mal im Ernst?! Ist es jetzt besser eine Versicherung zu haben und sich dann ggf. auf niedrigere Auszahlung wegen nicht-voll-erfüllung der Bedingungen einzustellen oder überhaupt nicht abzuschließen?
ich stand jetzt schon zweimal vor Abschluss einer Hausaratversicherung aber nach dem Lesen des "Kleingedruckten" habe ich abgebrochen. Wollte mal wissen wie viele von euch das "Kleingedruckte" lesen und in wie weit "Abweichungen" geduldet werden?
Als Beispiel verwende ich Ergebnisse eines Vergleichsportals. Nach Auswahl einiger groben Parameter erhalte ich eine Liste und wähle dann bis zu drei Versicherungen und vergleiche dort die Details. Das Kleingedruckte wird dann separat in einer PDF ausgewiesen aber augenscheinlich nur "der Vollständigkeit halber" erwähnt.
Ich kann relativ gut ermitteln, welche Versicherung "besser" ist aber stelle dann im Kleingedruckten fest, dass hier Angaben im Widerstreit mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort sind - Beispiele:
* Versicherungssumme >90.000EUR. Man soll keine Unterdeckung angeben, da sonst die Unterdecklung-% auch von der Schadenhöhe abgezogen werden. Aber hat man einen gewissen Betrag (z.b: 90.000EUR ) fordert das "Kleingedruckte": Alarmanlage vorhanden und bei Verlassen des Hauses muss scharf gestellt sein + Anbindung an Sicherheitsdienst etc. Oder Fensterglas muss einbruchhemmend sein, oder Schließzylinder muss eben eingebaut sein etc.
* Elementarschäden werden nur bezahlt wenn entsprechende bauliche Maßnahmen vorhanden sind: Rückhalteklappen (Wartungen nachweisbar!); Nicht-Überbaute-Leitungen etc.
* Versicherung nur mit Massivbau (was vorher im Vergleichsportal nie die Rede war). Haste Holzhaus, zahlste. Wenn Schaden, dann pech?
etc.
Mal im Ernst?! Ist es jetzt besser eine Versicherung zu haben und sich dann ggf. auf niedrigere Auszahlung wegen nicht-voll-erfüllung der Bedingungen einzustellen oder überhaupt nicht abzuschließen?
hampshire 31.10.2021 12:40
bauenmk2020 schrieb:
Mal im Ernst?! Ist es jetzt besser eine Versicherung zu haben und sich dann ggf. auf niedrigere Auszahlung wegen nicht-voll-erfüllung der Bedingungen einzustellen oder überhaupt nicht abzuschließen?Die Alternativen sind unvollständig. Ich würde die passende Versicherung raussuchen. Manchmal reichen die Portale eben nicht aus, dann hilft ein Fachmann.Übrigens: sehr hilfreich was Du herausgeschrieben hast.
Benutzer200 31.10.2021 13:18
Scheint so, als ob Du nicht korrekt suchst. Du kannst z.B. einen Unterversicherungsverzicht vereinbaren. Alarmanlage o.ä. habe ich auch noch nicht gelesen. Schaue aber auf Leistungen, nicht auf Preise.
Das Problem bei Dir scheint, dass Du nur auf den Preis schaust. Günstig = Einschränkungen. Normaler Preis = normale Leistung. Etwas teurer als normal = umfassendes Paket.
Das Problem bei Dir scheint, dass Du nur auf den Preis schaust. Günstig = Einschränkungen. Normaler Preis = normale Leistung. Etwas teurer als normal = umfassendes Paket.
hampshire 31.10.2021 14:34
Benutzer200 schrieb:
Das Problem bei Dir scheint, dass Du nur auf den Preis schaust.Na den Eindruck hatte ich genau nicht - hat erst auf den Preis und dann doch noch auf die Leistungen gesehen und festgestellt, dass da Dinge nicht optimal passen. Nun wird eine gute Lösung gesucht. Elokine 31.10.2021 18:56
Unterversicherungsverzicht ist ein gutes Stichwort. Wir hatten eine ausgiebige Diskussion mit unserem (ansonsten sehr pragmatischen) Versicherungsvertreter, der unseren Standpunkt schwer nachvollziehen konnte.
Wenn wir all unsere Sachwerte mit Neupreis zusammenrechnen würden, wären wir auch heillos unterversichert.
Aber (Achtung persönliche Meinung): wir sind uns sehr sicher, dass wir z.b. bei einem Totalschaden durch einen Brand, nicht mal die Hälfte des ganzen Krams ersetzen würden. Und das ist auch nicht, was ich von meiner Versicherung erwarte.
Ich will, dass das Notwendigste in einem ordentlichen Standard sofort ersetzbar ist. Alles Andere kann ich dann nach und nach aus dem laufenden Einkommen machen oder eben nicht.
Als Beispiel für nicht vollumfänglich zu ersetzende, aber sehr hochpreisige Dinge ist zum Beispiel unser Outdoorequipment. Da sind wir maßlos overequipped... ein Drittel von dem Kram wäre immer noch mehr als genug. Ok, ein Viertel 😉
Edit: und die wenigen wertvollen Kunstwerke sind sowieso nicht zu ersetzen und würden auch niemals verkauft werden.
Wenn wir all unsere Sachwerte mit Neupreis zusammenrechnen würden, wären wir auch heillos unterversichert.
Aber (Achtung persönliche Meinung): wir sind uns sehr sicher, dass wir z.b. bei einem Totalschaden durch einen Brand, nicht mal die Hälfte des ganzen Krams ersetzen würden. Und das ist auch nicht, was ich von meiner Versicherung erwarte.
Ich will, dass das Notwendigste in einem ordentlichen Standard sofort ersetzbar ist. Alles Andere kann ich dann nach und nach aus dem laufenden Einkommen machen oder eben nicht.
Als Beispiel für nicht vollumfänglich zu ersetzende, aber sehr hochpreisige Dinge ist zum Beispiel unser Outdoorequipment. Da sind wir maßlos overequipped... ein Drittel von dem Kram wäre immer noch mehr als genug. Ok, ein Viertel 😉
Edit: und die wenigen wertvollen Kunstwerke sind sowieso nicht zu ersetzen und würden auch niemals verkauft werden.
Nordlys 31.10.2021 19:28
Nicht Portal, sondern geht zum freien Makler, und sagt was ihr wollt und er macht es dann. Man kann nicht alles können und es ist billig ein anderes Wort als preiswert.