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ᐅ Hauskauf/Finanzierung während Trennungsjahr möglich?


Erstellt am: 06.09.19 20:59

Yaso2.006.09.19 20:59
Leute, ich brauch mal wieder ne Gedankenhilfe!

Eine gute Freundin von mir (Ing.), hat gerade von ihrem Nachbar erfahren, dass er sein Haus verkaufen möchte. Sie möchte es kaufen.

Allerdings hat sie sich vor 4 Monaten von ihrem Mann getrennt und die beiden haben 1 Kind. Das Trennungsjahr läuft bereits „offiziell“.

Die Finanzierung würde sie bekommen, allerdings möchte die Bank eine Trennungsvereinbarung, da die beiden in Zugewinngemeinschaft lebten.

Der künftige Ex will aber keine Vereinbarung unterschreiben.

Die Bank sagte, es geht darum, dass der künftige Ex zum Zeitpunkt der Scheidung Ansprüche am Haus stellen würde.

Meine Überlegung wäre nun, dass sie den Kaufpreis des Hauses voll finanziert und möglichst niedrig oder im Idealfall bis zur Scheidung überhaupt nichts tilgt. So das bei ihr kein „Vermögen“ vorhanden wäre.

Das Haus ist Sanierungsbedürftig. Die Laufzeit sollte also variabel sein, sie würde nach der Scheidung den Kredit aufstocken und dann sanieren. Bis zur Scheidung würde sie in der aktuellen Wohnung bleiben und die Rate für den Hauskauf parallel zahlen.

Würde das funktionieren?

Gibts hier Erfahrungen diesbezüglich, wie man eine Immobilie erwerben kann, ohne eine Vereinbarung?

Ich bin gespannt, ob es Alternativen gibt!

Danke vorab.
HilfeHilfe06.09.19 21:29
Nö weil immer noch eine unbekannte ist ( wer hat wem was zu zahlen )
ypg06.09.19 21:58
Ich hab damals „in Trennung“ ein arges Problem mit der Nachfinanzierung des Hauses bekommen, welches ich allein gehalten habe. Es hat sich mit dem Status „in Trennung lebend, also alles ungewiss“ keine Bank für lächerliche 100000€ gefunden. Letztendlich hat sich noch eine gefunden, aber selbstverständlich war das nicht.
nordanney06.09.19 22:13
Yaso2.0 schrieb:

Die Finanzierung würde sie bekommen, allerdings möchte die Bank eine Trennungsvereinbarung, da die beiden in Zugewinngemeinschaft lebten.

Der künftige Ex will aber keine Vereinbarung unterschreiben.

Die Bank sagte, es geht darum, dass der künftige Ex zum Zeitpunkt der Scheidung Ansprüche am Haus stellen würde.

Meine Überlegung wäre nun, dass sie den Kaufpreis des Hauses voll finanziert und möglichst niedrig oder im Idealfall bis zur Scheidung überhaupt nichts tilgt. So das bei ihr kein „Vermögen“ vorhanden wäre.
Tja, das sind die Banken manchmal echt schwierig. Kenne das Thema - bin seit drei Jahren getrennt und noch immer nicht geschieden. Da muss man die richtige Bank finden, die auf eine Trennungsvereinbarung oder was auch immer verzichtet.
Yaso2.0 schrieb:

Meine Überlegung wäre nun, dass sie den Kaufpreis des Hauses voll finanziert und möglichst niedrig oder im Idealfall bis zur Scheidung überhaupt nichts tilgt. So das bei ihr kein „Vermögen“ vorhanden wäre.
Zugewinn wird nicht erst am Scheidungstermin berechnet. Auch der Trennungstermin ist wichtig.
Yaso2.0 schrieb:

Gibts hier Erfahrungen diesbezüglich, wie man eine Immobilie erwerben kann, ohne eine Vereinbarung?
Banken fragen. Ich habe inzwischen zwei Finanzierungen bei zwei verschiedenen Banken hinbekommen. Will keinen Namen nennen, aber die eine ist die größte Deutsche Bank
aero201606.09.19 22:26
Das ist ein bisschen unlogisch- Ansprüche am Haus kann er nicht stellen, weil er nicht im Grundbuch steht. Das einzige, was zählt ist der Zugewinn, also der Vermögenszuwachs. Dafür ist es aber unerheblich, ob das Vermögen als Barvermögen vorhanden ist oder als Eigenkapital im Haus steckt. Es ist beide Male gleich viel.
Das einzige, was beachtet werden sollte ist, dass genug Barmittel zum Auszahlen des Partners zurückgehalten werden in dem Fall, dass ihr Zugewinn höher ist als seiner. Denn wenn sie alles Geld ins Haus stecken würde, hätte sie in diesem Fall natürlich ein Problem.
HilfeHilfe07.09.19 06:39
aero2016 schrieb:

Das ist ein bisschen unlogisch- Ansprüche am Haus kann er nicht stellen, weil er nicht im Grundbuch steht. Das einzige, was zählt ist der Zugewinn, also der Vermögenszuwachs. Dafür ist es aber unerheblich, ob das Vermögen als Barvermögen vorhanden ist oder als Eigenkapital im Haus steckt. Es ist beide Male gleich viel.
Das einzige, was beachtet werden sollte ist, dass genug Barmittel zum Auszahlen des Partners zurückgehalten werden in dem Fall, dass ihr Zugewinn höher ist als seiner. Denn wenn sie alles Geld ins Haus stecken würde, hätte sie in diesem Fall natürlich ein Problem.
Ja schon nur ist Trennung kein Standardgeschäft das man einfach mitnimmt . Also lehnt man es ab
trennungsvereinbarungansprüchevermögen