Finanzierungsvolumen für unser Bauvorhaben realistisch?

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so wie sich alles liest plant hier kein großer Selbermacher.
Ja, das habe ich auch beim Lesen gedacht ;)
Ich sehe hier laufende Kosten für die Gartenpflege,
Aufsitzmäher..
Mit Rasenmähen am Wochenende habe ich kein Problem. Wir würden ggf. auch ein paar Bäume pflanzen, aber damit wollte ich mich auch genauer beschäftigen,
Streuobstwiese wäre wohl ideal. Gibt auch gleich Futter für das Mietpferd :)
Die Großeltern wollen einen Spielturm aus Holz mit Rutsche und Schaukel stiften, das reduziert dann die Rasenfläche alles noch etwas.
Das reduziert nicht Rasenfläche, da die Spielgeräte auf Rasen stehen. Das macht das Mähen etwas komplizierter.

Zur Frage: sicherlich ist der Hausbau und die Finanzierung machbar, aber was man nicht vergessen sollte, sind die Rechnungen, auf die die meisten Häuslebauer verzichten, weil sie es selbst machen. Wie @apokolok es ja auch festgestellt hat: es liest sich so, als wenn jegliche Arbeit fremdvergeben wird. Da kommt dann ja doch monatlich einiges zusammen gerade nach dem Hausbau, für eine Hunni-Rechnung kommt keiner mehr raus. Die Nebenkosten werden dann wohl auch noch einen Gärtnerdienst mit aufnehmen müssen?! Und schwupp, wird auch solch grosses Gehalt schnell schmelzen.

Mir ist übrigens grad eine Idee für den Schuppen eingefallen: Alpakas oder Schafe als Rasenmäher :)
 
Mich macht es immer sehr skeptisch, wenn jemand, der von Beruf „Geschäftsführer“ ist, Dritte um eine Einschätzung zu (s)einer (zugegeben größten) privaten Investition bittet.

Wie triffst Du denn in Deinem beruflichen Leben Entscheidungen?

Für mich ist die Anfrage hier ein Indikator dafür, dass Euch das Projekt Bauchschmerzen bereitet und Ihr es für eine Nummer zu groß haltet. Wenn hier ein paar schreiben „mit Eurem Einkommen kann man sich hübsches Häuschen bauen“ wird Euer Gefühl nur kurzfristig besser. Die Zweifel werden euch dann irgendwann wieder einholen.

Warum muss es so ein riesiges Grundstück und ein Pool sein? Wenn Ihr 3 Kinder habt und Du eine min 50-Stundenwoche... Wer macht dann am Wochenende den Garten? Läuft doch auf einen Gärtner raus, der seine 300-400€ im Monat haben will...

Mit Eurer Einnahmen-/Ausgabensituation könnt Ihr selbstverständlich bauen. Aber vielleicht einfach eine Nummer kleiner für die innere Ruhe. Mein Tipp wäre: Weniger Grundstück (ggf. in zwei oder drei Grundstücke aufteilen) und den Luxus Pool erstmal weglassen (kann man sich ja auch in ein paar Jahren noch nachträglich gönnen). Dann ist Euer Projekt schon 200k günstiger...

Ich versehe. Unsere 15.000 Euro sind rein innerhalb des Hauses für eine andere Badewanne, einen größeren Waschtisch, mehr Steckdosen, Netzwerkverkabelung und solche Dinge gedacht.

Kleines Beispiel aus unserer EFH-Planung. Wir haben uns allein in den letzten 4 Wochen abweichend von der Ursprungsbudgetierung für folgende Upgrades entschieden:
- ein Smart-Home-(Einsteiger-)System auf Funk-Basis (ca. +3k)
- Holz-Alu- statt Kunststofffenster (ca. +4,5k)
- Dornbracht-Armaturen in allen Bädern (+15k) entschieden.

Und das obwohl wir bereits im Vorfeld einen gehobenen Ausführungsstandard budgetiert haben.
 
Ich sage es jetzt mal frei heraus (auch wenn ich an eine glaubhafte Finanzierung glaube, Höhe jetzt erstmal egal für meine Bedenken): ich finde die Rechnungen teilweise recht wirr und schöngerechnet.
Zum einen zu dem vorhandenen Gehalt:
Der Reflex ist natürlich auch bei uns "Vollzeit mit drei kleinen Kindern - keine Chance", einige Monate hat das jedoch zumindest mit zwei kleinen Kindern gut funktioniert.
Welche Einkünfte habt Ihr (brutto/netto)? pro Monat ca. 9.100 Euro netto inkl. Kindergeld und p.a. im Bereich 10.000 - 25.000 Euro netto variable Bestandteile.
  • Einnahmen gesamt: aktuell ca. 7.500 Euro
  • Ausgaben gesamt: aktuell ca. 4.500 Euro
  • Saldo +3.000 Euro
  • Einnahmen gesamt: ca. 9.100 Euro
  • Ausgaben mit drei Kindern dann gesamt: ca. 2.500 Euro Lebenshaltungskosten und 500 Euro Nebenkosten
  • Saldo +6.100 Euro
  • Davon müsste dann die Kreditrate abgezogen werden, wir würden gerne in Richtung 3.000 Euro Rate pro Monat gehen. Das wäre dann ein Saldo von ca. +3.100 Euro pro Monat.
Da geht’s mal um 9100€, dann wieder „nur“ 7500€.
Machen wir uns nichts vor: auch trotz Kita und Schule braucht’s ja halbtags einen Betreuer, der nicht zwischen Homeoffice und drei Kindern switcht und letztendlich keinem richtig gerecht wird - Kinder kommen zu kurz, Arbeit kommt zu kurz, Frisur gibt es auch nicht mehr... also Zeit für sich. Meine persönliche Meinung, dass man ab 2 Kindern mal in sich gehen sollte, welcher Rolle man nun für sich selbst eher verinnerlichen solltegerecht Und ggf. in der Arbeitswelt kürzer treten darf (ein hoch auf Frauen, die sich entscheiden können), interessiert eigentlich nicht.

Dann die Nebenkosten, die in einem Haus ja auch recht hoch bzw höher ausfallen, inkl. Risikoversicherung und Gebäude-.
Die Nebenkosten sind recht hoch, darunter sind jedoch Kosten, die später entfallen (vollständiger Winterdienst, Gärtner für Vorgarten und Heckenschnitt).
Ich kenne zwar keinen, der Winterdienst und Heckenschnitt abgibt, aber diese Arbeiten fallen ja in einem EFH eher an als im Mietverhältnis. Also fallen sie nicht weg,
zieht man von den Kosten die aktuelle Kaltmiete und noch 50 Euro für Gärtner und Winterdienst ab,
Hier nochmal...
  • Außenanlagen/Terrasse, Wege, Gartengestaltung, Zäune etc... Schätzung 170.000 Euro inkl. Garage, Carportelement, Terrasse, Zäunen, etc.
  • Gesamtkosten ca. 1.050.000 Euro
Die meisten Bauherren schlucken und machen viele Dinge davon selbst: Garten: Eigenanlage, Wege: Eigenanlage... wenn ich unseren Garten angelegt hätte über einen Dienstleister, wäre ich wohl 30000€ ärmer, für einige Sträucher auf einer Gartenfläche von 300qm plus Vorgartenbeete.

Dann laufende Posten:
Möbel, Lampen, Deko: wir werden v.a. ein neuen Esstisch mit Stühlen einplanen, ansonsten benötigen wir kaum Möbel. Das würden wir aus dem laufenden Gehalt machen und nicht finanzieren.
das mache ich jedoch aus dem laufenden Gehalt
Wenn die Zinsen für den Hausbau fällig werden und die Miete noch bezahlt werden muss, dann wird auch ein hohes Gehalt von - rechnen wir mal mit reellen 7500€ - eng.
Gleiches gilt für Sonderzahlungen:
Dafür wollen wir aus unseren Sonderzahlungen auch 5.000 - 10.000 Euro p.a. mit einbringen.
  • Kosten wie Versicherung oder Urlaub rechne ich nicht, das verrechne ich eher mit den jährlichen Sonderzahlungen
Einfach nur mal drüber nachdenken über die Platzhalter „Frau Vollzeit“, laufende Posten, Sonderzahlungen und Eigenleistungen bzw die Frage: wer bestellt bei Euch das Tageswerk Haus+Garten?
Garten ist mehr als Wässern und Mähen... Hausarbeit muss auch laufen... Dienstleister?

Und wenn ich bedenke, dass wir in unserem kleinen EFH schon Upgradekosten von ca. 40000€ nur für Sanitär, Bodenbelag und bescheidene Designsachen ausgegeben haben, frage ich mich, wie Euer 15000€-Puffer zu bewerten ist.

Fakt würde ich mal sagen, dass Ihr mit 7500€ und EK von 140000(?) gut gestellt seid, ich aber solche Wünsche wie Pool oder Extravaganzen wie zig Dienstleister nicht sehe, wenn man von einem Grundstück von 300000€ und einem 200qm Haus ausgeht.

Das mögen Wünsche sein, die man sich irgendwann mal gönnt, wenn man nach 5 Jahren die Anschaffungsphasen überlebt hat.
 
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Unsere 15.000 Euro sind rein innerhalb des Hauses für eine andere Badewanne, einen größeren Waschtisch, mehr Steckdosen, Netzwerkverkabelung und solche Dinge gedacht.
Ich kann Dir im Vertrauen mitteilen, dass in unserem Fall die 15.000 EUR ausschließlich für die von Dir genannten Sanitärartikel (Badewanne, Toiletten, Waschtische, Armaturen) inkl. Einbau draufgehen. Da fehlen allerdings noch runde 10.000 EUR für Badmöbel. Nur für zusätzliche Steckdosen und Netzwerkverkabelung würde ich mal 5 - 10 K ansetzen, falls Du nicht zur Fraktion "in allen Wohnräumen einmal (!) Netzwerk" gehörst. Und wie ich schon oben schrieb: Auf unseren Puffer für die Erdarbeiten (10.000 EUR) mussten wir noch mal das Doppelte draufrechnen. Ist ja nicht so, dass wir von vornheren keinen Puffer einkalkuliert hatten. ;)
 
Ich sage es jetzt mal frei heraus (auch wenn ich an eine glaubhafte Finanzierung glaube, Höhe jetzt erstmal egal für meine Bedenken): ich finde die Rechnungen teilweise recht wirr und schöngerechnet.
Zum einen zu dem vorhandenen Gehalt:




Da geht’s mal um 9100€, dann wieder „nur“ 7500€.
Machen wir uns nichts vor: auch trotz Kita und Schule braucht’s ja halbtags einen Betreuer, der nicht zwischen Homeoffice und drei Kindern switcht und letztendlich keinem richtig gerecht wird - Kinder kommen zu kurz, Arbeit kommt zu kurz, Frisur gibt es auch nicht mehr... also Zeit für sich. Meine persönliche Meinung, dass man ab 2 Kindern mal in sich gehen sollte, welcher Rolle man nun für sich selbst eher verinnerlichen solltegerecht Und ggf. in der Arbeitswelt kürzer treten darf (ein hoch auf Frauen, die sich entscheiden können), interessiert eigentlich nicht.

Dann die Nebenkosten, die in einem Haus ja auch recht hoch bzw höher ausfallen, inkl. Risikoversicherung und Gebäude-.

Ich kenne zwar keinen, der Winterdienst und Heckenschnitt abgibt, aber diese Arbeiten fallen ja in einem EFH eher an als im Mietverhältnis. Also fallen sie nicht weg,

Hier nochmal...


Die meisten Bauherren schlucken und machen viele Dinge davon selbst: Garten: Eigenanlage, Wege: Eigenanlage... wenn ich unseren Garten angelegt hätte über einen Dienstleister, wäre ich wohl 30000€ ärmer, für einige Sträucher auf einer Gartenfläche von 300qm plus Vorgartenbeete.

Dann laufende Posten:


Wenn die Zinsen für den Hausbau fällig werden und die Miete noch bezahlt werden muss, dann wird auch ein hohes Gehalt von - rechnen wir mal mit reellen 7500€ - eng.
Gleiches gilt für Sonderzahlungen:



Einfach nur mal drüber nachdenken über die Platzhalter „Frau Vollzeit“, laufende Posten, Sonderzahlungen und Eigenleistungen bzw die Frage: wer bestellt bei Euch das Tageswerk Haus+Garten?
Garten ist mehr als Wässern und Mähen... Hausarbeit muss auch laufen... Dienstleister?

Und wenn ich bedenke, dass wir in unserem kleinen EFH schon Upgradekosten von ca. 40000€ nur für Sanitär, Bodenbelag und bescheidene Designsachen ausgegeben haben, frage ich mich, wie Euer 15000€-Puffer zu bewerten ist.

Fakt würde ich mal sagen, dass Ihr mit 7500€ und EK von 140000(?) gut gestellt seid, ich aber solche Wünsche wie Pool oder Extravaganzen wie zig Dienstleister nicht sehe, wenn man von einem Grundstück von 300000€ und einem 200qm Haus ausgeht.

Das mögen Wünsche sein, die man sich irgendwann mal gönnt, wenn man nach 5 Jahren die Anschaffungsphasen überlebt hat.
finde es super punkte. Wollte keine Grundsatzdisskusion anfangen. Ein GF hat bestimmt auch paar stunden zu schruben. Ich bin mittlerweile im HO und arbeite mehr, im Nacken sitzen die Kinder, der kleine Garten und bissi Sport will man auch machen. Aber bitte nicht zwischen 18-19 den da gibts Familien Abendbrot.

Ich denke das Leben drumrum wird oft unterschätzt. Natürlich gibt es Betreuung, Opa und Oma und auch Dienstleister, aber das ist nicht so meins. Lieber kleiner aber feiner
 
Das sind gute Punkte, und genau um diesen "Spiegel" geht es mir ja auch, es ist das unser erstes und hoffentlich einziges Haus. Den Spruch Feind, Freund usw. kenne ich auch... ;) Insofern ein ehrliches Danke für alle Einschätzungen.

Das Gehalt ist einfach erklärt, wir verdienen zusammen mit Kindergeld 9.100 Euro, in den nächsten zwölf Monaten sinkt die Summe durch ein Jahr Elternzeit auf 7.500 Euro und steigt dann wieder auf den vorherigen Betrag. Mit drei Kindern haben wir logischerweise noch keine Erfahrung und sind auch absolut offen dafür, die Stunden zu reduzieren, damit es die Kinder gut haben. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Finanzierung auch mit den genannten 7.500 Euro dauerhaft kein Problem ist.

Zum Aspekt Selbermachen und Eigenleistung ist es so, dass wir dafür völlig offen sind, in der Kostenaufstellung jedoch bewusst so rechnen, als ob das gesamte Haus mit Außenanlagen durch Firmen erstellt wird. Da spielt der Gedanke "viel Arbeit und Kinderbetreuung" mit rein, gerade weil ich mir schon denke, dass sich manche die Finanzierung schönrechnen, in dem sie 50% Eigenleistung ansetzen, die dann vielleicht nicht so klappt. Ich sehe das als Art Risikopuffer, ich plane mit einer vollen Fremdleistung und hätte dann noch Stellschrauben, um z.B. zu sagen, Gartenzaun, Rasen und ggf. Malerarbeiten, Terrasse und weitere Pflasterarbeiten machen wir selbst. Das ist momentan keinesfalls Faulheit, sondern kaufmännische Vorsicht.

Wir leben seit einigen Jahren in Häusern mit Garten zur Miete, da war auch ein Garten dabei mit fast der Dimension unseres neuen Grundstücks. Zur laufenden Pflege haben wir daher realistische Erfahrungswerte, das ist einfacher, als wenn man bisher immer in Wohnungen gelebt hat und das Thema Garten nicht gut einschätzen kann. Wir haben bisher immer selbst Schnee geräumt und uns um die Hecken gekümmert, da gab es bei unserem jetzigen Zuhause jedoch keine Wahlmöglichkeit. Insofern rechne ich da konservativ 50 Euro aus den sehr hohen Nebenkosten wieder heraus, weil ich im neuen Haus sicher keinen Gärtner bestellen werde und Schnee selbst räume. Wir planen auch nicht mit Rosenbeeten o.ä., sondern v.a. relativ schlank mit Hecke und Rasen. Beim Zeiteinsatz mache ich mir keine Sorgen, das ist am Wochenende leistbar und für uns völlig in Ordnung. Einen Farmbot kann ich mir vielleicht in ein paar Jahren dann noch erlauben... ;)

Die Erfahrung von K1300S schreibt beunruhigt mich schon ein wenig, weil das neben dem reinen Hauspreis wahrscheinlich der Punkt ist, den ich noch am wenigsten greifen kann. Im ersten Angebot sehe ich zwar Aufpreise von jeweils knapp 1.000 Euro für drei geflieste Duschen, aber das Gefühl für Standard vs. Aufmusterung ist ansonsten recht diffus. Ich spreche deshalb mittlerweile in jedem Erstgespräch an, dass ich eine Vorbemusterung für notwendig halte, um da einen besseren Eindruck zu bekommen. Die Firmen sind da jedoch fast alle sehr zurückhaltend, die mit Bemusterungszentrum mauern i.d.R. mit schwammigen Verweisen auf Corona, die anderen mit dezentralen Handelspartnern eiern generell ein wenig herum. Da muss ich dranbleiben.
 
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