Finanzierungsvolumen für unser Bauvorhaben realistisch?

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Das ist ein guter Punkt, zum Risiko Jobverlust kommen ja noch weitere hinzu, u.a. Unfall, Krankheit oder Tod. Nichts davon kann man ausschließen und für viele Jahrzehnte kann es keine Garantien geben. Bei mir besteht beruflich eine gute Perspektive, meine Partnerin hat noch nicht den Schritt zur Führungskraft gemacht und wird in einigen Jahren gehaltlich eher noch einen Schritt machen können, spätestens wenn die Kinder in der Schule oder auf weiterführenden Schulen sind. Am Ende muss man glaube ich nüchtern festhalten, dass wenn einer arbeitslos und einer ein Pflegefall werden sollte, wir das Haus verkaufen und uns neu orientieren müssen.

Ich hätte auch gerne schon 100.000 Euro mehr Eigenkapital angespart, die Zeit kann man nur leider nicht zurückdrehen. Hätte ich mich 2003 vom Börsencrash nicht abschrecken lassen, sondern selbst mit kleinen Summen in einen Aktiensparplan investiert oder ggf. an anderen Stellen etwas gespart, wäre das aus heutiger Sicht natürlich schöner. Um so konsequenter und zielstrebiger sind wir beide allerdings in den letzten Jahren gewesen, weil sich die Prioritäten da deutlich zugunsten Familie und Zuhause verschoben haben. Deswegen habe ich keinerlei Probleme damit, die Rate auch über Jahre konsequent zu leisten, weil ich sehr genau weiß, was mir ein schönes Zuhause für meine Familie bedeutet.

Pferde wird es keine geben, zumindest keine eigenen. Das muss man noch klären, ob die beiden Stallplätze an andere Personen vermietet werden dürfen. Einen knapp 25 m³ Pool hatten wir bereits, da waren die laufenden Kosten nicht extrem. Ich könnte mir bei einem Whirlpool vorstellen, dass das v.a. von den Stromkosten kommt. Beim Pool lief die Umwälzpumpe während der Saison dreimal täglich jeweils zwei Stunden, der Chlorverbrauch war erstaunlich gering. Wir wohnen aktuell in einem Miethaus >200m² und haben an sich alle Möbel. Natürlich werden die Kinder irgendwann ein größeres Bett, Schreibtisch etc. benötigen, das sind aber laufende Dinge aus den laufenden Einnahmen. Die Küche ist bisher eine reine Schätzung, Termine im Küchengeschäft haben wir erst noch. ;) Ich glaube allerdings schon, dass wir da durchaus vernünftig unterwegs sind und die Küche nicht 50.000 Euro kosten wird.
 
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Du hast das meistgenutzten Wort im Zusammenhang mit der Börse verwendet: HÄTTE ;). Gefällt mir, ist irgendwie ehrlich
Ansonsten finde ich es sehr gut, wenn sich hier mal jemand mit recht übersichtlichem Einkommen in Relation zum Gesamtvorhaben zur Diskussion rauswagt. Erfahrungsgemäss kommen immer zwischen 10 und 20% zu den anfangs geplanten Kosten hinzu; Du wirst daher wohl zum Ende hin bei ca. 1.2 Mio landen. Da musst Du in Anbetracht des doch dann recht geringen Eigenkapitalanteils etwas mehr Kredit nehmen, aber wer macht das heutzutage nicht? Wird nach etwas Suche schon irgendwie klappen... nur Mut!
 
Wie seht ihr das Thema Inflation? Die Kreditsumme und der Kaufpreis sind in heutigen Euro bemessen, die Rate bleibt über 25 Jahre gleich (in Abhängigkeit der Zinsbindung und Zinsentwicklung natürlich). Gehälter, die Miete und alles andere werden Inflation haben, die EZB peilt ja 2% als aus ihrer Sicht idealen Wert an. Arbeitet die Inflation dann nicht für den Käufer und sollte man von einer gewissen Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass das Netto in 20 Jahren auch 1.000, 2.000 oder 3.000 Euro höher liegt als heute, während die Rate dann immer noch 3.000 Euro im Monat ist?
 
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Wie seht ihr das Thema Inflation? Die Kreditsumme und der Kaufpreis sind in heutigen Euro bemessen, die Rate bleibt über 25 Jahre gleich (in Abhängigkeit der Zinsbindung und Zinsentwicklung natürlich). Gehälter, die Miete und alles andere werden Inflation haben, die EZB peilt ja 2% als aus ihrer Sicht idealen Wert an. Arbeitet die Inflation dann nicht für den Käufer und sollte man von einer gewissen Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass das Netto in 20 Jahren auch 1.000, 2.000 oder 3.000 Euro höher liegt als heute, während die Rate dann immer noch 3.000 Euro im Monat ist?
Natürlich ist das so. Rechnet nur keiner ein. Bei angenommenen 1,5%/a kann man ja ausrechnen was die Schulden in 20 Jahren noch ca wert sind.
 
Ist das ganze im Außenbereich?
Ist die einzige Auflage wirklich nur ein Mini-Stall, dessen Nutzung dann keine Rolle spielt?
Wenn Außenbereich mit Auflage landwirtschaftlicher Nutzung seid euch bewußt, dass selbst wenn das alles genehmigungstechnisch durchgeht der Wert des Hauses nicht annähernd der Investition entsprechen wird.
Was macht ihr mit 1500m² Rasen?
Ich sehe hier laufende Kosten für die Gartenpflege, so wie sich alles liest plant hier kein großer Selbermacher.
Ansonsten aber natürlich ne solide Sache bei dem Einkommen.
Du darfst halt echt nie länger AU sein, sonst ist Haus weg und Schulden bleiben über, da siehe oben.
 
Nein, es ist am Ortsrand in einer ländlichen Region. Es gibt ganz sicher keine Auflagen wie landwirtschaftliche Nutzung und es ist auch kein Mischgebiet mit Gewerbe.

Der Rasen ist sehr groß, meine aktuelle Idee zur Rasenpflege ist momentan ein Roboter oder ggf. ein gebrauchter Aufsitzrasenmäher. Mit Rasenmähen am Wochenende habe ich kein Problem. Wir würden ggf. auch ein paar Bäume pflanzen, aber damit wollte ich mich auch genauer beschäftigen, wenn z.B. ein Bauantrag gestellt ist und ich etwas Wartezeit habe, die ich für solche Sachen nutzen kann. Wir werden auch unser Trampolin und den Sandkasten mitnehmen. Die Großeltern wollen einen Spielturm aus Holz mit Rutsche und Schaukel stiften, das reduziert dann die Rasenfläche alles noch etwas.
 
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