Finanzierungsvolumen für unser Bauvorhaben realistisch?

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Gibt es da Daumenregeln? Ich meine mal vom Hundertfachen des Nettogehaltes gehört zu haben?
Kenne ich auch die Regel, aber wir sind 10 Jahre jünger und haben somit 10 Jahre mehr Zeit zum Abzahlen. Das muss ja auch mit reinspielen.
Aber wenn die Bank euch 900k gibt und ihr damit ruhig schlafen könnt und ihr wirklich bis zum Renteneintritt zahlen wollt, dann ist es doch okay.

Haltet ihr 515.000 Euro nur für das Haus (ohne Küche) nicht für realistisch? Bei 200 m² wären das 2.575 Euro pro m², da hätte ich gedacht, dass das nicht zu niedrig geschätzt ist. Wenn ihr sagt, dass z.B. unter 3.000 Euro pro m² nichts geht muss ich natürlich anfangen zu streichen, Pool, Garage o.ä.
Ich denke schon, dass das realistisch ist, wenn man keinen Luxus möchte.
Wenn's draußen mit Pool und Pferdestall losgeht, dann wird es innen aber möglicherweise auch mit 2500€/qm knapp.

Mit Pool erklärt sich deine Außenanlagenkalkulation natürlich.
Hecke und Rasen kommen mir trotzdem teuer vor.
Wir haben aktuell beides gemacht.
Hecke waren bei uns 100 Pflanzen für je 10€, also 1000€. Aber kann man wahrscheinlich auch die geplanten 8000€ loswerden.
Rasensamen waren bei uns 50€. Wie kommst du auf 7000€?

Ich würde lieber auf den Pool verzichten als bei 3 kleinen Kindern Vollzeit zu arbeiten und das bei über 9000 netto. Aber das ist natürlich eure Abwägung.
 
Die 7.000 Euro waren eine Schätzung von Gärtnerbetrieben inklusive Arbeitszeit auch für die Bodenvorbereitung. Oberfläche abziehen, begradigen, verdichten. Ob das im Detail nötig ist kann ich noch nicht sagen, der Garten stand bisher in der Priorität etwas hinten an. Das Grundstück ist noch nicht so, dass ich da mit Firmen hin könnte, um es zu inspizieren. Die können bisher alle nur grob schätzen.
 
Drei Kinder im Abstand von jeweils einem Jahr... Also ich finde das sportlich, davon auszugehen, Frau könnte dann fix wieder Vollzeit arbeiten. Da ist doch dauernd eines der Kinder krank, die Infekte laufen im Kreis, ist das letzte gesund, fängt das erste wieder an... In deiner Position machst du ja eher auch nicht nine to five und springst deiner Frau dann bei der Kinderbetreuung bei. Sondern da liegen Dienstreisen an, Veranstaltungen auch am Abend und Wochenende... Wenn Mama das dann mit den drei Kleinen so nebenbei "wuppt", Respekt! Jedenfalls würde ich erstmal nur mit 50% Teilzeit kalkulieren.

Darf man mal dumm fragen... Bei dem Überschuss und dem genannten EK könnt ihr ja noch nicht sehr lange so sparen? Oder hattet ihr andere große Ausgaben?

Jedenfalls... In dem Gehalts-Bereich und wenn man ansonsten nicht auf großem Fuß lebt... Dann ist die genannte Summe machbar. Selbst wenn die Hälfte vom Einkommen in das Haus fließt, ist der Rest zum Leben so groß... Davon können 95% der Leute nur träumen.
 
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Natürlich könnt Ihr euch unter diesen Voraussetzungen ein Haus leisten. Jedoch gibt es für mich Punkte die mich zweifeln lassen.

Laut deiner Rechnung habt Ihr einen Überschuss von aktuell 3000.-, bis vor einem Jahr muss dieser noch höher gewesen sein, als noch keine Kinder da waren. Dh. das EK von 120t€ solltet ihr doch locker innerhalb von 3-4 Jahren angespart haben. Was war in den Jahren davor? Weniger verdient oder mehr ausgegeben? Aktien/ Fonds?

Ich bin der Meinung, dass Euer EK nicht dem entspricht was man in Eurem Alter in Verbindung mit dem Einkommen erwartet.

Ansonsten ist euer Vorhaben, unter den o.g. Voraussetzungen durchaus machbar, mit evtl. schön gerechneten Zahlen müsst ihr dann leben.

BTW. Ein 2500 €/m² Haus ist Standard mit ein paar Extras, passt aber nicht zu dem was Ihr im Außenbereich vor habt. Falls Ihr im inneren ähnlichen Luxus erwartet, solltet Ihr nochmals in Euch gehen.
 
Das ist richtig, wir hatten höhere bzw. andere Ausgaben, z.B. ein selbst zu bezahlendes Erstauto mit Kosten für Wertverlust, Versicherung und Kraftstoff, ein Motorrad und den Hausrat. Auch das Gehalt war bis vor nicht allzu langer Zeit etwas geringer.

Der Pool ist sicherlich Luxus, da kann es keine zwei Meinungen geben und ist sicher auch der erste Streichkandidat, wenn die Gesamtkosten zu teuer werden. Ansonsten kann man sicher die Terrasse oder die Garage kleiner machen, aber da bin ich tatsächlich noch gar nicht festgelegt. Rasen säen und den Gartenzaun empfinde ich eher nicht als luxuriös. Ich bin die letzten Wochen damit beschäftigt, die Kostenaufstellung immer weiter zu präzisieren und stelle einfach fest, dass einerseits eine Vielzahl auch kleiner Einzelpositionen große Gesamtsummen ergeben und andererseits das große Grundstück sich auch auswirkt, selbst wenn der Quadratmeterpreis nicht einmal so hoch ist. 200 Meter Gartenzaun mit Installation scheinen z.B. einfach teuer zu sein.

Am Ende möchte ich meiner Familie ein schönes zu Hause schaffen, ohne das in ein völlig verrücktes Abenteuer zu stürzen. Dass wir in den nächsten 20 Jahren auch ca. 400.000 - 500.000 Euro Miete bezahlen werden, motiviert auch, den Schritt nun zu gehen, aber natürlich kann man diskutieren, an welchen Stellschrauben man noch eine Nuance zurückdreht.
 
Wie sicher ist dein Einkommen, deine Stelle und deiner Frau ?

Auch GF können entlassen werden und solche Stellen sind eher rar. Was sagte mein alter wegrationalisierter cheff einmal " oben ist die luft sehr dünn".

Bei so einer Investitionssumme würde ich auch viel mehr EK erwarten um das Darlehen zu senken. 3 Kinder in Vollzeit über Jahre plus Bau muss man auch erstmal stemmen. Wir sind schon nervlich zerbröselt mit 2 ( 8 & 5) in der aktuellen Situation.

Pool mit 55k, Pferde und dann 15k Küche in einem Mio Haus. Da fehlt mir die Relation. Was ist mit Möbeln ?

Zumindest empfinde ich Pool als nice to have und Kostenfaktor auch in der Unterhaltung. Unsere Whirlpool für 6k frisst schon ca. 900 € im Jahr Strom und das ganze Chlorzeug.
 
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