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Feedback zu "Haus der Handwerker"

4,60 Stern(e) 5 Votes
Nein, die Auswahlmöglichkeiten bei HDH sind sogar relativ klein wenn man im Standard bleibt (der aber durchaus in Ordnung ist). Intensiv beschäftigen muss man sich deshalb, weil es kein Bauträger ist. D.h. ich rechne mit jedem Handwerker einzeln ab (je nach Fortschritt sogar mehrere Teilrechnungen pro Handwerker), bespreche auch mit jedem Handwerker einzeln die Leistungen, Probleme, Fortschritte etc. und muss mich (wenn es dumm läuft, bei uns bis jetzt noch nicht) auch mit jedem einzelnen rumärgern, wenn was schief geht. Man muss die Baufortschritte akribisch mitvollziehen, sollte sehr oft vot Ort auf der Baustelle sein und muss sich Wissen aneignen. Man muss sich auch um manche Dinge selber kümmern, die bei einem Bauträger z.B. nicht beim Bauherren liegen und diese Dinge erfährt man nicht immer sofort oder nur, wenn man nachfragt. (Bsp. bei uns stellt sich gerade die Frage, wer denn für das Bestellen der Garage zuständig ist - der Bauleiter? der Bauherr selber? oder wer?).
Das klingt aufwendig, ist es auch, aber: ich habe den vollen Überblick über die Leistungen, die Kosten etc.
Da jeder Handwerker einen Einzelvertrag mit dem Bauherren hat, kann auch z.B. schlechtere Leitung nicht vom Folgehandwerker vertuscht werden (wie bei Bauträgern manchmal der Fall).
Warten wir mal, bis unser Haus fertig ist und dann kann ich sagen, ob ich es wieder so machen würde.
 
Auch ne Meldung von meiner Wenigkeit. Wir haben im Spätsommer 2010 bei HDH unterzeichnet und jetzt im Spätsommer 2011 mit dem Bau begonnen. Ursache war einerseits das Bauamt Stuttgart, aber auch die (subjektiver Eindruck) schleppende Bearbeitung seitens HDH. Da wir keinen Termindruck haben bzgl. Umzug, Kredit etc. ist es mir Wurscht.
Momentan kann ich sagen, dass die Kommunikation mit HDH funktioniert, Bauleiter ist gut und die Rohbaufirma m.E. top.
Was mich ein bisschen stört sind die zu niedrig angesetzten Baunebenkosten von 15.000 ,-€ - 25.000 sind eher realistisch.
Worüber ich nur schmunzeln kann sind Feststellungen im Forum, dass man sich um vieles selber kümmern muss, wenn man mit HDH baut. Das ist auch wahr, aber hallo - man baut ein Haus für 300.000,- (mit Grund). Da kümmere ich mich gern um alles mögliche, kontrolliere Baustoffe und überlasse nichts dem Zufall. Mal sehen, wie's so weiter läuft.
 
Wir bauen ebenfalls mit HdH und ich kann bis jetzt eigentlich fast nur Gutes über die Firma sagen. Wir haben im September 2010 unterschrieben, wobei aber für uns klar war, dass es erst in 2011 losgehen - unsere Straße war nämlich noch nicht fertig. :p Im Mai wurde dann die Grube ausgehoben und seitdem flutscht es. Ich kann es selbst kaum glauben, aber wir liegen immer noch voll im Zeitplan.

Letzte Woche wurde die Fußbodenheizung installiert, gestern kam der Estrich rein und dann geht auch schon der Innenausbau los. Wenn das so weiter geht, können wir tatsächlich Ende November, also nach 7 Monaten einziehen - ich bin echt platt! Ich denke, der Grundstein für diese pünktliche Abwicklung wurde damit gelegt, dass unser Rohbauer pünktlich angefangen hat und ebenso pünktlich fertig wurde. Damit blieb es bei allen nachfolgenden Gewerken beim ursprünglichen Termin und es kam zu keiner Kettenreaktion von Verschiebungen. Unser Rohbauer war generell echt super, den kann ich nur empfehlen.

Ebenso viele Glück hatten wir mit unserem Bauleiter. Am Anfang machte er einen etwas zurückhaltenden Eindruck, aber ich muss sagen, er hat ein sehr strukturiertes System und die Handwerker zudem im Griff. Ich weiß, dass es nicht auf allen Baustellen von HdH so rund läuft, aber bei uns war die Kombination aus Rohbauer und Bauleiter schon mal die halbe Miete.


Wichtig war außerdem, dass meine Frau und ich uns selbst hinter den Handwerkern her waren. Ich habe immer drei Wochen vor deren Termin bei denen angerufen und sie an den Termin erinnert. Die meisten davon waren ziemlich überrascht, weil sie das nicht gewohnt waren, sondern normalerweise eben irgendwann einen Abruf vom Bauleiter bekommen. Aber ich hab Ihnen alle gesagt, sie sollten bitte den Bauleiter anrufen und mit ihm die Terminschiene besprechen. Bei mehreren Gewerken konnten wir allein schon durch unseren Anruf den Termin retten, da die Handwerker sich nicht mehr dadurch rausreden konnten, nichts vom Bauleiter gehört zu haben. Außerdem konnte man so offene Punkte rechtzeitig abstimmen.

Abzustimmen gibt es übrigens noch sehr viel. So gut die meisten Handwerker auch funktionieren, es gibt einfach unheimlich viel zu entscheiden. Küche, Fußböden, Fliesen, Türen, Elektrik, Sanitär, Dach... Es gibt kein Gewerk, wo nicht noch Dinge besprochen und vor Ort entschieden werden müssen. Das scheint beim Bauen einfach dazu zu gehören, denn vieles ergibt sich einfach erst. Ich kann daher jedem nur empfehlen, so oft wie möglich auf der Baustelle zu erscheinen und mit den Handwerkern zu reden. Das gilt unabhängig von der Baufirma! Ich gebe zu, momentan ist es echt stressig und das Familienleben leidet darunter. Aber wir wissen, dass es nur eine Phase ist, die bald vorbei sein wird, da müssen wir jetzt halt wie alle Häuslesbauer durch. Und über Fehler, die nur passieren, weil man nicht vor Ort war und gefragt werden konnte, regt man sich hinterher am meisten auf.

Generell kann man auch sagen, dass es kaum ein Gewerk gibt, bei dem nicht noch irgendwelche Zusatzkosten entstehen. Da kann man HdH noch nicht mal einen echten Vorwurf machen, die Baubeschreibung und unsere Anlage A waren schon recht genau. Aber trotzdem merkt man bei Bauen oft, dass doch Lücken da sind oder man vor allem auch Ansprüche hat, die eben nicht abgedeckt sind. Bei der Elektrik sagte uns der Handwerker z.B. klipp und klar, dass er noch keine Baustelle gehabt hätte, wo er noch mindestens 1000 Euro extra bekommen hätte, denn JEDER hätte Sonderwünsche. Tja, und Recht hat er! So zieht sich das überall durch, wir hatten kein Gewerk, wo wir nicht etwas extra bezahlt hätten. Der Vorteil von diesen Nachaufträgen ist allerdings, dass man vor Ort die deutlich besseren Preise bekommt als wenn man es über HdH bestellt hätte. Na ja, im Moment sind die Zinsen ja wieder günstig...! ;-)

Generell ist das Bauen mit HdH aus meiner Sicht so anstrengend wie das Bauen mit einem Architekten, aber auch nicht mehr. Man hat viel Eigenverantwortung, was ich inzwischen aber als Chance sehe. Unser Haus entspricht dadurch genau unseren Vorstellungen. Wer den Stress nicht will und kompromissbereiter ist, sollte sich ein schon fertiges Haus kaufen. Ich hatte aber immer den Eindruck, dass HdH bzw. der Bauleiter uns bei laufenden Probleme unterstützt, man wird nach der Unterschrift also nicht allein gelassen.

Als Baunebenkosten muss man übrigens 15.000 Euro für Erdarbeiten etc. PLUS nochmals 15.000 Euro für die Außenanlagen (Garageneinfahrt, Garten...) rechnen. Alles andere ist Selbstbetrug und führt zu Finanzierungsprobleme.

Viele Grüße

Rainer
 
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So, von mir auch mal wieder ein Zwischenfeadback.
Zuerst einmal muss ich unserem Vorredner zustimmen, was die Extrazahlungen pro Gewerk betrifft. Auch wir haben Sonderwünsche und somit immer einen Aufpreis. Insgesamt wird sich das bei uns so auf die 7000 - 8000 € belaufen (der Elektriker bekam übrigens 1250€ zusätzlich). Allerdings bekommt man bei jedem Gewerk 2-3% Skonto wenn man schnell bezahlt, was einen Teil der Zusatzkosten wieder reinholt. Die Baunebenkosten von 15 000 sind gut kalkuliert. Bei uns wird das reichen. Dass die Außenanlage und eventuelle Vorschriften der Stadt (bei uns z.B. eine Zisterne) noch extra zu Buche schlagen, versteht sich doch von selbst. Diese Kosten sind bei der Kalkulation von HDH gar nicht aufgeführt, womit man auch nicht sagen kann, das Geld würde nicht reichen. Für das, was angegeben ist, reicht es (zumindest bei uns).

Und jetzt zu unserem Baufortschritt. Mit einem Wort: super.
Nachdem es (wie oben geschrieben) lange gedauert hat bis es losging, läuft es jetzt umso besser.
Der Rohbauer war eine Woche schneller fertig und hat sehr gute Arbeit geleistet. Der Zimmerer/ Dachdecker kam dann ebenfalls früher und hat ruckzuck das Dach fertig gehabt. Die Fenster und die Haustür wurden in 1,5 Tagen eingebaut, direkt danach kam der Elektriker und hat in 2,5 Tagen die Rohinstallation gemacht (inklusive Sonderwünsche). Nächste Woche kommt dann schon der Verputzer. Unser Zeitplan wird bis jetzt also voll eingehalten, die Handwerker Leisten gute Arbeit und mit unserem Bauleiter klappt jetzt auch alles reibungslos.
Wir sind zum heutigen Stand sehr zufrieden.
 
Hallo alle zusammen,
nach eigenen Erfahrungen - die hoffentlich bald zu Ende gehen - kann ich nur Raten, aus dem Vertrag mit dem HDH auszusteigen, solange der Bau noch nicht begonnen hat.
Nach nunmehr mehr als 2,5 Jahren kommt ein Bauprojekt für eine Doppelhaushälfte nun endlich zur Fertigstellung und es beginnen die Rechtsstreitigkeiten zu Mängeln und Vergütungsfragen.
Diese Erfahrung war derart Stressreich und frustrierend, dass ich dazu beitragen möchte, dass anderen diese Erfahrung erspart bleibt und möchte eindringlich davor warnen, mit dem HDH zu arbeiten.
Der HDH wirbt mit einem 'ausgereiften und strengem Bewertungssystem', Qualitätsbegleitung und -Abnahme der DEKRA und 'perfekt aufeinander abgestimmt, sämtliche Leistungen von Mitgliedern des Verbandes die schon über lange Zeit ihre wirtschaftliche Solidität bewiesen haben.', um die Qualität der Handwerker, die Verbandsmitglieder sind zu gewährleisten und mit : Bundesverband Haus der Handwerker e.V.
Leider hat sich herausgestellt, dass die Realität mit diesem Versprechen nicht viel gemein hat.
Im Mai 2009 habe ich einen Vertrage mit dem HDH abgeschlossen, 2 Doppelhaushälften zu einem Festpreis zu erbauen. Mir wurde damals mitgeteilt, dass der Gesamtablauf ca. 9 Monate wäre: 3 Monate Planung und Baugenehmigung und 6 Monate Bauzeit. Die Finanzierung stand und die Planung begann im Juni 2009.
Zunächst hat sich der Architekt als nachlässig herausgestellt und den Baubeginn unnötigerweise in den März 2010 herausgezögert nach dem langen, kalten Winter 2009/2010, da er einfach übersehen hat, Formulare einzureichen, die - wie ich später festgestellt habe - offen auf der Webseite der Stadt Böblingen herunterzuladen waren.
Bei Baubeginn im März 2010 legte mir der Bauleiter einen Plan für die Fertigstellung und Übergabe am 1.10.2010 vor. Zunächst schien die Rohbauphase reibungslos und nach Plan zu verlaufen. Im Nachhinein lag das wohl hauptsächlich daran, dass der Rohbauer zuverlässig ist und der Bauleiter in der Phase nicht mehrere Handwerker koordinieren musste.
Sobald der Rohbau stand und es daran ging, weitere Gewerke abzustimmen, fingen an, sich die DEKRA Mängel zu häufen und die Verzögerungen einzusetzen. Ab Sommer 2010 war der Bauleiter dann quasi nicht mehr involviert oder erreichbar, so dass ich als Laie selbst eingreifen musste, um die Gewerke einzutakten, abzustimmen und hinter den Handwerker herzusein, ihre Leistungen zu erbringen und Mängel zu adressieren.
Mängel am Bau und Mangel an Einsatz und Autorität brachten den Bau zum Stillstand von Juli bis November 2010, nachdem es dann zu kalt wurde und die Arbeiten wieder bis Februar 2011 ausgesetzt werden mussten. Dies wäre nicht notwendig gewesen, hätte der Bauleiter seinen ursprünglichen Plan verfolgt und die Versorgung von Strom und Heizung vor Errichtung des Gerüsts erstellen lassen, oder im November eine Geruestumbau angeordnet, um die Versorgung herzustellen, so dass ueber Winter Innenarbeiten hätten vorgenommen werden können. Zu dem Zeitpunkt, da ich im Dezember als Laie auf diese Idee kam, konnten die Versorgungsleitungen im gefrorenen Boden nicht mehr gelegt werden und sich alles bis Februar 2010 verschob.
Im April 2011 konnte ich die Haushälften endlich vermieten, obwohl noch immer Arbeiten offen waren. Die Heizungsanlage ist bis heute (21.11.2011) noch immer nicht vollständig funktionsfähig.
Baubegleitend hatten wir 4 DEKRA Begehungen seit dem Rohbau im April 2010. Aus diesen Begehungen sind pro Haushälfte noch immer ueber 55 Mängel offen, aufgrund dessen die DEKRA das Qualitätszertifikat verweigert hat.
Ende August kam es nach einem heftigen Gewitter zu Wassereinbruch in einer Haushälfte. Als Korrektur wurde zu dem Zeitpunkt festgestellt, dass die Regenrinne ueber Kapazität war und korrigiert werden muss. Es hat bis zum 14. November gedauert, bis diese Arbeiten endlich ausgeführt wurden. Andere Mängel, wie z.B. die Höhe eines Geländers, die im April 2011 dokumentiert wurden, wurden erst am 9.11.2011 nach massiven Druck meinerseits, Briefen durch meinen Anwalt und Einbehalt von ausstehenden Zahlungen, adressiert und ueber 50 Mängel sind laut der DEKRA noch immer als 'noch nicht abgestellt' dokumentiert.
Sobald wir durch einen kompetenten lokalen Heizungsbauer die Heizung endlich funktionsfähig bekommen, hoffe ich, dass zumindest die Belastung der Mieter durch ständige Handwerkerbesuche ein Ende nimmt. Die Odyssee dieses Bauvorhabens wird noch Monate oder Jahre auf gerichtlicher Ebene weitergehen, um die ueber 30.000 Euro Zusatzkosten und Mietausfälle, die mir durch die mangelnde Qualität und Nachlässigkeit der HDH Handwerker entstanden sind, auszufechten.
 
Sehr geehrter Herr Dammers,


ich habe als verantwortlicher Leiter Qualitätsmanagement/Controlling für Ihr Bauvorhaben mit erheblicher Verwunderung feststellen müssen, dass Sie über Haus der Handwerker einen Beitrag im Internet veröffentlicht haben.

Dies umso mehr, als es mich in gewissem Sinne persönlich trifft. Es ist wohl schlechter Stil, sich mit Anliegen direkt an die Öffentlichkeit zu wenden, die dann die Zusammenhänge nicht kennt, anstatt sich direkt an mich zu wenden. Zudem ist es für mich nicht nachvollziehbar, wenn Tatsachen unvollständig oder gar falsch dargestellt werden.

Die DEKRA hat nicht das Zertifikat verweigert, wie Ihnen zwischenzeitlich bekannt sein dürfte, sondern Ihre Häuser als mängelfrei abgenommen und das entsprechende Zertifikat ausgestellt.

Die Abrechnung der einzelnen Gewerke, einschließlich Berücksichtigung der Einbehalte liegt Ihnen vor, so dass Ihrerseits diesbezüglich gegenüber den Firmen gehandelt werden kann.

Ich stehe Ihnen, wie bisher auch, gern zu einem direkten Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Grieshammer
Qualitätsmanagement/Controlling



Hallo alle zusammen,
nach eigenen Erfahrungen - die hoffentlich bald zu Ende gehen - kann ich nur Raten, aus dem Vertrag mit dem HDH auszusteigen, solange der Bau noch nicht begonnen hat.
Nach nunmehr mehr als 2,5 Jahren kommt ein Bauprojekt für eine Doppelhaushälfte nun endlich zur Fertigstellung und es beginnen die Rechtsstreitigkeiten zu Mängeln und Vergütungsfragen.
Diese Erfahrung war derart Stressreich und frustrierend, dass ich dazu beitragen möchte, dass anderen diese Erfahrung erspart bleibt und möchte eindringlich davor warnen, mit dem HDH zu arbeiten.
Der HDH wirbt mit einem 'ausgereiften und strengem Bewertungssystem', Qualitätsbegleitung und -Abnahme der DEKRA und 'perfekt aufeinander abgestimmt, sämtliche Leistungen von Mitgliedern des Verbandes die schon über lange Zeit ihre wirtschaftliche Solidität bewiesen haben.', um die Qualität der Handwerker, die Verbandsmitglieder sind zu gewährleisten und mit : Bundesverband Haus der Handwerker e.V.
Leider hat sich herausgestellt, dass die Realität mit diesem Versprechen nicht viel gemein hat.
Im Mai 2009 habe ich einen Vertrage mit dem HDH abgeschlossen, 2 Doppelhaushälften zu einem Festpreis zu erbauen. Mir wurde damals mitgeteilt, dass der Gesamtablauf ca. 9 Monate wäre: 3 Monate Planung und Baugenehmigung und 6 Monate Bauzeit. Die Finanzierung stand und die Planung begann im Juni 2009.
Zunächst hat sich der Architekt als nachlässig herausgestellt und den Baubeginn unnötigerweise in den März 2010 herausgezögert nach dem langen, kalten Winter 2009/2010, da er einfach übersehen hat, Formulare einzureichen, die - wie ich später festgestellt habe - offen auf der Webseite der Stadt Böblingen herunterzuladen waren.
Bei Baubeginn im März 2010 legte mir der Bauleiter einen Plan für die Fertigstellung und Übergabe am 1.10.2010 vor. Zunächst schien die Rohbauphase reibungslos und nach Plan zu verlaufen. Im Nachhinein lag das wohl hauptsächlich daran, dass der Rohbauer zuverlässig ist und der Bauleiter in der Phase nicht mehrere Handwerker koordinieren musste.
Sobald der Rohbau stand und es daran ging, weitere Gewerke abzustimmen, fingen an, sich die DEKRA Mängel zu häufen und die Verzögerungen einzusetzen. Ab Sommer 2010 war der Bauleiter dann quasi nicht mehr involviert oder erreichbar, so dass ich als Laie selbst eingreifen musste, um die Gewerke einzutakten, abzustimmen und hinter den Handwerker herzusein, ihre Leistungen zu erbringen und Mängel zu adressieren.
Mängel am Bau und Mangel an Einsatz und Autorität brachten den Bau zum Stillstand von Juli bis November 2010, nachdem es dann zu kalt wurde und die Arbeiten wieder bis Februar 2011 ausgesetzt werden mussten. Dies wäre nicht notwendig gewesen, hätte der Bauleiter seinen ursprünglichen Plan verfolgt und die Versorgung von Strom und Heizung vor Errichtung des Gerüsts erstellen lassen, oder im November eine Geruestumbau angeordnet, um die Versorgung herzustellen, so dass ueber Winter Innenarbeiten hätten vorgenommen werden können. Zu dem Zeitpunkt, da ich im Dezember als Laie auf diese Idee kam, konnten die Versorgungsleitungen im gefrorenen Boden nicht mehr gelegt werden und sich alles bis Februar 2010 verschob.
Im April 2011 konnte ich die Haushälften endlich vermieten, obwohl noch immer Arbeiten offen waren. Die Heizungsanlage ist bis heute (21.11.2011) noch immer nicht vollständig funktionsfähig.
Baubegleitend hatten wir 4 DEKRA Begehungen seit dem Rohbau im April 2010. Aus diesen Begehungen sind pro Haushälfte noch immer ueber 55 Mängel offen, aufgrund dessen die DEKRA das Qualitätszertifikat verweigert hat.
Ende August kam es nach einem heftigen Gewitter zu Wassereinbruch in einer Haushälfte. Als Korrektur wurde zu dem Zeitpunkt festgestellt, dass die Regenrinne ueber Kapazität war und korrigiert werden muss. Es hat bis zum 14. November gedauert, bis diese Arbeiten endlich ausgeführt wurden. Andere Mängel, wie z.B. die Höhe eines Geländers, die im April 2011 dokumentiert wurden, wurden erst am 9.11.2011 nach massiven Druck meinerseits, Briefen durch meinen Anwalt und Einbehalt von ausstehenden Zahlungen, adressiert und ueber 50 Mängel sind laut der DEKRA noch immer als 'noch nicht abgestellt' dokumentiert.
Sobald wir durch einen kompetenten lokalen Heizungsbauer die Heizung endlich funktionsfähig bekommen, hoffe ich, dass zumindest die Belastung der Mieter durch ständige Handwerkerbesuche ein Ende nimmt. Die Odyssee dieses Bauvorhabens wird noch Monate oder Jahre auf gerichtlicher Ebene weitergehen, um die ueber 30.000 Euro Zusatzkosten und Mietausfälle, die mir durch die mangelnde Qualität und Nachlässigkeit der HDH Handwerker entstanden sind, auszufechten.
 

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