ᐅ EZB senkt Leitzinsen: Was erwartet uns 2025?
Erstellt am: 13.12.2024 09:45
Fyddles 13.12.2024 09:45
Hallo,
die Europäische Zentralbank hat gerade beschlossen, die Leitzinsen erneut zu senken, ein Schritt, der unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Einerseits könnten niedrigere Zinsen Wirtschaftswachstum stimulieren, indem sie Investitionen und Konsum anregen. Andererseits besteht die Gefahr, dass sich die Inflation verschärft, was die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen könnte. Zudem stellt sich die Frage, wie sich diese Entscheidung langfristig auf das Bankensystem und die Sparguthaben der Bürger auswirken könnte. Welche Konsequenzen könnte die EZB-Politik bis 2025 haben? Gibt es andere Maßnahmen, die sinnvoller wären, um wirtschaftliche Stabilität in der Eurozone sicherzustellen?
Grüsse
die Europäische Zentralbank hat gerade beschlossen, die Leitzinsen erneut zu senken, ein Schritt, der unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Einerseits könnten niedrigere Zinsen Wirtschaftswachstum stimulieren, indem sie Investitionen und Konsum anregen. Andererseits besteht die Gefahr, dass sich die Inflation verschärft, was die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen könnte. Zudem stellt sich die Frage, wie sich diese Entscheidung langfristig auf das Bankensystem und die Sparguthaben der Bürger auswirken könnte. Welche Konsequenzen könnte die EZB-Politik bis 2025 haben? Gibt es andere Maßnahmen, die sinnvoller wären, um wirtschaftliche Stabilität in der Eurozone sicherzustellen?
Grüsse
nordanney 13.12.2024 09:55
Falsche Frage. Das einzige Ziel der EZB ist Preisstabilität. Die wirtschaftliche Entwicklung wird zwar betrachtet, ordnet sich aber dem einzigen echten Ziel unter. Insofern gibt es bestimmt Maßnahmen, aber die kommen dann für die wirtschaftliche Stabilität nicht von der EZB, da sie keine Maßnahmen in die Richtung durchführen darf, kann und wird.
Teimo1988 13.12.2024 10:59
nordanney schrieb:
Falsche Frage. Das einzige Ziel der EZB ist Preisstabilität. Die wirtschaftliche Entwicklung wird zwar betrachtet, ordnet sich aber dem einzigen echten Ziel unter. Insofern gibt es bestimmt Maßnahmen, aber die kommen dann für die wirtschaftliche Stabilität nicht von der EZB, da sie keine Maßnahmen in die Richtung durchführen darf, kann und wird.Natürlich ist das die offizielle Aufgabe der EZB aber du wirst ja nicht ernsthaft behaupten, dass die EZB sich an dieses Leitbild hält? nordanney 13.12.2024 11:04
Teimo1988 schrieb:
Natürlich ist das die offizielle Aufgabe der EZB aber du wirst ja nicht ernsthaft behaupten, dass die EZB sich an dieses Leitbild hält?Tatsächlich tut sie das. Alle Maßnahmen - auch wenn sie Auswirkungen auf die Wirtschaft haben - zielen und zielten in der Vergangenheit auf Preisstabilität = Inflation. MachsSelbst 13.12.2024 11:48
Ja. Deswegen wird auch immer so viel Wind gemacht, wenn ein neuer "Währungshüter" gewählt wird. Die Südländer wollen keinen aus dem Norden und umgekehrt. Das ist bestimmt nicht so, weil der Währungshüter frei von jeder politischen und nationalen Couleur seine Entscheidungen einzig und allein mit Blick auf die Stabilität trifft.
Zumal das ja schon ein Witz schlechthin ist, denn das Inflationsziel liegt bei 2% und konterkariert damit das Wort "Preisstabilität". Mit 2% pro Jahr steigende Preise sind alles, aber nicht stabil.
Natürlich spielt da auch Politik und Wirtschaft eine Rolle... und hier auch in erster Linie die des Landes, aus dem man stammt.
Ein deutscher oder holländischer EZB-Präsident würde vollkommen anders agieren, als ein italienischer das in der Vergangenheit getan hat und eine Französin das gerade tut. Man hat den Absprung aus der Nullzinsphase auch deswegen nicht gefunden, weil er die Südländer schon Mitte des Jahrzehnts ruiniert hätte.
Zumal das ja schon ein Witz schlechthin ist, denn das Inflationsziel liegt bei 2% und konterkariert damit das Wort "Preisstabilität". Mit 2% pro Jahr steigende Preise sind alles, aber nicht stabil.
Natürlich spielt da auch Politik und Wirtschaft eine Rolle... und hier auch in erster Linie die des Landes, aus dem man stammt.
Ein deutscher oder holländischer EZB-Präsident würde vollkommen anders agieren, als ein italienischer das in der Vergangenheit getan hat und eine Französin das gerade tut. Man hat den Absprung aus der Nullzinsphase auch deswegen nicht gefunden, weil er die Südländer schon Mitte des Jahrzehnts ruiniert hätte.
chand1986 13.12.2024 12:20
MachsSelbst schrieb:
Ja. Deswegen wird auch immer so viel Wind gemacht, wenn ein neuer "Währungshüter" gewählt wird. Die Südländer wollen keinen aus dem Norden und umgekehrt. Das ist bestimmt nicht so, weil der Währungshüter frei von jeder politischen und nationalen Couleur seine Entscheidungen einzig und allein mit Blick auf die Stabilität trifft.
Zumal das ja schon ein Witz schlechthin ist, denn das Inflationsziel liegt bei 2% und konterkariert damit das Wort "Preisstabilität". Mit 2% pro Jahr steigende Preise sind alles, aber nicht stabil.
Natürlich spielt da auch Politik und Wirtschaft eine Rolle... und hier auch in erster Linie die des Landes, aus dem man stammt.
Ein deutscher oder holländischer EZB-Präsident würde vollkommen anders agieren, als ein italienischer das in der Vergangenheit getan hat und eine Französin das gerade tut. Man hat den Absprung aus der Nullzinsphase auch deswegen nicht gefunden, weil er die Südländer schon Mitte des Jahrzehnts ruiniert hätte.Niedrige, aber stabile Inflation ist ja deshalb das (weltweite) Ziel, weil man a) Abstand zum deflationären Kollaps und
b) Innovationsdynamik haben möchte
Vom Wortsinn her hast du aber recht - Preisentwicklungsstabilität wäre treffender.