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ᐅ Bau als Single, Heirat und Ehevertrag


Erstellt am: 08.08.2020 13:08

Rollo83 08.08.2020 13:08
Guten Tag zusammen.
Ich hätte eine grundsätzliche Frage oder bräuchte Anregungen zwecks Hochzeit und Ehevertrag.

Kurz vorab:
2015 als Single hab ich ein Doppelhaushälfte gebaut und ist jetzt zu 50% abgezahlt.
2016 ist meine Freundin eingezogen die ich im November heirate.
Ich zahle die Raten + Nebenkosten meine baldige Frau zahlt die Einkäufe.
Ist für mich völlig ok. Wird „eigentlich“ auch so beibehalten sowie getrennte Konten. Wir sind da einer Meinung so lange noch kein Kind da ist und beide voll Arbeiten.

Meine baldige Frau hat angeboten einen Ehevertrag zwecks des Hauses zu unterschreiben aber ich sehe die Notwendigkeit nur bedingt. Das ihr bei einer Scheidung in x Jahren dann Anteile an dem Haus gehören würden obwohl sie nie dafür gezahlt hat ist mir natürlich klar, geschenkt.

Ich überlege jetzt eher negative Punkte was auf sie zu kommen könnte. Was passiert wenn ich die Rate nicht mehr zahlen kann oder was gibt es noch für Punkte die einen Ehevertrag sinnig machen.

Habe auch schon überlegt ihr 25% vom Haus zu überschreiben wenn wir uns die letzten 50% der Zahlungen teilen würden aber ich glaube das möchte sie gar nicht.

Ich bräuchte echt mal Input zu dem Thema, bin da völlig unbefleckt.

User0815 08.08.2020 13:22
Ihr gehört bei einer Scheidung kein Anteil an Haus. Der Wertzuwachs, den das Haus in der Ehezeit erworben hat, wird geteilt. Das ist ein reiner Geldanspruch.
Wenn du nicht zahlst wird die Bank gegen dich vorgehen. Zwangsvollstreckung oder letztendlich Zwangsversteigerung. Solange sie nicht im Darlehensvertrag steht, ist sie raus.

nordanney 08.08.2020 13:29
Rollo83 schrieb:

Das ihr bei einer Scheidung in x Jahren dann Anteile an dem Haus gehören würden obwohl sie nie dafür gezahlt hat ist mir natürlich klar, geschenkt.
Nur der Zugewinn wird ausgeglichen. Also Wertsteigerung sowie niedrigere Schulden. Solltest Du Ihr Anteile vom Haus übertragen (kostet übrigens nur ein paar € für den Notar, auf AV verzichten, keine Grunderwerbsteuer), sollte sie auch in den Kreditvertrag einsteigen. Und wenn sie auch nur eine Bürgschaft übernimmt. Das wäre fair.
Rollo83 schrieb:

Ich überlege jetzt eher negative Punkte was auf sie zu kommen könnte. Was passiert wenn ich die Rate nicht mehr zahlen kann oder was gibt es noch für Punkte die einen Ehevertrag sinnig machen.
Aktuell und auch gedanklich für die Zukunft (nur bezogen auf Dein Haus) gibt es keinen Grund für einen Vertrag, da auf Deine Frau keine Risiken zukommen.
Als gebranntes Kind allerdings (als Mann, nicht als später geheiratete Ex-Frau) mit ähnlicher Situation würde ich erst gar nicht mehr heiraten und wenn doch, dann nur noch mit Vertrag - wie auch immer er ausgestaltet wird.

Rollo83 08.08.2020 13:37
Dies ist ja meine erste Ehe und ich gehe natürlich davon aus meine letzte Ehe.

Hab mich tatsächlich sehr schlecht ausgedrückt natürlich würde ihr bei einer Scheidung „nur“ der anteilige Wertzuwachs zu stehen.
Aber dann von dem ganzen Haus oder nur von dem Anteil der während der Ehe noch getilgt wurde? Aber wie gesagt darum geht es mir gar nicht, ich will das keine negativen Punkte in welcher Art auch immer auf meine Frau zu kommen.

Klar, in den Kreditvertrag würde ich sie Anteilsmäßig auf nehmen aber wie gesagt ich denke das ist kaum ein Thema.

Das Haus wäre der einzige Grund wieso wir überhaupt auf einen Ehevertrag gekommen sind, was soll’s denn sonst noch für Gründe geben?

nordanney 08.08.2020 13:50
Rollo83 schrieb:

Aber dann von dem ganzen Haus oder nur von dem Anteil der während der Ehe noch getilgt wurde?
Nur vom Wertzuwachs während der Ehe.
Rollo83 schrieb:

was soll’s denn sonst noch für Gründe geben?
Da fallen mir zig Dinge ein, die man vorher regeln kann. Dann erspart man sich Zehntausende € beim Anwalt und jahrelangen Stress nach der Trennung. Das geht hier aber zu weit.

ypg 08.08.2020 18:41
Ich gebe zu, ich kann Dir keinen Rat geben.
Allerdings sollte man bedenken, dass sie für etwas zahlt, was keinen nachhaltigen Wert hat, nämlich die Lebenserhaltungskosten, Du aber in die Altersvorsorge/Betongold reinbutterst. Da sollte ein Ausgleich her, und ich denke, Deine Überlegungen gehen da den richtigen Weg.
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