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ᐅ KNX oder konventionelle Elektroinstallation im Einfamilienhaus – lohnt sich Smart Home wirklich?


Erstellt am: 05.01.26 09:17

T
Tuwok70
05.01.26 09:17
Hallo Forumsgemeinde,

uns umtreibt aktuell das Thema Elektro/KNX bei unserem Neubau. Wir bauen ein Einfamilienhaus mit 140 qm in kompletter Eigenleistung.

Wir beschäftigen uns aktuell mit der Elektroinstallation und sind hin- und hergerissen bei dem Thema konventionelle Elektrotechnik oder KNX.

Wir kommen in dem Thema aber irgendwie nicht weiter.

Also beschreibe ich einmal, was wir gerne umgesetzt hätten
  • Steuerung der 16 Außenraffstores Wetter- und Beschattungstechnisch
  • Ein dutzend schaltbare Steckdosen maximal.
  • Eventuell ERR der Heizungsanlage
  • Präsenzmelder und damit verbundene Steuerung der Beleuchtung
  • Rauchmelder
  • Videoüberwachung und Türkommunikation
Was meint Ihr, macht dort KNX überhaupt Sinn oder lässt sich dies alles mit kostengünstigeren Lösungen genauso umsetzten. Ich denke mal nicht, das dort im Laufe der zeit noch großartig hinzu kommen wird.

Außerdem ist KNX ja ein ganz schöner Treiber der Gesamtelektroinstallationskosten. Das muss definitiv unter Kontrolle bleiben und 50.000 Euro beim er Hausgröße sind wir nicht bereit zu investieren. Auch wenn wir einen grossen Teil der Arbeitenn selbst erledigen würden (Schlitze, Kabel usw.)

Wir sind uns einfach nicht sicher, ob nicht doch ein anderes System für uns die wirtschaftlichere Wahl wäre.

Hat dort jemand eine Meinung dazu?

Danke im Voraus.
Grüße
N
nordanney
05.01.26 09:32
Tuwok70 schrieb:

Was meint Ihr, macht dort KNX überhaupt Sinn
Bei Euren Anforderungen? Nö. Ist rausgeschmissenes Geld.

Ich persönlich stehe ja auf Shelly & Co.
R
RotorMotor
05.01.26 10:07
Wir haben die Anforderungen mit KNX umgesetzt und sind damit sehr zufrieden.
Wir haben auch viele schaltbare Steckdosen, aber das war leider wirklich rausgeschmissenes Geld.

Licht, Präsenz, Raffstores, ERR, Fensterkontakte, Rauchmelder funktioniert sehr stabil und komfortabel mit KNX.
Wenn man das gut plant halten sich die Kosten auch sehr in Grenzen.
D
derdietmar
05.01.26 11:23
Hallo,

wenn KNX, dann empfehle ich folgende Faustregeln:
  • Fest verbaute Geräte (Beleuchtung, Beschattung, ggf. ERR) sollen ausnahmslos über KNX gesteuert werden können
  • Mobile Beleuchtung (z.B. Stehlampen) lässt sich über KNX nicht vernünftig steuern - man könnte sie theoretisch an eine schaltbare Steckdose anschließen, dann fehlt aber die Möglichkeit der Dimmung oder gar der Farbeinstellung - daher hier besser auf Hue, Zigbee, Matter o.Ä. setzen
  • Semantisch gehören an schaltbare Steckdosen Geräte, die man vom Netz trennen möchte aber eher keine Leuchten - schaltbare Beleuchtung kann man günstiger und flexibler über Hue, Zigbee, Matter Leuchtmittel oder Zwischenstecker o.Ä. steuern
  • Türkommunikation und Videoüberwachung haben nichts mit KNX zu tun - ggf. kann man Aktionen durch Kamerabewegung oder Klingelsignale triggern, also die beiden System miteinander verbinden
  • Rauchwarnmelder kann man einbinden, der Mehrwert ist gering - zudem müssen die Geräte regelmäßig getauscht werden
Der obigen Strategie folgend sieht unsere native KNX Installation folgendermaßen aus:
  • Vollautomatische Grundbeleuchtung gesteuert über Präsenzmelder in allen Räumen
  • Vollautomatische Jalousiesteuerung gesteuert über Dämmerungsschalter und abhängig vom Sonnenstand und -intensität
  • Umweltsensorik (Fenster- und Türstatus, Temperatur, Feuchtigkeit, Helligkeit) in allen Räumen
  • Taster in allen Schlafräumen, Wohnräumen und Bädern zur Übersteuerung der Automatik
  • Anbindung des Garagentors, des Haustüröffners und der Gartenbewässerung
  • Diverse schaltbare Steckdosen für Geräte (z.B. an allen Schreibtischsteckdosen für PCs o.Ä.), derzeit alle ungenutzt
Integrationen über einen zentralen Server:
  • Einbindung der Wärmepumpe und der Photovoltaikanlage via Modbus (aktuell nur lesend, Energiemanagement habe ich wieder verworfen weil der Mehrwert gering ist)
  • Mobile Stehlampen und Akzentbeleuchtung (z.B. Pflanzen) mit Hue Leuchtmitteln - meist temporäre bzw. ergänzende Stimmungsbeleuchtung (z.B. in den Stehlampen der Kinder, die wechseln häufig die Position oder in Designerleuchten im Wohnzimmer).
  • Schaltbare Hue Zwischenstecker für Weihnachtsbeleuchtung und temporäre Spezialfälle
  • Triggern von Aktionen durch Überwachungskameras (derzeit nur Anzeige ob Bewegung erkannt wurde, also als Präsenzmelderergänzung)
Das Haus funktioniert zuverlässig ohne die Ergänzungen über den zentralen Server

Falls du nicht selbst Geräte parametrieren und ggf. Skripte programmieren kannst / willst und finanziell nicht bereit bist zu investieren, lass es besser bleiben. Die Kosten werden hoch sein, wenn der Elektriker ständig Änderungen vornehmen muss, weil die initiale Konfiguration nicht passt. Diese Änderungen werden unweigerlich kommen und es werden viele sein, bis sich das System eingeschwungen hat.

Ich kann eine verdrahtete KNX Installation für die Grundfunktionen nur empfehlen, es läuft zuverlässig und macht Spass und ist integraler Bestandteil des Gebäudes. Daher würde ich es auch wieder genau so als Basis verbauen. Weitere Flexibilität gibts dann als Layer on top via Hue, Zigbee, Matter o.Ä.

Realistisch glaube ich allerdings, dass die Zukunft im privaten Bereich eher bei funkbasierten Lösungen auf Basis von Matter usw. liegt und KNX noch weiter ein Nischenprodukt im höherpreisigen Bau werden wird. Der Markt bei diesen Lösungen wächst stark und funktional sind diese Geräte bei einem Bruchteil des Preises schon jetzt den meisten KNX Geräten überlegen. Wenn das System ordentlich geplant ist, dürfte die Zuverlässigkeit im Funkbereich dem kabelgebundenen System auch nicht mehr viel nachstehen.

Viele Grüße
N
nordanney
05.01.26 11:29
derdietmar schrieb:

Wenn das System ordentlich geplant ist, dürfte die Zuverlässigkeit im Funkbereich dem kabelgebundenen System auch nicht mehr viel nachstehen.
So sehe ich das auch. Für den Heimanwender meistens ausreichend. Selbst Helligkeits-/Lichtsensoren, Luftqualitätssensoren, Feuchtigkeitswarner oder Bewegungsmelder gibt es schon heute für alle möglichen Systeme.
R
RotorMotor
05.01.26 11:56
Wie sieht das denn mit Batterielaufzeiten bei Funklösungen aus?
Für mich war Funk und Batterien im Neubau einfach keine Option. Vielleicht hat sich da aber ja etwas gebessert?
Und wieviel billiger ist man damit am Ende?
knxzigbeesteckdosenbeleuchtungneubausteuerungpräsenzmelderrauchmeldervideoüberwachungtürkommunikation