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ᐅ Gas mit Solarthermie oder Wärmepumpe? Und eventuell Photovoltaik?

Erstellt am: 18.10.19 14:23
H
Hausbau129
Hallo zusammen,

wir (5-köpfige Familie) bauen ein Massivhaus in Süddeutschland (160 qm Wohnfläche + Keller). Jetzt müssen wir uns für die Heizung/Warmwasser-Lösung entschieden. Weil die Frage eher Richtung Solar/Photovoltaik geht, hoffe ich, dass die Frage hier in diesem Bereich richtig ist.

Wir haben uns für eine Fußbodenheizung mit Gas entschieden. Um Energieeinsparverordnung zu erfüllen, braucht es ja zusätzlich noch irgend einen regenerativen Bestandteil wie z. B. die Kombination mit Solarthermie.

Nun haben wir nach Rücksprache mit dem Hausanbieter 3 Alternativen. Da ich unsicher bin, wäre ich sehr dankbar für einige Kommentare zu unserer Situation.

Variante 1:
Gas + Solarthermie
Gesamtkosten: ca. 10.000 €
Amortisation Solarthermie: Ersparnis ca. 300 € Heizkosten pro Jahr. Die Solaranlage amortisiert sich so laut Hausanbieter in 15-20 Jahren.
Hier hatte ich das Gefühl, dass es eine Sorgloslösung ist, die recht zuverlässig funktioniert.

Variante 2:
Gas (nur für Fußbodenheizung) + extra Trinkwasser-Wärmepumpe Brötje BTW 300 (um Energieeinsparverordnung zu erfüllen statt Solarthermie )
Die Trinkwasser Wärmepumpe steht im Keller im Technikraum und soll das Brauchwasser aus der Umgebungsluft des Kellers aufwärmen.
Gesamtkosten: ca. 6.000 €
Ich finde die niedrigen Gesamtkosten gut. Es ist klar, dass wir dann eine höhere Stromrechnung wegen der Wärmepumpe haben. Ich habe mich gefragt, ob das System genug Brauchwasser für 5 Personen erzeugt wenn mal mehrere hintereinander duschen.

Variante 3:
Gas + Trinkwasser-Wärmepumpe (wie Variante 2)
+ Photovoltaikanlage um mit einem Teil des Stroms die Wärmepumpe zu betreiben
Gesamtkosten: ca. 15.000 €
Amortisation Photovoltaikanlage: Ersparnis/Einspeisevergütung ca. 1000 € pro Jahr. Die Photovoltaikanlage amortisiert sich so laut Hausanbieter in 8-10 Jahren.
Negativ sind natürlich die höheren Gesamtkosten. Wenn man wirklich 1000 € pro Jahr "verdient" bzw spart, wäre das aber ok für mich.

Frage 1: Trinkwasser-Wärmepumpe Brötje BTW 300
Hat jemand Erfahrungen zu dieser Wärmepumpe oder ähnlichen Systemen? Produziert die genug warmes Wasser für 5 Personen? Sind diese Systeme ausgereift?

Frage 2: Photovoltaikanlage
Bisher habe ich mich mit dem Thema nicht wirklich beschäftigt weil ich dachte das macht keinen Sinn mehr mit den niedrigen Einspeisevergütungen. Eine Batterie will ich nicht haben. Wenn dann nur Photovoltaik auf dem Dach und den Strom verbrauche ich zum Teil selbst und der Rest wird eingespeist.
Würdet ihr aktuell noch eine Photovoltaikanlage einplanen?

Frage 3: Welche Variante würdet ihr bevorzugen?
Wir hätten gerne ein möglichst wartungsarmes, zuverlässiges, unkompliziertes und günstiges System.

Ich bin für jede Rückmeldung sehr sehr dankbar

Viele Grüße
H
Hausbau129
20.10.19 17:57
Herzlichen Dank für alle Rückmeldungen. Das hilft mir sehr beim weiterdenken. Wir werden jetzt mal ein paar Fakten klären müssen und Angebote einholen. Dann kann man sich das alles etwas konkreter anschauen. Vielen Dank noch einmal für eure Antworten. Ihr habt uns sehr geholfen etwas klarer zu sehen.
L
lucciano-s
12.12.19 16:42
Hallo @Hausbau129 vielleucht kannst du mir weiterhelfen. Ich möchte eine Gasheizung verbauen jedoch mit Photovoltaik. Kannst du mir sagen ob dies mit der Energieeinsparverordnung umsetzbar ist ? Finde dazu leider nichts. Wie hast du dich entschieden ?

Wir bauen monolithisch mit Poroton ohne extra Verbundsystem
G
guckuck2
12.12.19 17:10
lucciano-s schrieb:

Hallo @Hausbau129 vielleucht kannst du mir weiterhelfen. Ich möchte eine Gasheizung verbauen jedoch mit Photovoltaik. Kannst du mir sagen ob dies mit der Energieeinsparverordnung umsetzbar ist ? Finde dazu leider nichts. Wie hast du dich entschieden ?

Wir bauen monolithisch mit Poroton ohne extra Verbundsystem

Das geht so nicht. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz fordert einen regenerativen Anteil zur Warmwasserbereitung/Heizung. Das schaffst du mit Photovoltaik nur, wenn du den erzeugten Strom per Heizstab verballerst. Das ist natürlich unwirtschaftlich.

Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung vorhanden? Kann auch ein Weg sein.
L
lucciano-s
12.12.19 17:21
danke für deine Rückmeldung. Kann ich nicht mit der Photovoltaik dann die Warmwasseraufbereitung vornehmen sowie auch privat konsumieren.. ? Wieso ist das unwirtschaftlicher als Solarthermie ?

Eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung ist aktuell noch nicht geplant. Würde aber für mich in Betracht kommen in Kombination mit einer Gasanlage.
G
guckuck2
12.12.19 17:26
Eine kWh Strom per Photovoltaik erzeugen kostet etwa 4cent. Wenn du sie selbst verbrauchst, kostet das ebenfalls etwa 4cent Umsatzsteuer. Zudem verzichtest du auf die Einspeisevergütung von ca. 10cent pro kWh.
So kostet dich letztlich die per Heizstab in Wärme umgewandete kWh Photovoltaik Strom etwa 18cent.
Eine kWh Gas kostet 5-6cent, also ein drittel.

Photovoltaik Strom - ja gerne. Aber nicht 1:1 in Wärme umgewandelt, das wär dämlich. Dann lieber einspeisen, da machst Gewinn mit.
H
Hausbau129
12.12.19 17:33
lucciano-s schrieb:

Hallo @Hausbau129 vielleucht kannst du mir weiterhelfen. Ich möchte eine Gasheizung verbauen jedoch mit Photovoltaik. Kannst du mir sagen ob dies mit der Energieeinsparverordnung umsetzbar ist ? Finde dazu leider nichts. Wie hast du dich entschieden ? Wir bauen monolithisch mit Poroton ohne extra Verbundsystem

Kann leider bei Spezialfragen zur Energieeinsparverordnung nicht wirklich weiterhelfen. Da haben wir uns auch auf die Auskünfte unseres Heizungsmanns verlassen. Wir haben uns jetzt entschlossen für Gasheizung + Brauchwasser-Wärmepumpe. Kein Solar und erst mal auch kein Photovoltaik (aber Vorbereitung). Eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung haben wir auch.
photovoltaikstromwohnraumlüftunggasheizungenergieeinsparverordnungheizstab