Hallo zusammen,
ich hab noch nie einen Kredit beantragt und auch mein Verlobter ist bis auf seinen Bildungskredit, den er aktuell noch abzahlt, "Kreditjungfrau" (ja, ist heutzutage eher selten bei 28 und 30 Jahren aufm Buckel)...
Nichtsdestotrotz brauchen wir zum Hausbau einen Kredit, was vmtl (fast) allen hier so geht.
Nun weiß ich aber leider nicht, wie viel uns eine Bank leihen würde bei unserem Verdienst. Auch hab ich schon oft gelesen, dass 15% Eigenkapital empfohlen werden, was wir aber "nur" mitbringen ist weiter unten aufgelistet.
Zu unserer Situation:
Nettogehalt:
Er: 3.400 €
Ich: 2.800 €
-> Haushalt: 6.200 €
Kosten (großzügig aufgerundet):
Miete kalt: 600 €
Miete warm: 200 €
Nahrung: 300 €
Tierhaltung: 150 € (Nahrung + Rücklagen für größere Tierarztkosten)
Strom: 80 €
Kabel + Handy: 80 €
Rentenversicherung: 120 €
Bildungskredit: 300 €
Versicherungen (Auto, Unfall, BU,...): 200 €
Sonstiges (Kleidung, IT-Kram, etc...): 200 €
Man will sich was "leisten"/Unfug/Spielereien: 300€
Sprit: 250€
-> gesamt: 2.780 €
Differenz (ohne sparen): 3.420 €
Durch die 600 € Kaltmiete, die bei einem Eigenheim wegfallen würden und 500 € p. P, die wir gerne monatlich sparen würden, hätten wir also die Möglichkeit, pro Monat 3.020 € für ein Eigenheim aufzubringen.
Gerundet wären also gute 2.500 € im Monat drin, ohne dass zu viel Lebensqualität flöten geht (auch um auszuschließen, dass ich Kosten vergessen habe).
Eigenkapital: aktuell knapp 40.000 €, die würden wir aber ungern komplett investieren - bzw falls wir das tun, müsste der Kreditrahmen höher sein um unvorhergesehene Risiken abfangen zu können.
Beruflich sind wir beide in der IT-Branche (SAP-Beratung).
Die Chance, dass wir arbeitslos werden, ist hier verschwindend gering. Das wissen Bankberater, oder? Also im Hinblick auf Zahlungswillen. Oder ist es schlecht, dass wir beide im gleichen Bereich (aber anderer Arbeitgeber) arbeiten?
Könnt ihr mir einen ungefähren Anhaltspunkt geben, mit welchen Vorstellungen wir arbeiten könnten?
Bitte nehmt mich auch komplett auseinander, wenn das hilft - ich will möglichst realitätsgetreu zum Finanzberater gehen und nicht später mit einem blauen Auge aufwachen.
_________________________________________________________________________________
Wunsch:
Was wir uns erhoffen, sind gesamt 600.000 € mit einer möglichst langen Zinsbindung. Da sollten dann Grundstück, reine Baukosten, Baunebenkosten und Außenanlage dabei sein (die einfacheren Arbeiten wie Spachteln, streichen, Böden verlegen, Türen einbauen oder Außenpflaster verlegen bekommen wir in Eigenregie hin - da würden nur die Materialkosten anfallen)
So... Das war es glaub erst mal zum Thema Finanzierung. Ich bin mir aber darüber bewusst, dass 600.000 € keine 300qm Villa im Passivhaus-Standard geben werden. Leider^^
Liebe Grüße,
Katharina
Edit: Ganz vergessen, Kinder sind "noch" nicht geplant. In naher Zukunft überhaupt nicht und in ferner bin ich mir auch nicht sicher.
Edit 2: Sprit bei den Kosten hinzugefügt und noch mal neu durchkalkuliert
ich hab noch nie einen Kredit beantragt und auch mein Verlobter ist bis auf seinen Bildungskredit, den er aktuell noch abzahlt, "Kreditjungfrau" (ja, ist heutzutage eher selten bei 28 und 30 Jahren aufm Buckel)...
Nichtsdestotrotz brauchen wir zum Hausbau einen Kredit, was vmtl (fast) allen hier so geht.
Nun weiß ich aber leider nicht, wie viel uns eine Bank leihen würde bei unserem Verdienst. Auch hab ich schon oft gelesen, dass 15% Eigenkapital empfohlen werden, was wir aber "nur" mitbringen ist weiter unten aufgelistet.
Zu unserer Situation:
Nettogehalt:
Er: 3.400 €
Ich: 2.800 €
-> Haushalt: 6.200 €
Kosten (großzügig aufgerundet):
Miete kalt: 600 €
Miete warm: 200 €
Nahrung: 300 €
Tierhaltung: 150 € (Nahrung + Rücklagen für größere Tierarztkosten)
Strom: 80 €
Kabel + Handy: 80 €
Rentenversicherung: 120 €
Bildungskredit: 300 €
Versicherungen (Auto, Unfall, BU,...): 200 €
Sonstiges (Kleidung, IT-Kram, etc...): 200 €
Man will sich was "leisten"/Unfug/Spielereien: 300€
Sprit: 250€
-> gesamt: 2.780 €
Differenz (ohne sparen): 3.420 €
Durch die 600 € Kaltmiete, die bei einem Eigenheim wegfallen würden und 500 € p. P, die wir gerne monatlich sparen würden, hätten wir also die Möglichkeit, pro Monat 3.020 € für ein Eigenheim aufzubringen.
Gerundet wären also gute 2.500 € im Monat drin, ohne dass zu viel Lebensqualität flöten geht (auch um auszuschließen, dass ich Kosten vergessen habe).
Eigenkapital: aktuell knapp 40.000 €, die würden wir aber ungern komplett investieren - bzw falls wir das tun, müsste der Kreditrahmen höher sein um unvorhergesehene Risiken abfangen zu können.
Beruflich sind wir beide in der IT-Branche (SAP-Beratung).
Die Chance, dass wir arbeitslos werden, ist hier verschwindend gering. Das wissen Bankberater, oder? Also im Hinblick auf Zahlungswillen. Oder ist es schlecht, dass wir beide im gleichen Bereich (aber anderer Arbeitgeber) arbeiten?
Könnt ihr mir einen ungefähren Anhaltspunkt geben, mit welchen Vorstellungen wir arbeiten könnten?
Bitte nehmt mich auch komplett auseinander, wenn das hilft - ich will möglichst realitätsgetreu zum Finanzberater gehen und nicht später mit einem blauen Auge aufwachen.
_________________________________________________________________________________
Wunsch:
Was wir uns erhoffen, sind gesamt 600.000 € mit einer möglichst langen Zinsbindung. Da sollten dann Grundstück, reine Baukosten, Baunebenkosten und Außenanlage dabei sein (die einfacheren Arbeiten wie Spachteln, streichen, Böden verlegen, Türen einbauen oder Außenpflaster verlegen bekommen wir in Eigenregie hin - da würden nur die Materialkosten anfallen)
So... Das war es glaub erst mal zum Thema Finanzierung. Ich bin mir aber darüber bewusst, dass 600.000 € keine 300qm Villa im Passivhaus-Standard geben werden. Leider^^
Liebe Grüße,
Katharina
Edit: Ganz vergessen, Kinder sind "noch" nicht geplant. In naher Zukunft überhaupt nicht und in ferner bin ich mir auch nicht sicher.
Edit 2: Sprit bei den Kosten hinzugefügt und noch mal neu durchkalkuliert
O
Obstlerbaum02.10.18 15:09Katastrophy schrieb:
Ah okay, sehr gut. Danke dir. So in etwa hatte ich mir das schon gedacht, dass sich KNX dann gar nicht so sehr viel mehr lohnt bei den Kosten.
Das mit Alexa und Co. kann jeder so halten wie er mag. Ich finde immer, dass die entsprechenden Behörden (seien sie deutsch, amerikanisch oder russisch) eh schon alles von mir wissen was sie wollen. Und ich wage zu bezweifeln, dass ich so interessant für die bin Ich sagte nur, dass ICH kein KNX will aber ich nutze auch keine Alexa, Homekit, Bixbi, Siri usw. Zu Bedenken gebe ich nur, das die Dinger nicht nur ein Datenschutz-Problem sind, sondern auch Sicherheitslücken in Dein Haus bringen. Jedenfalls würde ich niemals einen Fenster- oder Türöffner mit sowas verbinden.Zaba12 schrieb:
Nochmal:
- Photovoltaik ohne Speicher bei 9,9kwp liegt bei 14k€. Mit ausreichend Speicher bei 25k€
- Terrasse + Einfahrt könnt Ihr gar nicht machen weil Ihr nicht wisst wie! Oder habt Ihr schon mal Randsteine samt Fundament und Mineralbeton + Split mit Pflastersteinen gelegt. Daher schreib nicht so nen Blödsinn und kalkuliere 20k€ dafür
- Wenn du einen Doppelstabzaun meinst, im Leben nichtPhotovoltaik liegt momentan um die 1000 Euro pro kW-Peak (reine Materialkosten), von Li-Ionen Speichern würde ich aus Sicherheitsgründen absehen. Lass das Produkt erst mal im Markt reifen - da wird noch die eine oder andere Hütte abrauchen, bis das Restrisiko gegen Null geht.Aber eine Terrasse ist keine Doktorarbeit, das kriegt man auch als Normalsterblicher hin. Irgendwie ist heute flächendeckend der große Garten-Landschaftsbauer-Wahn ausgebrochen, dabei kann man hier am leichtesten sparen. Im ganzen Baugebiet meiner Eltern (80er) gab es damals nur einen "Exoten", der die Außenanlage nicht selber gemacht hat.
Obstlerbaum schrieb:
Photovoltaik liegt momentan um die 1000 Euro pro kW-Peak, von Li-Ionen Speichern würde ich aus Sicherheitsgründen absehen.
Aber eine Terrasse ist keine Doktorarbeit, das kriegt man auch als Normalsterblicher hin. Irgendwie ist heute der große Garten-Landschaftsbauer-Wahn ausgebrochen, dabei kann man hier am leichtesten sparen.@Photovoltaik: Bei Netto bin ich bei Dir, wenn Du Brutto meinst dann eher nur Polykristalline 265w Module
@Terrasse: Stimme ich Dir zu. Einsparpotenzial sehr hoch. Bandscheibenvorfallrisiko auch. Aber wenn man es noch nie gemacht hat, dann läuft man auch ins Risiko sich die bescheidene Ausführung lange anschauen zu müssen. Gilt übrigens auch und vordergründig für Fliese, denn die kann man nicht so leicht rausreißen.
O
Obstlerbaum02.10.18 15:21Zaba12 schrieb:
@Photovoltaik: Bei Netto bin ich bei Dir, wenn Du Brutto meinst dann eher nur Polykristalline 265w ModuleHabe ich eben nachgetragen. Ich meinte nur das Material (monokristallin), die Installation kommt natürlich noch dazu und kostet nicht zu knapp plus Montagematerial...M
Mottenhausen02.10.18 15:21Ich wundere mich auch, dass es Leute gibt, die teilweise bis 50T€ am Haus sparen um dafür eine tolle Garten-/Terrassenanlage zu bekommen.
Punktfundamente in den Dreck, Balken darauf gelegt, Terrassenbohlen mit 1cm Abstand darauf geschraubt, zwischendurch noch bisschen Holzschutz, fertig. Kostet einen Hundeschiss und man hat erst mal 10 Jahre Ruhe. Dann kann man immer noch entscheiden, ob es ein schickes Cabrio oder endlich die lang vermisste Profiterrasse werden soll.
Punktfundamente in den Dreck, Balken darauf gelegt, Terrassenbohlen mit 1cm Abstand darauf geschraubt, zwischendurch noch bisschen Holzschutz, fertig. Kostet einen Hundeschiss und man hat erst mal 10 Jahre Ruhe. Dann kann man immer noch entscheiden, ob es ein schickes Cabrio oder endlich die lang vermisste Profiterrasse werden soll.
...und wie eben auch schon öfter hier geschrieben muss man sich auch mal bewusst machen was man zeitlich überhaupt leisten kann...Klingt immer sehr gut wenn man sagt, ich hab Spass daran was selber zu machen und kann auch noch Geld sparen...aber man muss auch die Zeit haben...und noch so einige andere Punkte (längere Bauphase, evtl. teurerer Materialeinkauf, notwendige Werkzeuge, Haftung/Garantie usw.)
Man kann da sicher einiges sparen...in den wenigstens Fällen aber so viel, wie man Anfangs denkt.
Man kann da sicher einiges sparen...in den wenigstens Fällen aber so viel, wie man Anfangs denkt.
Mottenhausen schrieb:
Ich wundere mich auch, dass es Leute gibt, die teilweise bis 50T€ am Haus sparen um dafür eine tolle Garten-/Terrassenanlage zu bekommen.
Punktfundamente in den Dreck, Balken darauf gelegt, Terrassenbohlen mit 1cm Abstand darauf geschraubt, zwischendurch noch bisschen Holzschutz, fertig. Kostet einen Hundeschiss und man hat erst mal 10 Jahre Ruhe. Dann kann man immer noch entscheiden, ob es ein schickes Cabrio oder endlich die lang vermisste Profiterrasse werden soll.Weil SAP Entwickler die geborenen Handwerker sind, meinst Du? :-pÄhnliche Themen