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ᐅ Vorsicht ist besser als Nachsicht


Erstellt am: 12.09.10 12:09

B
Bauexperte
12.09.10 12:09
Ich lese immer häufiger von „Anzahlungen“ oder „Vermittlungsprovisionen“ vor Baubeginn und ebenso häufig von Überzahlung bei Rohbaufertigstellung in Höhe 70% und mehr. Das Prinzip etlicher, am Markt operierender Billig-Anbieter lautet häufig „Vorne so viel Geld wie möglich zu kassieren“; das Geschäft der baubegleitenden Berater wächst kontinuierlich. Im Ergebnis drängt sich der Eindruck auf, in der Baubranche gäbe es überwiegend „schwarze“ Schafe.

Was häufig im öffentlichen Meinungsbild unterschlagen wird: dieser „schwarze“ Nebenzweig der Branche wird erst durch jene Bauinteressenten möglich, welche nicht davon zu überzeugen sind, dass eine bestimmte Baumasse auch einen bestimmten Preis erfordert. Im Klartext suchen sie einen Maybach ®** zum Preis eines Käfers zu kaufen und weder Erfahrungswerte Betroffener noch öffentliche Berichterstattung bewahren sie vor der Selbsttäuschung „das passiert nur Anderen, aber nicht mir!“

John Ruskin*** stellte bereits im 19. Jahrhundert klar, „dass es kaum etwas auf dieser Welt gibt, das nicht Irgendjemand ein wenig schlechter machen und damit billiger verkaufen könnte. Die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen!“

Ich empfehle dringend jedem Bauinteressenten, vor Vertragsabschluss zu prüfen, wie zuverlässig der favorisierte Vertragspartner die vereinbarten Leistungen erbringen kann. Entgegen landläufiger Meinung gibt es dazu viele Möglichkeiten:


- Die Hausbank

Jeder Interessent hat üblicherweise ein Bankkonto, über welches er seine Geschäfte abwickelt. Es liegt daher im Interesse der kontoführenden Bank, ihren Kunden vor Schaden zu bewahren. Ebenso ist jede Bank an die Creditreform® angeschlossen und es ist ihr ein Leichtes, eine Auskunft über das durch Ihren Kunden favorisierte Bauunternehmen zu ziehen. Selbstverständlich darf die Bank – aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen – diese Auskunft ihrem Kunden nicht aushändigen, sie wird aber zuverlässig richtungsweisende Hinweise geben; je nach Kreditinstitut kostenlos oder zu einem Obolus +/- € 25,00.

- Der Bauherren-Schutzbund

Dort kann jedes Mitglied gegen eine Summe „X“ eine Wirtschaftsauskunft über seinen Baupartner einholen. Dafür bekommt der Kunde unter anderem Informationen über Bankverbindungen, Geschäftszahlen und Zahlungsverhalten. Besonders wichtig ist die Auskunft über „Negativmerkmale“ wie laufende Insolvenzverfahren des Firmeninhabers oder im Firmenumfeld. Außerdem enthält die Wirtschaftsauskunft eine Einschätzung über die Wahrscheinlichkeit einer Pleite des Unternehmens, ähnlich einer Schulnote mit Risikopunkten von 100 bis 600.

- Bürgelauskunft ® und andere Wirtschaftsinformationsdienste
Viele Wirtschaftsinformationsdienste bieten privaten Bauherren ab ca. € 20,00 eine verkürzte Bonitätsprüfung ihrer favorisierten Baufirma an.


Meldet ein Anbieter von Fertig- oder Massivhäusern Insolvenz an, steht deren Kundschaft oft mit einem halbfertigen Haus allein da. Das bedeutet Stress, Ärger und nicht selten ein finanzielles Desaster. Der finanzielle Kollaps läßt sich vermeiden, wenn von Anbeginn eine sorgfältige Überprüfung stattgefunden hat.



** Unter der Marke Maybach verkaufte die Maybach-Motorenbau GmbH von 1921 bis 1941 luxuriöse Automobile
*** John Ruskin, engl. Sozialreformer, 1819-1900


Freundliche Grüße
K
Kastel
12.09.10 19:42
Hallo

Auskünfte von Auskunfteien sind leider meist nicht mal das Papier wert auf dem sie stehen. Ein Beispiel war das insolvente Bauunternehmen Domizil. Noch eine Woche vor Insolvenzanmeldung hat das Unternehmen bei mindestens einer Auskunftei, der grössten, einen Score von 2,0 + keine Negativmerkmale.

Auf der anderen Seite gibt es „kleine Unternehmen“ die sich bester Gesundheit erfreuen und bei der CR im fast "roten" Bereich geführt sind. Da rät irgendein Schutzbund .... dann von der Zusammenarbeit ab. Bauexperte wie beurteilen Sie das?

Das was Bauexperte leider nicht rät und sagt ist folgendes:
Es gibt ein Forderungssicherunggesetz: Bauexperte dazu sollten Sie jetzt was sagen. Kaum einer weiss was davon.

Es gibt Bürgschaften und Versicherungen gegen Insolvenz von Unternehmen. Ein Bauunternehmen, die so was nicht liefern kann ist auszusortieren. Ganz einfach. Wer nicht liefert ist auch nicht o.k..

Wer garantiert mir, daß eine jetzt "gute Auskunft in 8 bis 12 Monaten noch gut ist. Da sorgt man doch besser vor. Oder?

Bauexperte können Sie sich meiner Meinung anschliessen?
Gruss vom Burgensammler
K
Kastel
12.09.10 21:22
Hallo

was ausserdem noch interessant für die Leserschaft wäre.

Wieviel Prozent Zahlung sind denn angemessen für einen Rohbau ohne Fenster incl. Dacheindeckung. Mit und ohne Keller. Mit und ohne Erdarbeiten.
Ist die VOB eine vernünftige erste Orientierung?

Haben Sie eine Tabelle mit Orientierungswerten %?

Das würde alle helfen.

Gruss und im Voraus Dank für weitere Informationen
bauunternehmenbauinteressentennegativmerkmaleinsolvenz