ᐅ Heizungsfrage Neubau KFW 70 Luftwärmepumpe + Solar, Eisspeicher ?
Erstellt am: 24.02.15 11:42
H
hiasl86
Hallo liebe Forenuser!
Wir planen derzeit einen Neubau im Süden Bayerns an der Grenze zu Salzburg. Derzeit sind wir auf der Suche nach dem richtigen Heizsystem für uns. Wir haben eine Wohnfläche von ca. 140qm. Wollen Kfw 70 bauen (36er Ziegel mit Perlitfüllung).
Was wir auf jeden Fall nicht wollen ist Öl. Gas entfällt bei uns ebenfalls, da keine Leitung vorhanden ist und einen Gastank möchte ich mir nicht in den Garten buddeln. Pelletheizung wollen wir eigentlich auch nicht haben wegen dem benötigten Stauraum.
Wir favorisieren eigentlich eine Wärmepumpe. Wollten eigentlich Erdwärme mit Tiefenbohrung machen (Flächenkollektoren gehen nicht wegen zu wenig Grundfläche). Haben uns ein Angebot eingeholt für Tiefenbohrung, was jedoch wie mir vorkommt sehr hoch ist (12000 - 15000 Euro). Problem bei uns ist, dass vom Wasserwirtschaftsamt eine Tiefenbeschränkung von 10m vorliegt. Das liegt erstens daran, dass in näherer Umgebung bereits bei einer Tiefe von 30-40m Sulfatgestein angetroffen wurde und direkt bei uns in der Nachbarschaft noch keine Bohrung gemacht wurde. Die Bohrfirma schlug vor, 9x 10m zu bohren als sichere Variante. Unsichere Variante (1. wegen Genehmigung und 2. weil man nicht weiß wie weit man wirklich kommt) wären 4x 23m.
Nun schwenken wir evtl. um auf Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Solarunterstützung (Brauchwasser + Heizunterstützung). Wie sieht es mit dieser Kombination aus? Wie sieht es hier mit der Effektivität aus bzw. dem Stromverbrauch? Wie sieht es im Winter an kalten Tagen aus, arbeiten da die Luft-Wasser-Wärmepumpen noch gut? Mit welchen Investitionskosten ist hier ungefähr zu rechnen?
Nun haben wir noch die Solar-Wärmepumpe entdeckt, also Solar+Luft+Wärmepumpe+Eisspeicher.
Hat von euch schon jemand Erfahrung mit solch einem System gemacht? Wie sieht es hier im Winter aus, kann es passieren dass man auch nur mit Strom heizt, wenn der Eisspeicher zu früh vereist und nicht schnell genug wieder aufgetaut werden kann oder reicht die Solar+Luftenergie dafür aus? Wie sieht es hier mit den Investitionskosten aus, um wie viel sind diese höher als bei der Version Solar+Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Ich habe schon ziemliche viele Foren durchforstet nach Antworten / Erfahrung mit dem Eisspeicher. Hier gehen die Meinungen irgendwie auseinander (zu früh vereist, nicht rentabel wegen zu hohen Investitionskosten).
Ich danke euch schon mal für eure Hilfe und Ratschläge!
Liebe Grüße
Matthias
Wir planen derzeit einen Neubau im Süden Bayerns an der Grenze zu Salzburg. Derzeit sind wir auf der Suche nach dem richtigen Heizsystem für uns. Wir haben eine Wohnfläche von ca. 140qm. Wollen Kfw 70 bauen (36er Ziegel mit Perlitfüllung).
Was wir auf jeden Fall nicht wollen ist Öl. Gas entfällt bei uns ebenfalls, da keine Leitung vorhanden ist und einen Gastank möchte ich mir nicht in den Garten buddeln. Pelletheizung wollen wir eigentlich auch nicht haben wegen dem benötigten Stauraum.
Wir favorisieren eigentlich eine Wärmepumpe. Wollten eigentlich Erdwärme mit Tiefenbohrung machen (Flächenkollektoren gehen nicht wegen zu wenig Grundfläche). Haben uns ein Angebot eingeholt für Tiefenbohrung, was jedoch wie mir vorkommt sehr hoch ist (12000 - 15000 Euro). Problem bei uns ist, dass vom Wasserwirtschaftsamt eine Tiefenbeschränkung von 10m vorliegt. Das liegt erstens daran, dass in näherer Umgebung bereits bei einer Tiefe von 30-40m Sulfatgestein angetroffen wurde und direkt bei uns in der Nachbarschaft noch keine Bohrung gemacht wurde. Die Bohrfirma schlug vor, 9x 10m zu bohren als sichere Variante. Unsichere Variante (1. wegen Genehmigung und 2. weil man nicht weiß wie weit man wirklich kommt) wären 4x 23m.
Nun schwenken wir evtl. um auf Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Solarunterstützung (Brauchwasser + Heizunterstützung). Wie sieht es mit dieser Kombination aus? Wie sieht es hier mit der Effektivität aus bzw. dem Stromverbrauch? Wie sieht es im Winter an kalten Tagen aus, arbeiten da die Luft-Wasser-Wärmepumpen noch gut? Mit welchen Investitionskosten ist hier ungefähr zu rechnen?
Nun haben wir noch die Solar-Wärmepumpe entdeckt, also Solar+Luft+Wärmepumpe+Eisspeicher.
Hat von euch schon jemand Erfahrung mit solch einem System gemacht? Wie sieht es hier im Winter aus, kann es passieren dass man auch nur mit Strom heizt, wenn der Eisspeicher zu früh vereist und nicht schnell genug wieder aufgetaut werden kann oder reicht die Solar+Luftenergie dafür aus? Wie sieht es hier mit den Investitionskosten aus, um wie viel sind diese höher als bei der Version Solar+Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Ich habe schon ziemliche viele Foren durchforstet nach Antworten / Erfahrung mit dem Eisspeicher. Hier gehen die Meinungen irgendwie auseinander (zu früh vereist, nicht rentabel wegen zu hohen Investitionskosten).
Ich danke euch schon mal für eure Hilfe und Ratschläge!
Liebe Grüße
Matthias
D
DerBjoern24.02.15 16:17Um abzuschätzen welches Heizsystem das richtige ist, benötigst du zuerst mal die Heizlast des Gebäudes. Die Entscheidung auf Basis einer beliebigen Schätzung zu fällen geht nicht selten nach hinten los...
S
Sebastian7925.02.15 21:44Ich finde 1300 Euro nicht wenig für die nicht große, beheizte Fläche. Euro-Angaben bringen eh nicht viel, sondern Du solltest den kW-Verbrauch nennen.
Zudem 1.6kW-Wärmepumpe? Was soll das denn für ein Modell sein? Zumal das im Winter niemals hinhaut - da gibt es so gut wie keine solaren Erträge.
Und wann nutzt man die Heizung? Genau, im Winter...
Zudem 1.6kW-Wärmepumpe? Was soll das denn für ein Modell sein? Zumal das im Winter niemals hinhaut - da gibt es so gut wie keine solaren Erträge.
Und wann nutzt man die Heizung? Genau, im Winter...
Cascada schrieb:
...
Mit Photovoltaik ist es eine ähnliche Sache. Hoher Eigenverbrauch in der Praxis ohne Batteriespeicher nicht möglich - und im Winter schwacher Ertrag. Bei einer fremdfinanzierten Photovoltaikanlage inkl. Zinsen, Versicherung, Reparaturen, Rücklage usw. sicher nicht mehr lohnenswert (ökonomisch).Photovoltaik lohnt sich immer, unabhängig davon ob man eine Wärmepumpe hat.
Hoher Eigenverbrauch ist auch ohne Akku machbar, wir kommen zuhause auf 39%. Man spart also 39% seines Stromverbrauchs ein zu je 27 Ct/kwh und ersetzt diesen mit eigenen Strom aus der Photovoltaik der einem nur ca 10 Ct/kwh kostet.
Bankzinsen sind derzeit sowieso niedrig, Versicherung unter 50 Euro/Jahr, Reparaturen gibts nicht da keine beweglichen Teile, außer Wechselrichter alle 10-18 Jahre. Rücklagen wozu?
Mit Wärmepumpe kann der Eigenverbrauch nur erhöht werden und die 10 Ct für Photovoltaik-Strom sind billiger als jeder Wärmepumpe-Tarif. Dazu Warmwasser möglichst nur mittags erhitzen lassen um den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen. Nur im Dez-Jan sind die Erträge gering, von Feb-Nov bringt Photovoltaik aber starke Beiträge.
Woher die 10Cent? Die fallen gerade einfach "vom Himmel". In einschlägigen Photovoltaik Foren sind andere Zahlen zu finden im Vergleich zu deinen. Auch schaffen es viele nicht so einfach auf so hohe EV Werte zu kommen; besonders wenn man zB tagsüber arbeitet (und zB daher Abends Warmwasser machen muss und generell dann mehr Strom braucht)...
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