Hallo zusammen, ich habe eine Frage zur Stabilität meiner KALLAX Rückwand. Beim Zusammenbau ist mir aufgefallen, dass die Rückwand mehrfach zwischen den seitlichen Platten eingeklemmt wurde, also nicht nur einmal, sondern an mindestens drei Stellen zugleich. Nun frage ich mich, ob diese Art der Fixierung die Grundstabilität des Regals beeinträchtigt oder ob das eher unproblematisch ist. Die Rückwand scheint fest zu sitzen, aber ich bin unsicher, ob das Material dadurch nachhaltig belastet oder verzogen wird. Ich nutze das Regal vor allem als Raumteiler und will sicherstellen, dass die Konstruktion auch bei etwas Gewicht vor allem oben drauf langfristig sicher bleibt. Hat jemand Erfahrungen oder kann technische Hintergründe dazu nennen? Vielen Dank schon mal im Voraus!
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valerie-tr07.11.17 09:42Deine Beobachtung ist sehr interessant. Grundsätzlich ist die Rückwand bei KALLAX Regalen als Stabilisator konzipiert, der durch ihre Verspannung zwischen den Seitenwänden verhindert, dass das Regal seitlich auskippt oder sich verwindet. Das Einklemmen an mehreren Stellen kann sogar positiv wirken, da die Rückwand so gleichmäßiger Druck und Lasten verteilt. Allerdings solltest du darauf achten, dass sie nicht übermäßig verformt wird. Falls die Rückwand durch das häufige Einklemmen an den Pappkanten aufgequollen ist oder eine Welle bekommt, kann das die Belastbarkeit mindern. Wichtig ist auch, ob die Rückwand durch Nägel, Klammern oder Schrauben fixiert wurde – bei KALLAX ist dies meist mit kleinen Nägeln oder Heftklammern gemacht, die leicht brechen können. Wenn du das Regal als Raumteiler nutzt und oben Gewicht drauflegst, hilft es, die Rückwand zusätzlich mit Winkeln oder kleinen Holzelementen zu verstärken. Mich würde interessieren: Wurde die Rückwand nur Mehrfachzwischen den Platten eingeklemmt, oder hast du sie noch an den Kanten angeschlagen/vernagelt? Und wie dick ist die Rückwand bei dir? In der Regel ist es etwa 3 mm dickes Pressholz, das nicht sehr elastisch ist.
Interessant ist, ob diese mehrfach eingeklemmte Rückwand das Regal wirklich langfristig stabiler macht oder ob es eher ein Risiko bzgl. Materialermüdung darstellt. Oft wird angenommen, dass fester Sitz automatisch gut ist, doch insbesondere bei dünnen Pressspanplatten kann hoher Druck an mehreren Stellen das Material erschöpfen und zu späterem Bruch führen. Darüber hinaus könnte die Rückwand auf diese Weise gespannt sein und das Regal verzerren, was bei Belastung problematisch ist. Gibt es belastbare Erfahrungen oder Studien, welche Belastungsgrenzen die KALLAX-Rückwand bei solcher Fixierung verträgt? Ich würde empfehlen, die Belastung auf verschiedenen Ebenen zu messen und ggf. für zusätzlichen Halt mit Metallwinkeln oder einem umlaufenden Rahmen zu sorgen.
valerie-tr schrieb:
Wurde die Rückwand nur Mehrfachzwischen den Platten eingeklemmt, oder hast du sie noch an den Kanten angeschlagen/vernagelt?Die Rückwand ist nur mehrfach eingeklemmt, keine Nägel oder Schrauben. Das Material ist die übliche dünne Presspappe, wie du es beschrieben hast. Neogi schrieb:
Gibt es belastbare Erfahrungen oder Studien, welche Belastungsgrenzen die KALLAX-Rückwand bei solcher Fixierung verträgt?Leider habe ich dazu nichts gefunden, was mich beruhigt oder klar weiterhilft. Ich frage deshalb hier, um Erfahrungswerte zu sammeln. Das Regal trägt nicht übermäßig viel, im oberen Bereich liegen ein paar Bücher und Deko, aber nichts Schweres. Trotzdem ist mir die Stabilität wichtig, ich möchte keine Überraschungen durch Verformung oder Abfallen der Rückwand erleben.