Hallo,
Es geht um mein Elternhaus. Es ist aus den 60ern, sehr gepflegt. Meine Eltern haben vor paar Jahren zusätzliche Dichtugnen an den doppeltverglasten Fenstern anbringen lassen und die Rollladenkasten gedämmt. Am Dach hat mein Vater eine Schicht Steinwolle angebracht, ich denke noch ne Folie und dann Rigips, bin da über die Details nicht sicher. Es gibt im ganzen Haus Heizkörper, keine Fußbodenheizung. Das Haus ist in 2 Wohnungen aufgeteilt, das EG ist vermietet, im 1. OG wohnen meine Eltern.
Meine Vater liegt mir schon seit Jahren wegen der Heizung in den Ohren. Momentan heizen sie mit Öl. Ich schätze die Heizung ist ca 15 Jahre alt, vielleicht auch ein bisschen mehr. Funktioniert tadellos. Mein Vater redet immer davon, irgendwann würde die ja eh kommen und er weiß nicht, ob er das jetzt schon in Angriff nehmen soll, weil er jetzt ne gute Förderung bekommen würde. Wenn er wartet bis sie kaputt ist, weiß er nicht ob es dann auch ne Förderung gibt. Würdet ihr ein Heizung, die eigtl in Ordnung ist, jetzt schon tauschen? Ich bin da skeptisch. Jetzt mit der Energiekrise juckt es ihn noch mehr in den Fingern.
Die zweite Frage ist, was für eine Heizung jetzt oder später. Wärmepumpe funktioniert ja nicht so super mit Heizkörpern, oder? Ich habe gelesen, man kann auch eine Deckenheizung nachrüsten und die Decke dann mit Trockenbau abhängen. Kennt das jemand? Gas leigt nicht an, würde ich momentan aber auch zurückschrecken. Pellets, naja die werden auch teurer. Man muss noch dazu sagen, dass die Ausrichtung für Solarthermie oder Photovoltaik nicht ideal ist und zudem noch große Bäume Schatten auf das Dach werfen. Wäre bei einer neuen Heizung Solarthermie oder Photovoltaik Pflicht?
Viele Fragen, vielleicht kann jemand eine Einschätzung abgeben.
Gruß,
Tobi
Es geht um mein Elternhaus. Es ist aus den 60ern, sehr gepflegt. Meine Eltern haben vor paar Jahren zusätzliche Dichtugnen an den doppeltverglasten Fenstern anbringen lassen und die Rollladenkasten gedämmt. Am Dach hat mein Vater eine Schicht Steinwolle angebracht, ich denke noch ne Folie und dann Rigips, bin da über die Details nicht sicher. Es gibt im ganzen Haus Heizkörper, keine Fußbodenheizung. Das Haus ist in 2 Wohnungen aufgeteilt, das EG ist vermietet, im 1. OG wohnen meine Eltern.
Meine Vater liegt mir schon seit Jahren wegen der Heizung in den Ohren. Momentan heizen sie mit Öl. Ich schätze die Heizung ist ca 15 Jahre alt, vielleicht auch ein bisschen mehr. Funktioniert tadellos. Mein Vater redet immer davon, irgendwann würde die ja eh kommen und er weiß nicht, ob er das jetzt schon in Angriff nehmen soll, weil er jetzt ne gute Förderung bekommen würde. Wenn er wartet bis sie kaputt ist, weiß er nicht ob es dann auch ne Förderung gibt. Würdet ihr ein Heizung, die eigtl in Ordnung ist, jetzt schon tauschen? Ich bin da skeptisch. Jetzt mit der Energiekrise juckt es ihn noch mehr in den Fingern.
Die zweite Frage ist, was für eine Heizung jetzt oder später. Wärmepumpe funktioniert ja nicht so super mit Heizkörpern, oder? Ich habe gelesen, man kann auch eine Deckenheizung nachrüsten und die Decke dann mit Trockenbau abhängen. Kennt das jemand? Gas leigt nicht an, würde ich momentan aber auch zurückschrecken. Pellets, naja die werden auch teurer. Man muss noch dazu sagen, dass die Ausrichtung für Solarthermie oder Photovoltaik nicht ideal ist und zudem noch große Bäume Schatten auf das Dach werfen. Wäre bei einer neuen Heizung Solarthermie oder Photovoltaik Pflicht?
Viele Fragen, vielleicht kann jemand eine Einschätzung abgeben.
Gruß,
Tobi
D
Deliverer23.07.22 12:15Also: Bis 55° Vorlauftemperatur ist der Einsatz von modernen Wärmepumpe KEINE Kostenfalle. Da verliert die Wärmepumpe lediglich 13% Effizienz im Vergleich zu 35° Vorlauftemperatur (Studie von letztem Jahr).
Und wenn das schon gemacht wurde:
Wer will kann noch Heizkörper tauschen, dann kommt man noch 6-8 Grad runter.
Und wenn das schon gemacht wurde:
mayglow schrieb:Fehlt höchstens noch die oberste Geschossdecke, oder das Dach. Dann einfach passende Wärmepumpe einbauen und gut ist.
Fassade gedämmt und verklinkert, 2-fach verglaste Fenster ... , Keller wurde irwann noch trockengelegt und isoliert, usw
Wer will kann noch Heizkörper tauschen, dann kommt man noch 6-8 Grad runter.
W
WilderSueden23.07.22 12:20Deliverer schrieb:
Also: Bis 55° Vorlauftemperatur ist der Einsatz von modernen Wärmepumpe KEINE Kostenfalle. Da verliert die Wärmepumpe lediglich 13% Effizienz im Vergleich zu 35° Vorlauftemperatur (Studie von letztem Jahr).Also ich hab da ja eher solche Datenblätter im Kopf. Das ist ein bisschen mehr als 13%, selbst bei eher milden Temperaturen. Das ganze kombiniert mit hohem Wärmebedarf...CC35BS38 schrieb:
Probiert mal im Winter aus wie tief die Vorlauftemperatur gehen kann. Heizkörper voll aufdrehen. Man sollte in Richtung 40 Grad kommen. Bei 50+ wird das ganze schon sehr teuer und ineffizient.Also mit „Fiebertemperatur“ bekommt man ein 60er Haus (ohne Dämmmaßnahmen) über Heizkörper definitiv nicht warm.Deliverer schrieb:
Also: Bis 55° Vorlauftemperatur ist der Einsatz von modernen Wärmepumpe KEINE Kostenfalle. Da verliert die Wärmepumpe lediglich 13% Effizienz im Vergleich zu 35° Vorlauftemperatur (Studie von letztem Jahr).Soweit die Theorie, bzw. im Labor. AZ statt 5 noch knapp über 4? 🙄50 Grad wäre ja so, als ob man ganzjährig Warmwasser erzeugt.
Die Jahresarbeitszahl dümpelt dann sicherlich bei ner 3 rum.
(Das sehe ich ja schon bei unserer VWS (Sole), wenn auch aus 2009, dass alles über 45 Grad die Effizienz deutlich reduziert.)
Es wäre schön, wenn‘s anders wäre, aber an Quantensprünge in der Wärmepumpe-Technik glaube ich nicht.
Sole-WPs wären dann quasi komplett überflüssig.
D
Deliverer23.07.22 13:06Ihr müsst euch die Studie vom ifeu selbst suchen - verlinken darf ich leider nicht.
(Und ich muss mich korrigieren, es waren 14% mehr Strom zwischen 35 und 55°)
Und versteht mich (und die Studie) nicht falsch: ich rate niemandem zu 55°. Aber mit dem Wissen im Hinterkopf, macht man sich nicht mehr so viele Gedanken, wenn man halt doch mal 45° Vorlauftemperatur braucht. Und mit 45° kriegt man schon sehr viele Häuser warm!
Und wer 30 Jahre lang nichts am Haus gemacht hat, sollte es jetzt nicht auf die Wärmepumpe schieben. Da ist eh renovieren dran.
(Und ich muss mich korrigieren, es waren 14% mehr Strom zwischen 35 und 55°)
Und versteht mich (und die Studie) nicht falsch: ich rate niemandem zu 55°. Aber mit dem Wissen im Hinterkopf, macht man sich nicht mehr so viele Gedanken, wenn man halt doch mal 45° Vorlauftemperatur braucht. Und mit 45° kriegt man schon sehr viele Häuser warm!
Und wer 30 Jahre lang nichts am Haus gemacht hat, sollte es jetzt nicht auf die Wärmepumpe schieben. Da ist eh renovieren dran.
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