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ᐅ HPS-System - picea als Strom- und Wärmequelle?

Erstellt am: 11.03.21 17:20
L
Lotti88
Hallo ihr lieben,

ich lese jetzt schon seit einigen Wochen fleißig mit. Wir sind gerade in der Planungsphase unseres Einfamilienhaus im Speckgürtel von München und beschäftigen uns derzeit mit ... joa... allem eben.

Unter anderem haben wir uns eigentlich schon sehr früh in unserem Planungsprozess in die picea-Anlage von HPS Home Power Solutions verguckt. Diese Anlage ist zwar nicht günstig, aber das Konzept würde uns überzeugen. Für alle, die noch nie davon gehört haben: das ist ein Stromspeicher, Heizungsunterstützung und Lüftungsgerät in einem. Ganz untechnisch gesprochen, wird über eine Photovoltaikanlage Strom erzeugt, dieser wird in einen Batteriespeicher eingespeist und parallel (wenn genug Strom durch die Sonne erzeugt wird) über einen Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt und in Wasserstofftanks gespeichert. Die dabei entstehende Abwärme wird zur Unterstützung des Warmwassers genutzt. Im Winter bzw. wenn kein Solarstrom erzeugt wird, wird der Wasserstoff aus den Tanks wieder in Strom umgewandelt, die hierbei entstehende Abwärme wird in die Lüftungsanlage gespeist. Dadurch kann man dann über das ganze Jahr hinweg den selbst erzeugten Sonnenstrom nutzen.

Soweit, so super. Wir haben uns schon ziemlich eingelesen und heute ein Gespräch mit einem Vertreter von denen gehabt; der hat uns dann aber gleich mal einen Zahn gezogen und meinte, wir würden zusätzlich noch eine Heizung brauchen. Da die Picea-Anlage schon sehr teuer ist (knappe 100.000 € - 900 kwH Wasserstoffspeicher, Lüftungsgerät mit Wärmetauscher, 25 kwH Batterie sind inkludiert; ca. 15.000,00 € Förderung) und wir leider auch (noch ;-) ) nicht im Lotto gewonnen haben, können wir so ein System natürlich trotz aller Ökologie nicht bis ins Extreme tragen.

Hat von euch jemand zufällig schon eine picea verbaut und kann darüber berichten, wie er es mit der Warmwasser- und Warmluftgewinnung gemacht hat?

Wir wollen möglichst ein Passivhaus bauen. Ca. 220 qm. Gesamtfläche (inkl. Keller mit Einliegerwohnung), Dachbeplankung bis ca. 15 kwp in Südausrichtung únd bei uns auf dem Grundstück auch im Norden (ca. 60 % Leistung) möglich. Wir sind noch auf der Suche nach einem Baupartner (haben Gespräche mit Baufirmen, Architekten, Bauplanungsbüros, Einzelgewerken etc.), d.h. es ist noch nichts in Stein gemeißelt.

Wir sind derzeit zu zweit, es könnten aber so 4 Leute und 2 Hunde werden.

Ich würde mich über Erfahrungsberichte oder sinnvolle Alternativ-Vorschläge, die ähnlich ökologisch sind, sehr freuen!
D
dabei_uwe
17.02.22 08:24
Nida35a schrieb:

100-500 Häuser mit jeder Photovoltaik, jeder kleine Batterie, zentraler H2 Speicher,
wird in Summe autark, weil die Peaks sich ausgleichen
Das wäre tatsächlich super! Nur, die picea kann ich heute kaufen, das quasi-autarke Quartier ist eine schöne Utopie.
Nida35a17.02.22 09:16
dabei_uwe schrieb:

das quasi-autarke Quartier ist eine schöne Utopie.
darauf wird es hinauslaufen,
nur Strom kann man so gut verteilen, umleiten, fast alles mit betreiben, steuern,
und mit einem 2000-10000Ah H2 Modul speichern und abrufen.
Ich hatte am Privathaus nicht die Möglichkeit von 50T€ KNX, 100T€ Picea, 50T€ Photovoltaik, 50T€ Sicherheit, 50T€ Bäder ...., 😉
auch wenn das alles spannend ist,
sind wir nicht bei Wunsch dir was, sondern bei so isses
S
S-H.Koczian
28.04.22 07:59
Ulenspiegel schrieb:

Ich bitte die Frage zu konkretisieren. Gerne antworte ich auf Fragen, würde aber die Antworten auf einem anderen Wege zukommen lassen. Man kann bei manchen Beiträgen hier nur fassungslos den Kopf schütteln, dass das Prinzip von PICEA ja nicht einmal im Ansatz begriffen wurde, diese Technologier dafür aber nach allen Regelnd der Kunst niedergemacht wird.(... rumänische Wälder verbrennen? siehe Beitrag vom 3. Januar. Da hat man ja aber wirklich nichts verstanden!)
Unsere Berater sind übrigens Leute, die im Frauenhofer-Institut gearbeite haben und z.B. ein Modellhaus mit der Wasserstofftechnologie betrieben haben.
Unser "Wasserstoffexperte" ist z.B. Mitglied im DIN-NORMEN - Ausschuss des Landes und excellenter Kenner der Wasserstoff-Materie. Ich selbst bin Chemiker und hatte in meiner ganzes beruflichen Laufbahn mit Elektrolyse und Elektrophorese zu tun... genau daher kommt auch meine Leidenschaft für ein Verfahren über Photovoltaik und einen Elektrolyseur grünen Wasserstoff herzustellen.
Also: Konkrete Fragen zu unserer Anlage beantworte ich gerne. Vielleicht sind die Antworten auf etwaige Fragen aber auch in meinem ersten Beitrag zu finden.
Ulenspiegel schrieb:

Ich bitte die Frage zu konkretisieren. Gerne antworte ich auf Fragen, würde aber die Antworten auf einem anderen Wege zukommen lassen. Man kann bei manchen Beiträgen hier nur fassungslos den Kopf schütteln, dass das Prinzip von PICEA ja nicht einmal im Ansatz begriffen wurde, diese Technologier dafür aber nach allen Regelnd der Kunst niedergemacht wird.(... rumänische Wälder verbrennen? siehe Beitrag vom 3. Januar. Da hat man ja aber wirklich nichts verstanden!)
Unsere Berater sind übrigens Leute, die im Frauenhofer-Institut gearbeite haben und z.B. ein Modellhaus mit der Wasserstofftechnologie betrieben haben.
Unser "Wasserstoffexperte" ist z.B. Mitglied im DIN-NORMEN - Ausschuss des Landes und excellenter Kenner der Wasserstoff-Materie. Ich selbst bin Chemiker und hatte in meiner ganzes beruflichen Laufbahn mit Elektrolyse und Elektrophorese zu tun... genau daher kommt auch meine Leidenschaft für ein Verfahren über Photovoltaik und einen Elektrolyseur grünen Wasserstoff herzustellen.
Also: Konkrete Fragen zu unserer Anlage beantworte ich gerne. Vielleicht sind die Antworten auf etwaige Fragen aber auch in meinem ersten Beitrag zu finden.

Schönen guten Morgen. Ich bin durch eine Internetsuche auf das Forum und diesen Betrag gestoßen. Ich hätte einige Fragen an @Ulenspiegel. Diese würde ich auch gerne privat übersenden. Ist leider aber noch nicht möglich da ich leider zu wenige Beträge verfasst habe. Vielleicht können Sie sich nochmal zu dem Thema bei mir melden.

Generell bin ich derzeit auch in der Planung unseres Einfamilienhaus. Der Gedanke an eine solche Anlage interessiert mich. Ich habe aktuell ein Angebot der Firma HPS. Für mich sind einige Punkte unklar, wie beispielsweise die bereits angesprochene Geltendmachung der Umsatzsteuer, die geringe Kapazität des XL-Speichers (300kWh) etc.
U
Ulenspiegel
28.04.22 08:33
Guten Morgen, bitte hinterlassen Sie Ihre Mail-Adresse im Architekturbüro (info@walz-walz.de) mit der Bitte um Weiterleitung an "Ulenspiegel."
Die Sekretärin wirds dann schon richten 🙂
D
Deliverer
28.04.22 22:10
Nach allem, was ich bisher über das System gehört habe, sind alleine die Wartungskosten höher, als die Gesamtbetriebskosten einer Wärmepumpe. Ohne Photovoltaik!
Unökologischer ist es auch ohne große Mathematik bemühen zu müssen.

Warum genau will man das System also nochmal haben?
A
AndyKann
23.03.25 13:23
Hallo zusammen,

Ich möchte mich hier mit möglichst vielen anderen Nutzern der HPS Picea vernetzen.

Wir haben eine Picea 1 - diese wurde 2023 eingebaut und hat perfekt funktioniert - leider mussten wir diese Anfang 2024 wegen eines Wasserschadens wieder komplett ausbauen!

Heute stehen wir kurz vor dem Wiedereinbau der Anlage, da das Haus wieder renoviert ist! Die Situation des HPS jetzt Insolvenz angemeldet hat (seit Freitag weiß ich, dass kein neuer Investor gefunden werden konnte) macht mich natürlich insofern nachdenklich, dass ich mir nicht sicher bin, ob wir die Anlage jetzt wieder neu installieren oder es komplett lassen sollen.

Jedenfalls gibt es ja mehrere 100 in Deutschland eingebaut sind – es sollte also sehr nützlich sein, wenn sich alle Nutzer/Kunden, die eine PICEA in Betrieb haben auf irgendeine Art und Weise finden und vernetzen! Es muss eine Möglichkeit gefunden werden, wie Service und die Ersatzteilversorgung für die Zukunft sichergestellt ist! Ansonsten sind unsere Investitionen ja leider vernichtet – meines Erachtens entsteht u.U. die Situation, dass jeder die Anlage auf eigene Kosten deinstallieren muss, da keine Betriebserlaubnis mehr vorliegt (das ist nur meine Meinung. Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich sehe die Gefahr)

Ich wäre bereit, ein Forum aufzubauen und aktiv an der Lösungsfindung für das Problem, das aus der HPS Insolvenz entsteht, mit zu arbeiten

Wir wohnen im Landkreis Heilbronn – ich bin gerne bereit zu einem Austausch
photovoltaikinsolvenz